AT522713A1 - Binokulares Fernglas und Verfahren zur Verstellung einer Pupillendistanz - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein binokulares Fernglas (1) und ein Verfahren zur Verstellung einer Pupillendistanz (8) eines binokularen Fernglases (1), umfassend eine erste Gehäusehälfte (2) mit einem ersten Okular (3) mit einer ersten optischen Achse (4), eine zweite Gehäusehälfte (5) mit einem zweiten Okular (6) mit einer zweiten optischen Achse (7), wobei der Abstand der ersten optischen Achse (4) zur zweiten optischen Achse (7) eine Pupillendistanz (8) definiert und wobei die erste Gehäusehälfte (2) und die zweite Gehäusehälfte (5) mit zumindest einer Knickbrücke (9) gelenkig miteinander verbunden sind und wobei die Knickbrücke (9) einen mit der ersten Gehäusehälfte (2) gekoppelten ersten Knickbrückenteil (10) und einen mit der zweiten Gehäusehälfte (5) gekoppelten zweiten Knickbrückenteil (11) umfasst und wobei die Pupillendistanz (8) durch Verschwenken der beiden Gehäusehälften (2, 5) veränderbar ist und wobei eine Erfassungseinrichtung (12) ausgebildet ist, mittels welcher die Pupillendistanz (8) bestimmbar ist.
Description
einer Pupillendistanz eines binokularen Fernglases.
Doppelfernrohre, auch als binokulare Ferngläser oder Feldstecher bezeichnet, dienen zur freihändigen Beobachtung entfernter Objekte. Derartige Produkte sind seit über einem Jahrhundert in Gebrauch und werden z.B. in der Freizeit, Jagdlich und militärisch genutzt. Sie bestehen in der Regel aus 2 spiegelsymmetrisch ausgeführten und um eine gemeinsame Schwenkachse - auch Knickachse bezeichnet schwenkbar gegeneinander angeordneten Tuben. Diese bestehen beobachterseitig aus einem Okular- und objektseitig aus einem Objektivpaar. Das sind in der Regel optische Linsensysteme. Zwischen Okular- und Objektivbaugruppe ist ein Umkehrsystem angeordnet, dessen Bauart (z.B. als Linsensystem, Dachkantprismensystem, Porroprismensystem oder Spiegelsystem) die wesentlich Fernglas-
form bestimmt.
Um ein Fernglas an die individuelle Pupillendistanz eines Benutzers einzustellen, damit ein angenehmes Seherlebnis erreicht wird, ist es bekannt, die beiden Tuben
eines Fernglases um die Knickachse zu verschwenken.
Aus der EP 2824492 A1 ist ein binokulares Fernglas mit einer Knickbrücke zur Anpassung des Okularabstandes an die Augenweite des Benutzers bekannt, wobei die Knickbrücke ein Gelenk aufweist, mittels welchem der linke und rechte Tubus schwenkbar miteinander verbunden sind, um durch die Schwenkbewegung der Knickbrücke den Abstand des linken und rechten Tubus an die individuelle Augen-
weite des Benutzers anzupassen.
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Klickpositionen der Verstellvorrichtung vorgesehen sind.
Die US 2007053056 A1 zeigt ein Fernglas mit einer Bildausrichtung, wobei erster Tubus und zweiter Tubus verstellbar zueinander ausgeführt sind, um eine Pupillendistanz zwischen den Augen eines Benutzers einzustellen. In dem Fernglas ist ein Mittel vorgesehen, mit dem eine Einstellung zwischen dem ersten und dem zweiten Tubus bei der Aufnahme des Bildes berücksichtigt werden kann, um die
durch die Winkeleinstellung verursachten Probleme zu reduzieren.
Beim Verstauen bzw. dem Transport eines Fernglases ist es üblich, dass dieses auf minimale Gehäusemaße zusammengefaltet wird. Hierdurch wird die Pupillendistanz über eine Knickachse einer Knickbrücke auf ein Minimum verstellt und entspricht in weiterer Folge nicht mehr der optimalen Pupillendistanz des Benutzers. Soll das Fernglas für den Gebrauch nun wieder aufgefaltet werden, soll dies für den Benutzer schnell und komfortabel von statten gehen, wobei wiederum der für
den Benutzer optimale Pupillenabstand des Fernglases erreicht werden soll.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Verfügung zu stellen, mittels derer ein Benutzer in der Lage ist, eine einfache und sichere Anpassung
der Pupillendistanz eines Fernglases vorzunehmen.
Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren gemäß den Ansprü-
chen gelöst.
Die Erfindung betrifft ein binokulares Fernglas umfassend eine erste Gehäusehälfte mit einem ersten Okular mit einer ersten optischen Achse, eine zweite Gehäusehälfte mit einem zweiten Okular mit einer zweiten optischen Achse, wobei der Abstand der ersten optischen Achse zur zweiten optischen Achse eine Pupillendistanz definiert und wobei die erste Gehäusehälfte und die zweite Gehäusehälfte mit zumindest einer Knickbrücke gelenkig miteinander verbunden sind und
wobei die Knickbrücke einen mit der ersten Gehäusehälfte gekoppelten ersten
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ausgebildet ist, mittels welcher die Pupillendistanz bestimmbar ist.
Bei der Pupillendistanz handelt es sich um die Abstrahierung des Pupillenabstandes (Abstand der zueinander parallelen optischen Achsen des ersten und zweiten Okulars). In der Regel ist die Pupillendistanz bei einem binokularen Fernglas in einem Bereich von 56mm bis 72mm verstellbar. Die Pupillendistanz ist dabei durch Verschwenken der beiden Gehäusehälften gegeneinander, bzw. durch Verdrehen
der gelenkigen Knickbrücke veränderbar.
Der durchschnittliche Augenabstand und die dazu notwendige Pupillendistanz eines erwachsenen Menschen beträgt ca. 65mm. Bei guter bzw. adäquater Einstellung der Pupillendistanz ist nur ein Bildkreis bei einer Beobachtung durch das bi-
nokulare Fernglas sichtbar.
Ist jedoch die Pupillendistanz nicht optimal für den jeweiligen Benutzer eingestellt, so sind bei der Beobachtung durch das binokulare Fernglas zwei überlappende
Bildkreise zu sehen, wobei der Komfort bei der Beobachtung durch den Benutzer leidet und es sogar zu Ermüdungserscheinungen des Benutzers bei längeren Be-
obachtungen führen kann.
Die Nachteile nicht optimaler Einstellungen der Pupillendistanz werden durch die erfindungsgemäße Erfassungseinrichtung, mittels welcher die aktuelle Pupillendistanz eines binokularen Fernglases laufend bestimmbar ist, gelöst. Auch wird dem Benutzer die Möglichkeit gegeben, die gewünschte Pupillendistanz schnell und
einfach einzustellen, um so ein optimales Beobachtungserlebnis zu erzielen.
Mittels einer Ausgabevorrichtung ist eine im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz erreichte Soll-Pupillendistanz signalisierbar, wobei der Benutzer eine visuelle, taktile und/oder akustische Rückmeldung erhält, dass die für ihn vorgesehene, op-
timale Pupillendistanz erreicht ist.
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ermittelbar ist und wobei aus dem Knickwinkel die Pupillendistanz ermittelbar ist.
Bei einer Sensoreinrichtung kann es sich dabei um jegliche aus dem Stand der Technik bekannte Winkel- oder Neigungssensoren handeln, mittels welchen der Knickwinkel ermittelbar ist. Die Pupillendistanz kann daraufhin, bei Vorliegen des Knickwinkels, vorteilhafterweise einfach mittels mathematischer Standardformeln
berechnet bzw. abgeleitet werden.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Pupillendistanz aus dem Knickwinkel mittels trigonometrischer Berechnungen und/oder einer Zuordnungstabelle ermittel-
bar ist.
Ein gleichschenkeliges Dreieck weist dabei mindestens zwei gleich langen Seiten auf. Damit sind die beiden Winkel gleich groß, die den gleich langen Seiten gegenüberliegen. Zur vollständigen Bestimmung werden zwei Bestimmungsstücke benötigt, davon zumindest eine Seite. Jedes gleichschenklige Dreieck ist achsensym-
metrisch. Es kann spitzwinklig, rechtwinklig oder stumpfwinklig sein.
Zur vollständigen Bestimmung des gleichschenkeligen Dreiecks sind somit neben dem ermittelbaren Knickwinkel, einerseits die Länge des ersten Knickbrückenteils, bzw. der Abstand zwischen der ersten optische Achse und der KnickbrückenSchwenkachse und andererseits die Länge des zweiten Knickbrückenteils, bzw. der Abstand zwischen der zweiten optischen Achse und der KnickbrückenSchwenkachse bekannt. Die beiden Längen der Knickbrückenteile sind dabei gleich lang bzw. der Abstand der ersten optischen Achse zur KnickbrückenSchwenkachse gleich zum Abstand der zweiten optischen Achse zur Knickbrü-
cken-Schwenkachse.
Der gesamte Knickwinkel kann sich hierbei aus einem ersten Knickbrückenwinkel (des ersten Knickbrückenteils) und einem zweiten Knickbrückenwinkel (des zwei-
ten Knickbrückenteils) zusammensetzen bzw. daraus ableiten lassen. Der erste
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die Symmetrieachse des Dreiecks.
Die Formel für die Berechnung des Pupillenabstands auf Basis eines Dreiecks lau-
tet wie folgt: cC=2aX sin(Z)
wobei es sich bei der Variablen c um den Pupillenabstand, bei der Variablen a jeweils um den Abstand zwischen der ersten bzw. zweiten optischen Achse und der
Knickbrücken-Schwenkachse und bei dem Winkel vy um den Knickwinkel handelt.
Alternativ dazu kann bei einem Kompaktfernglas anstelle eines Dreiecks, ein Trapez aufgespannt werden. Hierbei wird das Trapez durch die erste optische Achse, die zweite optische Achse und die Schwenkachsen des ersten Knickbrückenteils und des zweiten Knickbrückenteils als Eckpunkte aufgespannt. Zur vollständigen Bestimmung des Trapezes sind neben den Knickwinkeln der Knickbrückenteile, die Länge der Verbindungsbrücke zwischen den Knickbrückenteilen, der Abstand zwischen der ersten optische Achse und der ersten Knickbrücken-Schwenkachse und der Abstand zwischen der zweiten optischen Achse und der zweiten Knickbrü-
cken-Schwenkachse bekannt.
Die Formel für die Berechnung des Pupillenabstands auf Basis eines Trapezes
lautet, nach Umformung des Sinussatzes für das Trapez
sin(180 — a — ß) _ sin(a) (a —c) bb
wie folgt
_ bXsin(-a — ß + 180) + c x sin(a) A sin(a)
wobei es sich bei der Variablen a um den Pupillenabstand, bei den Variablen b, bzw. analog dazu d, um den Abstand zwischen der jeweiligen optischen Achse
und der jeweiligen Knickbrücken-Schwenkachse, bei der Variablen c um die
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Die Winkel a ergibt sich dabei aus der Formel a +ö = 180 und der Winkel ß aus der Formel B+Y=180.
Es sind auch Anordnungen von Binokularen mit nicht symmetrischem Gehäuseaufbau bekannt, bei welchen entweder die Gehäusehälften und/oder die zugehörigen Knickbrückenteile unterschiedlich ausgeführt sind. Dabei ist es notwendig, die Knickbrückenwinkel separat im obigen Sinn zu berechnen und daraus einen Ge-
samtknickwinkel zu bestimmen.
Alternativ zur trigonometrischen Berechnung, kann in einer Speichereinheit des binokularen Fernglases auch eine Zuordnungstabelle hinterlegt sein, aus welcher zu bestimmten Knickwinkeln, die jeweiligen Pupillendistanzen zugeordnet werden können. Abweichend dazu, kann die Zuordnungstabelle auch in einem mit dem
Fernglas gekoppelten mobilen Endgerät, abgespeichert bzw. verfügbar sein.
Mit den beschriebenen Formeln bzw. der Zuordnungstabelle kann also die Pupil-
lendistanz aus dem Knickwinkel einfach ermittelt bzw. bestimmt werden.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Sensoreinrichtung als Winkel-
messsensor ausgebildet ist, mit welchem der Knickwinkel ermittelbar ist.
Bei einem Winkelmesssensor kann es sich beispielsweise um einen Drehpotentio-
meter handeln.
Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass die Sensoreinrichtung zumindest einen ersten Neigungssensor und einen zweiten Neigungssensor umfasst, wobei der erster Neigungssensor in der ersten Gehäu-
sehälfte und/oder dem damit gekoppelten ersten Knickbrückenteil ausgebildet ist
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winkel ermittelbar ist.
Über die in den Gehäusehälften vorgesehenen Neigungssensoren kann somit die absolute Neigung relativ zu einer Horizontalen und daraus der Knickwinkel ermit-
telt werden.
Ein Neigungssensor kann hierbei als ein Beschleunigungssensor zur Messung der Neigung ausgebildet sein, wobei mittels zweier, jeweils in den beiden Gehäusehälften vorgesehenen Beschleunigungssensoren die jeweilige relative Neigung gemessen werden kann. Aus der Differenz kann der Winkel, in dem die beiden Beschleunigungssensoren zueinander gekippt sind, ermittelt werden, wobei es sich um den Knickwinkel handelt. Daraus kann wiederum die Pupillendistanz bestimmt
werden.
Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass aus dem ersten Knickbrückenwinkel und dem zweiten Knickbrückenwinkel die Lage des binokularen Fernglases re-
lativ zu der Horizontalen ermittelbar ist.
Zur Einstellung der Soll-Pupillendistanz eines Benutzers, muss diese einmal bzw. initial, beispielsweise in der Speichereinheit hinterlegt werden. Dazu wird das Fernglas vorteilhafterweise horizontal gehalten. Der für den Benutzer zur gewünschten Soll-Pupillendistanz zugehörige Knickwinkel kann dabei auch in der
Speichereinheit abgespeichert werden.
Somit ist es auch denkbar, dass die Pupillendistanz im Zuge einer Verstellung nicht laufend aus dem jeweiligen Knickwinkel berechnet wird, sondern dass nur der Knickwinkel bestimmt und bei Erreichen eines bestimmten Wertes für den Knickwinkel eine Signalisierung bei Erreichen einer gewünschten Soll-Pupillendis-
tanz an den Benutzer erfolgt.
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ten wird.
Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn eine Ausgabevorrichtung ausgebildet ist, mittels welcher eine von einer Soll-Pupillendistanz abweichende Pupillendistanz signalisierbar ist und/oder eine im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz er-
reichbare Soll-Pupillendistanz signalisierbar ist.
Hiermit kann der Benutzer eines binokularen Fernglases unmittelbar eine Rückmeldung dazu erhalten, ob die von ihm gewünschte Pupillendistanz bereits erreicht ist, was weiterhin eine einfache, komfortable und auch schnelle Einstellung des Fernglases ermöglicht. Hierbei kann auch die Richtung der erforderlichen Ver-
stellung angegeben werden.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Ausgabevorrichtung als akustische, optische und/oder taktile Signaleinrichtung ausgebildet ist, mittels welcher die im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz erreichbare Soll-Pupillendistanz
signalisierbar ist.
Nachdem ein Fernglas initial mit einem Wert für den für einen Benutzer gewünschten Knickwinkel, bzw. der zugehörigen Pupillendistanz eingestellt wurde, kann dieser Wert später durch Verstellung der beiden Gehäusehälften zueinander einfach wieder aufgerufen bzw. hergestellt werden. Dabei wird der Knickwinkel bzw. die Pupillendistanz so lange variiert, bis der in einer Speichereinheit abgespeicherte Knickwinkel bzw. die abgespeicherte Pupillendistanz erreicht wird. Daraufhin wird von dem Fernglas ein Signal in Form eines akustischen, optischen und/oder takti-
len Signals ausgegeben.
Vorteilhafterweise kann die Art der Signalisierung je nach Anwendungsfall ausgewählt werden. So ist beispielsweise in der jagdlichen Praxis ein optisches und/o-
der taktiles Signal einem optischen Signal vorzuziehen.
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tanz signalisiert wird.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die Ausgabevorrichtung als Display ausgebildet ist, mittels welchem die im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz
erreichte Soll-Pupillendistanz signalisierbar ist.
Vorteilhafterweise wird dabei im Zuge der Verstellung bzw. dem Verschwenken der Gehäusehälften des Fernglases immer die aktuelle Pupillendistanz eingeblendet und sobald die Soll-Pupillendistanz erreicht wird, erfolgt beispielsweise eine farbliche Hinterlegung oder eine vergrößerte Darstellung der Pupillendistanz, um dem Benutzer das Erreichen der gewünschten Soll-Pupillendistanz zu signalisie-
ren.
Zusätzlich kann im Display auch ein Richtungshinweis ausgegeben bzw. angezeigt werden, um dem Benutzer die Richtung der erforderlichen Verstellung der Gehäusehälften des Fernglases anzuzeigen. Bei einem Richtungshinweis kann es
sich beispielsweise um einen oder mehrere Richtungspfeile handeln.
Auch kann beim Erreichen der für den jeweiligen Benutzer voreingestellten bzw. hinterlegten Soll-Pupillendistanz der Name des Benutzers in dem Display ausgegeben werden. Bei einem Wechsel des Benutzers kann somit immer die individu-
elle, optimale Pupillendistanz abgerufen werden.
Weiterhin ist es auch denkbar, dass aufgrund der Pupillendistanz eine Benutzererkennung erfolgt, wenn beispielsweise in der Speichereinheit des Fernglases unter-
schiedliche Pupillendistanzen unterschiedlicher Benutzer hinterlegt sind.
Optional kann zusätzlich zu einer Ausgabe auf dem Display eine taktile Ausgabe, beispielsweise in Form einer Vibrationsbewegung des Fernglases und/oder eine
akustische Signalisierung erfolgen.
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Das Display bietet dabei kombinierte Ausgabe- und Visualisierungsmöglichkeiten, welche nicht nur auf die Ausgabe der Pupillendistanz bzw. der Soll-Pupillendistanz
eingeschränkt sind.
Das Display kann in jeglicher Position am Gehäuse des binokularen Fernglases
oder am Fokussierrad angeordnet sein.
Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass das Display in einen ersten Beobachtungsstrahlengang der ersten Gehäusehälfte und/oder in einen
zweiten Beobachtungsstrahlengang der zweiten Gehäusehälfte eingekoppelt ist.
Daraus ergibt sich der Vorteil, dass zur schnellen Einstellung der Pupillendistanz eines Benutzers, eine Beobachtung durch das binokulare Fernglas nicht unterbro-
chen werden muss.
Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass eine Prozessoreinheit ausgebildet ist, welche eine erste Schnittstelle zu der Ausgabevorrichtung und eine zweite Schnittstelle zu der Erfassungseinrichtung aufweist, wobei mittels der Prozessoreinheit die Soll-Pupillendistanz von einer Speichereinheit abrufbar und mit der Pupillendistanz vergleichbar ist und wobei bei Übereinstimmung der Soll-Pupillendistanz mit der Pupillendistanz Signalausgabefehl an
die Ausgabevorrichtung übertragbar ist.
Das binokulare Fernglas kann hierbei als autarkes elektronisches Fernglas betrieben werden, was weiterhin eine schnelle Einstellung der Pupillendistanz für einen
Benutzer ermöglicht.
Vorteilhafterweise ist hierzu auch eine eigene Energieversorgungseinheit, wie bei-
spielsweise eine Batterie, im binokularen Fernglas vorgesehen.
Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn in der Speichereinheit ein Benutzerprofil eines Benutzers speicherbar ist, welches eine benutzerbezogene Soll-Pupil-
lendistanz umfasst.
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Initial kann hierbei die gewünschte Soll-Pupillendistanz für einen Benutzer eines Fernglases in der Speichereinheit gespeichert und bei Verwendung des Ferngla-
ses abgerufen werden.
Dazu kann eine Benutzereingabevorrichtung am Fernglas vorgesehen sein, mittels welcher der Benutzer bei der initialen Hinterlegung seines Benutzerprofils die
gewünschte Soll-Pupillendistanz bestätigt bzw. einstellt.
Vorteilhafterweise können dabei in der Speichereinheit mehrere Benutzerprofile gespeichert werden, welche unterschiedlichen Benutzern zugeordnet sein können. Die Auswahl des jeweils für den Benutzer gültigen bzw. hinterlegten Benutzerprofils kann hierbei über die Benutzereingabevorrichtung, eine Anzeige am Display oder eine separate, am Fernglas angeordnete Benutzererkennungsvorrichtung er-
folgen.
Denkbar ist hierbei auch, dass der Benutzer die Pupillendistanz durch Verschwenken der Gehäusehälften des Fernglases zueinander verstellt, bis zu jenem Knickwinkel, welcher weitgehend dem optimalen Knickwinkel für den Benutzer entspricht. Davon abgeleitet kann die Identifikation des Benutzers erfolgen und die restliche Feineinstellung des Knickwinkels, respektive der Soll-Pupillendistanz automatisch erfolgen. Somit kann für den Benutzer eine einfache, schnelle Einstell-
möglichkeit geschaffen werden.
Ferner kann vorgesehen sein, dass das Benutzerprofil einen benutzerbezogenen
Dioptrienausgleichswert umfasst.
Wurde das jeweilige Benutzerprofil ausgewählt, bzw. der Benutzer eines Fernglases erkannt, so können aus der Speichereinheit auch noch weitere Einstellungsparameter für den Benutzer geladen werden. Dabei kann es sich neben dem Dioptrienausgleichswert auch um Helligkeitseinstellungen, Displayeinstellungen, usw. handeln. Der Benutzer hat somit bei Verwendung des erfindungsgemäßen Fernglases den Vorteil, dass neben der Pupillendistanz auch noch weitere Einstellungsparameter schnell und komfortabel abgerufen bzw. eingestellt werden kön-
nen.
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Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass eine Drahtlosschnittstelle ausgebildet ist, mittels welcher das binokulare Fernglas mit einem mobilen Endgerät koppelbar
ist.
Bei der Drahtlosschnittstelle kann es sich beispielsweise um eine Bluetooth-, WIFI- oder NFC-Schnittstelle handeln, mittels welcher das binokulare Fernglas mit
dem mobilen Endgerät gekoppelt werden kann.
Bei dem mobilen Endgerät kann es sich um ein Smartphone, ein PDA oder einen
Tablet-Computer handeln.
Nachdem das binokulare Fernglas mit dem mobilen Endgerät gekoppelt wurde, kann von dem mobilen Endgerät ein Benutzerprofil zur Einstellung der optimalen Pupillendistanz geladen werden. Das Benutzerprofil kann dabei auch weitere Informationen, wie eine gewünschte Pupillendistanz oder weitere Einstellungspara-
meter für das Fernglas umfassen.
Hierzu kann auf dem mobilen Endgerät auch eine eigene Applikation für die Kommunikation mit dem binokularen Fernglas installiert werden. Es ist auch denkbar,
dass bei der Initialisierung der gewünschten Soll-Pupillendistanz eines Benutzers eine Pupillendistanz in Millimetern in der Applikation eingepflegt wird und in weite-
rer Folge an das Fernglas übertragen wird.
Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass eine Benutzererkennungsvorrichtung vorgesehen ist, mittels welcher der Benutzer
identifizierbar ist.
Bei der Benutzererkennungsvorrichtung kann es sich um einen Fingerprint-Sensor, eine Iriserkennung oder eine sonstige Erfassungseinrichtung für biometrische Daten eines Benutzers handeln. Infolge der Identifizierung eines Benutzers kann die jeweilige Soll-Pupillendistanz einfach und schnell eingestellt werden. Die Ein-
stellung kann hierbei auch automatisch erfolgen. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zur Verstellung einer Pupillendis-
tanz eines binokularen Fernglases, umfassend die Verfahrensschritte Verändern
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der Pupillendistanz durch Verschwenken einer ersten Gehäusehälfte und/oder einer zweiten Gehäusehälfte des binokularen Fernglases und Erfassen der Pupillen-
distanz durch eine Erfassungseinrichtung.
Vorteilhafterweise ist hierbei die aktuelle Pupillendistanz im Zuge der Verstellung immer bekannt. Mittels einer zusätzlichen Ausgabevorrichtung ist eine im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz erreichte Soll-Pupillendistanz signalisierbar, wobei der Benutzer eine visuelle, taktile und/oder akustische Rückmeldung erhält, dass
die für Ihn vorgesehene, optimale Pupillendistanz erreicht ist.
Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn ein Knickwinkel zwischen einem ersten Knickbrückenteil und einem damit gekoppelten zweiten Knickbrückenteil mittels einer Sensoreinrichtung der Erfassungseinrichtung ermittelt wird und wenn die Pu-
pillendistanz aus dem Knickwinkel ermittelt wird.
Damit kann aus dem Knickwinkel schnell und einfach die Pupillendistanz abgeleitet bzw. berechnet werden und in weiterer Folge an eine Ausgabevorrichtung wei-
tergeleitet und für den Benutzer ausgegeben werden.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass die Pupillendistanz aus dem Knickwinkel mittels trigonometrischer Berechnungen und/oder einer Zuordnungstabelle
ermittelt wird.
Die Pupillendistanz kann somit, bei Vorliegen des Knickwinkels, vorteilhafterweise einfach mittels mathematischer Standardformeln berechnet bzw. abgeleitet werden. Zusätzlich bzw. alternativ dazu kann in einer Speichereinheit des binokularen Fernglases auch eine Zuordnungstabelle hinterlegt sein, aus welcher zu bestimmten Knickwinkeln, die jeweiligen Pupillendistanzen zugeordnet werden können, womit weiterhin eine einfache und schnelle Bestimmung der Pupillendistanz er-
möglicht wird.
Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass ein erster Knickbrückenwinkel des ers-
ten Knickbrückenteils und ein zweiter Knickbrückenwinkel des zweiten Knickbrü-
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ckenteils relativ zu einer Horizontalen ermittelt werden und aus dem ersten Knickbrückenwinkel und dem zweiten Knickbrückenwinkel der Knickwinkel ermittelt
wird.
Neben der einfachen Ermittlung des Knickwinkels ist hierbei auch eine Bestimmung möglich, ob das binokulare Fernglas von einem Benutzer in einer horizontalen Ausrichtung gehalten wird, was beispielsweise bei der Initialisierung bzw. Hin-
terlegung einer benutzerdefinierten Pupillendistanz relevant sein kann.
Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass aus dem ersten Knickbrückenwinkel und dem zweiten Knickbrückenwinkel die Lage des binokularen
Fernglases relativ zu der Horizontalen ermittelt wird.
Zur Einstellung der Soll-Pupillendistanz eines Benutzers, muss diese einmal bzw. initial, beispielsweise in der Speichereinheit hinterlegt werden. Dazu wird das Fernglas vorteilhafterweise horizontal gehalten. Weiters ist es denkbar, dass ein Warnsignal ausgegeben wird, wenn das binokulare Fernglas im Zuge einer Ver-
stellung der Pupillendistanz nicht horizontal gehalten wird.
Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass bei Erreichen einer Soll-Pupillendistanz eine Signalisierung durch eine Ausgabevor-
richtung erfolgt.
Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn mittels einer Prozessoreinheit die Soll-Pupillendistanz von einer Speichereinheit abgerufen wird und mit der Pupillendistanz verglichen wird und bei Übereinstimmung der Soll-Pupillendistanz mit der Pupillendistanz ein Signalausgabefehl an die Ausgabevorrichtung übertragen
wird.
Hierbei kann der Benutzer eines binokularen Fernglases unmittelbar eine Rückmeldung dazu erhalten, ob die von ihm gewünschte Pupillendistanz bereits erreicht ist, was weiterhin eine einfache, komfortable und auch schnelle Einstellung
des Fernglases ermöglicht.
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Ferner kann vorgesehen sein, dass ein Benutzer mittels einer Benutzererkennungsvorrichtung identifiziert wird und dass ein Benutzerprofil mit Benutzereinstellungen von der Speichereinheit geladen wird und dass Einstellungsparameter, ausgewählt aus der Gruppe umfassend Dioptrienausgleichswert, Helligkeit, Gerä-
tefunktion, Displayaufbau, auf Basis der Benutzereinstellungen angepasst werden.
Somit kann mit dem einmaligen Abrufen eines Benutzerprofils infolge der Identifizierung des Benutzers, eine Reihe von gewünschten Benutzereinstellungen geladen werden. Dies wirkt sich vorteilhaft auf eine schnelle Inbetriebnahme des bi-
nokularen Fernglases aus.
Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass über eine Drahtlosschnittstelle das binokulare Fernglas mit einem mobilen Endgerät gekoppelt wird und dass über die Drahtlosschnittstelle Daten zwischen dem binokularen Fernglas und dem mobilen
Endgerät wechselseitig übertragen werden.
Nachdem das binokulare Fernglas mit dem mobilen Endgerät gekoppelt wurde, kann von dem mobilen Endgerät ein Benutzerprofil zur Einstellung der optimalen Pupillendistanz geladen werden. Das Benutzerprofil kann dabei auch weitere Informationen, wie eine gewünschte Pupillendistanz oder weitere Einstellungspara-
meter für das Fernglas umfassen.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden
Figuren näher erläutert. Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:
Fig. 1 ein binokulares Fernglas mit einer erfindungsgemäßen Erfassungsein-
richtung und einer Ausgabevorrichtung;
Fig. 2 eine weitere Ausführungsform eines Fernglases mit einer weiteren Ausführungsform einer Erfassungseinrichtung und einer Ausgabevorrich-
tung;
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Fig. 3 eine weitere Ausführungsform eines Fernglases mit einer weiteren Ausführungsform einer Erfassungseinrichtung und einer Ausgabevorrich-
tung;
Fig. 4 das binokulare Fernglas gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht, von der
Okularseite aus gesehen;
Fig. 5 das binokulare Fernglas gemäß Fig. 2 in einer Seitenansicht, von der
Okularseite aus gesehen;
Fig. 6 das binokulare Fernglas gemäß Fig. 3 in einer Seitenansicht, von der
Okularseite aus gesehen;
Fig. 7 eine weitere Ausführungsform eines Fernglases mit einer Benutzereingabevorrichtung;
Fig. 8 eine Ausführungsform einer Zuordnungstabelle;
Fig. 9 ein Zuordnungsdiagramm für eine Zuordnungstabelle gemäß Fig. 8;
Fig. 10 a bis d eine Ausführungsform zur Bestimmung eines Knickwinkels aus der Messung der Neigung einer ersten Gehäusehälfte und einer zwei-
ten Gehäusehälfte.
Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lage-
angaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
In der Fig. 1 ist ein binokulares Fernglas 1 dargestellt, umfassend eine erste Ge-
häusehälfte 2 mit einem ersten Okular 3 und einer ersten optischen Achse 4 und
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eine zweite Gehäusehälfte 5 mit einem zweiten Okular 6 und einer zweiten optischen Achse 7. Der Abstand der ersten optischen Achse 4 zur zweiten optischen Achse 7 definiert dabei eine Pupillendistanz 8. Die erste Gehäusehälfte 2 und die zweite Gehäusehälfte 5 sind in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel mit zwei Knickbrücken 9 gelenkig miteinander verbunden, wobei die Knickbrücken 9 jeweils einen mit der ersten Gehäusehälfte 2 gekoppelten ersten Knickbrückenteil 10 und einen mit der zweiten Gehäusehälfte 5 gekoppelten zweiten Knickbrücken-
teil 11 umfasst.
Durch Verschwenken der beiden Gehäusehälften 2, 5 ist die Pupillendistanz 8 veränderbar und an die individuellen Anforderungen eines Benutzers des binokularen Fernglases 1 anpassbar. Durch eine Anpassung der Pupillendistanz 8 kann hierbei das binokulare Fernglas 1 an den individuellen Augen- respektive Pupillenabstand des Benutzers eingestellt werden. Hierbei ist eine Erfassungseinrichtung 12 ausgebildet, mittels welcher die aktuelle Pupillendistanz 8 bestimmbar ist. Im Zuge der Anpassung der Pupillendistanz 8 an die individuellen Anforderungen des Benutzers, kann mittels der Erfassungseinrichtung 12 laufend die Pupillendistanz 8
im Zuge der Verstellung erfasst werden.
Die Erfassungseinrichtung 12 umfasst in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils eine Sensoreinrichtung 13 in jeder der beiden Knickbrücken 9. Mittels der Sensoreinrichtungen 13 kann in jeder der beiden Knickbrücken 9 ein Knickwinkel 14 zwischen dem ersten Knickbrückenteil 10 und dem damit gekoppelten zweiten Knickbrückenteil 11 ermittelt werden, wobei aus dem Knickwinkel
14 die Pupillendistanz 8 abgeleitet bzw. berechnet werden kann.
Abweichend zu dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel, kann die Sensoreinrichtung 13 auch nur in einer der in Fig. 1 dargestellten Knickbrücken 9 vorgese-
hen sein.
Bei einer mehrfachen Ermittlung der Knickwinkel 14 zwischen dem ersten Knick-
brückenteil 10 und dem damit gekoppelten zweiten Knickbrückenteil 11 ist weiter-
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hin ein Vergleich der einzelnen, ermittelten Knickwinkel 14, wobei etwaige Messfehler der einzelnen Sensoreinrichtungen 13 erkannt und verkleinert werden kön-
nen.
Die Pupillendistanz 8 ist dabei aus dem Knickwinkel 14 mittels trigonometrischer
Berechnungen und/oder einer Zuordnungstabelle 45 ermittelbar.
Als Basis für die Durchführung der trigonometrischen Berechnung wird ein gleichschenkeliges Dreieck 15 durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und eine Knickbrücken-Schwenkachse 16 als Eckpunkte aufgespannt. Zur vollständigen Bestimmung des gleichschenkeligen Dreiecks 15 sind neben dem ermittelbaren Knickwinkel 14, einerseits die Länge des ersten Knickbrückenteils 10, bzw. der Abstand zwischen der ersten optische Achse 4 und der Knickbrücken-Schwenkachse 16 und andererseits die Länge des zweiten Knickbrückenteils 11, bzw. der Abstand zwischen der zweiten optischen Achse 7 und der Knick-
brücken-Schwenkachse 16 bekannt.
Alternativ bzw. ergänzend zur trigonometrischen Berechnung der Pupillendistanz 8, kann in einer im binokularen Fernglas 1 vorgesehenen Speichereinheit 17 eine Zuordnungstabelle 45 hinterlegt sein, mittels welcher bestimmte Knickwinkel 14 zu
bestimmten Pupillendistanzen 8 zugeordnet werden können.
Die Sensoreinrichtungen 13 sind in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel als Winkelmesssensoren 18 ausgebildet, mit welchem der Knickwinkel 14 zwischen dem ersten Knickbrückenteil 10 und dem damit gekoppelten zweiten
Knickbrückenteil 11 ermittelbar ist.
Die Sensoreinrichtungen 13 umfassen dabei zumindest einen ersten Neigungssensor 19 und einen zweiten Neigungssensor 20. In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der erste Neigungssensor 19 in dem mit der ersten Gehäusehälfte 2 gekoppelten ersten Knickbrückenteil 10 und der zweite Neigungssensor 20 ist in dem mit der zweiten Gehäusehälfte 5 gekoppelten zweiten Knick-
brückenteil 11 ausgebildet.
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Ein erster Knickbrückenwinkel 21 des ersten Knickbrückenteils 10 und ein zweiter Knickbrückenwinkel 22 des zweiten Knickbrückenteils 11 sind dabei relativ zu einer Horizontalen 23 ermittelbar. Der erste Knickbrückenwinkel 21 und der zweite Knickbrückenwinkel 22 bilden gemeinsam den Knickwinkel 14 der Knickbrücke 9. Aus dem ersten Knickbrückenwinkel 21 und dem zweiten Knickbrückenwinkel 22
ist somit der Knickwinkel 14 ermittelbar.
Betrachtet man nun das durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und die Knickbrücken-Schwenkachse 16 aufgespannte gleichschenkelige Dreieck 15, so finden sich der erste Knickbrückenwinkel 21 und der zweite Knickbrückenwinkel 22 in Bezug auf eine Symmetrieachse 24 des Dreiecks 15. Unter Kenntnis des ersten Knickbrückenwinkels 21 und des zweiten Knickbrückenwin-
kels 22 kann somit das Dreieck 15 wieder vollständig bestimmt werden.
Mittels einer Ausgabevorrichtung 25 ist weiterhin eine, von einer für den Benutzer hinterlegten Soll-Pupillendistanz 26 abweichende Pupillendistanz 8 signalisierbar. In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich die aktuelle Pupillendistanz 8 und die Soll-Pupillendistanz 26 in Übereinstimmung und es ist die für den Benutzer gewünschte bzw. passende Pupillendistanz 8 zwischen der erste
optische Achse 4 und der zweite optische Achse 7 eingestellt.
Die Ausgabevorrichtung 25 kann sowohl als akustische, optische und/oder taktile Signaleinrichtung 27 ausgebildet sein, mittels welcher die im Zuge der Verstellung
der Pupillendistanz 8 erreichbare Soll-Pupillendistanz 26 signalisierbar ist.
Im dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ist die Ausgabevorrichtung 25 bzw. optische Signaleinrichtung 27 als Display 28 ausgebildet, in welchem die aktuelle Pupillendistanz 8 ersichtlich ist. Darüber hinaus ist die im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz 8 erreichte Soll-Pupillendistanz 26 signalisierbar. Das Display 28 ist dabei in einen ersten Beobachtungsstrahlengang 29 der ersten Gehäusehälfte
2 eingekoppelt.
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Alternativ dazu kann, gemäß einer nicht näher dargestellten Ausführungsform, das Display 28 in einen zweiten Beobachtungsstrahlengang 30 der zweiten Gehäuse-
hälfte 5 eingekoppelt sein. Weiterhin ist auch denkbar, dass Teile des Displays 28 in den ersten Beobachtungsstrahlengang 29 und Teile des Displays 28 in den
zweiten Beobachtungsstrahlengang 30 eingekoppelt sind.
In Fig. 1 ist auch ersichtlich, dass das binokulare Fernglas 1 eine Prozessoreinheit 31 umfasst, welche eine erste Schnittstelle 32 zu der Ausgabevorrichtung 25 und eine zweite Schnittstelle 33 zu der Erfassungseinrichtung 12 aufweist. Mittels der Prozessoreinheit 31 ist die Soll-Pupillendistanz 26 von der Speichereinheit 17 abrufbar und mit der Pupillendistanz 8 vergleichbar. Bei Übereinstimmung der SollPupillendistanz 26 mit der Pupillendistanz 8 wird ein Signalausgabefehl an die Ausgabevorrichtung 25, welches in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel als Display 28 ausgebildet ist, übertragen. Dem Benutzer wird somit signalisiert, dass die für ihn individuell hinterlegte Soll-Pupillendistanz 26 eingestellt wird,
womit ein angenehmes Seherlebnis mit dem binokularen Fernglas 1 erreicht wird.
In der Speichereinheit 17 ist ein Benutzerprofil des Benutzers speicherbar ist, welches neben der benutzerbezogenen Soll-Pupillendistanz 26 auch weitere benut-
zerbezogene Einstellungswerte umfassen kann. Beispiele für solche Einstellungswerte sind Dioptrienausgleichswert, Helligkeit des Displays 28, Aufbau bzw. darzu-
stellende Informationen auf dem Display 28 oder sonstige Gerätefunktionen.
Weiterhin ist das binokulare Fernglas 1 über eine Drahtlosschnittstelle 34 mit einem mobilen Endgerät 35 koppelbar. Hierzu kann eine drahtlose Verbindung 36 zwischen dem binokularen Fernglas 1 und dem mobilen Endgerät 35 aufgebaut werden, mittels welcher zum einen Daten wechselseitig übertragen werden können und eine Kommunikation zwischen binokularen Fernglas 1 und mobilen End-
gerät 35 ermöglicht wird.
Bei dem mobilen Endgerät 35 kann es sich hierbei um ein Smartphone, einen
PDA oder einen Tabletcomputer handeln, welcher der Benutzer bei sich trägt.
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Auf dem mobilen Endgerät 35 können alternativ oder zusätzlich zum in der Speichereinheit 17 gespeicherten Benutzerprofil, ebenfalls Benutzereinstellungsparameter abgelegt werden. Im Zuge der Koppelung des binokularen Fernglases 1 mit dem mobilen Endgerät 35 kann hierbei wiederum ein Benutzerprofil geladen werden und das binokulare Fernglas 1 gemäß den Benutzervorgaben eingestellt wer-
den.
Abschließend ist in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel eine Benutzererkennungsvorrichtung 37 vorgesehen, mittels welcher der Benutzer identifizierbar ist. Hierbei kann es sich um eine biometrische Benutzererkennungsvorrichtung 37, wie beispielsweise einen Fingerprint-Sensor 38 handeln. Wird ein Benutzer von der Benutzererkennungsvorrichtung 37 erkannt, so kann auf Basis dieser Information das zutreffende Benutzerprofil von der Speichereinheit 17 geladen werden
und die Einstellung der Soll-Pupillendistanz 26 vorgenommen werden.
In der Fig. 2 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des binokularen Fernglases 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in der vorangegangenen Fig. 1 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in der vorangegangenen Fig. 1 hingewiesen bzw. Be-
zug genommen.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten binokularen Fernglas 1, handelt es sich um ein faltbares Kompaktfernglas 39 mit einer Erfassungseinrichtung 12 und einer Ausgabevorrichtung 25 für eine Pupillendistanz 8 bzw. eine Soll- Pupillendistanz 26. Bei dem Kompaktfernglas 39 sind die erste Gehäusehälfte 2 und die zweite Gehäusehälfte 5 mit einer Knickbrücke 9 gelenkig miteinander verbunden, wobei die Knickbrücke 9 jeweils einen mit der ersten Gehäusehälfte 2 gekoppelten ersten Knickbrückenteil 10 und einen mit der zweiten Gehäusehälfte 5 gekoppelten zweiten Knickbrückenteil 11 umfasst. Der erste Knickbrückenteil 10 und der zweite Knickbrückenteil 11 sind mit einer Verbindungsbrücke 40 gelenkig miteinander verbun-
den.
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Durch Verschwenken der beiden Gehäusehälften 2, 5 ist die Pupillendistanz wiederum 8 veränderbar und an die individuellen Anforderungen eines Benutzers des Kompaktfernglases 39 anpassbar. Mittels einer Erfassungseinrichtung 12 kann die Pupillendistanz 8 im Zuge der Verstellung erfasst werden, wobei ein erster Knickwinkel 14 zwischen dem erstem Knickbrückenteil 10 und der Verbindungsbrücke 40 ermittelt werden kann und weiters ein zweiter Knickwinkel 14* zwischen dem zweitem Knickbrückenteil 11 und der Verbindungsbrücke 40 ermittelt werden kann. Hierfür umfasst die Erfassungseinrichtung 12 eine Sensoreinrichtung 13, wobei in dem erstem Knickbrückenteil 10 ein erster Neigungssensor 19 und in
dem zweiten Knickbrückenteil 11 ein zweiter Neigungssensor 20 vorgesehen ist.
Die Pupillendistanz 8 ist aus dem ersten Knickwinkel 14 und aus dem zweiten Knickwinkel 14° mittels trigonometrischer Berechnungen und/oder einer Zuord-
nungstabelle 45 ermittelbar.
Bei der Durchführung einer trigonometrischen Berechnung, wird ein Trapez 41 durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und die Schwenkachsen des ersten Knickbrückenteils 10 und des zweiten Knickbrückenteils 11 als Eckpunkte aufgespannt. Zur vollständigen Bestimmung des Trapezes 41 sind neben dem ersten Knickwinkel 14 und dem zweiten Knickwinkel 14‘, die Länge der Verbindungsbrücke 40, der Abstand zwischen der ersten optische Achse 4 und der ersten Knickbrücken-Schwenkachse 16 und der Abstand zwischen der zwei-
ten optischen Achse 7 und der zweiten Knickbrücken-Schwenkachse 16‘ bekannt.
In der Fig. 3 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des binokularen Fernglases 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 hingewie-
sen bzw. Bezug genommen.
Das in Fig. 3 dargestellte binokulare Fernglas 1 umfasst wiederum eine erste Gehäusehälfte 2 und eine zweite Gehäusehälfte 5, welche im dargestellten Ausfüh-
rungsbeispiel mit einer Knickbrücken 9 gelenkig miteinander verbunden sind. Die
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Knickbrücken 9 umfasst einen mit der ersten Gehäusehälfte 2 gekoppelten ersten Knickbrückenteil 10 und einen mit der zweiten Gehäusehälfte 5 gekoppelten zwei-
ten Knickbrückenteil 11.
Die Erfassungseinrichtung 12 umfasst in dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils eine Sensoreinrichtung 13 in der ersten Gehäusehälfte 2 und eine Sensoreinrichtung 13 in der zweiten Gehäusehälfte 5. Mittels der Sensoreinrichtungen 13, welche als erster Neigungssensor 19 in der ersten Gehäusehälfte 2 und als zweiter Neigungssensor 20 in der zweiten Gehäusehälfte 5 ausgebildet sind, kann ein Knickwinkel 14 zwischen dem ersten Knickbrückenteil 10 und dem damit gekoppelten zweiten Knickbrückenteil 11 ermittelt werden, wobei aus dem Knickwinkel 14 wiederum die Pupillendistanz 8 abgeleitet bzw. berechnet werden
kann.
Mittels einer Ausgabevorrichtung 25 in Form einer Skala 42 an einem Fokussierrad 43 wird die aktuell eingestellte Pupillendistanz 8 angezeigt. Hierbei kann das
Fokussierrad 43 zweiteilig mit mehreren Drehantrieben ausgeführt sein.
Bei Übereinstimmung der Pupillendistanz 8 mit der Soll-Pupillendistanz 26 kann dies auch auf der Skala 42 angezeigt werden, welche mit einem Drehantrieb für
die Verstellung der Pupillendistanz 8 gekoppelt ist.
Alternativ dazu ist auch eine taktile Rückmeldungen an den Benutzer des binokularen Fernglases 1 denkbar, wobei das Erreichen der Soll-Pupillendistanz 26 durch Einrasten des zweiteiligen Fokussierrades an einer definierten Position sig-
nalisiert wird.
Das Erreichen der Soll-Pupillendistanz 26 kann auch durch eine gesonderte akus-
tische Signaleinrichtung 27 erfolgen.
In der Fig. 4 ist das binokulare Fernglas 1 gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht, von der Okularseite aus gesehen, dargestellt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche
Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1-3
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verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1-3 hingewiesen bzw. Bezug
genommen.
Wie bereits in Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben, ist eine Pupillendistanz 8 ist aus dem Knickwinkel 14 mittels trigonometrischer Berechnungen und/oder ei-
ner Zuordnungstabelle 45 ermittelbar.
Durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und eine Knickbrücken-Schwenkachse 16 des binokularen Fernglases 1 als Eckpunkte, wird wie in Fig. 4 ersichtlich, ein Dreieck 15 aufgespannt. Das gleichschenkelige Dreieck 15
dient als Basis für die Durchführung einer trigonometrischen Berechnung.
Zur vollständigen Bestimmung des gleichschenkeligen Dreiecks 15 sind neben dem, durch eine Erfassungseinrichtung 12 bzw. durch Sensoreinrichtungen 13, ermittelbaren Knickwinkel 14, einerseits die Länge des ersten Knickbrückenteils 10,
und andererseits die Länge des zweiten Knickbrückenteils 11, bekannt.
Als die Länge des ersten Knickbrückenteils 10 kann auch der Abstand zwischen der ersten optische Achse 4 und der Knickbrücken-Schwenkachse 16 und als die Länge des zweiten Knickbrückenteils 11 der Abstand zwischen der zweiten opti-
schen Achse 7 und der Knickbrücken-Schwenkachse 16 gesehen werden.
Betrachtet man nun wieder das durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und die Knickbrücken-Schwenkachse 16 aufgespannte gleichschenkelige Dreieck 15, so finden sich der erste Knickbrückenwinkel 21 und der zweite Knickbrückenwinkel 22 in Bezug auf eine Symmetrieachse 24 des Dreiecks 15. Unter Kenntnis des ersten Knickbrückenwinkels 21 und des zweiten Knickbrü-
ckenwinkels 22 kann somit das Dreieck 15 weiterhin vollständig bestimmt werden.
In der Fig. 5 ist das binokulare Fernglas 1 gemäß Fig. 2 in einer Seitenansicht, von der Okularseite aus gesehen, dargestellt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche
Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1-4
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verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1-4 hingewiesen bzw. Bezug
genommen.
Bei dem in Fig. 5 dargestellten binokularen Fernglas 1 handelt es sich um ein Kompaktfernglas 39, wobei die erste Gehäusehälfte 2 und die zweite Gehäusehälfte 5 mit einer Knickbrücke 9 gelenkig miteinander verbunden sind. Die Knickbrücke 9 umfasst jeweils einen mit der ersten Gehäusehälfte 2 gekoppelten ersten Knickbrückenteil 10 und einen mit der zweiten Gehäusehälfte 5 gekoppelten zweiten Knickbrückenteil 11. Der erste Knickbrückenteil 10 und der zweite Knickbrü-
ckenteil 11 sind mit einer Verbindungsbrücke 40 gelenkig miteinander verbunden.
Als Basis für die Durchführung einer trigonometrischen Berechnung zur Ermittlung der Pupillendistanz 8, wird ein Trapez 41 durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und die Schwenkachsen des ersten Knickbrückenteils 10 und des zweiten Knickbrückenteils 11 als Eckpunkte aufgespannt. Zur vollständigen Bestimmung des Trapezes 41 sind neben dem ersten Knickwinkel 14 und dem zweiten Knickwinkel 14‘, die Länge der Verbindungsbrücke 40, der Abstand zwischen der ersten optische Achse 4 und der ersten Knickbrücken-Schwenkachse 16 und der Abstand zwischen der zweiten optischen Achse 7 und der zwei-
ten Knickbrücken-Schwenkachse 16‘ bekannt.
In der Fig. 6 ist das binokulare Fernglas 1 gemäß Fig. 3 in einer Seitenansicht, von der Okularseite aus gesehen, dargestellt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1-5 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1-5 hingewiesen bzw. Bezug
genommen.
Durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und eine Knickbrücken-Schwenkachse 16 des binokularen Fernglases 1 als Eckpunkte, wird wiederum ein gleichschenkeliges Dreieck 15 aufgespannt, welches als Basis die Durch-
führung einer trigonometrischen Berechnung dient.
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Zur vollständigen Bestimmung des gleichschenkeligen Dreiecks 15 sind neben dem, durch eine Erfassungseinrichtung 12 bzw. durch Sensoreinrichtungen 13, ermittelbaren Knickwinkel 14, einerseits die Länge des ersten Knickbrückenteils 10,
und andererseits die Länge des zweiten Knickbrückenteils 11, bekannt.
Betrachtet man nun wieder das durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und die Knickbrücken-Schwenkachse 16 aufgespannte gleichschenkelige Dreieck 15, so finden sich der erste Knickbrückenwinkel 21 und der zweite Knickbrückenwinkel 22 in Bezug auf eine Symmetrieachse 24 des Dreiecks 15. Unter Kenntnis des ersten Knickbrückenwinkels 21 und des zweiten Knickbrü-
ckenwinkels 22 kann somit das Dreieck 15 weiterhin vollständig bestimmt werden.
In der Fig. 7 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform des binokularen Fernglases 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1-6 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1-6 hingewiesen bzw.
Bezug genommen.
Bei dem in Fig. 7 dargestellten binokularen Fernglas 1, handelt es sich um ein elektronisches Fernglas 1, umfassend eine Benutzereingabevorrichtung 44. Mittels der Benutzereingabevorrichtung 44 kann ein Benutzer über einen im Display 28 dargestellten Benutzerdialog ein Benutzerprofil auswählen und von einer Spei-
chereinheit 17 laden.
Auf Basis des ausgewählten Benutzerprofils kann nun die für den Benutzer gewünschte Soll-Pupillendistanz 26 automatisch eingestellt werden, um dem Benut-
zer ein angenehmes Seh- und Beobachtungserlebnis zu ermöglichen.
Weiters können mittels des Benutzerprofils Einstellungsparameter des binokularen Fernglases 1 wie Dioptrienausgleichswert, Helligkeit, Gerätefunktion, Displayauf-
bau, usw. auf Basis der Benutzereinstellungen automatisch angepasst werden.
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In der Fig. 8 ist eine Zuordnungstabelle 45 für die Pupillendistanz 8 eines binokularen Fernglases 1 dargestellt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1-7 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1-7 hingewiesen bzw. Bezug genom-
Men.
Die Pupillendistanz 8 ist gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus der
Zuordnungstabelle 45 ermittelbar.
Durch die erste optische Achse 4, die zweite optische Achse 7 und eine Knickbrücken-Schwenkachse 16 des binokularen Fernglases 1 als Eckpunkte, wird wiederum ein Dreieck 15 aufgespannt. Das gleichschenkelige Dreieck 15 dient als Basis
für die Ableitung der Pupillendistanz 8 aus einem Knickwinkel 14.
Zur vollständigen Bestimmung des gleichschenkeligen Dreiecks 15 sind neben dem, durch eine Erfassungseinrichtung 12 bzw. durch Sensoreinrichtungen 13, ermittelbaren Knickwinkel 14, einerseits die Länge 46 des ersten Knickbrückenteils
10, und andererseits die Länge 46‘ des zweiten Knickbrückenteils 11, bekannt.
Als die Länge 46 des ersten Knickbrückenteils 10 kann auch der Abstand zwischen der ersten optische Achse 4 und der Knickbrücken-Schwenkachse 16 und als die Länge 46‘ des zweiten Knickbrückenteils 11 der Abstand zwischen der zweiten optischen Achse 7 und der Knickbrücken-Schwenkachse 16 gesehen wer-
den.
Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel sind der erste Knickbrückenteil 10 und der zweite Knickbrückenteil 11 gleich lang, wobei die Länge 46, 46‘ der
Knickbrückenteile 10, 11 gemäß dem Ausführungsbeispiel 40mm ist.
Wird nun beispielsweise ein Knickwinkel 14 von 80° ermittelt, so wird mittels der Zuordnungstabelle 45 eine Pupillendistanz 8 von 51,4mm zu dem ermittelten
Knickwinkel 14 zugeordnet. Weitere Beispiele für die Zuordnung eines Knickwin-
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kels 14 zu einer Pupillendistanz 8 sind in der in Fig. 8 dargestellten Zuordnungstabelle 45 ersichtlich, wobei die Zuordnungstabelle 45 für die Länge 46, 46‘ der Knickbrückenteile 10, 11 von 40mm gültig ist.
Abschließend ist in der Fig. 9 ein Zuordnungsdiagramm 47 für eine Zuordnungstabelle 45 gemäß Fig. 8 dargestellt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1-8 verwendet werden. Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in den vorangegangenen Fig. 1-8 hingewiesen bzw. Bezug
genommen.
In der Fig. 10 ist eine Ausführungsform zur Bestimmung eines Knickwinkels 14 eines binokularen Fernglases 1 und der Verkippung aus der Messung der Neigung
einer ersten Gehäusehälfte 2 und einer zweiten Gehäusehälfte 5 dargestellt.
In dem Ausführungsbeispiel werden alle genannten Winkel so gezählt, dass eine Verdrehung im Uhrzeigersinn positiv ist und eine Verdrehung des Winkels gegen
den Uhrzeigersinn negativ.
Gemäß Fig. 10a ist in der ersten Gehäusehälfte 2 ein erster Neigungssensor 19 und in der zweiten Gehäusehälfte 5 ein zweiter Neigungssensor 20 vorgesehen, wobei der erste Neigungssensor 19 und der zweite Neigungssensor 20 jeweils ortsfest in der ersten Gehäusehälfte 2 und der zweiten Gehäusehälfte 5 verbaut sind. Der erste Neigungssensor 19 und der zweite Neigungssensor 20 sind dabei so kalibriert, dass sie in einer horizontalen Lage in Hinblick auf eine Horizontale 23 und bei einer Referenz-Pupillendistanz 48 für die Jeweils zugehörigen Neigungswinkel 55, 56 einen Messwert gleich Null ergeben (z.B. bei einer Länge 46, 46‘ des ersten Knickbrückenteils 10 und des zweiten Knickbrückenteils 11 von 40mm, einer Referenz-Pupillendistanz 48 von 65mm und einem zugehörigen ReferenzKnickwinkel 50 von 108, 7°).
Wird nun wie in Fig. 10b dargestellt, das binokulare Fernglas 1 in Bezug auf die
Horizontale 23 verkippt bzw. verdreht, verändert sich der Kippwinkel 49.
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Gemäß Darstellung in der Fig. 10c, wird der erste Neigungswinkel 55 um einen ersten Verstellwinkel 51 der ersten Gehäusehälfte 2 und der zweite Neigungswinkel 56 um einen zweiten Verstellwinkel 52 der zweiten Gehäusehälfte 5 durch eine Änderung der Pupillendistanz 8 verstellt bzw. verändert. Der erste Verstellwinkel 51 ist dabei auf eine auf die Horizontale 23 senkrecht stehende erste Normale 53 bezogen, wobei die erste Normale 53 auch auf eine erste optische Achse 4 senkrecht stehend ausgebildet ist. Der zweite Verstellwinkel 52 ist auf eine auf die Horizontale 23 senkrecht stehende zweite Normale 54 bezogen, wobei die zweite Normale 54 auch auf eine zweite optische Achse 7 senkrecht stehend ausgebildet
ist.
In der Fig. 10d ist das gleichzeitige Verkippen des binokularen Fernglases 1 und Verändern der Pupillendistanz 8 dargestellt. Mittels dem ersten Neigungssensor 19 ist dabei ein erster Neigungswinkel 55 ermittelbar und mittels dem zweiten Nei-
gungssensor 20 ist ein zweiter Neigungswinkel 56 ermittelbar.
Aus dem ersten Neigungswinkel 55 und dem zweiten Neigungswinkel 56 lassen sich der Kippwinkel 49 und der Knickwinkel 14 bestimmen, wobei in den nachfolgenden Formeln mit
- 91 der zweite Neigungswinkel 56
- 2 der erste Neigungswinkel 55
- 31 der zweite Verstellwinkel 52
- 2 der erste Verstellwinkel 51
- B der Kippwinkel 49
- V der Knickwinkel 14
- Vref der Referenz-Knickwinkel 50
bezeichnet sind.
Mithilfe des bekannten ersten Neigungswinkels 55 und des bekannten zweiten
Neigungswinkels 56, lassen sich folgende Gleichungen aufstellen: 0, =6,+ß
0, = 6,+Bß
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Ö+ = —6,
Daraus lässt sich der Knickwinkel 14 folgendermaßen berechnen: 1 = >* (8, + 0,)
1 ö, = > * (0, — 92)
Y=Yref + 26, = Yref + 0, — 0, Mithilfe des Knickwinkels 14 ist nun die Pupillendistanz 8 ermittelbar.
Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen
Fachmannes liegt.
Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zu-
grundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden.
Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verstehen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.
N2019/03700-AT-00
Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert
und/oder verkleinert dargestellt wurden.
N2019/03700-AT-00
12 13 14 14‘ 15 16 16‘ 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
32
Bezugszeichenliste
Fernglas
erste Gehäusehälfte
erstes Okular
erste optischen Achse zweite Gehäusehälfte zweites Okular
zweite optischen Achse Pupillendistanz Knickbrücke
erster Knickbrückenteil zweiter Knickbrückenteil Erfassungseinrichtung Sensoreinrichtung Knickwinkel
Knickwinkel
Dreieck Knickbrücken-Schwenkachse Knickbrücken-Schwenkachse Speichereinheit Winkelmesssensor
erster Neigungssensor zweite Neigungssensor erster Knickbrückenwinkel zweiter Knickbrückenwinkel Horizontale Symmetrieachse Ausgabevorrichtung Soll-Pupillendistanz Signaleinrichtung
Display
29
30
31 32 33 34 35 36 37
38 39 40 41
42 43 44 45 46 46' 47 48 49 50 51
52 53 54
erster Beobachtungsstrahlengang
zweiter Beobachtungsstrahlengang
Prozessoreinheit
erste Schnittstelle
zweite Schnittstelle Drahtlosschnittstelle mobiles Endgerät
drahtlose Verbindung Benutzererkennungsvorrichtung
Fingerprint-Sensor Kompaktfernglas Verbindungsbrücke
Trapez
Skala
Fokussierrad Benutzereingabevorrichtung Zuordnungstabelle
Länge
Länge Zuordnungsdiagramm Referenz-Pupillendistanz Kippwinkel Referenz-Knickwinkel
erster Verstellwinkel
zweiter Verstellwinkel
erste Normale
zweite Normale
N2019/03700-A T-00
55 erster Neigungswinkel
56 zweiter Neigungswinkel
N2019/03700-AT-00
Claims (1)
- Patentansprüche1. Binokulares Fernglas (1) umfassendeine erste Gehäusehälfte (2) mit einem ersten Okular (3) mit einer ersten optischen Achse (4);eine zweite Gehäusehälfte (5) mit einem zweiten Okular (6) mit einer zweiten optischen Achse (7);wobei der Abstand der ersten optischen Achse (4) zur zweiten optischen Achse(7) eine Pupillendistanz (8) definiert; undwobei die erste Gehäusehälfte (2) und die zweite Gehäusehälfte (5) mit zumindest einer Knickbrücke (9) gelenkig miteinander verbunden sind; undwobei die Knickbrücke (9) einen mit der ersten Gehäusehälfte (2) gekoppelten ersten Knickbrückenteil (10) und einen mit der zweiten Gehäusehälfte (5) gekoppelten zweiten Knickbrückenteil (11) umfasst; undwobei die Pupillendistanz (8) durch Verschwenken der beiden Gehäusehälften (2,5) veränderbar ist;dadurch gekennzeichnet, dasseine Erfassungseinrichtung (12) ausgebildet ist, mittels welcher die Pupillendistanz(8) bestimmbar ist.2. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erfassungseinrichtung (12) zumindest eine Sensoreinrichtung (13) umfasst, mittels welcher ein Knickwinkel (14) zwischen dem ersten Knickbrückenteil (10) und dem damit gekoppelten zweiten Knickbrückenteil (11) ermittelbar ist; undwobei aus dem Knickwinkel (14) die Pupillendistanz (8) ermittelbar ist.N2019/03700-AT-003. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Pupillendistanz (8) aus dem Knickwinkel (14) mittels trigonometrischerBerechnungen und/oder einer Zuordnungstabelle (45) ermittelbar ist.4. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinrichtung (13) als Winkelmesssensor (18) ausgebildetist, mit welchem der Knickwinkel (14) ermittelbar ist.5. Binokulares Fernglas (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dassdie Sensoreinrichtung (13) zumindest einen ersten Neigungssensor (19) und einen zweiten Neigungssensor (20) umfasst; wobeider erste Neigungssensor (19) in der ersten Gehäusehälfte (2) und/oder dem damit gekoppelten ersten Knickbrückenteil (10) ausgebildet ist; undder zweite Neigungssensor (20) in der zweiten Gehäusehärlfte (5) und/oder dem damit gekoppelten ersten Knickbrückenteil (10) ausgebildet ist;wobei ein erster Knickbrückenwinkel (21) des ersten Knickbrückenteils (10) und ein zweiter Knickbrückenwinkel (22) des zweiten Knickbrückenteils (11) relativ zu einer Horizontalen (23) ermittelbar sind; undaus dem ersten Knickbrückenwinkel (21) und dem zweiten Knickbrückenwinkel (22) der Knickwinkel (14) ermittelbar ist.6. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass aus dem ersten Knickbrückenwinkel (21) und dem zweiten Knickbrückenwinkei (22) die Lage des binokularen Fernglases (1) relativ zu der Horizontalen (23)ermittelbar ist.7. Binokulares Fernglas (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausgabevorrichtung (25) ausgebildet ist, mittels welcher eine von einer Soll-Pupillendistanz (26) abweichende Pupillendistanz (8) signalisierbar ist und/oder eine im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz (8)erreichbare Soll-Pupillendistanz (26) signalisierbar ist.N2019/03700-AT-008. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabevorrichtung (25) als akustische, optische und/oder taktile Signal-einrichtung (27) ausgebildet ist.9. Binokulares Fernglas (1) nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgabevorrichtung (25) als Display (28) ausgebildet ist, mittels welchem die im Zuge der Verstellung der Pupillendistanz (8) erreichteSoll-Pupillendistanz (26) signalisierbar ist.10. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Display (28) in einen ersten Beobachtungsstrahlengang (29) der ersten Gehäusehälfte (2) und/oder in einen zweiten Beobachtungsstrahlengang (30) derzweiten Gehäusehälfte (5) eingekoppelt ist.11. Binokulares Fernglas (1) nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Prozessoreinheit (31) ausgebildet ist, welche eine erste Schnittstelle (32) zu der Ausgabevorrichtung (25) und eine zweite Schnittstelle (33) zu der Erfassungseinrichtung (12) aufweist;wobei mittels der Prozessoreinheit (31) die Soll-Pupillendistanz (26) von einer Speichereinheit (17) abrufbar und mit der Pupillendistanz (8) vergleichbar ist; und wobei bei Übereinstimmung der Soll-Pupillendistanz (26) mit der Pupillendistanz(8) Signalausgabefehl an die Ausgabevorrichtung (25) übertragbar ist.12. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in der Speichereinheit (17) ein Benutzerprofil eines Benutzers speicherbarist, welches eine benutzerbezogene Soll-Pupillendistanz (26) umfasst.13. Binokulares Fernglas (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Benutzerprofil einen benutzerbezogenen Dioptrienausgleichswert um-fasst.N2019/03700-AT-0014. Binokulares Fernglas (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Drahtlosschnittstelle (34) ausgebildet ist, mittels welcher das binokulare Fernglas (1) mit einem mobilen Endgerät (35) koppel-bar ist.15. Binokulares Fernglas (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Benutzererkennungsvorrichtung (37) vorgese-hen ist, mittels welcher der Benutzer identifizierbar ist.16. Verfahren zur Verstellung einer Pupillendistanz (8) eines binokularen Fernglases (1), insbesondere eines binokularen Fernglases (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15, umfassend- Verändern der Pupillendistanz (8) durch Verschwenken einer ersten Gehäusehälfte (2) und/oder einer zweiten Gehäusehälfte (5) des binokularen Fernglases (1);- Erfassen der Pupillendistanz (8) durch eine Erfassungseinrichtung (12).17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Knickwinkel (14) zwischen einem ersten Knickbrückenteil (10) und einem damit gekoppelten zweiten Knickbrückenteil (11) mittels einer Sensoreinrichtung (13) der Erfassungseinrichtung (12) ermittelt wird und dass die Pupillendistanz (8) aus demKnickwinkel (14) ermittelt wird.18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Pupillendistanz (8) aus dem Knickwinkel (14) mittels trigonometrischer Berechnungenund/oder einer Zuordnungstabelle (45) ermittelt wird.19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Knickbrückenwinkel (21) des ersten Knickbrückenteils (10) und ein zweiter Knickbrückenwinkel (22) des zweiten Knickbrückenteils (11)relativ zu einer Horizontalen (23) ermittelt werden; undN2019/03700-AT-00aus dem ersten Knickbrückenwinkel (21) und dem zweiten Knickbrückenwinkel (22) der Knickwinkel (14) ermittelt wird.20. Verfahren nach Anspruch 19 dadurch gekennzeichnet, dass aus dem ersten Knickbrückenwinkel (21) und dem zweiten Knickbrückenwinkel (22) dieLage des binokularen Fernglases (1) relativ zu der Horizontalen (23) ermittelt wird.21. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass bei Erreichen einer Soll-Pupillendistanz (26) eine Signalisierungdurch eine Ausgabevorrichtung (25) erfolgt.22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Prozessoreinheit (31) die Soll-Pupillendistanz (26) von einer Speichereinheit (17) abgerufen wird und mit der Pupillendistanz (8) verglichen wird; undbei Übereinstimmung der Soll-Pupillendistanz (26) mit der Pupillendistanz (8) einSignalausgabefehl an die Ausgabevorrichtung (25) übertragen wird.23. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass ein Benutzer mittels einer Benutzererkennungsvorrichtung (37) identifiziert wird; unddass ein Benutzerprofil mit Benutzereinstellungen von der Speichereinheit (17) geladen wird; unddass Einstellungsparameter, ausgewählt aus der Gruppe umfassend- Dioptrienausgleichswert;- Helligkeit;- Gerätefunktion;- Displayaufbau;auf Basis der Benutzereinstellungen angepasst werden.N2019/03700-AT-0024. Verfahren nach einem der Ansprüche 16 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass über eine Drahtlosschnittstelle (34) das binokulare Fernglas (1) mit einem mobilen Endgerät (35) gekoppelt wird; unddass über die Drahtlosschnittstelle (34) Daten zwischen dem binokularen Fernglas(1) und dem mobilen Endgerät (35) wechselseitig übertragen werden.40/7 54 N2019/03700-AT-00
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