DE4324388C1 - Filterzelle und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents
Filterzelle und Verfahren zu ihrer HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Filterzelle nach dem Ober
begriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Her
stellung einer derartigen Filterzelle und ferner einen
Rahmen für eine Filterzelle. Solche Filterzellen werden
zur Staubreinigung bei Industrieanlagen eingesetzt. Ein
staubbelasteter Abluftstrom wird dazu über eine Batte
rie von Filterzellen geführt, die im Wechsel rückge
spült werden.
Aus DE-PS 12 91 184 ist eine Gas- und Luftfilterzelle mit
einem kastenartigen Rahmen aus Wellpappe und einem
darin angeordneten Filtereinsatz bekannt. Der
Filtereinsatz - enthält eine zickzackförmig in Wellen
gelegte Filterbahn, deren Umlenkpunkte alternierend in
den beiden Rahmenöffnungen liegen. An dem Rahmen sind
in gegenüberliegenden Wänden stabförmige Stützelemente
für die Falten der Filterbahn enthalten, wobei - die
Längskanten der Filterbahn an den Querwänden des
Rahmens mittels Klebstoff befestigt sind und die Enden
der Filterbahn an den Längswänden des Rahmens verklebt
sind. Die Filterzelle ist auswechselbar in einem Gehäu
se aus Blech enthalten. Die bekannte Filterzelle be
steht insgesamt aus Papiermaterial, das nach Beladung
mit Staub u. dgl. von dem anhaftenden Filterkuchen be
freit und anschließend verbrannt werden kann. Nachtei
lig ist jedoch, daß der Rahmen eine geringe Stabilität
hat, so daß die Filterzelle nicht imstande ist, höheren
Drücken des durchströmenden Mediums standzuhalten. Wenn
der Rahmen aus Metall hergestellt würde, würde er der
Filterzelle eine größere Festigkeit verleihen, jedoch
würde dies die Entsorgung der Filterzelle erschweren.
Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Filterbahn bzw.
der Filtereinsatz an dem Rahmen fest verklebt sein muß,
weil anderenfalls infolge des Drucks des strömenden
Mediums der Filtereinsatz sich aus dem Rahmen heraus
lösen würde. Eine feste Verklebung eines metallischen
Rahmens mit der Filterbahn, z. B. mit Hilfe einer Ver
gußmasse, führt jedoch zu der Schwierigkeit, daß die
verschiedenen Materialien sich anschließend nicht auf
einfache Weise trennen lassen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filter
zelle zu schaffen, die im Betrieb eine hohe Festigkeit
und Formbeständigkeit hat und die nach ihrer Verwendung
in ihre Bestandteile zerlegt werden kann, um unter
schiedliche Werkstoffe voneinander zu trennen und die
einzelnen Komponenten einer getrennten Entsorgung oder
Wiederverwendung zuzuführen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch
die Merkmale des Patentanspruchs 1 bzw. durch die Her
stellung einer Filterzelle gemäß dem Verfahren nach An
spruch 7, bzw. durch einen Rahmen für eine Filterzelle
gemäß Anspruch 8.
Die Filterzelle gemäß Anspruch 1 weist zwischen Rahmen
und Vergußmasse eine selbstklebende Trennbahn auf, die
an einem oder an mehreren der den Rahmen bildenden Rah
menbestandteile auf der Innenseite angeordnet ist, so
daß die Vergußmasse an einer direkten Berührung des
Rahmens gehindert ist. Die Trennbahn klebt mit ihrer
Selbstklebefläche an der Innenfläche des Rahmens, wäh
rend die dem Innenraum des Rahmens zugewandte andere
Fläche es ermöglicht, daß sich die Vergußmasse anlagert
oder diese Fläche teilweise durchdringt. Aufgrund der
selbstklebenden Fläche der Trennbahn einerseits und
ihrem Durchdringungs- oder Anlagerungsverhältnis mit
der Vergußmasse andererseits entsteht ein starrer, am
Rahmen anhaftender Vergußmassenbereich, der auch bei
hohen Kräften nicht von der Innenwand des Rahmens ab
gleitet. Die Klebeschicht verhindert, daß der Filter
einsatz infolge des Gasdrucks wie ein Pfropfen aus dem
Rahmen hinausgleitet, andererseits hält sie die Verguß
masse aber von dem Rahmen getrennt.
Der Rahmen besteht aus einem Material mit hoher Festig
keit, wodurch unter Gasdruck Verwindungen, Durchbiegun
gen o. dgl. ausgeschlossen werden. Neben Metallblech
kommen als Material auch Kunststoffe oder Holz in Be
tracht.
Um die Filterzelle zu entsorgen, kann der Rahmen in
seine Bestandteile demontiert werden und die Vergußmas
sen-Schicht von den Rahmenbestandteilen abgetrennt wer
den. Dies kann entweder durch kontinuierliches (fort
laufendes) Abziehen der Selbstklebeschicht von dem Rah
men erfolgen, oder aber durch Aufspleißen der
Trennbahn, wobei die Selbstklebeschicht und Teile der
Trennbahn an dem Rahmen haften bleiben. Die Be
standteile des Rahmens werden nahezu vollständig von
der Vergußmasse und der Filterbahn befreit und entweder
wieder verwertet oder sortenrein deponiert.
Bei der Verwendung einer Trennbahn, die eine Fa
servliesschicht aufweist, dringt die Vergußmasse in das
Faservlies ein und bildet eine Matrix- oder Durchdrin
gungsphase. Aber auch bei Verwendung einer Trennbahn
mit einer Gewebeschicht erhält man eine ausgezeichnete
Haftung durch das Eindringen und mechanische Verhaken
der Vergußmasse mit dem Gewebe.
Als Vergußmasse lassen sich insbesondere an Luft aus
härtbare Kunststoffe verwenden, die in relativ kurzer
Zeit aushärten und eine hohe Festigkeit aufweisen. Als
günstig hat es sich erwiesen, die Vergußmasse aus Po
lyurethan vorzusehen, da sich dieser Werkstoff im
Hausmüll entsorgen läßt bzw. in Hausmüllver
brennungsanlagen rückstandslos verbrannt werden kann.
Es ist auch möglich, Epoxidharz o. ä. vorzusehen.
Die Stützelemente sind vorzugsweise aus Kunststoff ge
fertigt, z. B. aus Polyethylen, so daß sie leicht ver
brannt bzw. entsorgt werden können und darüber hinaus
eine geringe Gewichtsbelastung verursachen. Bei der
Verwendung von Stützelementen aus Kunststoff ist es
vorteilhaft, den Kunststoff antistatisch einzustellen,
um eine durch statische Elektrizität gebildete, erhöhte
Staubbeladung oder -haftung auszuschließen.
Eine Filterzelle nach Anspruch 1 kann mit dem Verfahren
nach Anspruch 7 hergestellt werden. Dazu ist es erfor
derlich, zuerst eine Trennbahn auf mindestens einer
Innenwandung des Rahmens aufzukleben. Vorteilhafterwei
se wird man auf jede Innenwandung des Rahmens eine se
parate, die Innenwandung abdeckende Trennbahn aufbrin
gen. Nach Einsetzen der Filteranordnung in den Rahmen
wird reihum auf jede den Rahmen bedeckende Trennbahn
aushärtbare Vergußmasse aufgebracht, wobei die an die
Trennbahn angrenzenden Bereiche der Filterbahn (Enden
oder Längskante) in die aushärtende Vergußmassenschicht
eingebettet sind und so von dieser gehalten sind.
Der Rahmen einer Filterzelle gemäß Anspruch 8 weist
mehrere Platten auf, die durch Schrauben und zugehörige
Muttern zusammengefügt sind, wobei die Schrauben Soll
bruchstellen aufweisen. Die Demontage eines derartigen
Rahmens ist einfach, da ein Herausschrauben der einzel
nen Schrauben nicht mehr erforderlich ist. Es genügt,
die Schrauben zu überdrehen oder einen Druck oder einen
Impuls (z. B. durch einen Hammerschlag) auf den Rahmen
auszuüben, der zu einem Abscheren oder Brechen der
Sollbruchstelle der Schrauben führt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausfüh
rungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figuren näher
erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer erfindungs
gemäßen Filterzelle,
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Filterein
satzes einer Filterzelle gemäß Fig. 1,
Fig. 3 die Filterzelle aus Fig. 1 um 90° nach vorne
gekippt,
Fig. 4 einen Schnitt entlang eines Teils der Linie
IV-IV in Fig. 1,
Fig. 5 einen Schnitt entlang eines Teils der Linie V-V
in Fig. 1,
Fig. 6 eine vergrößerte, zum Teil geschnittene Dar
stellung des Details VI in Fig. 1.
Fig. 1 und Fig. 3 zeigen eine Filterzelle 10, die in
einem rechteckigen Rahmen 12 einen Filtereinsatz 14
einfaßt. Der Rahmen 12 besteht aus vier paarweise glei
chen Blechen 16 bzw. 18, die durch Verschraubung zusam
mengefügt sind. Das Blech 16 ist eine im wesentlichen
plane Platte, deren Endbereiche 16a um 90° abgewinkelt
sind. Der Abstand zwischen den Abwinkelungen beträgt
610 mm und die Höhe der Platte 16 ca. 300 mm. In den
abgewinkelten Bereichen 16a der Platte 16 sind vier
Bohrungen 16b von etwa 5,5 mm Durchmesser in gleichem
Abstand voneinander angeordnet. Die Platte 18 besteht
aus einem Metallblech, das an seiner Ober- und an sei
ner Unterseite jeweils doppelt umgebördelt ist, so daß
eine Schiene umgriffen werden kann. Die beiden anderen
Kanten der Platte 18 sind geringfügig über die Dimen
sionen des Rahmens 12 als vorstehende Bereiche 18a ver
längert und weisen ebenfalls jeweils vier Bohrungen 18b
auf, die in ihrer Höhe mit den Bohrungen 16b der ab
gewinkelten Bereiche 16a der Platte 16 übereinstimmen.
Jeweils zwei Platten 18 und zwei Platten 16 werden zu
einem an den beiden Enden offenen, rohrförmigen Rahmen
12 mit den Abmessungen 610 × 610 × 300 mm verschraubt.
Dazu werden durch die Bohrungen 16b im abgewinkelten
Abschnitt 16a der Platte 16 bzw. durch die mit der Boh
rung 16b koaxial angeordnete Bohrung 18b des vorstehen
den Bereichs 18a der Platte 18 mit einer Sollbruchstel
le versehene Schrauben 22 durchgeführt, die auf der dem
Schraubenkopf abgewandten Seite in einer Mutter 24
festgespannt werden. Die Sollbruchstelle ist durch eine
Einschnürung 22a der Schraube 22 gebildet, die bei ver
bundenen Platten 16 und 18 im Berührungsbereich der
beiden Platten angeordnet ist (Fig. 6).
Der Rahmen 12 läßt sich dadurch auf einfache Art und
Weise demontieren, indem ein Druck oder ein Schlag auf
den Rahmen 12 ausgeübt wird, der zu einem Abscheren
oder zu einem Brechen der Sollbruchstelle der Schrauben
22 führt. Die Schrauben 22 weisen ein 5 mm metrisches
Gewinde (M5) auf und fallen nach Bruch aus den etwas
größeren Bohrungen 16b, 18b heraus und bleiben nicht
darin stecken. Aufgrund des geringen Materialwertes der
Schrauben 22 und der Muttern 24 läßt sich so die Zeit
einsparen, die für die Demontage des Rahmens 12 erfor
derlich wäre, insbesondere nach dem Einsatz, bei dem
sich möglicherweise die Muttern 24 auf das Gewinde der
Schraube 22 festgefressen haben könnten. Da die Schrau
ben 22 und die Muttern 24 aus dem gleichen Material
bestehen, können die abgescherten Schraubenstümpfe bzw.
die Muttern 24, in denen ein Schraubenstumpf noch
sitzt, sortenrein wiederverwertet werden, z. B. als
Schrottbeigabe im Hüttenprozeß.
Der in dem Rahmen 12 angeordnete Filtereinsatz 14 ist
in Fig. 2 schematisch dargestellt. Eine Filterbahn 30
aus einem Glasfaservlies verläuft in mäandrischen Wel
len um eine Vielzahl von Stützelementen 32. Die
Stützelemente 32 sind als zickzackförmige Abstandhalter
aus Kunststoff ausgebildet, die jeweils an der Wellen
seite der Filterbahn 30 mit einem Kantenaufsatz 32a
versehen sind, der als durchgehender Stab ausgebildet
ist. Der Durchmesser des Stabes ist um einiges größer
als die Dicke des Abstandhalters 32. Das hat den Vor
teil, daß beim Rückblasen die besonders stark mit Staub
belegten Bereiche um die Stäbe 32a besser gereinigt
werden können. Der Abstandhalter 32 verhindert, daß die
Filterbahn 30 bei hohen Drücken flattert. Der Abstand
halter 32 und der als Kantenschutz dienende Stab 32a
sind aus einem antistatisch eingestellten Polyethylen
hergestellt. Dieses Material hat ein geringes Gewicht.
Der Kunststoff neigt nicht zu chemischen Reaktionen mit
den zu filternden Rückständen, die oft in säurebelade
nen Gasströmen schweben. Ferner läßt sich Polyethylen
(wie andere Kunststoffe aus der Klasse der nicht halo
genisierten Thermoplaste, z. B. Polypropylen) nach Nut
zung entweder in einen Recycling-Kreislauf zurückfüh
ren, indem es vorher vorzugsweise zu Granulat verar
beitet wurde, oder aber nahezu rückstandslos zu Kohlen
dioxyd und Wasser verbrennen. Auch bei Entsorgung des
gesamten Filtereinsatzes 14 in einem Hüttenprozeß, bei
spielsweise in Bleihütten, wo der abgeschiedene
Bleistaub mittels Einschmelzung des Filtereinsatzes 14
in den Hüttenöfen zurückgewonnen wird, brauchen die
Abstandhalter nicht separat entsorgt zu werden. Die
Bleischmelze erreicht einen extrem hohen Reinheitsgrad,
der bei Einschmelzung von metallischen Abstandhaltern
nicht möglich wäre. Die Stützelemente 32 sind derart
ausgebildet, daß sie eine gewisse elektrische Leit
fähigkeit aufweisen, die eine statische Aufladung ver
hindert. Die statische Aufladung würde zu flächen
mäßiger Anhaftung von Staub an den Stützelementen 32
führen, die dadurch trotz Rückspülvorganges nicht voll
ständig abgereinigt werden könnten. Durch antistatische
Einstellung des Kunststoffes wird die Standzeit der
Filterzelle 10 erhöht.
Bei der Reinigungsfunktion des Filtereinsatzes 14 wird
dieser in Richtung der eingezeichneten Strömungen A
durchströmt. Der staubbeladene Gasstrom tritt an der in
Fig. 2 unten gezeichneten Seite ein und wird durch die
Filterbahn 30 geführt. Dabei scheiden sich an der dem
staubbeladenen Gasstrom zugewandten Seite der Filter
bahn 30 Staub und andere Verunreinigungen ab, während
der gereinigte Gasstrom auf der anderen Seite der Fil
terbahn 30 weiter nach oben geführt wird. Der Druck des
Gasstroms beträgt ca. 200 kg pro m2. In der Stunde wer
den ca. 2.500 m3 Abluft durch eine derartige Fil
terzelle 10 geführt. Um den Filtereinsatz 14 in dem
Rahmen 12 zu fixieren, ist es erforderlich, eine ent
sprechend hohe Haltekraft an den Innenwandungen der
Platten 16 bzw. 18 des Rahmens 12 vorzusehen. Ferner
können Dichtungen an den offenen Flächen des Rahmens 12
für einen verlustfreien Luftdurchtritt vorgesehen sein.
Der Filtereinsatz 14 wird gemäß Fig. 3 umlaufend von
einer Vergußmasseschicht 36, 38 umgeben, die die Be
standteile des Filtereinsatzes 14 in ihren an den Rah
men 12 grenzenden Bereichen fest einbettet und dem Fil
tereinsatz 14 dadurch eine hohe Steifigkeit verleiht.
Die Vergußmasse 38 bzw. 36 steht jedoch nicht im direk
ten Kontakt zu den Innenwandungen der Platten 16 bzw.
18. Fig. 4 und 5 zeigen Schnitte durch die Ver
gußmassenschicht 36 bzw. 38. Auf den Innenwandungen der
Bleche 16 bzw. 18 ist vollflächig eine Trennbahn 40
angeordnet. Die Trennbahn 40 weist eine Selbstklebeflä
che 40a auf, die an der Innenwandung der Bleche haftet.
Die Trennbahn 40 ist ein Faservliesgewebe, dessen Ober
fläche eine hohe Rauhigkeit hat und das geeignet ist,
die flüssige Vergußmasse aufzusaugen. Entlang der mit
der Trennbahn 40 versehenen Innenwandung der Platte 18
ist das Ende der Filterbahn 30 angeordnet (Fig. 4). Um
dieses Ende luftdicht an dem Blech 18 zu befestigen,
ist über den gesamten Innenbereich der Platte 18 eine
Schicht 36 aus Vergußmasse angeordnet, die aus Polyure
than besteht, das aus zwei Komponenten (2/3 Harz, 1/3
Härter) gemischt und auf den Innenbereich der Filter
zelle 10 aufgebracht wird. Die Filterzelle 10 ist zu
diesem Zweck beim Aufbringen mit der Platte 18 nach
unten aufgestellt. Auf der gegenüberliegenden Seite
erfolgt in gleicher Weise die Fixierung des anderen
Endes der Filterbahn 30 an der Platte 18 des Rahmens
12.
Auch auf der Innenwandung der Platte 16 ist eine Trenn
bahn 40 angeklebt. Nahe der nichtklebenden Seite der
Trennbahn 40 sind die Längskante 30a der Filterbahn 30
und die Ränder der Abstandhalter 32 bzw. die Enden der
Kantenaufsätze 32a angeordnet. Diese Teile sind in
einer Schicht 38 aus Vergußmasse eingebettet, so daß
sie nicht fortgerissen werden können. Die Schicht 38
dringt in die Trennbahn 40 ein, so daß sie sich mit
dieser in festem Eingriff verbindet. Die Klebeschichten
40a halten den Filtereinsatz 14 an dem Rahmen 12 fest.
Bei Demontage der Filterzelle wird der Filtereinsatz 14
von den Blechen 16, 18 des Rahmens 12 abgezogen. Dabei
spleißt das Vliesgewebe der Trennbahn 40 auf. Die
Selbstklebefläche 40a sowie ein dünner Teil des Vlies
gewebes der Trennbahn 40 bleiben an der Innenseite der
Platten 16 bzw. 18 kleben, der übrige Teil des Vliesge
webes bleibt an dem Polyurethan-Mantel 36 haften. In
einem nächsten Schritt kann der Polyurethan-Mantel von
dem Filtereinsatz 14 getrennt werden, beispielsweise
durch Sägen. Nach einer gegebenenfalls notwendigen Rei
nigung kann das Polyurethan und die darin enthaltenen
Reststoffe im Hausmüll deponiert werden oder in einer
Hausmüllverbrennungsanlage verbrannt werden. Die Kunst
stoff-Stützelemente 32 lassen sich leicht durchsägen,
was einen weiteren Vorteil gegenüber Aluminiumstütz
elementen ausmacht. Die abgesägten Stützelemente 32
fallen aus dem Filtereinsatz 14 heraus bzw. können her
ausgezogen werden zwecks Rückführung in einen Entsor
gungskreislauf. Die Filterbahn 30 kann nun gereinigt
werden und danach ebenfalls verbrannt werden. Es ist
auch möglich, die mit Stäuben oder Schwebstoffen bela
stete Filterbahn 30 zusammengelegt zu deponieren, wo
durch dieser verschmutzte Teil des Filtereinsatzes 14
nur ein geringes Deponievolumen einnimmt.
Alternativ zu der Trennbahn 40 aus einem Vliesgewebe
ist es auch möglich, eine Trennbahn aus Kunststoff vor
zusehen, die mit einer Selbstklebefläche ausgestattet
ist und auf die Innenseite der Platten 16 oder 18 auf
geklebt wird. Eine derartig strukturierte Kunststoff-
Trennbahn kann beispielsweise aus Acetatseide bestehen.
Im Unterschied zu der Faser-Vlies-Trennbahn werden nach
Demontage des Rahmens 12 die Bestandteile 16, 18 des
Rahmens 12 von der Klebefläche 40a abgezogen, d. h. der
Rahmen 12 ist nahezu rückstandsfrei und kann einer
direkten Wiederverwertung zugeführt werden. In diesem
Fall bleibt die gesamte Trennbahn 40 mit der Ver
gußmassenschicht 36, 38 verbunden.
Es ist nicht erforderlich, alle vier Rahmenflächen mit
Vergußmassen 36, 38 auszugießen. So ist es z. B. mög
lich, die Enden der Filterbahn 30 mit einem Klebespray
zu benetzen und an den Platten 18 zu fixieren und le
diglich die Innenwandungen der Platten 16 mit einer
Trennbahn 40 zu versehen und mit einer Polyurethan
schicht 38 zu bedecken.
Claims (9)
1. Filterzelle mit einem in einem Rahmen (12) ange
ordneten Filtereinsatz (14), der eine um Stützel
emente (32) umlaufende, zickzackförmig verlegte
Filterbahn (30) aufweist, wobei die Enden der Fil
terbahn (30) und/oder die Stützelemente (32) und
die Längskanten (30a) der Filterbahn (30) an dem
Rahmen (12) durch eine Vergußmasse (36, 38) fi
xiert sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen (12) aus massivem Material hoher
Festigkeit, vorzugsweise Metallblech, besteht und
zwischen Rahmen (12) und Vergußmasse (36, 38) eine
selbstklebende Trennbahn (40) angeordnet ist, die
an dem Rahmen (12) haftet und die die Vergußmasse
(36) von dem Rahmen (12) fernhält.
2. Filterzelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Trennbahn (40) eine Faservliesschicht
oder Filzschicht aufweist, in die die Vergußmasse
(36, 38) eindringt.
3. Filterzelle nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Trennbahn (40) eine Gewebe
schicht aufweist, in die die Vergußmasse (36, 38)
eindringt.
4. Filterzelle nach einem der Ansprüche 1-3, da
durch gekennzeichnet, daß die Trennbahn (40) aus
Acetatseide besteht.
5. Filterzelle nach einem der Ansprüche 1-4, da
durch gekennzeichnet, daß die Vergußmasse (36, 38)
aus Polyurethan besteht.
6. Filterzelle nach einem der Ansprüche 1-5, da
durch gekennzeichnet, daß die Stützelemente (32)
als Abstandhalter aus Kunststoff ausgebildet sind,
welche vorzugsweise antistatisch eingestellt sind.
7. Verfahren zur Herstellung einer Filterzelle (10)
nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch folgende
Schritte:
- a) Aufbringen von Trennbahnen (40) auf mindestens eine Innenwandung des Rahmens (12);
- b) Einsetzen der Filteranordnung (14) in den Rah men (12);
- c) Vergießen einer aushärtbaren Vergußmasse (36, 38) auf die Trennbahn (40), wobei die Ver gußmasse (36, 38) die an die Trennbahn (40) angrenzenden Bereiche der Filterbahn (30) ein bettet, ohne in direktem Kontakt mit der Innen wandung des Rahmens (12) zu gelangen.
8. Rahmen einer Filterzelle (10) zur Aufnahme eines
Filtereinsatzes (14) aus mehreren Platten (16,
18), die mit Schrauben (22) und zugehörigen Mut
tern (24) zusammengefügt sind, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Schrauben (22) als Einschnü
rung oder Kerbung ausgebildete Sollbruchstellen
(22a) aufweisen.
9. Filterzelle nach einem der Ansprüche 1-6,
gekennzeichnet durch einen Rahmen (12) nach An
spruch 8.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934324388 DE4324388C1 (de) | 1993-07-21 | 1993-07-21 | Filterzelle und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19934324388 DE4324388C1 (de) | 1993-07-21 | 1993-07-21 | Filterzelle und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE4324388C1 true DE4324388C1 (de) | 1994-09-01 |
Family
ID=6493308
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19934324388 Expired - Fee Related DE4324388C1 (de) | 1993-07-21 | 1993-07-21 | Filterzelle und Verfahren zu ihrer Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE4324388C1 (de) |
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