DE2600866A1 - Neue penicillin-derivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel - Google Patents
Neue penicillin-derivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittelInfo
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Description
Brentford, Middlesex (Grossbritannien)
"Neue Penicillin-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel"
Priorität: 17. Januar 1975, Grossbritannien, Nr. 2021/75 17. Juni 1975, Grossbritannien, Nr. 25669/75
16. August 1975, Grossbritannien, Nr. 3^182/75
Die Erfindung betrifft eine neue Klasse von Penicillinen, die eine antibakterielle Wirksamkeit besitzen und wertvoll bei der
Behandlung von Infektionen bei Menschen, Tieren und Geflügel sind, die von einem weiten Bereich gramnegativer Organismen
hervorgerufen worden sind.
Insbesondere betrifft die Erfindung neue 6-Methoxy- o(-carboxypenicilline.
Ferner bilden Gegenstände vorliegender Erfindung Verfahren zur Herstellung dieser neuen Penicillin-Derivate sowie
diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel. ·■
In der GB-PS 1 339 007 sind unter anderem in 6-Stellung sub-
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stituierte Acylamino-penicilline der allgemeinen Formel A
genannt:
RA-N
H Rn
I B
(A)
in der R. ein Acylrest ist, Rß die Hydroxy-, Mercapto-,
Nitril-, Carboxy-, eine substituierte oder nicht substituierte Methoxy-, Äthoxy-, Methyl-, Äthyl-, Methylthio- oder Äthylthio-Gruppe,
einen Carbamoyloxy-; Carbamoylthio-, Alkanoyloxy- oder
Alkanoylthxorest mit jeweils 1 bis 6 Kohlenstoffatomen im Alkanrest oder ein Derivat der Carboxygruppe, wie die Carbamoylgruppe
bedeutet und Rc ein Wasserstoffatom, einen pharmakologisch
verträglichen Esterrest oder ein Kation darstellt.
In der Beschreibung dieser Patentschrift ist als oC-carboxysubstituierter
Acylrest R«j der besonders erwähnt ist, nur die 2-Carboxy-phenylacetamido-Gruppe genannt. Besondere Beispiele
einer derartigen Seitenkette sind mit den folgenden Resten Rß
aufgeführt: mit der Methyl-, Nitril-, Aminomethyl- und der 2-Carboxy-2-aminoäthoxy-Gruppe. Es ist nichts offenbart über
ein 6-methoxy-substituiertes Penicillin mit einer 0(-carboxysubstituierten
Acyl-Seitenkette.
In dem Abstract Nr. 368 des "Program and Abstracts of the l^th Interscience Conference on Antimicrobial Agents and
Chemotherapy" die vom 11. bis 13. September 197^ in San Francisco,
Kalifornien (V.St.A.). gehalten worden ist, ist lediglich über
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ein einziges 6-Methoxy-penicillin der vorstehenden allgemeinen
Formel (a) berichtet worden, nämlich über die 6-0(-Methoxy-•6ß-(2-carboxphenylacetamido)-penicillansäurs.
Es ist jetzt gefunden worden, dass eine kleine Klasse von 6-Methoxy- (X-carboxy-penicillinen, eine starke antibakterielle
Wirksamkeit besitzt im Vergleich zu der in der GB-PS 1 339
beschriebenen grossen Klasse von Verbindungen und auch im Vergleich zur 6o(-Methoxy-6ß-(2-carboxyphenyl-acetamido)-penicillansäure.
Gegenstand vorliegender Erfindung sind demzufolge Verbindungen der allgemeinen Formel I
R.CH.CO.M CO2R1
in der R die 2- oder 3-Thienylgruppe ist, R ein Wasserstoffatom
oder ein ein pharmakologisch verträgliches Salz lieferndes
2
Ion bdeutet und R für ein Wasserstoffatom, für ein ein pharmakologisch verträgliches Salz lieferndes Ion oder für einen pharmakologisch verträglichen, in vivo hydrolysierbaren Esterrest steht.
Ion bdeutet und R für ein Wasserstoffatom, für ein ein pharmakologisch verträgliches Salz lieferndes Ion oder für einen pharmakologisch verträglichen, in vivo hydrolysierbaren Esterrest steht.
Geeignete, ein Salz liefernde Ionen für die Reste R1 und R
sind Metallionen, z.B. Ionen des Aluminiums der Alkalimetalle, wie-Natrium oder Kalium, der Erdalkalimetalle, wie des Calciums
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oder Magnesiums, sowie Ionen des Ammoniums oder des substituierten
Ammoniums, z.B. solche von niederen Alkylaminen, wie Triäthylamin,von
niedermolekularen Hydroxyalkylaminen, wie 2-Hydroxyäthylamin, Bis-(2-hydroxyäthyl)-amin oder Tri-(2-hydroxyäthyl)-amin,
von Cycloalkylaminen, wie Bicyclohexylamin, oder Ionen
von Procain, Dibenzylamin, Ν,Ν-Dibenzyläthylendiamin, 1-Ephenamin,
N-Äthyl-piperidin, N-Benzy'1-ß-phenäthylamin, Dihydro-abietylamin,
Ν,Ν'-Bis-dehydro—abietyläthylendiamin oder
Ionen von Basen des Fyridintyps, wie Pyridin, Collidin oder
Chinolin, oder Ionen anderer Amine, die zur Bildung von Salzen mit Benzylpenicillinen verwendet worden sind.
In vivo hydroIysierbare, pharmakologisch verträgliche Estor-
1 2
reste für die Reste R und R sind solche, die im menschlichen Körper unter Bildung der Stammsäure hydrolysieren. Geeignete Beispiele umfassen Acyloxyalkyl-Reste, wie die Acetoxymethyl-, Trimethylacetoxymethyl-, <¥-Acetcxyäthyl-, c<-Acetoxybenzyl- und die tf-Trimethylacetoxyäthyl-Gruppen, ferner Alkoxycarbonyloxyalkyl-Reste, wie die fithoxycarbonyloxymethyl- und die O(-Äthoxy-carbonyloxyäthyl-Gruppe, ferner Lactone, Thiolactone und Dithiolactone, d.h. Estergruppen der allgemeinen Formel
reste für die Reste R und R sind solche, die im menschlichen Körper unter Bildung der Stammsäure hydrolysieren. Geeignete Beispiele umfassen Acyloxyalkyl-Reste, wie die Acetoxymethyl-, Trimethylacetoxymethyl-, <¥-Acetcxyäthyl-, c<-Acetoxybenzyl- und die tf-Trimethylacetoxyäthyl-Gruppen, ferner Alkoxycarbonyloxyalkyl-Reste, wie die fithoxycarbonyloxymethyl- und die O(-Äthoxy-carbonyloxyäthyl-Gruppe, ferner Lactone, Thiolactone und Dithiolactone, d.h. Estergruppen der allgemeinen Formel
- CO.O. - CH - Z1
X« - C = Y1
in der X1 und Y' Sauerstoff- oder Schwefelatome sind und Z' die
Äthylengruppe oder eine 1,2-Phenylenp;ruppe bedeutet, die gegebenenfalls
durch Halogenatome oder Uitro- oder niedere Alkoxyreste substituiert ist.
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Bevorzugte Esterreste sind die Phthalid- und die 5jö-Dimethoxyphthalid-Ester.
Besondere Verbindungen geraäss vorliegender Erfindung sind:
6ß-(2-Carboxy-2-thien-3'-yl-acetamido)-60(-methoxy-penicillansäure
6ß-(2-Carboxy-2-thien-2 f-yl-acetamido)-6o^-methoxy-penicillansäure.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können dadurch hergestellt
werden, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel III
H2N
-N
-CH
3 (in)
CO2R'
in der R ein Wasserstoffatom oder eine Schutzgruppe für die Carboxylgruppe ist, oder deren N-Silyl- oder N-phosphoryliertes
Derivat mit einem N-acylierenden Derivat einer Säure der allgemeinen
Formel IV
R - CH.CO9H
irr der R die vorstehend angegebenenen Bedeutungen besitzt f
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umsetzt und danach, falls erforderlich, eine oder mehrere der nachstehenden Stufen' durchführt:
1) Abspalten der SiIy1- oder Phosphoryl-Gruppen durch Hydrolyse
oder Alkoholyse;
2) Abspalten der Schutzgruppe an der Carboxylgruppe;
3) überführen der erhaltenen Verbindung in ein Salz oder einen
Ester.
Der hier verwendete Ausdruck "N-Silyl-Derivat" einer Verbindung
der allgemeinen Formel III bedeutet ein Produkt aus der Umsetzung der 6-Aminogruppe der Verbindung der allgemeinen Formel III mit
einem Silylierungsmittel mit einem Halogensilan oder einem Silazan der nachstehenden allgemeinen Formeln
L Si U; L2 Si U2; L Si NL2;
L, Si NH Si L ;· L Si.NH.COL; L Si.NH.CO.NH.Si L,;
L NH.CO.NH.Si L,; LCOSi L, \
NSiL3
in denen U ein Halogenatom ist und die verschiedenen Reste L, die
gleich oder verschieden sein können,Wasserstoffatome oder Alkyl-,
Alkoxy-, Aryl- oder Aralkylreste sind. Vorzugsweise werden als
Silylierungsmittel Silyl-chloride, insbesondere Trimethylchlorsilan,
verwendet.
Der Ausdruck "N-phosphoryliertes Derivat" einer Verbindung der
allgemeinen Formel III wird zur Veranschaulichung von Verbindungen verwendet, bei denen die 6-Aminogruppe der Verbindung der allgemeinen
Formel III substituiert ist mit einer Gruppe der allge-
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meinen Formel
-P-Ra
in der R ein Alkyl-, Halogenalkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Alkoxy-,
et
Halogenalkoxy-, Aryloxy-, Aralkyloxy-- oder Dialkylamino-Rest ist
und R. die gleiche Bedeutung wie R hat oder ein Halogenatom bedeutet, wobei auch R und R, zusammen einen Ring bilden können.
Geeignete Schutzgruppen für die Carboxylgruppe -COpRx in den
'■ Formeln III und IV schliessen Salze, Ester und Anhydride von Carbonsäuren ein. Vorzugsweise verwendet man Derivate, die in
einer späteren Stufe der Reaktion glatt und in einfacher Weise abgespalten werden können. Zweckmässige Salze sind tertiäre
Aminsalze, wie solche mit Tri-(niederalkyl)-amineu, ferner N-Äthyl-piperidin,
2j6-Lutidin, Pyridin, N-Methy!pyrrolidin und
Dimethylpiperazin. Bevorzugt wird das Salz mit Triäthylamin.
Geeignete Esterreste der Formel -CO-R bind:
i) -COOCR R,R , wobei'mindestens einer der Reste R , R. oder
ede cd
R ein Elektronendonator ist, z.B. die p-Methoxyphenyl-,
2,ll,6-Trimethylphenyl-, 9-Anthryl-, Methoxy-, Acetoxy-,
Methoxymethyl-, Benzyl- oder die Fur-2-yl-Gruppe. Die
übrigen Reste R , R,oder R können Wasserstoffatome oder
C Cl 6
organische Reste sein. Geeignete Esterreste dieses Typs sind die p-Methoxybenzyloxycarbonyl-, 2,i!,6-Trimethylbenzyloxycarbonyl-,
Bis-(p-methoxyphenyl)-methoxyCarbonyl-, 3,5-Di-tert.
-butyl-'J-hydroxybenzyloxycarbonyl-, Methoxymethoxycarbonyl-
und die Benzyloxycarbonyl-Gruppe;
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ii) -COOCR R,R , wobei mindestens einer der Reste R , R, oder
R eine Elektronen anziehende Gruppe ist, z.B. die Benzoyl-, p-Nitrophenyl-, 4-Pyridyl-, Trichlormethyl-,
Tribrommethyl-, Jodmethyl-, Cyanomethyl-, Äthoxycarbonylmethyl-,
Ar-ylsulfonylmethyl-, 2-Dimethyl-sulfoniumäthyl-,
o-Nitrophenyl- oder die Nitril-Gruppe. Die übrigen Reste
R , R, oder R können Wasserstoffatome oder organische Reste ede
sein. Geeignete Ester dieses Typs sind die Benzoylmethoxycarbonyl-,
p-Nitrobenzyloxycarbonyl-, ^-Pyridylmethoxycarbonyl-,
2,2,2-Trichioräthoxycarbonyl- und die 2,2,2-Tribromäthoxycarbonyl-Ester;
iii) -COOCR R,R , wobei mindestens zwei der Reste R , R, oder R
ede cd e
Kohlenwasserstoffreste sind, wie Alkylreste, z.B. die Methyloder Äthylgruppe, Arylreste, z.B. die Phenyl gruppe, während
der verbleibende Rest R , R, oder R - so vorhanden - ein
cd e
Wasserstoffatom ist. Geeignete Ester dieses Typs sind der tert.-Butyloxycarbonyl-, tert.-Amyloxycarbonyl-, Diphcnylmethoxycarbonyl-
und der Triphenylmethoxycarbonyl-Ester; iv) -COORf, wobei Rf die Adamantyl-, 2-Benzyloxyphenyl-, JJ-Methylthiophenyl-,
Tetrahydrofur-2-yl-, Tetrahydropyran-2-yl- oder die Pentachlorphenyl-Gruppe ist;
v) Silyloxycarbonyl-Reste, die durch Umsetzung eines Silylierungsmittels,
wie es vorstehend beschrieben worden ist, mit einer
Carboxylgruppe erhältlich sind;
vi) -CO_P.R R, , wobei R und R, die vorstehend angegebenen Bedeu-2ab
ab
tungen besitzen; oder
vii) ein in vivo hydrolysierbarer Esterrest, wie er vorstehend beschrieben
worden ist.
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Aus den vorstehend aufgeführten Estern kann die Carboxylgruppe nach üblichen Verfahren wieder hergestellt werden, z.B. mittels
einer mit Säure und Base katalysierten Hydrolyse oder mittels einer enzymatisch katalysierten Hydrolyse. Des weiteren können
• *
die nachstehenden Verfahren zur Spaltung angewendet werden: Umsetzung mit Lewis-Säuren, wie Trifluoressigsaure, Ameisensäure,
Salzsäure in Essigsäure, Zinkbromid in Benzol und wässrige Lösungen oder Suspensionen von Quecksilber(II)-Verbindungen. Die Reaktion
mit einer Lewis-Säure kann durch Zusatz einer r.ucleophilen Verbindung, wie Anisol, erleichtert werdenJ
Reduktion mit Systemen, wie Zink/Essigsäure, Zink/Ameisensäure, Zink/niedermolekularer Alkohol, Zink/Pyridin, Holzkohle mit
Palladium und Wasserstoff sowie Natrium und flüssiger Ammoniak, Angriffsmittel nucleophiler Verbindungen, wie solcher, die
nucleophile Sauerstoff- oder Schwefelatome enthalten, z.B. Alkohol, Mercaptane und Wasser, ferner oxidative Verfahren, z.B.
solche, die Wasserstoffperoxyd und Essigsäure verwenden; sowie Angriff durch Strahlung.
Bei den vorgenannten Verfahren wird ein reaktionsfähiges N-acylierendes
Derivat der Säure der allgemeinen Formel IV eingesetzt. Die entsprechende Wahl eines reaktionsfähigen Derivats
wird natürlich von der chemischen Natur der Substituenten der Säure beeinflusst.
Geeignete N-acylierende Derivate sind Säurehalogenide, vorzugsweise
die Säurechloride oder -bromide. Die Acylierung mit einem Säurehalogenid kann in Gegenwart eines säurebindenden
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Mittels, z.B. eines tertiären Amins, wie Ti-iäthylamin oder Dimethylanilin,
einer anorganischen Base, wie Calciumcarbonat oder Natriumbicarbonat, oder eines Oxirans bewirkt werden, das den bei
der Acylierung freigesetzten Halogenwasserstoff bindet. Bei den
Oxiranen handelt es sich vorzugsweise um 1,2-Alkylenoxide mit
2 bis 6 Kohlenstoffatomen, wie Äthylenoxid oder Propylenoxid. Die Acylierung unter Verwendung eines Säurehalogenids kann bei
einer Temperatur von -50 bis +500C, vorzugsweise von -20 bis +30 C,
in einem wässrigen oder nicht-wässrigen Medium, wie wässrigem Aceton, Äthylacetat, Dimethy!acetamid, Dimethylformamid, Acetonitril,
Dichlormethan, 1,2-Dichloräthan oder deren Gemischen
durchgeführt werden. Gegebenenfalls kann man die Reaktion auch noch in einer instabilen Emulsion eines mit Wasser nicht mischbaren
Lösungsmittels durchführen, insbesondere eines aliphatischen Esters oder Ketons, wie Methylisobutylketon oder Butylacetat.
Das Säurehalogenid kann durch Umsetzen der Säure der allgemeinen Formel IV oder deren Salz mit einem Halogenierungsmittel, z.B.
einem Chlorierungs- oder Bromierungsmittel, wie Phosphorpentachlorid,
Thionylchlorid oder Oxalylchlorid, hergestellt werden.
Des weiteren kann das N-acylierende Derivat der Säure der allgemeinen
Formel IV ein symmetrisches oder gemischtes Anhydrid sein. Geeignete gemischte Anhydride sind Alkoxyameisensäureanhydride
oder Anhydride mit z.B. Carbonsäuremonoestern, Trimethy!essigsäure,
Thioessigsäure, Diphenylessigsäure, Benzoesäure, Phosphorsäuren, wie phosphoriger oder Phosphorsäure, " Schwefelsäure oder
aliphatischen oder aromatischen Sulfonsäuren, wie p-Toluolsulfcn-
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r- 11 -
säure. Die gemischten oder symmetrischen Anhydride können in situ erzeugt werden. Z.B. kann ein gemischtes Anhydrid unter Verwendung
von N-Äthoxy-carbonyl-2-äthoxy-l,2-dihydrochinolin hergestellt
werden. Wenn ein symmetrisches Anhydrid eingesetzt werden soll, kann die Reaktion in Gegenwart von 2,4-LUtIdIn als Katalysator
durchgeführt werden.
Weitere N-acylierende Derivate der Säure der allgemeinen Formel
IV sind Säureazide oder aktivierte Ester, wie Ester mit Cyanomethanol,
p-Nitrophenol, 2^-Dinitrophenol, Thiophenol,
Halogenphenol, einschliesslich Pentachlorphenol, Monomethoxyphenol
oder 8-Hydroxychinolin, oder Amide, wie N-Acylsaccharine oder N-Acy!phthalimide, ferner Alkyliden-iminoester, die durch
Umsetzen einer Säure der allgemeinen Formel IV mit einem Oxim hergestellt worden sind. Ein weiterer aktivierter Ester ist das
KetensäureChlorid einer Malonsäure der allgemeinen Formel IV,
der unmittelbar die 0(-Carboxyverbindung liefert.
Einige aktivierte Ester, z.B. die mit 1-Hydroxybenztriazol oder
N-Hydroxysuccinimid gebildeten Ester, können in situ durch Umsetzen der Säure mit einer entsprechenden Hydroxyverbindung in
Gegenwart eines Carbodiimids, vorzugsweise von Öicyclohexylcarbodiimid,
hergestellt werden.
Andere reaktionsfähige N-acylierende Derivate der Säure der allgemeinen
Formel IV sind reaktionsfähige Zwischenprodukte, die
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durch.Umsetzen in situ mit einem Kondensierungsmittel hergestellt
sind, wie einem Car.bodiimid, z.B. N,N-Diäthyl-, Dip ropy 1- oder Diisopropylcarbodiimid, NjN'-Dicyclohexylcarbodiimid^ oder
N-Äthyl-N'- y-dimethylaminopropylcarbodiimid oder mit einer
geeigneten Carbonylverbindung, z.B. N,N'-Carbonyldiimidazol
oder Ν,Ν'-Carbonylditriazol, oder mit einem Isoxaliniumsalz,
z.B. N-Äthyl-5-phenyl-isoxazolinium-3-sulfonat oder N-tert,-Butyl-5-methylisoxazolinium-perchlorat,
oder mit einem N-Alkoxycarbonyl-2-alkoxy-l,2-dihydrochinolin,
wie N-Äthoxycarbonyl-2-äthoxy-l,2-dihydrochinolin.
Andere Kondensationsmittel sind Lewis-Säuren, z.B. BBr,/CgHg, oder Kondensationsmittel auf
Basis von phosphorigen Säuren, wie Diäthylphosphorylcyanid. Die Kondensation wird vorzugsweise in einem organischen Reaktionsmedium durchgeführt, z.B. Methylenchlorid, Dimethylformamid,
Acetonitril, Alkohol, Benzol, Dioxan oder Tetrahydrofuran.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel III können z.B. nach der.
von Jen et al. in J.Org.Chem._38 (1973), Seite 2857 beschriebenen
Verfahren aus einem Ester eine Verbindung der Formel
SCH-, CH,
H2N
CK,
CO2H
hergestellt werden, wobei diese Verbindung zuerst aus der entsprechenden 6-Isocyano-Verbindung hergestellt wird, die in
der DT-OS 2 H07 000 beschrieben ist.
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Verbindungen der allgemeinen Formel I können auch dadurch hergestellt
werden, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel VI
CH
-N
CE
(Vl)
co2ir
oder ein Carbcinion der allgemeinen Formel VI A
R — CH — COpR (VI A)
in der"Rx die bei der Verbindung der allgemeinen Formel III
angegebene Bedeutung besitzt, mit einer Säure der allgemeinen Formel IV umsetzt und danach erforderlichenfalls eine oder
mehrere der nachstehenden Stufen durchführt:
1) Abspalten der Schutzgruppe an der Carboxylgruppe,
2) überführen der erhaltenen Verbindung in ein Salz oder
in einen Ester-.
Diese Umsetzung wird vorzugsweise bei einer Temperatur von -10 bis +5O0C in einem inerten organischen Lösungsmittel,
wie Methylendichlorid, in Gegenwart eines basichen Katalysators, wie Triäthylamin, Pyridin oder einer stickstoffhaltigen
aromatischen mono- oder bicyclischen Verbindung, wie 4-Methoxy-(dimethylamino)-pyridin,
1-Methyl-benzimidazol oder Imidazo-/T,2-a7pyridin,
durchgeführt.
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Ein drittes Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I besteht darin, dass man
a) die in 3-Stellung der 6c< -Methoxy-öß-aeylamino-penicillansäure
stehende/
/Carboxylgruppe mit einer Schutzgruppe blockiert,
b) die erhaltene Verbindung unter Bildung einer Imino-Bindung
am 6-Aminostickstoffatom reagieren lässt, ■
c) danach die erzeugte Verbindung zur Einführung der Gruppe QR-, am Iminokohlenstoffatom reagieren lässt, in der Q ein
Sauerstoff-, Schwefel-oder Stickstoffatom ist und R^ einen
Alkylrest mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen oder einen Aralkylrest mit 7 bis I^ Kohlenstoffatomen bedeutet, und hierbei
einen Iminoäther, Iminothioäther oder ein Amidin bildet,
d) dann die erhaltene Verbindung mit einem N-acylierenden
Derivat einer Säure der allgemeinen Formel IV umsetzt,
e) das Umsetzungsprodukt mit Wasser oder Alkohol behandelt und
f) im Anschluss daran, falls erforderlich, einen oder beide der nachstehenden Stufen durchführt:
1) Abspalten der Schutzgruppe an der Carboxylgruppe,
2) überführen der erhaltenen Verbindung in ein Salz oder
einen Ester.
Bei dem vorgenannten" Verfahren wird nach dem Schutz der in 3-Stellung stehenden Carboxylgruppe die geschützte Penicillansäure
mit einem Mittel unter Bildung einer "Iminobindung am
6-Aminostickstoffatom umgesetzt. Vorzugsweise wird ein Iminohalogenid
der allgemeinen Formel VII
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OCH-v ρττ
- s
R0 - C = N
Hal
•Ν
CH.
3 (VII)
0 C02RX
gebildet, In der R° der Rest einer organischen Acylamino-Seitenkette
des Penicillins ist, Rx die Schutzgruppe bedeutet und Hai
ein.Halogenatom darstellt. Ein geeignetes Mittel zur Herstellung
eines Iminohalogenids ist ein Säurehalogenid in Gegenwart eines Säure bindenden Mittels, wie eines tertiären Amins, z.B. Pyridin,
Triäthylamin oder Ν,Ν-Dimethylanilin. Beispiele von zweckmässigen
Säurehalogeniden sind Phosphorpentachlorid, Phosgen, Phosphorpentabromid,
PhosphoroxyChlorid, Oxalylchlorid und p-Toluolsulfonsäure-chlorid.
Phosphorpentachlorid und PhosphoroxyChlorid werden bevorzugt. Die Reaktion kann unter Kühlen, vorzugsweise
bei Temperaturen von 0 bis -300C durchgeführt werden, wenn
Phosphorpentachlorid eingesetzt wird. Die Menge an tertiärem Amin beträgt vorzugsweise 3 bis 5 Mol je Mol Phosphorpentachlorid.
Bevorzugt wird auch die Verwendung von Phosphorhalogenid in einem leichten Überschuss gegenüber der Ausgangsverbindung.
Die erhaltenen Iminoverbindungeη werden dann zur Einführung
der QRf-Gruppierung an dem Iminokohlenstoffatom behandelt. Hierbei
wird eine Verbindung der allgemeinen Formel VIII hergestellt.
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R0 - C = N
.3 s 3
QR.
_ CH.
3 (VIII)
in^der R , Q, R_ und R die vorstehend angegebenen Bedeutungen
besitzen.
Dieses Verfahren wird vorzugsweise durch Umsetzen eines Iminohalogenids
mit einem entsprechenden Alkohol durchgeführt. Beispiele zweckmässiger Alkohole zur Umsetzung mit einem Iminohalogenid
sind aliphatische Alkohol mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise 1 bis 5 Kohlenstoffatomen, wie Methanol,
Äthanol, Propanol, Isopropanol, Amylalkohol und Butylalkohol, ferner Aralkylalkohole,wie Benzylalkohol und 2-Phenyl-äthanol-l.
Die Umsetzung "eines Alkohols- mit einem Iminohalogenid wird vorzugsweise in Gegenwart eines Säure bindenden Mittels durchgeführt,
wie eines tertiären Amins, vorzugsweise Pyridin. Gewöhnlich erfolgt die Durchführung der Reaktion ohne ein
Isolieren des Iminohalogenids aus dem Reaktionsgemisch.
Danach wird die Verbindung der allgemeinen Formel VIII einer Umsetzung mit einem N-acyl-ierenden Derivat einer Säure der
allgemeinen Formel IV unterworfen. Die vorstehenden Ausführungen hinsichtlich des N-acylierenden Derivats und der zur
Durchführung der Acylierung erforderlichen Bedingungen haben
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auch im vorliegenden Falle Gültigkeit. Insbesondere wird die Anwesenheit eines tertiären Amins, wie Pyridin oder N,N-Dimethylanilin,
im Reaktxonsgemisch bevorzugt. Das bei der Umsetzung erhaltene Acylierungsprodukt hat die allgemeine^
Formel IX
QRf
OCH7;
R - CH - CO - N
I *
CO2R1 0 ^
(ix)
CH,
CO2R
Schliesslich wird die Additionsverbindung der allgemeinen Formel IX mit Wasser oder Alkohol behandelt. Die Wasserbehandlung
kann zusammen mit einer Isolierung der gewünschten Verbindung durchgeführt werden. D.h., es wird Wasser oder eine
wässrige gesättigte Natriumchloridlösung zu der Verbindung der allgemeinen Formel IX gegeben und dann die gebildete
wässrige Schicht von der organischen Schicht abgetrennt.
Gegebenenfalls kann man eine Verbindung der allgemeinen Formel IXA
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R0
I (IXA)
CH - V
R - CH - CO - N
I A
c.
in der R, R0, RX und R die bei der allgemeinen Formel V angegebenen
Bedeutungen besitzen und V der Rest des N-acylierenden Derivats der Säure der allgemeinen Formel IV ist, z.B. ein
Halogenatom oder die Hydroxy-, Acyloxy-, Aryloxy-, Amino-, Nitrilo-oder Azido-Gruppe, durch Umsetzen des entsprechenden
N-acylierenden Derivats der allgemeinen Formel IV mit einer Schiffschen Base herstellen, die durch Umsetzen von
6 ^-Metnoxy-öß-amino-penicillansäure., bei der die Carboxylgruppe
geschützt sein kann, mit einem Aldehyd der allgemeinen Formel R°.CHO gebildet worden ist. Die Verbindung der allgemeinen
Formel IXA kann dann zur Verbindungen der allgemeinen Formel I mit Wasser gegebenenfalls in Gegenwart einer Säure
oder Base hydrolysiert werden.
Ein weiteres Verfahren zur Herstellung der Verbindung der allgemeinen Formel I besteht in der Hydrolyse eines N-Acylbenzyl-6
0(-methoxy-penicillins der allgemeinen Formel X
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Fh.CH0.CO
2I
R-CH-CO-N
OCH, CK, ; 3 S-
CH,
(X)
χ 1
in der R, R und R die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen. Die Hydrolyse kann durch eine Säure oder Base oder durch ein Enzym, wie mit Hilfe von Penicillin-acylase, katalysiert werden. Die Verbindung der allgemeinen Formel X kann entweder aus einer Aminohalogenid-Verbindung der vorstehenden allgemeinen Formel VII durch Umsetzung mit einem Salz einer Säure der a3lgemeinen Formel IV oder durch die Einwirkung eines Säurehalogenids einer Säure :der allgemeinen Formel IV auf ein 6-N-Alkalimetall-Derivat des 6c<-Methoxybenzyl-penicillins oder seines 6-N-Trimethylsilyl-Derivats erfolgen.
in der R, R und R die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen. Die Hydrolyse kann durch eine Säure oder Base oder durch ein Enzym, wie mit Hilfe von Penicillin-acylase, katalysiert werden. Die Verbindung der allgemeinen Formel X kann entweder aus einer Aminohalogenid-Verbindung der vorstehenden allgemeinen Formel VII durch Umsetzung mit einem Salz einer Säure der a3lgemeinen Formel IV oder durch die Einwirkung eines Säurehalogenids einer Säure :der allgemeinen Formel IV auf ein 6-N-Alkalimetall-Derivat des 6c<-Methoxybenzyl-penicillins oder seines 6-N-Trimethylsilyl-Derivats erfolgen.
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Ein weiteres Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I besteht darin, dass man eine Verbindung
der allgemeinen Formel XIII
CK. co. nh
i (XIII) CO2RJ J " '
CH
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in der R, R und R die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen
und R ein niederer Alkylrest oder die Benzylgruppe ist, bei -25 bis -8O0C mit Chlor oder Brom reagieren lässt und anschliessend
das erhaltene Halogen-sulfoniumhalogenid
A) mit Methanol und einer Base oder
B) mit Methanol in Gegenwart eines Metallions, wie Tellur(III)-,
Blei(IV)-, Wismuth(V)-, Quecksilber-, Blei-, Cadmium- oder Thalliumsalzen, zersetzt..
Vorzugsweise wird diese Umsetzung bei -50 bis +25°C in einem
Lösungsmittel durchgeführt.
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Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können auch dadurch hergestellt werden, dass man eine Verbindung der allgemeinen
Formel XV
OCH, CH,
-ζ H-CH,
(XV)
in der Rx die vorstehend angegebene Bedeutung besitzt,
reduziert und gleichzeitig oder anschliessend mit einer Säure der allgemeinen Formel IV acyliert und im Anschluss daran, falls
erforderlich, eine oder beide der nachstehenden Stufen durchführt:
1) Abspalten der Schutzgruppe an der Carboxylgruppe, 2} überführen der erhaltenen Verbindung in ein Salz oder
einen" Ester.
Brauchbare N-acylierende Derivate der Säure der allgemeinen
Formel IV sind vorstehend ausführlich beschrieben.
Zur Durchführung der Reduktion der Azidogruppe können die
verschiedensten Verfahren angewendet werden, doch bevorzugt man die katalytische Hydrierung unter Verv/endung eines Edelmetallkatalysators,
wie Platin, Palladium oder deren Oxyde.
Die Zwischenverbindung der allgemeinen Formel XV kann in der in der GB-PS 1 339 007 beschriebenen Weise hergestellt werden.
Die als Antibiotika wirkenden Verbindungen vorliegender Erfindung können zur Verabreichung in beliebiger Weise zur Ver-
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Wendung in der Human- oder Veterinärmedizin, wie dies bei anderen Antibiotika bekannt ist, zubereitet werden. Gegenstand
vorliegender Erfindung sind deshalb auch Arzneimittel, die einen Gehalt an einer Verbindung der allgemeinen Formel I
gegebenenfalls zusammen mit pharmakologisch verträglichen
Trägermaterialien und/oder Verdünnungsmitteln aufweisen.
Die Arzneimittel können zur Verabreichung auf beliebigem Wege formuliert'werden, obwohl eine orale Verabreichung bevorzugt
wird. Die Arzneimittel können· in Form von Tabletten, Kapseln, Pudern, Granulaten, Pastillen oder flüssigen Zubereitungen,
wie oralen oder sterilen parenteralen Lösungen oder Suspensionen, vorliegen.
Tabletten und Kapseln zu oralen Verabreichung können in Einzeldosierungsformen
vorliegen und übliche Excipientien, wie Bindemittel, z.B. Sirup, Akaziengummi, Gelatine, Sorbit, Tragant
oder Polyvinylpyrrolidon, Füllstoffe, z.B. Lactose, Zucker, Maisstärke, Calciumphcsphat, Sorbit oder Glyzerin, Gleitmittel, z.B.
Magnesiumstearat, Talkum, Polyäthylenglykol oder Siliciumdioxid, Zerfallhilfsmittel, z.B. Kartoffelstärke, oder verträgliche Netzmittel,
wie Natrium-laurylsulfat, enthalten. Die Tabeltten können
nach den in, der üblichen pharmazeutischen Praxis wohlbekannten Methoden umhüllt sein. Orale flüssige Zubereitungen können in
Form von beispielsvieise wässrigen oder öligen Suspensionen,
Lösungen, Emulsionen ,Sirupen oder Elixieren vorliegen, oder sie können als Trockenprodukt für eine Wiederauflösung mit V/asser
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oder anderen geeigneten Vehikeln vor einer Inbenutzungnahme dargereicht werden.· Solehe flüssigen Zubereitungen können
übliche Zusätze, wie Suspensionshilfsmittel, z.B. Sorbit, Sirup,
Methylcellulose, Glukosesirup, Gelatine, Hydroxyäthylcellulose, Carboxymethylcellulose, Aluminiumstearat-Gel oder hydrierte
Speisefette, Emulgiermittel, z.B. Lecithin, Sorbitan-monooleai
oder Akaziengummi, ferner nicht wässrige Vehikel, die Speiseöle einschliessen, z.B. Mandelöl, fraktioniertes Kokosnussöl,
ölige Ester, wie Glyzerin, Propylenglykol, oder Äthylalkohol, sovrie Konservierungsmittel, z.B. den Methyl- oder Propylester der
p-Hydroxybenzoesäure oder der Sorbinsäure, und gegebenenfalls übliche Geschmacks- und Farbstoffe, enthalten.
Suppositorien enthalten gewöhnlich eine Suppositoriengrund-
masse, z.B. Kakaobutter oder andere Glyceride.
Für eine parenterale Verabreichung werclen flüssige Einzeldosierungsformen
unter Verwendung der Verbindung und eines sterilen Vehikels hergestellt, wobei Wasser bevorzugt wird. Die Verbindung
kann je nach dem verwendeten Vehikel und der angewendeten Konzentration entweder in dem Vehikel suspendiert oder
gelöst vorliegen. Bei der Herstellung von Lösungen kann die Verbindung in Wasser zu Injektionszwecken gelöst und unter sterilen
Bedingungen filtriert itferden, bevor die Lösung in geeignete
Gefässe oder Ampullen abgefüllt und versiegelt wird. Bevorzugt können Hilfsstoffe, wie Lokalanästhetika, Konservierungsmittel
und Puffersubstanzen in dem Vehikel gelöst sein. Zur Steigerung der Stabilität können die Arzneimittel nach dem Abfüllen in
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Gefässe eingefroren und vom Wasser unter vermindertem Druck
befreit werden. Das gefriergetrocknete Pulver wird dann in dem Glasgefäss eingeschmolzen und einjFläschchen mit Wasser für
Injektionszwecke beigegeben, um die Flüssigkeit vor Gebrauch zu
rekonstituieren. Parenterale Suspensionen können im wesentlichen in der gleichen Weise hergestellt werden, jedoch mit der Massnahme,
dass die Verbindung in dem Vehikel suspendiert anstatt darin gelöst wird und dass die Sterilisierung nicht zusammen
mit einer Piltrierung durchgeführt werden braucht. Die Verbindung kann dadurch sterilisiert werden, dass man sie vor einem
Suspendieren in dem sterilen Vehikel Äthylenoxld aussetzt.
Vorteilhafterv/eise kann eine grenzflächenaktive Verbindung oder ein Netzmittel in das Arzneimittel miteingearbeitet werden,
um eine gleichmässige Verteilung der Verbindung zu erleichtern.
Die Arzneimittel können 0,1 bis 99 Gewichtsprozent, vorzugsweise
10 bis 60 Gewichtsprozent Aktivverbindung je nach der Verabreichungsform
enthalten. Wenn die Arzneimittel aus Einzeldosierungen bestehen, enthält jede Einheit vorzugsweise 50 bis 500 mg
Aktivsubstanz. Die Dosierungsmenge, die bei einer Behandlung von Erwachsenen angewendet wird, liegt vorzugsweise im Bereich von
täglich 100 bis 3000 mg, z.B. bei täglich 1500 mg^je nach der
Häufigkeit und dem Weg der Verabreichung.
Es ist ersichtlich, dass die Seitenkette der Penicilline der allgemeinen Formel I ein wirksames asymmetrisches Kohlenstoffatom
aufweisen. Die Erfindung umfasst daher sämtliche möglichen Epimeren der Verbindungen der allgemeinen Formel I sowie deren
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Gemische.
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
a)6 Qf-Metnoxy-uß-amino-penicillansäure-benzy!ester
Nach dem Verfahren von Jen et al. in J.Org.Chem. .38 (1973),
Seite 1857. wird das entsprechende 6o(-Methylthio-Derivat (vgl.
DT-OS 2 407 OOC ) in die in der Überschrift genannte Verbindung
überführt.
b)6p("Methoxy-6ß-(2'-phenoxycarbonyl-thien-3-yl"acetainido)t penicillansäure-benzylester
b)6p("Methoxy-6ß-(2'-phenoxycarbonyl-thien-3-yl"acetainido)t penicillansäure-benzylester
Eine Lösung von 1,6 mMol öoC-Methoxy-öß-amino-penicillansäurebenzylester
in 15 ml alkoholfreiem Methylenchlorid und 0,2 ml Pyridin wird bei 0 bis 50C mit einer Lösung des aus 2 mMol Thien-3-yl-malonsäure-monophenylester
hergestellten Säurechlorids in 4 ml Methylenchlorid behandelt. Nach 2,5 Stunden wird die Lösung
mit Wasser, verdünnter Salzsäure, Wasser und verdünnter Natriumbicarbonatlösung
gewaschen, getrocknet und dann eingedampft. Die Chromatographie an Silicagel zeigt den gewünschten Diester in
einer Ausbeute von 52,2 %.
NMR-Spektrum (CDCl ):<A 1,35 (6H,s,gem.Dimethylgruppen); 3,55
(3H,s,OCH3)J 4,52 (IH,s,C -Proton); 5sO9 (IH,s,2f-Proton); 5,27
(2H,s,OCH2Ph); 5,69 (IH,s,C -Proton); 7,09 - 7,88 (13H,m,Phenyl-
und Thienylprotonen).
c)6 0f-Methoxy-6ß-(2f-nhenoxycarbonyl-thien-3-yl-acetair.ido)- penicillansäure
c)6 0f-Methoxy-6ß-(2f-nhenoxycarbonyl-thien-3-yl-acetair.ido)- penicillansäure
Eine Lösung von 150 mg des Diesters aus Beispiel l(b) in 10 ml
wasserfreiem Äthanol, 3 ml Wasser und einem Äquivalent n-Natrium-
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bicarbonat wird 2,5 Stunden bei einem Druck von 3,5 kg/cm mit
200 g lOprozentiger Palladiumkohle behandelt. Nach dem Gefriertrocknen erhält man die in der Überschrift genannte Verbindung
als Natriumsalz in 62prozentiger Ausbeute.
NMR-Spektrum (D 0):</= 1,4 und 1,6 (6H,2s,gem.Dimethylgruppen);
3,45 und 3,60 (3H,2s,OCH3); 4,35 (IH,s,C3-PrOtOn); 5,l(lH,s,2f-Proton);
5,6 (IH,s,C -Proton); 7-7,7 (8H,m,Phenyl- und Thienylprotonen).
d) 6S)- (D,L-2-Carboxy-2-thien-3>-yl-acetamido)-6 0( -methoxy penicillansäure
0,460 g (0,9 mMol) des Natriumsalzes der 6<X-Methoxy-ββ-(D,L-2-phenoxycarbonyl-2-thien-3'-yl-acetamido)-penicillansäure
und 0,7 g Natriumtetraborat-decahydrat werden in 15 ml Wasser 4 Stunden
bei Raumtemperatur miteinander verrührt. Dann wird die Lösung auf pH 4,0 angesäuert, zweimal mit je 10 ml Äthylacetat
gewaschen, auf pH 1,5 angesäuert und anschliessend zweimal mit je 20 ml Äthylacetat extrahiert. Die Extrakte v/erden mit
Wasser gewaschen und dann mit verdünnter Natriumbicarbonatlösung bis pH 6,5 extrahiert. Dieser wässrige Extrakt wird dann
mit Äther gewaschen und gefriergetrocknet. Man erhält 0,240 g (=58,2 % der Theorie) des Dinatriumsalzes der vorstehend genannten
Verbindung.
Dünnschichtchromatographie an SiO? mit einem Gemisch aus Chloroform,
Aceton und Essigsäure im Verhältnis 7:7:1 als Laufmittel:
Rf = 0,25.
NMR-Spektrum (D3O) : O- 1,55 (6H, s, gem.Dimethylgruppen)',
NMR-Spektrum (D3O) : O- 1,55 (6H, s, gem.Dimethylgruppen)',
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3,65 und 3,75 (3H, 2 Singuletts, -OCH3); 4,5 (IH, s, C -Proton);
5,7 (IH, s, C^-Prcton); 7,2 - 7,8 (3H, m, Thienylprotonen).
a) 6 o< -Methoxy-6ß- (2 t-benzyloxycarbonyl-thien-3~yl~a-cetamido )-penicillansäure-be'nzylester
Eine Lösung von 1,6 mMol 6O(-Methoxy-öß-aminopenicillansäurebenzylester
in 15 ml alkoholfreiem Methylenchlorid und 0,2 ml Pyridin wird bei 0 bis 5°C mit 2 mMol des SäureChlorids des
3-Thienyl-malonsäure-monobenzylesters behandelt, der in 4 ml
Methylenchlorid gelöst ist. Nach 2,5 Stunden wird das Reaktionsgemisch wie oben angegeben aufgearbeitet. Nach der Chromatographie
an Silicagel erhält man 0,64 g (= 66 % der Theorie) des gewünschten reinen Diesters als Schaum.
IR-Spektrum 0 (CHCl,) : 3250, 1770, 1735, I685, 1495 cm"1.
IucLX j
NMR-Spektrum (CDCl ) : (f- 1,33 (bs, 6H, C3-CH ); 3,43 und 3,47
(2s, 3H, OCH3); 4,50 (2s, IH, C2-Proton); 4,85 (s, IH, C3-PrOtOn);
5,28 (2s, 4H, CH2O)"; 5,63 (s, IH, C -Proton); 7,5 (m, 8H,
aromatisches Proton); 7,74 und 7,91 (2bs, IH insgesamt , NH).
b) 6ffi-Methoxy-6ß-(2'-carboxy-thien-3~yl~acetamido)-nenicillansäure
Eine Lösung von 200 mg des Dibenzylesters aus Beispiel l(a) in 10 ml wasserfreiem Äthanol, 3 ml Wasser und 0,5 ml n-Natriumbicarbonatlösung
wird 4 Stunden bei Normaldruck in Gegenwart von 200 mg eines Kohlekatalysators mit 10£ Palladium hydriert.
Nach Filtrieren und Eindampfen wird das erhaltene Produkt zwischen 'Äthylacetat und Wasser bei pH 2 verteilt. Die Äthylacetatschicht
liefert nach dem Trocknen die in der Überschrift
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genannte Verbindung, die in das Dinatriumsalz durch Auflösen in wässrigem Äthanol, Einstellen des pH-Werts auf 6,5 und Gefriertrocknen
überführt wird.
Man erhält 140 mg des aufgrund der Dünnschichtchromatographie praktisch reinen Produkts.
IR-Spektrum V mov (KBr) : I76O, 1670, I6O5, 1500, I365 cm"1.
NMR-Spektrum (D3O) : (f- 1,4 (bs, 6H, CH3); 3,45 und 3,52 (2s,
3H, OCH ); 4,26 (s, IH, C -Proton); 5,52 (s, IH, C,-Proton) und
7,1 - 7,6 (m, 3H, aromatisches Proton).
wegen
Das Signal des C_,-Proton ist/des HOD undeutlich.
Das Signal des C_,-Proton ist/des HOD undeutlich.
a) 6ß-(D,L-2-Benzyloxycarbonyl-2-thien-3t-yl-acetamido)-6 o(- methyl-thio-penicillansäure-benzylester
1,57 g (3,0 mMol) des 6ß-Amino-6o(-methyl-thio-penicillansäurebenzylester-p-toluolsulfonats
(vgl. DT-OS 2 407 000) werden mit 100 ml Äthylacetat und 75 ml einer 0,5-n Natriumbicarbonatlösung
bei 0 bis 50C geschüttelt,bis sich alles gelöst hat. Die Äthylacetatschicht
wird abgetrennt, und die wässrige Schicht wird zweimal mit je 25 ml Äthylacetat extrahiert. Die vereinigten
Extrakte werden über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und eingdampft. Man erhält den öß-Methylthio-penicillansäure-benzylester,
der in 60 ml Dichlormethan, das 0,67 ml Pyridin enthält, gelöst, in einem Eisbad gekühlt und dann mit 5,0 mMol aus dem
Thien-3-yl-malonsäure-monobenzylester hergestellten Säurechlorid
wird
in 20 ml Dichlormethan behandelt/. Die Lösung wird 2 Stunden gerührt
und dann eingedampft. Man erhält ein öl, das in Äthylacetat
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gelöst, nacheinander mit V/asser, lOprozent.iger Citronensäurelösung,
Wasser, n-Natriumbicarbonatlösung und gesättigter Kochsalzlösung
gewaschen , dann getrocknet und sohliesslich eingedampft
wird. Man erhält ein öl, das chromatographisch an Silicagel gereinigt wird und in 65prozentiger Ausbeute die in der
Überschrift genannte Verbindung liefert. IR-Spektrum 0 nv (CHCl,) : 3300, I78O, 17*10, I685, 1495 cm"1.
IuclX J)
NMR-Spektrum (CDCl ) : /= 7,79 und 7,69 (IH, 2 Singuletts, -NHCO-);
7,6 (I3H, m, aromatische und Thienylprotonen); 5,6l (IH, s,
C -Protonen); 5,27 (4H, 2 Singuletts, 2 -COgCHgPh-Gruppen);
4,73 (IH, s, r
4,51 und 4,48 (IH, 2 Singuletts, C -Proton); 2,19 und 2,27 (3H,
2 Singuletts, -SCH3); 1,39 und 1,34 (6H, 2 Singuletts, gem.
Dimethylgruppen).
b) 6ß-(D,L-2-Benzyloxycarbonyl-2-thien-3'-yl-acetamido)-6 c\-
methoxy-penicillansäure-benzy!ester
0, 25 g (0,41 mMol) 6ß-(D,L-2-Benzyloxycarbonyl-2-thien-3'-ylacetamido)-6
O(-methylthio-penicillansäure-benzylester werden in 2,5 ml wasserfreiem Methanol und 2,5 ml Dimethylformamid gelöst
und mit einer Lösung von 0,123 g Silbernitrat in 0,8 ml Methanol und 0,8 ml Dimethylformamid versetzt. Die Lösung wird
2 Stunden bei 0 bis 50C gerührt, mit 20 ml Äther verdünnt und
filtriert. Das Piltrat verdünnt man mit 60 ml Äther und 20 ml Äthylacetat, wäscht es viermal mit je 50 ml Wasser, trocknet es
und dampft es ein. Man erhält eine gummiartige Substanz, die nach Chromatographieren an Silicagel 0,155 g (=63,8 % der Theorie)
der vorgenannten Verbindung liefert.
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DunnschichtChromatographie an SiO_ mit einem Gemisch aus Äthylacetat
und Petroläther vom Siedebereich 60 bis 80 C im Verhältnis 3:7 als Laufmittel: Rf = 0,23.
NMR-Spektrum (CDCl,) : {/*= 8,2 - 7,0 (13H, m, aromatische und
Thienylprotonen); 5,65 (IH, s, C -Proton); 5,28 (4H, s, 2 -CO3-
CHpPh-Gruppen); 4,90 (IH, s, , rr-CHr:); 4,48 ClH, s, C -Proton);
^s ^
3,43 (3H, s, -OCH,); 1,30 (6H, s, gem.Dimethy!gruppen).
c) bei der hydrierenden Spaltung wie in Beispiel l(b) erhält man die 6c(t'-rfethoxy-6ß-2-carboxy-thien-3-yl-acetamido-penicillarisäure.
6 Q(-Methoxy-6ß-(D,L-2-carboxy-2-thien-2'-yl-acetamido)-penicillansäure
0,65 g des Natriumsalzes der 6o(-Methoxy-6ß-tD,L-2-phenoxycarbonyl-2-thien-2'-yl-acetamido)-penicillansäure
(vgl. die
Patentanmeldung P 76 (u.Z.: J 937 C)), und 1,0 g
Natriumtetraborat-decahydrat werden 2,5 Stunden bei Raumtemperatur
miteinander verrührt. Dann wird die Lösung auf pH 4,0 angesäuert und dreimal mit je 50 ml Äthylacetat gewaschen,
auf pH 2,0 angesäuert und zweimal mit je 50 ml Äthylacetat
extrahiert, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck eingedampft. Man erhält
0,49 g (=93 % der Theorie) eines strohfarbigen Schaums. Dünnschichtchromatographie an SiOp mit einem 'Gemisch aus Chloroform,
Aceton und Essigsäure im Verhältnis 50:50:7 als Lauf-
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mittel: Rf = 0,21.
NMR-Spektrum /JCD )2C07 : Cf- 1,50 (6H, m, gem. Dimethylgruppen);
3,52 (3H, d, -OCH11); M,50 (IH, d, C3-PrOtOn); 5,32 (IH, s,
^CHCONH-); 5,65 (IH,s, C^-Proton); 7,3 (3H, m, aromatische und
Thieny!protonen); 8,88 (IH, d, -CONH -); 9,28 (2H, s, -CO3H).
Vergleich mit 6o(-Methoxy-6ß-(2-carboxyphenyl-acetamido)-penicillansäure
Die Ergebnisse der mikrobiologischen Begutachtung der 6 O(-Methoxy-6ß-(2-carboxypheynl-acetamido)-penicillansäure
(2-Methoxy-carbenicillin) und 60('-Methoxy-6ß-(2-carboxy-thien-3'-yl-acetamido)-penicillansäure
(6-Methoxy-ticarcillin) sind in der Tabelle I angegeben, die die Mindesthemmkonzentrationen
aufgrund einer Verdünnungsreihe in Nähragar für die beiden
Verbindungen gegenüber einer Anzahl von gramnegativen Bakterien und Streptococcus faecalis zeigt..
Es ist aus dieser Tabelle I ersichtlich, dass die 3-Thienyl-Verbindung
gemäss vorliegender Erfindung (6-Methoxy-ticarcillin) über zweimal wirksamer als die entsprechende Phenyl-Verbindung
(6-Methoxy-carbenicillin) ist.
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Tablle I Mindesthemmkonzentration
| Organismus | 6-Hethoxy- carbeniciliin |
6-Metho.xy- -- - ticarcillin |
| E. coli JT1 JT1O3 JT-147 JT20R+ JT39R+ JT56R+ JT68R+ JT454C+. JT46OC+ |
5,0 5,0 12 5 5,0 12)5 12 5 12 5 5 0 I2J5 |
2,5 2,5 5,0 50 5 0 50 5,0 50 5,0 |
| Klebsiella 1229 aerogenes Ϊ312 Ϊ281 •E7O B195R+ |
12,5 12,5 12 5 50 25 |
5,0 5,0 50 2 5 5,0 |
| Serratia US1 marcescens US3O US39R+ Citrobacter ΐ/18 freundii T745 Enterobacter T755 aerogenes T73O E. cloacae T629 T763 |
5,0 12 5 5,0 12)5 5 0 5,0 5,0 50 5,0- |
2,5 5,0 2 5 25 2 5 2 5 12 2 5 1J2 |
| Proteus H-V/F rairabilis .BS66 CT13 T251 ' P. morganii DU1O DU718 P. vulgaris C I K P. rettgeri R11O B I |
5,0 50 50 5J0 5 0 5,0 <0 5 50 . 12 5 50 5 0 5,0 |
2,5 25 2^ 2^ 2\5 25 <0 5 50 25 25 5,0 |
| Streptococcus Weaver faecalis Page A |
>500 >500 >500 |
>500 • >500 >500 |
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Claims (6)
- Patentansprüche/l/ Verbindungen der allgemeinen Formel IOCH3 sR.CH.CO.NH— CH,3 (DCO2R'in der R die 2- oder 3-Thienylgruppe ist, R ein Wasserstoffatom oder ein ein pharmakologisch verträgliches Salz lieferndesIon bedeutet und R für ein Wasserstoffatom, für ein ein pharmakologisch verträgliches Salz lieferndes Ion oder für einen in vivo hydrolysierbaren Esterrest steht.
- 2. Verbindungen nach Anspruch 1, in denen R der 3-Thienylrest ist
- 3. Die Verbindung 6ß-(2-Carboxy-2-thien-3!-yl-acetamido)-6ot,-methoxy-penicillansäure gemäss Anspruch 1.
- k. Die Verbindung 6ß-(2-Carboxy-2-thien-2 '-yl-acetamido)-6oi. methoxy-penicillansäure gemäss. Anspruch 1.
- 5. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man a) eine Verbindung der allgemeinen Formel III609830/0926OQHν 3S CH3H2N■Ν-CH,C02RX(III)in der R ein Wasserstoffatom oder eine Schutzgruppe für die Carboxylgruppe ist, oder deren N-Silyl- oder N-phosphoryliertes Derivat mit einem N-acylierenden Derivat einer Säure der allgemeinen Formel IVR -CK.COpHCO2R(IV)in der R und R die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, umsetzt und die SiIy1- oder Phosphoryl-Grupoe durchHydrolyse oder Alkoholyse abspaltet oder b) ein Isocyanat der allgemeinen Formeln VI oder VI AOCH5(VIjC02RXR-CH-(VI A)in der R und R die vorstehend angegebenen Bedeutungen haben,609830/09262S00866mit einer Säure der allgemeinen Formel IV um $e^2.t oderc) die in 3-Stellung der 6 o(-Methoxy-6ß-acylamino-penicillansäure stehende Carboxylgruppe mit einer Schutzgruppe blockiert, die erhaltene Verbindung unter Bildung einer Imino-Bindung am 6-Aminostickstoffatom reagieren lässt, danach die erzeugte Verbindung zur Einführung der Gruppe QRf am Iminokohlenstoffatom reagieren lässt, in der Q ein Sauerstoff-, Schwefel- oder Stickstoffatom ist und Rf einen Alkylrest mit 1 bis 12 Kohlenstoffatomen oder einen Aralkylrest mit 7 bis 1Ί Kohlenstoffatomen bedeutet und hierbei einen Iminoäther, Iminothioäther oder ein Amidin bildet, dann die erhaltene Verbindung mit einem N-acylierenden Derivat einer Säure der allgemeinen Formel IV umsetzt und das Umsetzungsprodukt mit Wasser oder Alkohol behandelt oderd) ein N-Acylbenzyl-öcX-methoxy-penicillin der allgemeinenFormel X.co . qCH5R - CH - CO - N·■ 1CO2R— CH3 (X)co2r:xin der R, R und R die vorstehend angegebenen Bedeutungenhaben, hydrolysiert oder
e) eine Verbindung der allgemeinen Formel XIIIΨ* . CHR - CH.CO.NHV 1 CO2RJ N._CH(XIII)609830/09 2 61 2in der R, R und R die vorstehend an£epeDenen Bedeutungen besitzen und R einen niederen Alkylre^·; oder die Benzylgruppe bedeutet, bei -25 bis -8O0C mit Chlor oder Brom reagieren . lässt und anschliessend das erhaltene Halogen-sulfoniumhalogenidA) mit Methanol und einer Base oderB) mit Methanol in Gegenwart eines Metallions zersetzt, oderf) eine Verbindung der allgemeinen Formel XVOCH,N,-CH-,(XV)in der R die vorstehend angegebene Bedeutung hat, reduziert und gleichzeitig oder anschliessend mit einer· Säure der allgemeinen Formel IV äcyliert undim Anschluss daran, falls erforderlich, eine oder beide der nachstehenden Stufen durchführt:1) Abspalten der Schutzgruppe an der Carboxylgruppe,2) Überführen der erhaltenen Verbindung in ein Salz oder einen Ester, - 6. Arzneimittel mit einem Gehalt an einer Verbindung der allgemeinen Formel I gegebenenfalls zusammen mit pharmakologisch verträglichen Trägermaterialien und/oder Verdünnungsmitteln.6 0 9830/0926·
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