DE9205338U1 - Vieleckig geformter Schleifteller - Google Patents

Vieleckig geformter Schleifteller

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Description

Anmelder: Stuttgart, den 14.4.1992
Gm 1284 Hz/Ho Dualflex Company, Limited
R. R. No. 1
Old Castle,
Winsor, Ontario NOR ILO
Canada
Vertreter:
Kohler Schmid + Partner
Patentanwälte
Ruppmannstraße 2 7
7 0 00 Stuttgart 8 0
Vieleckiq geformter Schleifteller
Die Erfindung betrifft einen Schleifteller, der im wesentlichen vieleckig geformt ist, wobei ein entsprechend dem Schleifteller ausgestaltetes, aus einer Dachwand und Seitenwänden bestehendes Absauggehäuse an dem Schleifteller befestigt ist.
Eine Schleifmaschine mit einem angetriebenen, schwingenden oder alternierenden Schleifteller wird für alle Sorten von Schleifarbeiten eingesetzt, vorzugsweise zum Schleifen von
schwierigen oder schwer zugänglichen Stellen, wie z.B. Ecken oder Längskanten von Fensterrahmen, hochkomplizierten Gehäusen, Möbeln usw. Diese Schleifmaschinen haben üblicherweise einen dreieckig oder viereckig geformten Schleifteller zur Aufnahme eines Schleifblattes.
Diese alternierenden oder schwingenden Schleifteller sind vorteilhafterweise vieleckig, und vorzugsweise dreieckig oder viereckig geformt. Um derartige alternierende Schleifteller bestmöglich einzusetzen, wird ein Drehwinkel im Bereich von bis 25 Grad eingesetzt. Während des SchleifVorganges der Schleifmaschine oszilliert der Schleifteller mit einer Frequenz im Bereich von 5000 bis 30000 Bewegungen pro Minute.
Zur Einsammlung des während des Schleifvorganges erzeugten Staubes ist eine Staubabsaugvorrichtung an der Schleifmaschine angebracht. Die Staubabsaugvorrichtung enthält ein Sauggehäuse, welches am Schleifteller befestigt ist und mit diesem oszilliert. Das Absauggehäuse ist entsprechend der Form des Schleiftellers ausgestaltet.
Obwohl der Schleifteller und das Absauggehäuse in einer bevorzugten Ausführungsform dreieckig oder viereckig geformt sind und spitzwinklige Ecken und konvex geformte Seitenwände aufweist, wird die Bewegungsfreiheit des Schleiftellers dennoch vom Absauggehäuse stark eingeschränkt, besonders weil das Absauggehäuse größer ist als der Schleifteller und über diesen hinausragt.
Wegen des Nachteils der begrenzten Bewegungsfreiheit können die bekannten Schleifmaschinen nicht sehr tief in Ecken,
Längskanten, schwer zugänglichen Flächen oder schwierig zu schleifende Oberflächen hineinreichen.
Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Schleifteller mit einer Staubabsaugvorrichtung zu schaffen, der eine größere Bewegungsfreiheit aufweist und gleichzeitig über ein verbessertes Staubabsaugsystem verfügt.
Eine Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Seitenwand derart an der Dachwand angeordnet ist, daß sie mit dieser einen stumpfen Winkel bildet, und an jeder Ecke, an der zwei Seitenwände aufeinandertreffen, die der Dachwand abgewandte Spitze jeder Seitenwand ausgespart ist.
Der Schleifteller wird von dem Absauggehäuse haubenartig überdeckt, wobei das Absauggehäuse von dem Schleifteller beabstandet ist um eine Absaugöffnung zu schaffen, die im wesentlichen über den gesamten Umfang des Schleiftellers verläuft. Während einem SchleifVorgang stößt deshalb zuerst das Absauggehäuse gegen einen benachbarten Gegenstand. Insbesondere die lange spitz zulaufende Spitze des Absauggehäuses hat verhindert, daß die Schleifmaschine tiefer in Ecken, schwer zugänglichen Stellen oder schwierig zu schleifenden Oberflächen hineinreichte.
Ein erfindungsgemäß ausgestalteter Schleifteller hat den Vorteil, daß die lange, spitz zulaufende Spitze der Ecke, die manchmal einfach nur Nase genannt wird, entfernt ist. Dadurch enthält die Schleifmaschine eine deutlich größere Bewegungsfreiheit, insbesondere kann die Schleifmaschine nun viel tiefer in Ecken, schwer zugänglichen Stellen usw. hineinreichen.
Betrachtet man die Form des dreieckigen oder viereckigen Schleiftellers und Abdeckgehäuses und betrachtet man die Fläche die der Schleifteller und das Absauggehäuse während einem Zyklus überstreichen, so stellt man fest, daß lediglich die Nase des Absauggehäuses den Schleifteller daran hindert, tiefer in Ecken, beispielsweise Ecken eines Fensterrahmens oder Längskanten hineinzureichen. Werden die Seitenwände des Absauggehäuses in der Nähe der Ecken konkav gekrümmt ausgebildet, wie in den Fig. gezeigt ist, so ergibt sich der wesentliche Vorteil, daß der das Schleifblatt tragende Schleifteller nun nicht nur mit seiner Ecke besser in die zu schleifende Ecke hineinreicht, sondern ebenso, daß jede Seite des Schleiftellers näher an die die Schleiffläche begrenzende Wand heranreicht. Dabei wird gewährleistet, daß nun die gesamte Längsseite des Absauggehäuses näher an die Wand heranreicht und somit wird gleichzeitig gewährleistet, daß der erzeugte Staub besser abgesaugt wird.
Eine erfindungsgemäß ausgestaltete Schleifmaschine hat den großen Vorteil, daß der Schleifteller viel weiter in Innenlangskanten oder Ecken, beispielsweise bei einem Fensterrahmen, hineinreicht, weil die spitze Nase des Absauggehäuses nun nicht mehr vorhanden ist. Weil gleichzeitig die Seitenwand des Absauggehäuses nun viel näher an die die Schleiffläche begrenzende Wand heranreicht, wird der beim Schleifen erzeugte Staub deutlich besser von der Staubabsaugevorrichtung abgesaugt.
Die im wesentlichen über dem gesamten Umfang des Schleiftellers vorhandene Absaugöffnung saugt den durch die Schleifmaschine erzeugten Staub sofort nach seinem Entstehen auf und ermöglicht so eine Anwendung einer mit einem erfindungsgemäßen
Schleifteller ausgerüsteten Schleifmaschine in Wohngebäuden, weil kein nennenswerter Staub oder Schmutz mehr auftritt. Dies macht eine Demontage des Werkstückes, z.B. eines Fensters und den Transport desselben an einen zum Schleifen besser geeigneten Ort überflüssig.
Ein weiterer Vorteil eines erfindungsgemäß ausgestalteten Schleiftellers ist, daß das Zwischenpolster ein klein wenig kleiner als das Schleifblatt ist. Dabei entsteht eine sehr spitze Verlängerung des Schleiftellers. Dies unterstützt in vorteilhafter Weise nicht nur den Schleifvorgang auf ebenen Oberflächen, sondern ermöglicht auch ein sehr vorteilhaftes und effizientes Schleifen insbesondere in spitzen Ecken, Innenlängskanten, schwer zugänglichen Stellen usw.
Die Erfindung betrifft auch eine Schleifmaschine mit einer Staubabsaugvorrichtung, die ein Absauggehäuse aufweist und einen Schleifteller, welcher eine Grundplatte und ein Zwischenpolster aufweist. Das Absauggehäuse enthält eine Dachwand mit Abstandshaltern auf seiner unteren Oberfläche um die Dachwand des Absauggehäuses von der oberen Seite der Grundplatte zu beabstanden, sowie Seitenwände an der Peripherie des Absauggehäuses. Die Seitenwände des Absauggehäuses definieren eine relativ schmale periphere Öffnung zwischen dem Rand des Absauggehäuses und der Grundplatte, bzw. dem Zwischenpolster. Der äußere Rand des Absauggehäuses schließt sich dabei quasi an den äußeren Rand des Zwischenpolsters an.
In einer bevorzugten Ausführungsform eines in einer oszillierenden Schleifmaschine eingesetzten erfindungsgemäßen Schleiftellers reicht der periphere Abschnitt des Absauggehäuses fast bis an den Rand des Zwischenpolsters heran und befindet
sich somit sehr nahe der Schleifoberfläche. Das hat den großen Vorteil, daß ein erfindungsgemäß ausgestaltetes Absauggehäuse sehr gut geeignet ist um sämtlichen Staub um den äußeren Rand einer arbeitenden Schleifmaschine herum direkt abzusaugen.
Wird das bevorzugte Ausführungsbeispiel in oszillierenden Schleifmaschinen verwendet, so ist es ein wesentliches Merkmal der Erfindung, daß die konvex gekrümmten Seitenwände des Absauggehäuses zusammen mit den speziell geformten Eckabschnitten einer jeden Seitenwand gemäß der Amplitude der oszillierenden Bewegung geformt sind, wie in der Zeichnung gezeigt ist. Das bevorzugte Ausführungsbeispiel ist dreieckig oder viereckig geformt mit konvex gekrümmten Seitenwänden, wobei die Form der Eckabschnitte der maximalen Bewegungsamplitude angepaßt sind. Jede Seitenwand ist derart gekrümmt, daß während dem Schleifen einer Innenlängskante immer nur eine Stelle der Seitenwand die die Schleiffläche begrenzende Wand berührt, oder ihr zumindest sehr nahe ist.
Um eine einfach zu handhabende Schleifmaschine mit einer Staubabsaugvorrichtung zu verwirklichen, die gleichzeitig einen einfachen und schnellen Wechsel der Schleifblätter ermöglicht, wird der Schleifteller der Schleifmaschine mit Mittel zum lösbaren Befestigen eines Schleifblattes ausgerüstet. Hierzu wird ein Material mit einer großen Anzahl von Fasern oder Fäserchen auf dem Schleifteller befestigt und es wird ein Schleifblatt mit einem zähen, extrem langsam aushärtenden, hitzebeständigen und ständig klebrigen Kontaktkleber auf seiner Rückseite benutzt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schleiftellers wird solch ein Material,
vorzugsweise Velours auf den Schleifteller aufgebracht. Die schmalen, langen Fasern bzw. Fäserchen sind mit einem Ende fest an der Grundplatte des Schleiftellers befestigt und ihr anderes Ende ist frei beweglich. Die fasrigen Schlingen sind mit beiden Enden fest an der Grundplatte des Schleiftellers befestigt, jedoch der Bereich zwischen den Enden ist lose, so daß sich eine Schlinge ausbildet. Alle Fasern bzw. Fäserchen und fasrigen Schlingen zusammen bedecken die Oberfläche der Grundplatte vollständig. Zur Befestigung des Schleifblattes auf der Grundplatte wird ein zäher, extrem langsam aushärtender, wärmebeständiger und vollständig klebriger Kontaktklebstoff verwendet.
Ein weiterer Vorteil eines erfindungsgemäß ausgestalteten Schleiftellers ist, daß wenn das Schleifblatt auf den Schleifteller aufgebracht ist, die Fäserchen bzw. fasrigen Schlingen mit ihrer gesamten Länge an dem Schleifblatt kleben. Dadurch wird ein deutlich besserer Kontakt zwischen der Oberfläche der Grundplatte und dem Schleifblatt hergestellt. Die Fäserchen bzw. fasrigen Schlingen schaffen somit eine starke Halterung für den Klebstoff, welcher an der Rückseite des Schleifblattes angeordnet ist.
Betrachtet man ein einzelnes, am Schleifblatt festgeklebtes Fäserchen, so kann man feststellen, daß eine bestimmte Kraft, die in Richtung des Fäserchens angreift, nicht in der Lage ist, das Fäserchen vom Schleifblatt abzuziehen. Dies gelingt nicht, weil die am Schleifblatt klebende Fläche recht groß ist und somit diese Verbindung eine große Haft-Scherfestigkeit aufweist. Dahingegen kann dieselbe angewendete Kraft, wenn sie normal zum Schleifblatt angreift, die Fasern bzw. Fäserchen
relativ einfach vom Schleifblatt abziehen, da die die Fasern bzw. Fäserchen haltende Fläche jetzt sehr klein ist.
Der erfindungsgemäße Schleifteller kann noch vorteilhafter ausgestaltet werden, wenn statt der einseitig befestigten Fäserchen fasrige Schlingen verwendet werden. Der Vorteil der Schlingen besteht darin, daß sie auch dann noch am Schleifblatt haften bleiben, wenn eine nicht in Richtung der Schlinge ausgerichtete Kraft dort angreift.
Während des Schleifvorganges wird dieser Effekt sogar noch verstärkt, da dann zusätzlich noch das Schleifblatt auf den fasrigen Belag gedrückt wird. Eine Kraft, die rechtwinklig zur Schleifblattebene am Schleifblatt angreift wird dieses Schleifblatt sehr wohl vom Schleifteller lösen, insbesondere wenn die Kraft am Rand des Schleiftellers zuerst angreift, da in diesem Fall die Fäserchen, bzw. fasrigen Schlingen das Schleifblatt nicht halten können.
Daraus ergibt sich eine hohe Haft-Scherfestigkeit der Klebe-Schlingenverbindung zur sicheren Befestigung des Schleifblattes auf dem Schleifteller während des Schleifvorganges und gleichzeitig eine geringe Haft-Zugfestigkeit der Klebe-Schlingenverbindung um dem Bediener ein einfaches Abziehen des Schleifblattes zu ermöglichen. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist, daß ein zäher, extrem langsam aushärtender, hitzebeständiger und dauerhaft klebriger Kontaktkleber zur Befestigung des Schleifblattes auf dem Schleifteller verwendet wird, der keine Lösungsmittel enthält. Damit wird die Lebensdauer des Schleifblattes erheblich erhöht, da eine Beschädigung bzw. Zersetzung des Trägermaterials des Schleifblattes durch das Lösungsmittel entfällt.
Das Fehlen eines Lösungsmittels im Klebstoff bewirkt außerdem, daß ein rasches Aushärten des Klebestoffes verhindert wird und daß der Klebstoff in einem dauerhaft klebrigen Zustand verbleibt. Weil der Klebstoff sehr zäh ist, kann er in einfacher Weise dünn und gleichmäßig auf die Rückseite des Schleifblattes aufgetragen werden, ohne dabei Tropfen oder örtliche Anhäufungen zu bilden. Außerdem kann der Klebstoff aufgrund seiner hohen Zähigkeit nicht unkontrolliert verlaufen und bleibt deshalb eine lange Zeit in der einmal aufgetragenen, gleichmäßig verteilten Form.
Ein zusätzlicher Vorteil der hohen Zähigkeit des Klebstoffes ist es, daß das Stapeln der Schleifblätter in einem Regal und das Berühren der klebrigen Rückseite des Schleifblattes, z.B. mit den Fingern, ermöglicht wird, weil dieser Klebstoff auf anderen Materialien als den oben beschriebenen nur sehr schlecht klebt.
Ein weiterer Vorteil des zähen Klebstoffes ist es, daß er nicht in den Belag, vorzugsweise aus Velours, hineinkriecht und sich somit auch nicht in die Schlingen einhängt, wie dies andere Klebstoffe tun und deshalb ein einfaches Lösen des Schleifblattes vom Schleifteller ermöglicht wird.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird der Klebstoff ausschließlich auf die Rückseite des Schleifblattes aufgebracht und die Oberfläche des Schleifblattes, insbesondere der Velours, bleibt klebstofffrei. Selbst nachdem das Schleifblatt nach Beendigung der Schleiftätigkeit vom Schleifteller abgezogen wurde, bleibt bis auf einen vernachlässigbaren Rest der gesamt Klebstoff auf dem
Schleifblatt haften. Auf den sauberen und unveränderten Velours des Schleiftellers kann nun sofort und einfach ein neues Schleifblatt aufgeklebt werden.
Während eines SchleifVorganges, insbesondere beim Schleifen mit dickem und grobkörnigem Schleifpapier, kann unter Umständen sehr viel Wärme entstehen, da zwischen dem Schleifblatt und der zu schleifenden Oberfläche eine starke Reibung sehr viel Wärme erzeugt. Aus diesem Grunde sollte der Klebstoff hitzebeständig sein und seine Hafteigenschaften auch bei hohen Temperaturen beibehalten, um das Schleifblatt sicher auf dem Schleifteller halten zu können.
Ein erfindungsgemäß ausgestalteter Schleifteller hat den Vorteil, daß ein hitzebeständiger Klebstoff eingesetzt wird, der darüberhinaus mit zunehmender Temperatur auch seine Haftfähigkeit erhöht und somit einen sicheren Halt des Schleifpapiers und eine hohe Schleifsicherheit und Schleifqualität gewährleistet. Selbst bei Schleifarbeiten, bei denen die Schleifmaschine bis zu 30000 l/min, macht, wird der Klebstoff eines erfindungsgemäß ausgestalteten Schleiftellers durch die hohe Temperatur noch fester und zäher und erhöht somit die Haftfestigkeit deutlich.
Um ein sicheres Schleifen zu gewährleisten, muß ein Klebstoff eingesetzt werden, der bei ansteigender Temperatur zumindest nicht deutlich an Haftfestigkeit verliert. Vorzugsweise sollte jedoch ein Klebstoff eingesetzt werden, der mit zunehmender Temperatur auch an Haftfestigkeit gewinnt.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, daß ein in seiner erfindungsgemäß bevorzugten Form ausgestalteter Schleifteller
den Vorteil hat, daß er über eine erhöhte Haft-Scherfestigkeit verfügt, insbesondere während des SchleifVorganges, wenn das Schleifblatt gegen den Schleifteller gedrückt wird, die bei Erhöhen der Temperatur noch ansteigt. Gleichzeitig ist die Haft-Zugfestigkeit verringert, so daß ein Abziehen des Schleifblattes erleichtert wird. Ein derart ausgestalteter Schleifteller mit lösbar angebrachtem Schleifblatt ist wirtschaftlich, sicher in der Anwendung und einfach zu bedienen.
Eine bevorzugte Ausführungsform eines erfindungsgemäß ausgestalteten Schleiftellers wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht eines erfindungsgemäßen Schleiftellers mit einem daran befestigten Absauggehäuse in teilweise geschnittener Ansicht.
Fig. Ib zeigt eine Seitenansicht einer Ecke des Schleiftellers und des Absauggehäuses von Fig. la.
Fig. Ic zeigt eine Seitenansicht des Schleiftellers und des Absauggehäuses aus Fig. la in Richtung der Pfeile Ic in Fig. la.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht des Schleiftellers und des Absauggehäuses gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. la in geschnittener Darstellung.
Fig. 3 zeigt eine explosionsartige und teilweise geschnittene Darstellung des Schleiftellers von Fig. la.
Fig. 4 zeigt eine vergrößerte Teildarstellung des Schleiftellers von Fig. 3 im Schnitt, entlang der Linie IV in Fig. 3.
Die Fig. la bis Ic stellen einen Schleifteller 1 mit einem daran befestigten Absauggehäuse 2 dar. Schleifteller 1 enthält eine Grundplatte 3, ein Zwischenpolster 4 und ein Schleifblatt 5, welches lösbar an dem Zwischenpolster 4 befestigt ist.
Eine Senkbohrung 6 in der Mitte des Zwischenpolsters 4 grenzt koaxial an eine Durchgangsbohrung 7 in der Mitte der Grundplatte 3 zur Schaffung einer Montageöffnung und zur Aufnahme eines Montagebolzens. Zur Befestigung des Schleiftellers 1 an einer Schleifmaschine mit Staubabsaugvorrichtung wird der Montagebolzen durch die Montageöffnung hindurchgesteckt und im Antriebsfutter der Schleifmaschine befestigt.
Um eine sichere und dichte Verbindung zwischen dem Absauggehäuse 2 und dem Antriebsfutter zu gewährleisten, wurde die Kontaktfläche auf dem Absauggehäuse 2 um den Ansatz 8 vergrößert.
Sowohl die Grundplatte 3 als auch das Vakuumgehäuse 2 sind aus einem harten aber flexiblen und steifen Kunststoffmaterial oder Aluminium hergestellt. Das Zwischenpolster 4 ist fest und dauerhaft auf der Grundplatte 3 befestigt und aus schwammartigem Gummi, insbesondere aus schwammartigem Gummi mit nicht untereinander verbundenen Poren, hergestellt. In der bevorzugten Ausführungsform ist das Zwischenpolster 4 federnd und weil die Poren des schwammartigen Gummis sehr klein sind, ist das Zwischenpolster 4 nur geringfügig verformbar. Es ist auch
möglich, das Zwischenpolster 4 aus Neopren herzustellen. Das Zwischenpolster 4 kann auch weggelassen werden.
Das Absauggehäuse 2 enthält eine Dachwand 9, Seitenwände 10 und Abstandshalter 11. Die Abstandshalter 11 beabstanden das Vakuumgehäuse 2 von der Grundplatte 3 um eine Absaugöffnung um den gesamten Umfang des Schleiftellers 1 zu schaffen. Das Vakuumgehäuse 2 ist mit in den Abstandshalter 11 eingelassenen Schrauben 13 auf der Grundplatte 3 befestigt.
Alle Seiten 14 des Schleiftellers 1 und alle Seitenwände 10 des Absauggehäuses 2 sind geneigt angeordnet um sowohl spitze Kanten 15, 15' als auch spitz zulaufende Spitzen 16 zu bilden. An jeder Seitenwand 10 des Absauggehäuses 2 sind die Teile entfernt worden, die im unteren Teil der Ecken die spitz zulaufende Spitze gebildet haben. Somit wird erreicht, daß der Schleifteller 1 viel tiefer in Ecken oder schwer zugänglichen Stellen hineinreichen kann um einen ordnungsgemäßen SchleifVorgang durchzuführen. Die Nasen können selbstverständlich auch von Anfang an weggelassen werden.
Die Seitenwände 10 sind an die Dachwand 9 angeformt und parallel zu den spitz zulaufenden Kanten einer jeden Seite des Schleiftellers 1 angeordnet, um so eine umlaufende Absaugöffnung 12 zu schaffen.
Ist der Schleifteller 1 auf die Schleifmaschine montiert, so kann das Schleifblatt 5 auf das Zwischenpolster 4 aufgebracht werden. In der bevorzugten Ausführungsform ist ein Belag 17 aus Velours fest auf dem Zwischenpolster 4 befestigt, wie die Fig. 3 und 4 zeigen. Der sehr weiche und zusammendrückbare Velours 17 enthält eine große Anzahl von Fasern 18, Fäserchen
19 bzw. fasrigen Schlingen 20. Die Fasern 18, die Fäserchen sowie die fasrigen Schlingen 20 sind mit einem Ende fest auf dem Zwischenpolster 4 befestigt und ihr anderes Ende ist frei beweglich zur Schaffung des weichen und zusammendrückbaren Velourbelages 17.
Fig. 4 zeigt einen Teil des Schleiftellers 1 vergrößert zur deutlicheren Darstellung der Fasern 18, der Fäserchen 19 und der fasrigen Schlingen 20.
Das an den Schleifteller 1 angebrachte Schleifblatt 5 kann aus einem beliebigen Material gefertigt sein, beispielsweise aus Papier, Leinen, Fiber, harzverstärktem Stoff, Segeltuch oder dergleichen. Es kann feinkörniges oder grobkörniges oder jedes andere Schleifpapier eingesetzt werden, solange es auf seiner Rückseite mit einem lösungsmittelfreien, zähen, extrem langsam aushärtenden, hitzebeständigen und ständig klebrigen Kontaktklebstoff 21 versehen ist, der vorzugsweise seine Haftfestigkeit mit ansteigender Temperatur erhöht.
Um das Schleifblatt 5, welches den oben beschriebenen Klebstoff 21 auf seiner Rückseite hat, auf dem Schleifteller 1 sicher zu befestigen, wird das Schleifblatt 5 paßgenau auf den Schleifteller 1 aufgelegt und anschließend angedrückt. Das Schleifblatt 5 ist nun lösbar und wiederbefestigbar auf dem Schleifteller 1 befestigt.
Während des Schleifvorganges wird das Schleifblatt 5 ständig gegen den Schleifteller 1 gedrückt und somit wird gewährleistet, daß alle Fasern 18, Fäserchen 19 bzw. fasrigen Schlingen 20 mit ihrer gesamten Länge an der dauernd klebrigen Rückseite des Schleifblattes 5 festkleben. Weil der Klebstoff 21
hitzebeständig ist und mit steigender Temperatur noch besser klebt, ist gewährleistet, daß das Schleifblatt 5 sich nicht unbeabsichtigt löst, selbst während eines extremen SchleifVorganges unter Verwendung von grobkörnigem Sandpapier.
Nachdem der Schleifvorgang beendet ist oder wenn das Schleifblatt 5 ausgetauscht werden muß, braucht der Bediener das Schleifblatt 5 lediglich an einer Seite oder Ecke anfassen und kann das Schleifblatt 5 dann einfach vom Schleifteller 1 abschälen.
Ist das Schleifblatt 5 vom Schleifteller 1 abgenommen, so bleibt kein Klebstoffrest auf dem Velours 17 zurück, so daß jegliches Reinigen oder Bearbeiten des Zwischenpolsters 4 vor dem Anbringen eines neuen Schleifblattes überflüssig wird. Ein neues oder auch dasselbe Schleifblatt 5 kann nun problemlos angebracht werden.
Solch ein einfacher und bequemer Austausch des Schleifblattes 5 ist eine große Vereinfachung und Hilfe für jeden Bediener einer Schleifmaschine.
Erfindungsgemäß ist es nicht notwendig, den Schleifteller dreieckig auszubilden. Dies ist jedoch vorteilhaft. Es ist ebenso möglich, viereckige, fünfeckige, sechseckige usw. Schleifteller zu verwenden. Auch ist es möglich, einen Schleifteller mit nur einer oder zwei erfindungsgemäß ausgestalteten Ecken zu verwenden.

Claims (13)

Schutzansprüche
1. Schleifteller der, im wesentlichen viereckig geformt ist, wobei ein entsprechend dem Schleifteller (1) ausgestaltetes, aus einer Dachwand (a) und mehreren Seitenwänden (10) bestehendes Absauggehäuse (2) an dem Schleifteller (1) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens eine Seitenwand (1) derart geneigt an der Dachwand (a) angeordnet ist, daß sie mit dieser einen stumpfen Winkel bildet und an jeder Ecke, an der zwei Seitenwände (10) aufeinandertreffen, die der Dachwand (9) abgewandte Spitze jeder Seitenwand (10) ausgespart ist.
2. Schleifteller nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Grundplatte (3), ein Zwischenpolster (4) und Mittel zur Befestigung eines Schleifblatts (5), wobei die Seitenwände zumindest des Zwischenpolsters (4) derart geneigt sind, daß ein spitzkantiger Schleifteller (1) mit spitz zulaufenden Ecken entsteht.
3. Schleifteller nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Grundplatte (3) als auch das Zwischenpolster (4) kleiner sind als das Schleifblatt
4. Schleifteller nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifteller (1) sowie das Absauggehäuse (2) dreieckig geformt sind.
5. Schleifteller nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf der dem Schleifblatt (5) zugewandte Seite des Schleiftellers (I) ein Belag (17) mit einer Vielzahl von Fasern (18) oder Fäserchen (19) aufgebracht ist.
6. Schleifteller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die Fasern (18) bzw. Fäserchen (19) mit einem Ende fest mit dem Schleifteller (1) verbunden sind und daß ihr anderes Ende frei beweglich ist.
7. Schleifteller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fasern (18) bzw. Fäserchen (19) mit beiden Enden fest mit dem Schleifteller (1) verbunden sind, wobei der Teil zwischen den befestigten Enden der Fasern (18) bzw. Fäserchen (19) lose ist, zur Ausbildung von faserigen Schlingen (20).
8. Schleifteller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Belag (17) aus Velour ist.
9. Schleifteller nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schleifblatt (5) mittels einem zähen, sehr langsam aushärtendem, hitzebeständigem Kontaktkleber (21) auf dem Schleifteller (1) befestigt ist.
10. Schleifteller nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff seine Eigenschaften mit ansteigender Temperatur im wesentlichen beibehält.
11. Schleifteller nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Haftfestigkeit des Klebstoffes (21) mit ansteigender Temperatur erhöht.
12. Schleifteller nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff (21) auf dem Schleifblatt (5) verbleibt, nachdem das Schleifblatt (5) von der Grundplatte (3) abgezogen wurde.
13. Schleifteller nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleifblatt (5) aus Papier, Leinen, Fiber, harzverstärktem Stoff, Segeltuch oder dergleichen hergestellt ist.
DE9205338U 1991-12-15 1992-04-17 Vieleckig geformter Schleifteller Expired - Lifetime DE9205338U1 (de)

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