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HINTERGRUND
DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich auf
einen neuartigen mikrobiellen Stamm und ein Verfahren zum biologischen
Abbau von chlorierten organischen Verbindungen, wie etwa Trichlorethylen
(TCE) und Dichlorethylen (DCE) durch seine Verwendung. Sie bezieht
sich ebenfalls auf ein Verfahren zur Umweltsanierung durch Behandlung
eines wässrigen
Mediums, wie etwa Abwasser und wässrige
Abfalllösungen,
die chlorierte organische Verbindungen enthalten. Ein derartiges
Verfahren ist verwendbar zur Wiederherstellung des Bodens und der
Luft (gasförmige
Phase der Umwelt) von Verunreinigungen, insbesondere wenn die Luft
mit chlorierten organischen Verbindungen verunreinigt ist.
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Verwandter Stand der Technik
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In den letzten Jahren war die Umweltverschmutzung
durch schwer abbaubare chlorierte organische Verbindung, die schädlich für Lebewesen
sind, in Hauptumweltproblem. Insbesondere wird angenommen, dass
der Boden von industriellen Gebieten, verbunden mit Papierherstellung, Zellstoffindustrie
und Feinmaschinenbau in einem großen Umfang durch chlorierte
organische Verbindungen, einschließlich chlorierter aliphatischer
Kohlenwasserstoffverbindungen, wie etwa Tetrachlorethylen (PCE),
Trichlorethylen (TCE) und Dichlorethylen (DCE) verunreinigt wurden,
und diese Annahme wurde durch eine Anzahl von Berichten über die Umwelt
von Industriegebieten überall
auf der Welt bestätigt.
Die in den Boden abgegebenen, chlorierten organischen Verbindungen
werden dann im Grundwasser gelöst
und breiten sich in umgebende Bereiche aus, um sie zu verunreinigen.
Die meisten dieser Verbindungen stehen unter starkem Verdacht krebserregend
zu sein und stellen ein soziales Hauptproblem dar, insbesondere
da viele Leute auf Grundwasser zur Wasserversorgung angewiesen sind,
und diese Verbindungen in der Umwelt sehr stabil sind.
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Unter diesen Umständen ist es vom Umweltschutzstandpunkt
lebenswichtig, die verunreinigten wässrigen Medien, wie etwa Grundwasser,
Boden und die umgebende gasförmige
Phase durch Entfernung und Abbau der darin enthaltenen chlorierten
organischen Verbindungen zu behandeln, und tatsächlich wurden Fortschritte
gemacht, um für
derartige Behandlungsvorgänge
notwendige Technologien zu entwickeln.
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Während
bekannte Technologien zum Umweltschutz Adsorption unter Verwendung
von Aktivkohle und Abbau durch Hitze oder Licht einschließen, sind
sie mit Blick auf Kosten und Durchführbarkeit nicht notwendigerweise
praktikabel und brauchbar.
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Inzwischen wurden Mikroorganismen
beschrieben, die chlorierte organische Verbindungen, wie etwa TCE
abbauen, die normalerweise stabil in der Umwelt sind, und eine Anzahl
von Untersuchungen wurden begonnen, um sie in praktischen Anwendungen
zu nutzen. Einige der Vorteile der Verwendung von Mikroorganismen
für biologische
Abbauverfahren sind, das chlorierte organische Verbindungen harmlos
durch geeignete Auswahl von einem oder mehreren spezifischen Mikroorganismen
und ihrer Verwendung zum biologischen Abbau reduziert werden können, dass
grundsätzlich
keine Chemikalien für
den biologischen Abbau erforderlich sind, um das Kosten für Instandhaltung
und Laborarbeit bei biologischen Abbauverfahren vermindert werden
können.
Jedoch gibt es eine begrenzte Anzahl von Berichten über isolierte
Mikroorganismen mit der Fähigkeit
chlorierte organische Verbindungen abzubauen. Bekannte mikrobielle
Stämme,
die für
den biologischen Abbau von TCE verwendet werden können, enthalten
Welchia alkenophila Sero 5 (USP 4877736, ATCC 53570), Welchia alkenophila
Sero 33 (USP 4877736, ATCC 53571), Methylocystis sp. Stamm M (Agric
Biol. Chem., 53, 2903 (1989), Biosci. Biotech. Biochem., 56, 486
(1992), ibid 56, 736 (1992)), Methylosinus trichosporium 0B3b (Am.
Chem. Soc. Natl. Meet. Dev. Environ. Microbiol., 29, 365 (1989),
Appl. Environ. Microbiol., 55, 3155 (1989), Appl. Biochem. Biotechnol.,
28, 877 (1991), S.U. S.4 Z17 2-92274, S.U. S.4 Z.17 3-292970), Methylomonas
sp. NM2 (Appl. Environ. Microbiol., 57, 236 (1991)), Alcaligenes
denitrificans ssp. Xylosoxidans JE75 (Arch. Microbiol., 154, 410
(1990)), Alcaligenes eutrohpus JMP134 (Appl. Environ. Microbiol.,
56, 1179 (1990)), Alcaligenes eutrophus FERM-13761 Open Nr. 7-123978,
Pseudomonas aeruginosa JII04 S.U. 7-236895), Mycobacterium vaccae JOB5 (J.
Gen. Microbiol., 82, 163 (1974), Appl. Environ. Microbiol., 55, 2960,
(1989), ATCC 29678), Pseudomonas putida BH (J. of Japan Sewage Work
Assoc. (Gesuido Kyokai-shi), 24, 27 (1987), Pseudomonas sp. Stamm
G4 (Appl. Environ. Microbiol., 52, 383, (1986), ibid 53, 949 (1987), ibid
54, 951 (1989), ibid 56, 279 (1990), ibid 57, 193 (1991), USP 4925802, ATCC 53617,
dieser Stamm wurde zunächst
als Pseudomonas cepacia klassifiziert, aber später zu Pseudomonas sp. geändert, Pseudomonas mendocina
KR-1 (Bio/Technol., 7, 282 (1989), Pseudomonas putida F1 (Appl.
Environ. Microbiol., 54, 1703 (1988), ibid 54, 2578 (1988)), Pseudomonas
fluorescens PFL12 (Appl. Environ. Microbiol., 54, 2578 (1988)), Pseudomonas
putida KWI-9 Japanische Patentanmeldung Offenlegungsschrift Nr.
6-70753, Pseudomonas cepacia KK01 S.O. 6-22769. Nitrosomonas europaea
(Appl. Environ. Microbiol., 56, 1169 (1990) und Lactobacillus vaginalis
sp. Nov (Int. J. Syst. Bacteriol., 39, 368 (1989), ATCC 49540).
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Ein Problem der praktischen Anwendung
dieser abbauenden Bakterien zur Sanierung der Umwelt ist, dass sie
Chemikalien, wie etwa aromatische Verbindungen oder Methan als eine
Induktionssubstanz (einen Induktor) benötigen.
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Obwohl aromatische Verbindungen,
wie etwa Phenol und Toluol hervorragend als Abbauinduktoren dienen,
sind sie toxisch und sollten nicht in die Umwelt abgegeben werden.
Obwohl Methan ebenfalls als ein Abbauinduktor verwendbar ist, ist
es leicht entflammbar und daher ist es schwierig und sehr gefährlich Methan in
die Umwelt auf eine kontrollierte Art und Weise abzugeben.
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Nelson et al. entwickelten ein Verfahren
unter Verwendung von Tryptophan, einer Aminosäure, als ein Abbauinduktor
zum biologischen Abbau chlorierter organischer Verbindungen (Japanische
Patentanmeldung Offenlegungsschrift Nr. 4-502277). Obwohl dieses
Verfahren die Toxizität
und Gefahr des Induktors selbst in einem gewissen Maße vermeiden
kann, ist Tryptophan eine sehr teure Verbindung und die Kompliziertheit
des kontrollierten Einbringens einer spezifischen Substanz in die
Umwelt ist weiterhin nicht gelöst.
Zusätzlich
ist die Zugabe einer übermäßigen Kohlenstoff-
und Stickstoffquelle in die Umwelt ebenfalls vom Standpunkt der Eutrophierung
nicht bevorzugt. Überdies,
da derartige TCE-abbauende Enzyme induzierbare Enzyme sind, hält die einmal
induzierte enzymatische Aktivität
nur für
wenige Stunden bis einen Tag an, erfordert danach eine weitere Induktion
und es gibt ein Problem, dass der Abbau von TCE kompetitiv durch
die Anwesenheit des Induktionsmittels gehemmt wird.
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Gegenwärtig wurden Fortschritte gemacht,
ein Plasmid mit einem DNA Fragment einzubringen, welches für eine Oxygenase
oder eine Hydroxylase als ein TCE-abbauendes Enzym in einem Wirtsbakterium
kodiert, um die TCE-abbauende
Aktivität
unter Verwendung eines harmlosen Induktors zu exprimieren, oder
sie in der Abwesenheit irgendeines Induktors konstitutiv zu exprimieren.
Mikrobielle Stämme
mit einem derartigen DNA-Fragment enthalten Pseudomonas mendocina
KR-1 S.O. 2-503866), Pseudomonas putida KWI-9 (S.O. 6-105691) und
Pseudomonas putida BH (Zusammenfassung der "Third Conference for the Studies on
the Contamination of Underground Water and Soil and Preventive Measures" (1994)).
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Jedoch haben diese rekombinanter
Stämme
verschiedene unterschiedliche Probleme, einschließlich der
Verwendung des sehr teuren IPTG (Isopropylthiogalactopyranosid)
und einer unzureichenden Stabilität des Plasmids in Wirtsmikroorganismus.
Zusätzlich
unterliegt das Freisetzen rekombinanter Mikroorganismen in die Umwelt
genauen Bestimmungen unter Berücksichtigung
der öffentlichen
Akzeptanz.
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Shields et al. erzielten einen mutierten
Stamm von Pseudomonas sp. Stamm G4, der TCE in der Abwesenheit eines
Induktors (Phenol oder Toluol) unter Verwendung eines Transposons
abbauen kann (Appl. Environ. Microbiol., 58, 3977 (1992), PCT Application,
International Patentveröffentlichung
WO 92/19738).
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Jedoch ist dieser mutierte Stamm
von G4 beim TCE-Abbau
nicht befriedigend aktiv und hat ein Problem der Instabilität aufgrund
des Transposons. Zusätzlich,
da das Transposon selbst ein Antibiotikaresistenzgen enthält, wie
etwa Kanamycinresistenz, gibt es eine mögliche Gefahr der horizontalen Übertragung
auf andere Mikroorganismen, falls der mutierte Stamm in die Umwelt
beigesetzt wird.
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Hinsichtlich der vorher dargestellten
Probleme und anderer Probleme führten
die Erfinder der vorliegenden Erfindung eine Serie von Mutationsexperimenten
am J1-Stamm (FERM
BP-5102) mittels Nitrosoguanidin durch, und waren erfolgreich durch
Erhalt eines neuen Stamms JM1 (FERM BP-5352), der in der Lage ist
flüchtige
chlorierte organische Verbindungen und aromatische Verbindungen
abzubauen ohne eines Induktors zu bedürfen, wie in der Japanischen
Patentanmeldungsoffenlegungsschrift Nr. 8-294387 offenbart.
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Spezifischer wurde der Stamm JM1
(FERM BP-5352) durch Mutagenese des Stamms J1 (FERM BP-5201; National
Institute of Bioscience and Human-Technology, Agency of Industrial
Science and Technology) unter Verwendung einer Chemikalie, Nitrosoguanidin,
ohne genetische Manipulation erhalten. Der Stamm JM1 erfordert keine
Verwendung eines Induktors, wie etwa Phenol, Toluol oder Cresol
für den
Abbau flüchtiger
chlorierter organischer Verbindungen einschließlich TCE.
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Als ein Mikroorganismus, welcher
chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindungen, wie etwa TCE,
ohne einen Induktor abbauen kann, wurde Burkholderia (Pseudomonas)
Cepacia PR1301 (hiernach einfach als PR1301 bezeichnet) in Environmental
Science & Technology,
Band 30, Nr. 6, S. 2045–2052
berichtet.
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Vom Standpunkt der Behandlung von
TCE-haltigen Abfalllösungen
und Boden, ist es erforderlich, dass der zu verwendende Mikroorganismus
nicht nur eine TCE-Abbaufähigkeit
hat, sondern ebenfalls die Fähigkeit
in der armen Umwelt einer Abfalllösung oder eines Bodens zu wachsen
und seine Abbaufähigkeit
zu erhalten.
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In der natürlichen Bodenumwelt, ungleich
Kultursystemen in Laboratorien, ist die Optimierung des Wachstums
und der Abbauaktivität
eines Mikroorganismus, der chlorierte organische Verbindungen abbauen kann,
aufgrund verschiedener Faktoren, wie etwa Temperatur, Feuchtigkeitsgehalt,
pH, Sauerstoffgehalt und andere Parameter des Bodens ziemlich schwierig,
so dass nach wie vor eine Anzahl von zu lösenden Problemen vorhanden
ist, um erfolgreich Boden von Kontamination mittels Mikroorganismen,
die Verunreinigungen abbauen können,
wieder herzustellen.
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Von diesen Parametern, ist die Temperatur
sehr wichtig, da sie direkt das Wachstum und die Abbauaktivität des in
den Boden eingebrachten Mikroorganismus beeinflusst. Die Bodentemperatur
in der Temperaturzone, in der sich Japan befindet, wird im Wesentlichen
konstant bei etwa 15°C
gehalten, was signifikant niedriger als 25°C ist, der optimalen Temperatur
für das
Wachstum und die Abbauaktivität
des Stamms JM1. Während
der Stamm JM1 bei etwa 15°C
in praktischen Anwendungen ausreichend wachsen und seine biologische
Abbauaktivität
exprimieren kann, kann die Bodentemperatur nahe der Oberfläche im Winter
in Japan signifikant unter dieses Niveau fallen, wo die Umgebungstemperatur
sehr wohl unterhalb null fallen kann. In kälteren Regionen, wie etwa "Cryic" und "Frigid", wie durch die Bodentaxonomie
der Abteilung für
Landwirtschaft der U.S. Regierung definiert, ist die durchschnittliche
jährliche
Bodentemperatur zwischen 0 und 8°C und
zwischen 8 und 15°C
im Mittel.
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Daher gibt es einen Bedarf für eine Technologie
um vollständig
die hervorragenden Eigenschaften des Stamms JM1 für den Abbau
aromatischer Verbindungen und/oder chlorierter organischer Verbindungen
ohne Verwendung eines Induktors bei einer Temperatur typischerweise
zwischen 4 und 15°C
zu nutzen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist einen neuen mikrobiellen Stamm zur Verfügung zu stellen, der Verunreinigungen
ohne einen Induktor in einer Niedertemperaturzone bemerkenswert
abbaut, und ein Verfahren des Abbaus von Verunreinigungen durch
seine Verwendung, als auch ein Verfahren zur Umweltsanierung durch
seine Verwendung.
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Gemäß einem Gesichtspunkt der Erfindung
wird ein neuartiger Stamm JMC1 (FERM BP-5960), der konstitutiv eine
Oxygenase exprimiert zur Verfügung
gestellt, welcher ein vom Stamm JM1 (FERM BP-5352) abgeleiteter,
mutierter Stamm ist.
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Gemäß einem weiteren Gesichtspunkt
der Erfindung wird ein Verfahren zum biologischen Abbau einer aromatischen
Verbindung oder einer chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindung
durch Einsatz eines neuartigen Stamms JMC1 (FERM BP-5960), der konstitutiv
Oxygenase exprimiert, zur Verfügung
gestellt, welcher ein von JM1 (FERM BP-5352) mutierter Stamm ist.
Gemäß diesem
Verfahren werden aromatische Verbindungen und chlorierte aliphatische
Kohlenwasserstoffverbindungen wirkungsvoll bei einer Temperatur nicht
höher als
15°C abgebaut.
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Gemäß eines noch weiteren Gesichtspunkts
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Umweltsanierung
zur Verfügung
gestellt, mit einem Schritt des biologischen Abbaus von Verunreinigungen
in der Umwelt durch Einsatz eines neuartigen Stamms JMC1 (FERM BP-5960),
der konstitutiv Oxygenase exprimiert, welcher ein mutierter Stamm
von JM1 (FERM BP-5352) ist. Dieses Verfahren kann wirkungsvoll die
aromatischen Verbindungen und chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindungen
enthaltende Umwelt bei einer Temperatur von nicht höher als
15°C sanieren.
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In einer Reihe von Experimenten,
isolierten die Erfinder der vorliegenden Erfindung einen mutierten Stamm
JMC1 des Ausgangsstamms JM1 (FERM BP-5352) welcher onstitutiv Oxygenase
exprimiert, durch Verbringen des Ausgangsstamms in eine kühle Umwelt
von 4°C
in der anfänglichen
Wachstumsphase. Sie fanden, dass dieser mutierte Stamm JM1 konstitutiv
Oxygenase exprimiert, folglich kann er aromatische Verbindungen
und chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe ohne die Anwesenheit
eines Induktors in einer Umwelt mit niedriger Temperatur abbauen.
Daher haben die Erfinder ein Verfahren zum Abbau aromatischer Verbindungen
und chlorierter aliphatischer Kohlenwasserstoffverbindungen oder
ein Verfahren zur Sanierung der durch diese Chemikalien verschmutzen
Umwelt unter Verwendung dieses mutierten Stamms JMC1 gefunden.
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KURZE BESCHREIBUNG DER
ZEICHNUNGEN
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Die 1 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE durch den Stamm
JMC1 zeigt.
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Die 2 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von DCE durch den Stamm
von JMC1 zeigt.
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Die 3 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von aromatischen Verbindungen
durch den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 4 ist
eine grafische Darstellung, um den Stamm JM1 mit dem Stamm JMC1
im Wachstum und dem TCE-Abbau
zu vergleichen.
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Die 5 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE im Boden durch
den Stamm JM1 und den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 6 ist
eine grafische Darstellung, die ebenfalls den Abbau von TCE im Boden
durch den Stamm JM1 und den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 7 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE im Boden durch
den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 8 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE im Boden durch
den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 9 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von Phenol im Boden durch
den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 10 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE in einer gasförmigen Phase
durch den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 11 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von Toluol in einer gasförmigen Phase
durch den Stamm JMC1 zeigt.
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Die 12 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE in einer gasförmigen Phase
bei Belüftung
eines den Stamm JMC1 enthaltenden Bodes zeigt.
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Die 13 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE in einer gasförmigen Phase
bei kontinuierlicher Belüftung
der Flüssigkultur
des Stammes JMC1 zeigt.
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Die 14 ist
eine grafische Darstellung, die den Abbau von TCE in einer gasförmigen Phase
bei kontinuierlicher Belüftung
des den Stamm JMC1 enthaltenen Bodens zeigt.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN
AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Zunächst werden die mikrobiologischen
Eigenschaften des Stamms JM1 (FERM BP-5352), von welchem der erfindungsgemäße mutierte
Stamm abgeleitet ist, im Folgenden aufgelistet.
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Gram-Färbung und Morphologie: Gram-negativ,
Stäbchen
Wachstum in verschiedenen Kulturmedien:
BHIA: gut
MacConkey:
möglich
Koloniefarbe:
Cremefarben
Optimale Temperatur: 25°C > 30°C > 35°C
Beweglichkeit: negativ
(in einem halbfesten Kulturmedium)
TSI (Schräge/Stich):
alkalisch/alkalisch, H2S (–)
Oxydase:
positiv (schwach)
Katalase: positiv
Zuckervergärung:
Glukose:
negativ
Saccharose: negativ
Raffinose: negativ
Galactose:
negativ
Maltose: negativ
Urease: positiv
Äskulinhydrolyse
(β-Glucosidase):
positiv
Nitratreduktion: negativ
Indolproduktion: negativ
Glucoseansäuerung:
negativ
Arginindihydrolase: negativ
Gelatinhydrolyse (Protease):
negativ
β-Galactosidase:
negativ
Assimilierung von Verbindungen
Glucose: negativ
L-Arabinose:
negativ
D-annose: negativ
D-Mannitol: negativ
N-Acetyl-D-glucosamin:
negativ
Maltose: negativ
Kaliumgluconat: negativ
n-Caprinsäure: positiv
Adipinsäure: negativ
dl-Äpfelsäure: positiv
Natriumcitrat:
positiv
Phenylacetat: negativ
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Der Stamm JM1 (FERM BP-5352) kann
aromatische Verbindungen assimilieren und chlorierte aliphatische
Kohlenwasserstoffverbindungen abbauen. Die Oxygenase nimmt am Abbauvorgang
teil. Er kann vollständig
TCE und andere chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindungen
in einer Konzentration von etwa 20 ppm bei 15°C abbauen, einer Temperatur
nahe der Bodentemperatur in der natürlichen Umwelt.
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Der erfindungsgemäße, mutierte Stamm hat die
gleiche mikrobiologischen Eigenschaften wie der Ausgangsstamm JM1
und hat zusätzlich
ein Potential des Wachstums und des biologischen Abbaus von TCE
bei einer Temperatur von nur 4°C,
wo der Ausgangsstamm JM1 (FERM BP-5352) praktisch dazu nicht in
der Lage ist. Dieses Potential wird stabil nach einer Anzahl von
Kulturpassagen erhalten, so dass die Erfinder der vorliegenden Erfindung
ihn als einen neu etablierten mikrobiellen Stamm eingeordnet, als
JMC1 benannt und ihn im National Institute of Bioscience and Human-Technology,
Agency of Industrial Science and Technology, eines der internationalen
Hinterlegungsinstitute in Übereinstimmung
mit den Bestimmungen des Budapester Vertrages, am 13. Juli 1996
(Hinterlegungsnummer FERM BP-5960) hinterlegt hat. Der erfindungsgemäße Stamm JMC1
(FERM BP-5960) ist vollständig
unterschiedlich von dem vorher beschriebenen PR1301,
da die Beschreibung von PR1301 in Environmental
Science & Technology
Band 30, Nr. 6, 1986, Seiten 2045-2052 sich nicht auf die mikrobiologischen
Eigenschaften von PR1301 bezieht, wird dort
angegeben, dass PR1301 eine spontane Reveratante
von Burkholderia cepacia G4301 ist, abgeleitet von Burkholderia
(Pseudomonas) cepacia G4 durch Mutagenese mit N-Methyl-N'-nitro-N-nitrosoquanidin
(NTG) . Daher wird angenommen, dass R1301 die gleichen
mikrobiologischen Eigenschaften wie der Ausgangsstamm G4 hat. Gemäß WO 90/06901
hat G4 die folgenden mikrobiologischen Eigenschaften:
Gramfärbung und
Morphology: Gram-negativ, Stäbchen
Urease:
negativ
Äskulinhydrolyse
(β-Glucosidase):
negativ
Nitratreduktion: positiv
Indolproduktion: negativ
Glucoseansäuerung:
negativ
Arginindihydrolase: negativ
Gelatinhydrolyse (Protease):
negativ
β-Galactosidase:
negativ
Assimilierung von Verbindungen
L-Arabinose: positiv
D-Mannose:
positiv
D-Manitol: positiv
N-Acetyl-D-glucosamin: positiv
Maltose:
negativ
Kaliumglukonat: positiv
n-Caprinsäure: positiv
Adipinsäure: negativ
dl-Äpfelsäure: positiv
Natriumcitrat:
positiv und negativ
Phenylacetat: positiv
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Die vorher aufgelisteten mikrobiologischen
Eigenschaften des G4-Stamm sind klar unterschiedlich zu denen des
Stamms MC1 und daher ist R1301 ein vom Stamm JMC1 unterschiedlicher
mikrobieller Stamm.
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Der Stamm JMC1 kann aromatische Verbindungen
einschließlich
Phenol und Cresol als auch chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindungen
abbauen und ist folglich gegen diese Verbindungen resistent. Diese
Verbindungen sind schädlich
für viele
Mikroorganismen und viele von ihnen werden herkömmlicherweise als Mikrobizide
verwendet und sind oftmals in Abfallflüssigkeiten in einer beträchtlichen
Konzentration enthalten. Falls eine derartige Verbindung vorhanden
wäre, würde der
Stamm JMC1 überleben
und seine Abbauaktivität
würde nicht
gehemmt werden, so dass chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindungen
wirkungsvoll abgebaut werden.
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Der Stamm JMC1 ist sehr vorteilhaft
darin, dass er nicht die Verwendung eines Induktors, wie etwa Phenol,
für den
Abbau im Grundwasser und Boden enthaltener chlorierter aliphatischer
Kohlenwasserstoffe benötigt.
Nur herkömmliche
Nährstoffe
müssen
zu den Zellen zugegeben werden, um ihr Wachstum und den biologischen
Abbau zu fördern,
so dass der Abbauvorgang unter Verwendung dieses Stamms einfach
ist und frei vom Einbringen von toxischen und gefährlichen
Induktoren in die Umwelt. Bei einem Mikroorganismus dessen Oxygenase
durch einen Induktor wie etwa Phenol induziert wird, werden sowohl
die chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen als
auch der Induktor durch den Mikroorganismus abgebaut, in einer Reduktion
der Wirksamkeit im Abbau der chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen
durch kompetitive Hemmung resultiert. Andererseits exprimiert der
Stamm JMC1 konstitutiv eine Oxygenase, die ein Enzym bis zum Abbau
von chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen ist,
was ihn von der kompetitiven Hemmung befreit und einenwirkungsvollen
und wirksamen Abbau von chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen
ermöglicht.
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Nahrungsquellen, die für das Wachstum
des erfindungsgemäßen Stammes
JMC1 verwendet werden können,
enthalten viele herkömmliche
Kohlenstoffquellen, Stickstoffquellen oder anorganische Salzquellen, welche
herkömmlich
für die
mikrobielle Kultur verwendet werden können, wenn sie durch diesen
Stamm assimilierbar sind. Ein derartiges Kulturmedium ist Bouillonmedium,
M9-Medium, 2 × YT-Medium
und L-Brühe
ergänzt
mit einigen Polypeptonen und/oder Hefeextrakt, kann geeigneterweise
für den
Zweck der Erfindung verwendet werden.
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Die Zusammensetzung des M9-Mediums
wird im Folgenden gezeigt.
NaHP2O4: 6,2 g
KHP2O4: 3,0 g
NaCl: 0,5 g
NH4Cl: 1,0 g
(pro Liter, pH 7,0)
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Nährstoffe,
die zu einem M9-Kulturmedium für
den Zweck der Erfindung zugegeben werden können, enthalten organische
Säuren,
wie etwa Äpfelsäure, Zitronensäure, Brenztraubensäure, Milchsäure, Bernsteinsäure und
Fumarsäure
und Salze davon; Zucker wie etwa Lactose, Rhamnose und Inositol;
und Aminosäuren, wie
etwa Glycin, Valin und Histidin.
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Als anorganische Salze werden bevorzugt
die hauptsächlichen
essentiellen Elemente für
lebende Organismen, wie etwa Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Stickstoff
(N), Phosphor (P), Kalium (K), Kalzium (Ca), Magnesium (Mg) und
Schwefel (S) zu dem Kulturmedium zugegeben in einer Größenordnung
von 10–2 des Trockengewichts
der Mikroorganismen, während
unbedeutendere essentiellerer Elemente, wie etwa Eisen (Fe), Mangan
(Mn), Kupfer (Cu), Zink (Zn), Chlor (Cr), Bor (B) und Molybdän (Mo) in
einer Größenordnung
von 10–5 des
Trockengewichts der Mikroorganismen zugegeben werden.
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Die Kultur kann in einer aeroben
Umwelt kultiviert werden, und kann eine flüssige oder feste Kultur sein.
Ein weiterer Bereich der Kulturtemperatur zwischen 4°C und 30°C kann für den Zweck
der Erfindung verwendet werden, obwohl bevorzugt ein Temperaturbereich
zwischen 4°C
und 25°C
und bevorzugter ein Temperaturbereich zwischen 4°C und 15°C verwendet wird.
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Der biologische Abbau von aromatischen
Verbindungen und/oder chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen
kann durch in Kontakt bringen der aromatischen Verbindungen und/oder
der chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen, enthalten
in einem wässrigen
Medium, Boden oder in einer Gasphase, mit dem erfindungsgemäßen Stamm
JMC1 erfolgen. Jedes Verfahren zum in Kontakt bringen der Mikroorganismen
mit den organischen Verbindungen kann verwendet werden, vorausgesetzt
der Organismus kann seine Abbauaktivitäten ausbilden, wobei ein absatzweises
Verfahren, ein halbkontinuierliches Verfahren oder ein kontinuierliches
Verfahren anwendbar ist. Die Mikroorganismen können in einem halbimmobilisierten
Zustand oder auf einem geeigneten Träger verwendet werden. Die zu
behandelnden Objekte, wie etwa Abfallflüssigkeit, Boden oder Luft können, wenn
notwendig, einer Vorbehandlung unterworfen werden.
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Die in einem wässrigen Medium als Verunreinigungen
enthaltenen aromatischen Verbindungen und/oder die chlorierten aliphatischen
Kohlenwasserstoffverbindungen, können
durch in Kontakt bringen der aromatischen Verbindungen und/oder
der chlorierten aliphatischen Verbindungen mit den Zellen des Stamms JMC1
biologisch abgebaut werden. Für
den Erfindungszweck kann der Stamm JMC1 alleine oder in Kombination
mit einem weiteren Stamm verwendet werden. Während mögliche Arten zur Durchführung der
vorliegenden Erfindung im Folgenden beschrieben werden, sollte festgestellt
werden, dass die vorliegende Erfindung auf keine Weise darauf begrenzt
ist.
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In der einfachsten Weise der Durchführung der
Erfindung werden Zellen vom Stamm JMC1 direkt in ein wässriges
Medium eingebracht, das durch aromatische Verbindungen und/oder
chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindungen verunreinigt
ist. Obwohl es bevorzugt ist den pH, die Salzkonzentration, die Temperatur
und die Konzentration der Schadstoffe in dem wässrigen Medium einzustellen,
kann der Stamm JMC1 seine Abbauaktivität aufrecht erhalten, es sei
denn die Umwelt ist extrem sauer oder alkalisch oder hat eine hohe
Salzkonzentration. Zusätzlich
kann der Stamm bei einer Temperatur von nur 4°C proliferieren und seine biologische
Abbauaktivität
behalten, was bedeutend niedriger als die normale Laborkulturtemperatur
ist.
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Bei einer weiteren Art der Durchführung der
Erfindung, werden Zellen des Stamms JMC1 in einem Kulturtank kultiviert,
in dem ein wässriges
Medium verunreinigt mit aromatischen Verbindungen und/oder chlorierten
aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen in einer festgesetzten
Rate für
den biologischen Abbau eingespeist wird. Das verunreinigte wässrige Medium
kann kontinuierlich eingespeist und abgeleitet werden, es kann alternativ
intermittierend oder in einem absatzweisen Modus in Abhängigkeit
von der Verarbeitungskapazität
des Kulturtanks behandelt werden. Es ist hier wichtig, das Behandlungssystem
in Abhängigkeit
von der Konzentration der Verunreinigungen zu optimieren.
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Bei einer noch breiteren Art der
Durchführung
der Erfindung werden Zellen des Stamms JMC1 an einen Träger angehaftet,
zum Beispiel Bodenpartikel, gefolgt durch Einfüllen des Trägers in ein Reaktionsgefäß, in welches
ein mit organischen Verbindungen verunreinigtes wässriges
Medium zur Abbaubehandlung eingeleitet wird. Für diesen Zweck kann jeder Träger als
ein Träger
verwendet werden, wie auch die Bodenpartikel, aber diejenigen mit
einer hohen Haltekapazität
für Mikroorganismen
und welche nicht hinderlich für
die Belüftung
sind, sind mehr bevorzugt. Zum Beispiel können die herkömmlich in
der lebensmittelverarbeitenden Industrie und in Abwasserbehandlungssystemen
verwendeten, um Mikroorganismen mit einem Lebensraum in Bioreaktoren
der pharmazeutischen Industrie zu versehen, verwendet werden. Spezifische
Mikroorganismenträger
enthalten anorganische partikelförmige
Träger,
wie etwa poröses
Glas, Keramik, Metalloxide, Aktivkohle, Kaolinit, Bentonit, Zeolit,
Sepiolit, Silicagel, Aluminiumoxid und Anthrazit, gelartige Träger, wie
etwa Stärke, Agar,
Chitin, Chitosan, Polyvinylalkohol, Algininsäure, Polyacrylamid, Carrageenan,
Agarose und Gelatine, Ionenausstauscherzellulose, Ionenausstauscherharz,
Zellulosederivate, Glutaraldehyd, Polyacrylsäure, Polyurethan und Polyester.
Zusätzlich
können
natürliche
Zellulosematerialien, wie etwa Baumwolle, Jute und Papier, und Ligninmaterialien,
wie etwa Sägespäne und Borke
ebenfalls für
den Zweck der Erfindung verwendet werden.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird die Abbaubehandlung der aromatischen Verbindungen und/oder
chlorierten aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen im Boden
durch den Kontakt der aromatischen Verbindungen und/oder chlorierten
aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen im Boden mit dem Stamm
JMC1 durchgeführt.
Typische Anwendungsarten werden hiernach beschrieben, diese Stämme können zur
Reinigung aromatischer Verbindungen und/oder chlorierter aliphatischer
Kohlenwasserstoffverbindungen in jedem Boden verwendet werden, ohne
darauf beschränkt
zu sein.
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Ein vergleichsweise einfaches und
bevorzugtes Verfahren umfasst das direkte Anbringen des Stamms JMC1
in den mit aromatischen Verbindungen und/oder chlorierten aliphatischen
Kohlenwasserstoffverbindungen verschmutzen Boden. Zellen von JMC1
können
auf die Oberfläche
des Bodens gesprüht
werden, oder durch ein in den Boden gegrabenes Loch eingebracht
werden, wenn eine relativ tiefe Untergrundschicht behandelt werden
muss. Die Zellen von JMC1 können
wirkungsvoll verteilt werden, wenn sie durch unter Druck gesetzte
Luft oder Wasser angetrieben werden. Während verschiedene Parameter
in dem Boden gesteuert werden müssen,
kann der Stamm JMC1 vorteilhafterweise in Boden verwendet werden,
da der Stamm JMC1 schneller in der Anwesenheit eines Trägermaterials
wie den Bodenpartikeln proliferieren kann. Zusätzlich proliferiert und erhält der Stamm
seine biologische Abbauaktivität
bei einer Temperatur von nur 4°C,
welche bemerkenswert niedriger als die normale Bodentemperatur von
15°C ist.
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Bei einer anderen Art der Durchführung der
Erfindung wird ein Reaktionsgefäß mit einem
Trägermaterial
gefüllt,
an welches JMC1-Zellen angeheftet werden, und dann in den Boden
gebracht, üblicherweise
in den Grundwasserleiter, verunreinigt durch aromatische Verbindungen
und/oder chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindung für den biologischen
Abbau. Das Reaktionsgefäß hat bevorzugt
eine Konfiguration als ein Zaun oder ein Filmblatt, so dass es einen
weiteren Bereich im Boden abdecken kann. Für den Erfindungszweck kann
jedes Trägermaterial
verwendet werden, so lange es wirksam zum Tragen von Mikroorganismen ist
und nicht die Belüftung
hemmt. Für
den Zweck der Erfindung verwendbare Mikroorganismenträger, enthalten
die herkömmlicherweise verwendeten,
um Mikroorganismen einen Lebensraum in Bioreaktoren in der pharmazeutischen
Industrie, in der lebensmittelverarbeitenden Industrie und in Abwasserbehandlungssystemen
zur Verfügung
zu stellen. Spezifische Trägermaterialien
enthalten anorganische, partikuläre
Träger,
wie etwa poröses
Glas, Keramik, Metalloxide, Aktivkohle, Kaolit, Bentonit, Zeolit,
Sepiolit, Silicagel, Aluminiumoxid und Anthrazit, gelartige Träger, wie
etwa Stärke,
Agar, Chitin, Chitosan, Polyvinylalkohl, Algeninsäure, Polyacrylamid,
Carrageenan, Agarose und Gelatine, Ionenausstauscherzellulose, Ionenausstauscherharz,
Zellulosederivate, Glutaraldehyd, Polyacrylsäure, Polyurethan und Polyester.
Zusätzlich
können
natürliche
Zellulosematerialien, wie etwa Baumwolle, Jute und Papier, und Ligninmaterialien,
wie etwa Sägespäne und Borke ebenfalls
für die
Zwecke der Erfindung verwendet werden.
-
Gemäß der vorliegenden Erfindung
können
in einer gasförmigen
Phase als Verunreinigungen enthaltene aromatische Verbindungen und/oder
chlorierte aliphatischen Kohlenwasserstoffverbindungen, durch in Kontakt
bringen der aromatischen Verbindungen und/oder der chlorierten aliphatischen
Kohlenwasserstoffverbindungen mit den Zellen des Stamms JMC1 biologisch
abgebaut werden. Mögliche
Arten der Durchführung der
Erfindung werden im Folgenden beschrieben, sind aber nicht darauf
beschränkt.
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Zum Beispiel werden in einer bevorzugten
Durchführungsart
der Erfindungen Zellen des Stamms JMC1 in einem Kulturtank kultiviert,
in dem ein durch aromatische Verbindungen und/oder chlorierte aliphatische
Kohlenwasserstoffverbindungen verunreinigtes Gas in einer bestimmten
Rate für
den biologischen Abbau eingespeist werden. Obwohl verunreinigtes
Gas durch jede Einrichtung Mittel eingespeist werden kann, wird
die Flüssigkultur
bevorzugt durch das eingeleitete Gas bewegt, um die Belüftung des
Systems zu fördern. Das
verunreinigte Gas kann kontinuierlich eingespeist und abgeleitet
werden, intermittierend oder in einer absatzweisen Art, in Abhängigkeit
von der Verarbeitungskapazität
des Kulturtanks. Es ist hier wichtig, das Behandlungssystem in Abhängigkeit
von der Konzentration der Verunreinigungen zu optimieren.
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Bei einer anderen Durchführungsart
der Erfindungen werden Zellen des Stamms JMC1 an einen Träger angeheftet,
zum Beispiel Bodenpartikel, gefolgt vom Einfüllen des Trägers in ein Reaktionsgefäß, in welches
ein gasförmiges
Medium, verunreinigt mit organischen Verbindung, für die Abbaubehandlung
eingeleitet wird. Zu diesem Zweck kann jeder Träger als ein Träger verwendet
werden, als auch die Bodenpartikel, aber diejenigen mit einer hohen
Haltekapazität
für Mikroorganismen
und die nicht hinderlich für
die Belüftung
sind, sind bevorzugter. Zum Beispiel jene, welche herkömmlicherweise
verwendet werden, um Mikroorganismen mit einem Lebensraum in Bioreaktoren
in der pharmazeutischen Industrie, in der lebensmittelverarbeitenden
Industrie und in Abwasserbehandlungssystemen versehen, können verwendet
werden.
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Spezifische Trägermaterialien enthalten anorganische
partikuläre
Träger,
wie etwa poröses
Glas, Keramik, Metalloxide, Aktivkohle, Kaolit, Bentonit, Zeolit,
Sepiolit, Silicagel, Aluminiumoxid und Anthrazit, gelförmige Träger, wie
etwa Stärke,
Agar, Chitin, Chitosan, Polyvinylalkohol, Algininsäure, Polyacrylamid,
Carrageenan, Agarose und Gelatine, Ionenausstauscherzellulose, Ionenausstauscherharz,
Zellulosederivate, Glutaraldehyd, Polyacrylsäure, Polyurethan und Polyester.
Zusätzlich
können
natürliche Zellulosematerialien,
wie etwa Baumwolle, Jute und Papier, und Ligninmaterialien, wie
etwa Sägespäne und Borke,
ebenfalls zu dem Zweck der Erfindung verwendet werden.
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Materialien, die verwendet werden
können
um die Mikroorganismen zu dem Zweck der Erfindung zu erhalten und
zu füttern,
enthalten Komposte und viele andere in der Landwirtschaft und der
Fischzucht beliebte ähnliche
Produkte, wie etwa Kornstroh, Sägespäne, Reiskleie,
getrocknete Drusen von Bohnengallerte, Zuckerrohrrückstände und
andere getrocknete Pflanzenprodukte, als auch Fischereiabfälle einschließlich Krabbenschalen
und Shrimpsschalen.
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Um verunreinigtes Gas zum Zweck der
Erfindung zu behandeln, können
in einen mit einem Trägermaterial
gefüllten
Tank eingeführte
Zellen vorher kultiviert werden, oder sie können allein vorher kultiviert
werden. Die Nährstoffzufuhrrate,
der Wassergehalt, die Sauerstoffkonzentration und andere Faktoren
sollten in den entsprechenden bevorzugten Bereichen für einen
wirksamen biologischen Abbau gehalten werden. Das Verhältnis zwischen
dem Volumen des Trägers
und dem Wassergehalt in dem Reaktionsgefäß kann unter Berücksichtigung
des mikrobiellen Wachstums und der Belüftungswirksamkeit ausgewählt werden,
und die Form des Reaktionsgefäßes kann
angemessen eingestellt werden, in Abhängigkeit vom Volumen und der
Schadstoffkonzentration der zu behandelnden Luft. Vorsicht sollte
walten, um den Kontakt zwischen dem Gas und den vom dem Träger gehaltenen
Zellen sicherzustellen. Zum Beispiel kann er die Form einer Säule, einer
Röhre, eines
Tanks oder einer Kiste haben. Das Reaktionsgefäß kann mit einer Abgasleitung
und einem Filter, eingesetzt in einer genormten Einheit, kombiniert
werden, oder eine Anzahl von Reaktionsgefäßen kann in Serie angeordnet
werden, um eine erwünschte
Behandlungskapazität
zu verwirklichen.
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Das in ein Reaktionsgefäß gespeiste,
verunreinigte Gas kann zunächst
an den Träger
anhaften, und es kann seltene Fälle
geben, wo der Effekt der Nutzung des Mikroorganismus nicht deutlich
beobachtet werden kann, insbesondere in den anfänglichen Stadien der Bearbeitung,
die Verunreinigungen auf dem Träger werden
nach einer bestimmten Zeitspanne abgebaut, und neuer Schadstoff
wird auf der Oberfläche
des Trägers
absorbiert, von dem der erste Schadstoff durch Abbau entfernt wurde,
so dass die Kapazität
des Reaktionsgefäßes nicht
gesättigt,
und das biologische Abbauverfahren auf einem konstanten Niveau gehalten
werden kann.
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Jedes normalerweise für die Kultivierung
von Mikroorganismen wie vorher beschrieben verwendete Kulturmedium
kann geeigneterweise für
den Stamm JMC1 in einem Behandlungsverfahren unter Verwendung eines
erfindungsgemäßen Verfahrens
verwendet werden. Spezifischer sind Kulturmedien wirkungsvoll, wie etwa
Bouillonmedium, M9-Medium, 2 × YT-Medium,
L-Medium oder ein Medium, welche Polypepton, Hefeextrakt und Kohlenstoffquellen,
wie etwa Zucker und organische Säuren
in einem angemessenen Verhältnis
enthält.
Diese Medien sind in einer flüssigen
Form oder in einer gelartigen Form wirkungsvoll, erzeugt durch Zugabe
von Agarose zu der flüssigen
Form.
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Ein erfindungsgemäßes Verfahren kann in einem
geschlossenen oder offenem System zur Behandlung von Abwasser, Boden
und/oder Luft verwendet werden. Es kann mit Verfahren zur Verankerung
von Mikroorganismen an einen Träger
und/oder Förderung
des Wachstums der Mikroorganismen kombiniert werden.
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Nun wird die vorliegende Erfindung
mit mehr Einzelheiten mit Hilfe von Beispielen beschrieben, obwohl diese
Beispiele auf keine Weise den Umfang der vorliegenden Erfindung
begrenzen.
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Beispiel 1: Isolation
des Stamms JMC1 und Oxygenasanalyse
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Auf einem Agarmedium gewachsene Zellen
des Stamms JM1 werden in 100 ml M9-Medium mit 1% Natriummalat in
einem Sakaguchi-Kolben inokuliert und einer Schüttelkultivierung bei 22°C für 23 Stunden
unterzogen. Zu diesem Zeitpunkt erreichte die Zelldichte des Stamms
JM1 in dem Sakaguchi-Kolben 4 × 108 Zellen/ml. Dann wurden drei 2 ml-Aliquots
der Kultur entnommen und durch aufeinanderfolgende zehnfache Verdünnungen
verdünnt,
um Verdünnungen
von 4 × 103 Zellen/ml, 4 × 102 Zellen/ml
bzw. 4 × 10
Zellen/ml zu erhalten. Danach wurden aus jeder Verdünnung zweifach
100 μl entnommen
und auf M9-Agarplatten
mit 1% Natriummalat ausplattiert. Insgesamt wurden 2 × 3 mit
JM1 Zellen inokulierte Agarplatten, dann bei 4°C für 6 Tage inkubiert, gefolgt
durch die Inkubation bei Raumtemperatur (22°C) für 3 Tage. Auf einer von zwei
Agarplatten mit einer ausplattierten 105fachen
Verdünnung
traten milchig-weiße
Kolonien auf (hiernach als „Kolonie
A" bezeichnet).
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Als Kontrollen wurden zweifach 100 μl von jeder
Verdünnung
entnommen und auf M9-Agarplatten mit 1% Natriummalat ausplattiert.
Diese 2 × 3
Platten mit ausplattierten JM1-Zellen wurden bei Raumtemperatur (22°C) für 3 Tage
inkubiert, um zu finden, dass alle Agarplatten mit milchig-weißen Kolonien
des Stamms JM1 bewachsen waren (hiernach als „Kolonie B" bezeichnet).
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Dann wurden Zellen der Kolonie A
und der Kolonie B separat in 100 ml M9-Medium mit 2% Natriummalat
in einem Sakaguchi-Kolben inokuliert und einer Schüttelkultivierung
bei 4°C
für 7 Tage
unterzogen. Im Ergebnis wuchs die Zellzahl der Kolonie A von anfänglich 3 × 106 Zellen/ml auf 1,5 × 108/ml
nach 7 Tagen. Auf der anderen Seite stieg die Zellzahl der Kolonie
B von anfänglich
3 × 106 Zellen/ml auf etwa 5,2 × 107 Zellen/ml.
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Inzwischen wurden Zellen der Kolonie
A und der Kolonie B separat in 200 ml M9-Medium mit 0,2% Hefeextrakt
in einem Sakaguchi-Kolben inokuliert und einer Schüttelkultur
bei 22°C
für 24
Stunden unterzogen. Dann wurde jeder durch Zentrifugation gesammelte
Zellhaufen durch eine French-Press aufgeschlossen, um einen Zellextrakt
zu erhalten. Catechol-1-2-Oxygenase (C120) und Catechol-2-3-Oxygenase
(C230) in dem Zellextrakt jeder Kolonie A und Kolonie B wurden durch
Spektroskopie bestimmt (Microbiol., 6B, 463–478 (1997)). Die Proteinmenge
wurde unter Verwendung eines Biorad-Proteinassaykits bestimmt. Das Ergebnis
ist in Tabelle 1 gezeigt.
-
Tabelle
1
C120 und C23-0 Aktivitäten
(μmol/min/mg
Proteine)
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Mit dem Vorherigen wurde bestätigt, dass
die Zellen der Kolonie A Oxygenase den Stamm JM1 exprimieren.
-
– Vergleich der Kolonie A und
des Stamms JM1 –
-
(1) Ein Experiment wurde durchgeführt, um
die Zellen der Kolonie A, welche unterschiedlich vom Stamm JM1 sind,
in ihren Wachstumseigenschaften bei 4°C mit den Zellen des Stamms
JM1 zu vergleichen. Die Zellen der Kolonie A und die JM1-Zellen
wurden separat in 100 ml M9-Medium (2% Natriummalat) in einen Sakaguchi-Kolben
inokuliert und einer Schüttelkultur
unterzogen. Das Zellwachstum wurde in regelmäßigen Abständen durch Plattenzählung beider
Kulturen überwacht.
Die 4 zeigt die Ergebnisse.
-
Inzwischen wurden Zellen der Kolonie
A und JM1-Zellen
separat in 200 ml M9-Medium mit 2% Natriummalat in einem Sakaguchi
Kolben inokuliert und einer Schüttelkultur
bei 4°C
für 7 Tage
unterzogen. Dann wurde eine Mehrzahl von Glasfläschchen in zwei Gruppen aufgeteilt
und jedes Glasfläschchen
enthielt 5 ml von M9-Medium
mit 20 ppm TCE und 1% Natriummalat als einer Kohlenstoffquelle.
Zu jedem Glasfläschchen einer
Gruppe wurden 0,1 ml der Kultur der Zellen der Kolonie A kultiviert
wie vorher beschrieben bei 4°C
für 7 Tage,
inokuliert und 0,1 ml des Stamms JM1 zu jedem Glasfläschchen
der anderen Gruppe. Danach wurde jedes Glasfläschchen hermetisch mit einem
Butylgummistopfen und einer Aluminiumkappe versiegelt und unter
Schütteln
bei 4°C
kultiviert. Dann wurde der TCE-Abbau durch Mikroorganismen in regelmäßigen Abständen durch
Gaschromatographie des Kopfraums überwacht. Als eine Kontrolle
wurde ein ähnliches
System aufgebaut, welches TCE in der gleichen Konzentration aber
keine Mikroorganismen enthielt, und das TCE wurde in regelmäßigen Abständen quantifiziert.
Das Verhältnis
des restlichen TCE zu dem Kontroll-TCE wurde bestimmt. Die Ergebnisse
sind in der 4 gezeigt.
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Wie aus der 4 ersichtlich, zeigten die Zellen der
Kolonie A ein weit größeres Wachstumspotenzial und
einen TCE-Abbau bei 4°C
als der Stamm JM1.
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Als nächstes wurde eine Kolonie der
auf einem Agarmedium in 200 ml M9-Medium ergänzt mit 2% Natriummalat gewachsenen
Kolonie A in einem Sakaguchi-Kolben
inokuliert und unter Schütteln
bei 4°C
für 7 Tage
kultiviert. Die Kultivierung in einem Sakaguchi-Kolben wurde fünfmal wiederholt
und die aus der fünften Kulturpassage
erhaltenen Mikroorganismen wurden auf ihr Wachstumspotenzial und
den TCE-Abbau bei 4°C in
der gleichen Art und Weise wie vorher beschrieben untersucht. Die
Ergebnisse waren die gleichen wie die in der 4 für
die Kolonie A gezeigten. Spezifischer, obwohl die Zellen der Kolonie
A wie der Stamm JM1 konstitutiv Oxygenase exprimieren und die gleichen
mikrobiologischen Charakteristiken wie der Stamm JM1 haben, ist
der erstere sehr viel besser als der letztre im Wachstum und dem
TCE-Abbau bei niedriger
Temperatur (4°C)
und das Potenzial wurde nicht durch Kulturpassagen reduziert. Folglich
bestimmten die Erfinder der vorliegenden Erfindung, dass die Zellen
der Kolonie A von einem mutierten vom Stamm JM1 abgeleiteten Stamm
sind, und nannten den neuen Stamm JMC1, welcher dann in dem National
Institute of Bioscience and Human-Technology, Agency of Industrial
Science and Technology (FERM BP-5960) hinterlegt wurde.
-
Beispiel 2: Abbau von
TCE durch den Stamm JMC1 (Flüssigkultursystem
bei 10°C)
-
Eine Kolonie des Stamms JMC1 auf
Agarmedium, erhalten wie in Beispiel 1 beschrieben, wurde in 200 ml
M9-Medium mit 2% Natriummalat in einem Sakaguchi-Kolben inokuliert
und einer Schüttelkultur
bei 15°C für 70 Stunden
unterzogen.
-
Währenddessen
wurden 5 ml M9-Medium mit 20 ppm TCE und 1% Natriummalat als Kohlenstoffquelle in
ein Glasgefäß getan,
in das 0,1 ml der vorherigen Kultur inokuliert wurde. Das Glasgefäß wurde
hermetisch mittels eines Butylgummistopfens und einer Aluminiumkappe
versiegelt und einer Schüttelkultur
bei 10°C
unterzogen. Der TCE-Abbau über
die Zeit durch den Mikroorganismus wurde in regelmäßigen Abständen durch ein
Kopfraum-Gastomatografieverfahren überwacht.
Als eine Kontrolle wurde ein ähnliches
experimentelles System mit TCE in der gleichen Konzentration aber
ohne JMC1-Zellen aufgebaut, und TCE in regelmäßigen Zeitabständen quantifiziert.
Das Verhältnis
vom restlichen TCE zu dem TCE der Kontrolle wurde bestimmt. Die Ergebnisse
werden zusammengefasst in der 1 gezeigt.
Wie aus der 1 ersichtlich,
wurde nachgewiesen, dass der Stamm JMC1 TCE in einen Flüssigkultursystem
bei 10°C
abbauen kann.
-
Beispiel 3: Abbau von
DCE durch den Stamm JMC1 (Flüssigkultursystem
bei 15°C)
-
Dem Vorgehen des Beispiels 1 wurde
gefolgt, außer
dass die abzubauende Verbindung zu cis-1-2-Dichloroethylen (cis-1-2-DCE) (8 ppm)
und trans-1-2-Dichloroethylen
(trans-1-2-DCE) (8 ppm) geändert
und die Temperatur auf 15°C
angehoben wurde, um die Reduktion von DCE über die Zeit zu beobachten.
Die 2 zeigt die Ergebnisse
(wobei c-DCE und t-DCE sich auf cis-1-2-DCE bzw. trans-1-2-DCE beziehen).
Wie aus der 2 ersichtlich,
wurde nachgewiesen, dass der Stamm JMC1 DCE in einem Flüssigkultursystem
bei 15°C
abbauen kann.
-
Beispiel 4: Abbau von
aromatischen Verbindungen durch den JMC1 (Flüssigkultursystem bei 15°C)
-
Dem Vorgehen des Beispiels 1 wurde
gefolgt, außer
dass die Kohlenstoffquelle des M9-Mediums zu 0,1% Hefeextrakt geändert und
TCE durch Phenol, o-Cresol, m-Cresol,
p-Cresol bzw. Toluol mit einer Konzentration von 10 ppm ersetzt
wurde, um die Reduktion der aromatischen Verbindungen über die
Zeit zu bestimmen. Für
Phenol und Cresol wurde Flüssigchromatographie
verwendet, während
für Toluol
Gaschromatographie verwendet wurde. Die 3 zeigt die Ergebnisse. Wie aus der 3 ersichtlich, wurde gezeigt,
dass der Stamm JMC1 die vorherigen aromatischen Verbindungen in
einem Flüssigkultursystem
bei 15°C
abbauen kann.
-
Beispiel 5: Abbau von
TCE in Boden durch den Stamm JMC1 (gesiebter Sawarasand bei 10°C)
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Mehrere 78 ml Glasgefäßen wurde
vorbereitet und in jedes Glasgefäß wurden
3 ml M9-Medium mit 50 ppm TCE und 2% Natriumcitrat und 30 g Sawarasand
(sterilisiert durch Autoklavieren bei 120°C für 10 Minuten) getan. Eine auf
einem Agarmedium gewachsene Kolonie des Stamms JMC1 wurde in 200
ml M9-Medium mit 2% Natriummalat in einem Sakaguchi-Kolben inokuliert
und einer Schüttelkultur
bei 4°C
für 7 Tage
unterzogen. Dann wurden 0,3 ml dieser Kultur in jedes der Glasgefäße inokuliert
und die Glasgefäße hermetisch mittels
eines Butylgummistopfens und einer Aluminiumkappe versiegelt und
bei 10°C
stehen gelassen. Dann wurde die TCE-Abbauleistung des Mikroorganismenstamms
in regelmäßigen Zeitabständen durch
Kopfraum-Gaschromatographie beobachtet. Als eine Kontrolle wurde
ein ähnliches
experimentelles System mit TCE in der gleichen Konzentration aber
ohne JMC1-Zellen aufgebaut, um TCE in regelmäßigen Zeitabständen zu
bestimmen. Das Verhältnis
des restlichen TCE zu dem TCE der Kontrolle wurde bestimmt. Die
Ergebnisse sind in der 5 gezeigt.
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Beispiel 6: Abbau von
TCE im Boden durch den Stamm JMC1 (gesiebter Sawarasand bei 4°C).
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Dem Vorgehen des Beispiels 5 wurde
gefolgt, außer
dass die Bodentemperatur bei 4°C
erhalten wurde, um den TCE-Abbau über die Zeit zu bestimmen.
Die Ergebnisse sind in der 6 gezeigt.
Wie aus der 6 ersichtlich
wurde gezeigt, dass der Stamm JMC1 TCE im Boden bei 4°C abbauen
kann.
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Beispiel 7: Abbau von
TCE im Boden durch Stamm JMC1 Kantolehm bei 8°C)
-
Dem Vorgehen des Beispiels 5 wurde
gefolgt, außer
dass der Boden von Sand zu Lehm geändert und die Temperatur bei
8°C gehalten
wurde, um die TCE-Abnahme über
die Zeit zu bestimmen. Die Ergebnisse sind in der 7 gezeigt. Wie aus der 7 ersichtlich, wurde gezeigt, dass der
Stamm JMC1 TCE im Boden bei 8°C
abbauen kann.
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Beispiel 8: Abbau von
DCE im Boden durch den Stamm JMC1 (brauner Waldboden bei 8°C)
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Dem Vorgehen des Beispiels 6 wurde
gefolgt, außer
dass die folgenden vier Punkte geändert wurden, um die Abnahme
der Zielverbindung über
die Zeit zu bestimmen;
- 1. Abzubauende Chemikalie:
cis-1-2-Dichlorethylen
(cis-1-2-DCE),
trans-1-2-Dichlorethylen (trans-1-2-DCE), oder
1,1-Dichlorethylen
(1,1-DCE) anstelle von TCE,
- 2. Konzentration: 10 ppm anstelle von 50 ppm,
- 3. Nährstoff:
Natriummalat anstelle von Natriumcitrat,
- 4. Abbautemperatur: 8°C
anstelle von 5°C.
- Die 8 zeigt die
Ergebnisse.
-
Beispiel 9: Abbau von
Phenol im Boden durch den Stamm JMC1 (brauner Waldboden bei 10°C)
-
Dem Vorgehen des Beispiels 8 wurde
gefolgt, außer
dass die abzubauende Verbindung 100 ppm Phenol war, deren Abnahme über die
Zeit bestimmt wurde. Das Phenol wurde durch das JIS-Verfahren (JIS
K 0102-1993, 28.1) unter Verwendung von Aminoantipyrin quantifiziert.
Die Ergebnisse sind in der 9 gezeigt. Wie
aus der 9 ersichtlich,
wurde nachgewiesen, dass der Stamm JMC1 Phenol im Boden bei 10°C abbauen
kann.
-
Beispiel 10: Abbau von
TCE in einer gasförmigen
Phase durch mit einer JMC1-Flüssigkultur
-
Wie in Beispiel 1 wurde eine Kultur
des Stamms JMC1 gewachsen auf einem Agarmedium in 100 ml M9-Medium
mit 2% Natriummalat in einem Sakaguchi-Kolben inokuliert und einer
Schüttelkultur
bei 4°C
für 7 Tage
unterzogen. Dann wurden 0,1 ml der vorherigen Kultur zu einem Glasgefäß mit 30
ml M9-Medium ergänzt mit
0,5% Natriumcitrat zugegeben. Luft, welche eine gesättigte TCE-Lösung gelüftet hatte,
strömte
durch die Flüssigkeit
in das Glasgefäß bei einer
Rate von 60 ml/min für
30 Minuten, und dann wurde das Glasgefäß hermetisch mittels eines
Butylgummistopfens und einer Aluminiumkappe versiegelt und einer
Schüttelkultur
bei 10°C
unterzogen. Die TCE-Menge
wurde über
die Zeit durch einen Kopfraum-Gaschromatographieverfahren bestimmt.
Als eine Kontrolle wurde ein ähnliches
experimentelles System mit TCE in der gleichen Konzentration, aber
ohne JMC1-Zellen aufgebaut und gleichzeitig das TCE quantifiziert.
Das Verhältnis
des restlichen TCE zu dem TCE der Kontrolle wurde bestimmt. Die
Ergebnisse sind in der 10 gezeigt.
Wie aus der 10 ersichtlich,
wurde gezeigt, dass der Stamm JMC1 TCE in einer gasförmigen Phase
bei 10°C
abbauen kann.
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Beispiel 11: Abbau von
Toluol in einer gasförmigen
Phase durch mit einer JMC1 Flüssigkultur.
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Dem Vorgehen des Beispiels 10 wurde
gefolgt, außer
dass TCE durch Toluol ersetzt wurde, um den Toluolabbau über die
Zeit zu bestimmen. Toluol wurde durch ein Kopfraum-Gaschromatographieverfahren über die
Zeit quantifiziert. Die Ergebnisse sind zusammengefasst in der 11 gezeigt. Wie aus der 10 ersichtlich wurde gezeigt,
dass der Stamm JMC1 Toluol in einer gasförmigen Phase bei 10°C abbauen
kann.
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Beispiel 12: Abbau von
TCE in einer gasförmigen
Phase durch von Boden mit dem Stamm JMC1.
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Eine Kultur des Stamms JMC1 wurde
in der gleichen Art und Weise wie in Beispiel 10 hergestellt und 0,1
ml der Kultur wurden zu 30 ml M9-Medium mit 2% Natriummalat in einem
Glasgefäß zugegeben,
zu dem sterilisierter brauner Waldboden gegeben wurde, bis er die
Oberfläche
der Flüssigkeit
erreichte. Das Glasgefäß wurde
hermetisch mittels eines Butylgummistoppens versiegelt und über Nacht
bei 13°C
stehen gelassen und danach wurde überflüssige Flüssigkeit durch Dekantieren
abgegossen. Dann wurde Luft, die eine gesättigte TCE-Lösung gelüftet hat,
durch den Boden in dem Glasgefäß bei einer
Rate von 65 ml/min für
30 Minuten durchströmen
gelassen. Dann wurde das Glasgefäß hermetisch
mittels eines Butylgummistopfens und einer Aluminiumkappe versiegelt
und einer statischen Kultur bei 13°C unterzogen. Die TCE-Konzentration wurde quantitativ
durch einen Kopfraum-Gaschromatographieverfahren über die
Zeit bestimmt. Die 12 zeigt
die Ergebnisse.
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Beispiel 13: Abbau von
DCE in einer gasförmigen
Phase durch kontinuierliche Belüftung
einer JMC1-Flüssigkultur
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Eine Kultur des Stamms JMC1 wurde
in der gleichen Art und Weise wie in Beispiel 10 vorbereitet und 0,1
ml der Kultur wurden zu 30 ml M9-Medium mit 2% Natriummalat in einem
Glasgefäß gegeben.
Das Glasgefäß wurde
hermetisch mittels eines Butylgummistopfens versiegelt. Danach wurde
Luft, welche eine gesättigte
TCE-Lösung
belüftet
hat, kontinuierlich in die Flüssigkultur
in dem Glasgefäß in einer
Rate von 0,5 ml/min unter statischen Kulturbedingungen bei 10°C eingeströmt. Das
TCE in der Abgasluft wurde durch Gaschromatographie über die
Zeit bestimmt.
-
Die 13 zeigt
die Ergebnisse.
-
Beispiel 14: Abbau von
DCE in einer gasförmigen
Phase durch Belüftung
von den Stamm JMC1 enthaltenden Boden
-
Eine Kultur des Stamms JMC1 wurde
in der gleichen Art und Weise wie in Beispiel 10 hergestellt, und 0,1
ml der Kultur wurden zu 30 ml M9-Medium mit 0,1% Hefeextrakt in
einem Glasgefäß zugegeben,
zu dem sterilisierter brauner Waldboden gegeben wurde, bis er die
Oberfläche
der Flüssigkeit
erreichte. Das Glasgefäß wurde
hermetisch mittels eines Butylgummistopfens versiegelt und über Nacht
bei 13°C
stehen gelassen und danach wurde überflüssige Flüssigkeit durch Dekantieren
abgegossen. Nachdem das Glasgefäß hermetisch
mittels eines Butylgummistopfens und einer Aluminiumkappe versiegelt
wurde, wurde Luft, welche eine gesättigte TCE-Lösung belüftet hat,
kontinuierlich durch den Boden in dem Glasgefäß in einer Rate von 0,5 ml/min
unter statischen Kulturbedingungen bei 30°C geströmt. Das TCE in der Abluft wurde
durch Gaschromatographie über
die Zeit bestimmt. Die 14 zeigt
die Ergebnisse.
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Wie aus dem vorherigen Beispiel ersichtlich,
kann der neuartige JMC1-Stamm wirkungsvoll aromatische Verbindungen
und/oder chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffverbindungen,
enthalten in einem wässrigen
Medium, Boden oder in einer gasförmigen
Phase, bei einer Temperatur nicht höher als 15°C abbauen.