DE2053527C3 - Kerzenlaufrohr - Google Patents
KerzenlaufrohrInfo
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Description
25
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kerzenlaufrohr, das einen eine Kerze vortäuschenden Wachsmantel
«ufweist, in dessen am Boden flüssigkeitsdicht verschlossenem
Hohlraum eine Kerze mittels eines in Wasser eingetauchten Schwimmers, auf dem die Kerze
Sitzt, auf Grund des Auftriebs gegen eine Anliegefläche nach oben gedrückt wird, wobei oberhalb der Anliegefläche
eine Sparpfanne angeordnet ist, durch die der Kerzendocht ragt und die den oberen Rand der Kerze
Umgibt.
Bei einem Kerzenlaufrohr der angegebenen Art (DT-Gbm 18 38 710) ist ein Mantel mit einer darin angeordneten
Führungshalse vorgesehen, die in eine Bodenkappe eingeschraubt und an ihrem Oberteil von
tinem in den Hohlraum des Mantels nach innen ragenden Flansch gehalten ist Die Hülse dient als Führung
für die Kerze, in der diese mit geringem Spiel sitzt. Die flüssigkeit kann nur den unterhalb der Kerzenlänge
befindlichen Raum der Führungshülse füllen, so daß die Auftriebskraft der Flüssigkeit beschränkt ist. Dies wirkt
feich insbesondere dann nachteilig aus, wenn die durch Abbrennen kürzer werdende Kerze durch die zu geringe
Auftribskraft nicht ausreichend fest gegen den oberen Anschlag gedrückt wird. Außerdem kriecht das
beim Brennen der Kerze weich werdende Kerzenmate-Hai zwischen den Außenmantel der Kerze und die Innenwand
der Führungshülse und setzt dem Vorschub der Kerze einen Widerstand entgegen.
Bei einem bekannten Kerzenlaufrohr (DT-AS 12 09 972), das ebenfalls einen eine Kerze vortäuschenden
Wachsmantel aufweist wird eine Kerze mittels fciner Schraubenfeder, die als Vorschubelement dient
gegen eine Anliegefläche nach oben gedrückt, wobei oberhalb der Anliegefläche ebenfalls eine Sparpfanne
angeordnet ist, durch die der Kerzendocht ragt und die (>°
den oberen Rand der Kerze umgibt. Die Sparpfanne ist durch einen klammerartigen Metallkörper im Kerzenlaufrohr
eingesetzt, so daß die Einsatzkerze geführt und gleichzeitig gegen ein Herausschieben nach oben
gesichert ist. Ein Dochthalter mit Abstandhalter ist 6S
nicht fest und wärmeleitend mit dem Mantelrohr verbunden. Der Dochthalter liegt lose auf der Einsatzkerze,
und in der Endstellung ruht der Abstandhalter auf dem Kerzenteller und stützt so den Dochthalter ab.
Durch diese bewegliche Anordnung soll der Nachteil ausgeschaltet werden, der bei einer starren Verbindung
darin besteht, daß die von der Ramme der brennenden Einsatzkerze ausgestrahlte Wärme durch den Dochthalter
auf das Mantelrohr übertragen wird, wodurch ein Erweichen des Wachsmantels auftreten kann. Aber
auch eine lose Verbindung zwischen Dochthalter und Laufrohr beseitigt nicht alle Schwierigkeiten, und auch
hier können durch das flüssige Kerzenmaterial, das ausfließen kann, Störungen auftreten, wobei insbesondere
auch die Vorschubfeder in Mitleidenschaft gezogen werden kann.
Schließlich sind mit Wasser gefüllte Kerzenlamper. bekannt (DT-PS 56 382). Eine Kerze wird hierbei in
einem Laufrohr des Lampengefäßes geführt. Die Kerze ist an einer gewissen Stelle mit einem verstellbaren Ansatz
versehen, der beim Steigen der Kerze gegen einen mit dem Lampengefäß zusammenhängenden Vorsprung
stößt Die Kerze brennt dann bis zum Wasserspiegel nieder und erlischt. Eine solche Maßnahme ist
bei einem Kerzenlaufrohr der eingangs genannten Art nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kerzenlaufrohr der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Kerze
einerseits bei voller Ausnutzung des Auftriebs der Flüssigkeit bis auf den letzten Rest niederbrennt und andererseits
dann ohne Verunreinigung des Laufrohres mit Sicherheit erlischt
Diese Aufgabe soll gemäß der Erfindung dadurch gelöst werden, daß auf der Oberseite des Schwimmers
eine nach oben offene Wasserschale aufgesetzt ist, die einen mittigen Dorn zum Aufstecken der Kerze aufweist.
Zur Stabilisierung des Schwimmers kann dieser mit einem Korken oder Korkring versehen sein.
Bei einer solchen Ausführung kann das Kerzenlaufrohr vollständig aus Wachs bestehen und somit Laufrohr
und Kerzenattrappe gleichzeitig sein. Es kann aber auch als Innenrohr, beispielsweise aus Kunststoff,
ausgebildet und mit dem für Kerzenlaufrohre üblichen Wachsmantel umhüllt sein. In jedem Fall ist ein zweites
Einsatzrohr, das als gesondertes Kerzenlaufrohr dient, überflüssig. Außer der Sparpfannne, die üblicherweise
aus Metall hergestellt ist, können dann die übrigen Bauelemente aus einem durchscheinenden, die Wärme
nichtleitenden Kunststoff bestehen.
Das erfindungsgemäße Kerzenlaufrohr ist nicht nur in seiner Konstruktion äußerst einfach, sondern es ist
auch sehr leicht zu bedienen. Die Gefahr von Verkleben einzelner Bauteile durch Kerzenmaterial ist nahezu
ausgeschlossen. Die Hauptmasse der Kerze wird während des Verbrennens durch das vorhandene Wasser
ständig gekühlt und bei gleichbleibender Temperatur gehalten, so daß die Verbrennung optimal ist. Hinzu
kommt, daß auch keinerlei wärmeleitende Bauteile im Inneren des Kerzenlaufrohres vorgesehen sein müssen,
so daß auch von dieser Seite keine Temperaturerhöung zu befürchten ist. Damit ist die Gefahr ausgeschaltet,
daß das Kerzenmaterial weich und knetbar wird und die für den Vorschub nötige Härte verliert. Es ist daher
nicht erforderlich, eine besondere Kerze aus einem speziellen hochschmeizenden Material einzusetzen, wie
das bei den bisher allgemein verwendeten Kerzenlauf· rohren der Fall ist. Es kann vielmehr jede gewöhnliche
Haushaltskerze verbrannt werden, ohne daß irgendwelche Verschmutzungen oder sonstige lästige Nebenerscheinungen
auftreten.
Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung
teilweise in Schnittansicht dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Ein Kerzenlauf rohr besteht aus einem Rohr 1, das aus Kunststoff oder einem anderen die Wärme nicht
oder nur wenig leitenden Material bestehen kann. Das Rohr 1 kann unmittelbar mit einem eine Kerze vortäuschenden
Wachsmantel 2 umhüllt sein. Auf diese Weise entfällt ein zweites Einsatzrohr. Das Rohr 1 kann auch
als Einsatzrohr für sich ausgebildet und konzentrisch in einen Wachsmantelzylinder eingesetzt sein. Es genügt
auch ein stabiler Wachsmantel ohne auskleidendes Innenrohr. Das Rohr 1 ist am unteren Ende mittels eines
Verschlußstopfens 3 dicht verschlossen, der lösbar eingesetzt ist, beispielsweise eingeschraubt, um das Rohrinnere
von außen zugänglich zu machen.
Das obere Ende des Rohres 1 trägt eine Sparpfanne 5, die ebenfalls lösbar ist Der Wachsruantel 2 ragt dazu
konzentrisch etwas über das Rohrende la hinaus. Der Innenumfang des überstehenden Randabschnittes des
Wachsmantels 2 ist profiliert, damit ein Abschlußring 4 feststitzend eingepaßt werden kann. Der Abschlußring
4, der nach innen gewölbt ist, ist mit einer runden mittigen öffnung 4a versehen, in die die Sparpfanne S mit
Hilfe eines Verschlußringes 6 eingelassen ist, dessen Längsschnitt im wesentlichen T-förmig ist Der obere
ausladene Kopf 6a, des Verschlußringes 6 der mit seiner Unterseite auf dem oberen Rand des Abschlußringes
4 ruht, erleichtert das Anfassen des Verschlußringes 6, um diesen in die öffnung 4a im Abschlußring 4
einzusetzen und herauszunehmen.
Die Sparpfanne 5 muß fest auf dem Kerzenlaufrohr sitzen, da die Kerze 11 von unten her gegen eine Anliegefläche
der Sparpfanne 5 gedrückt wird. Sie muß aber auch lösbar sein, weil das Innere des Kerzenlaufrohres
auch von oben zugänglich sein muß, da von hier aus die Kerze eingeführt wird. Der Verschlußring 6 kann daher
mit einem Gewinde od. dgl. eingeschraubt oder eingerastet sein. Bei der dargestellten Ausführungsform sind
am Umfang des Verschlußringes 6 gegenüberliegende, radial nach außen abstehende Zapfen 7 vorgesehen, die
nach dem Einsetzen des Verschlußringes 6 mit der Sparpfanne S in die öffnung 4a, unter die Unterseite
des auf dem Rohr 1 sitzenden Abschlußringes 4 greifen. Um den Vet schlußring 6 mit den Zapfen 7 in die mittige
öffnung 4a des Abschlußringes 4 einführen zu können, sind an der Begrenzungswand der öffnung 4a
senkrechte Rillen (nicht dargestellt) angeordnet, deren Stellung und Abmessungen der Stellung und den Abmessungen
der Zapfen 7 entsprechen. Der Verschlußring 6 wird an seinem ausladenden Kopf 6a angefaßt
und mit den Zapfen 7 in die Rillen im Abschlußring 4 eingeführt und darin nach unten gedruckt. Sobald die
Unterseite des ausladenden Kopfes 6a oben an den Rand der mittigen öffnung 4a im Abschlußring 4 an- SS
stößt, liegen die Zapfen 7 unmittelbar unterhalb der Unterseite dieses Abschlußringes 4. Der Verschlußring
6 kann nun nach Art eines Bajonettverschlusses gedreht werden, so daß die Zapfen 7 aus dem Bereich der
Rillen verschoben werden, gegen die Unterseite des Abschlußringes 4 drücken und den Verschlußring 6 mit
der Sparpfanne 5 in Lage gehalten.
Der innenraum des Kerzenlaufrohres ist mit einer
ausreichendn Flüssigkeitsmenge nach Art von Wasser 8 gefüllt, in der ein Schwimmer 9 eingetaucht ist, der
die Kerze 11 trägt. Der Schwimmer 9 kann ein allseitig geschlossenes hohles Kunststoffgefäß sein. Er ist in seinen
Abmessungen und seinem Gewicht so ausgelegt, daß er durch den Auftrieb der Flüssigkeit der Kerze 11
mit dem erforderlichen Anpreßdruck gegen die Anliegefläche an der Unterseite der Sparpfanne 5 preßt. Das
Gewicht der Kerze kann dabei unberücksichtigt bleiben, da bei ihrem geringen spezifischen Gewicht (0,9)
keine nennenswerte Kraft nach unten wirkt.
Zur Stabilisierung des Schwimmers 9 kann ein Korkring
10 um den Schwimmer gelegt werden, der im unteren, von der Kerzentragfläche entfernten Bereich, angebracht
sein kann.
Auf der Oberseite des Schwimmers 9 ist eine nach oben offene Wasserschale 12 aufgesetzt
Diese ist mit einem mittigen Dorn 13 versehen, auf den die Kerze 11 aufgesteckt wird.
Wenn der Schwimmer ° unbelastet, also keine Kerze
eingesetzt ist, wird er durch den Auftrieb des Wassers 8 nach oben gegen die durch den Abschluß- und Verschlußring
4 und 6 gebildete Begrenzung gedrückt. Die auf die Wasserschale 12 aufgesetzte Kerze 11 drückt
beim Einführen des Verschlußringes 6 mit der Sparpfanne S, die mit ihrer mittigen öffnung 4a über den
Kerzendocht geschoben wird, den Schwimmer 9 nach unten in das Wasser 8 im Rohr 1. Wenn nun die brennende
Kerze durch das von oben verbrauchte Kerzenmaterial kürzer wird, läßt ihr Druck nach unten nach.
Sie wird durch den Auftrieb des Wassers mit dem Schwimmer 9 nach oben bewegt Auf diese Weise wird
die Kerze 11 ständig gegen die Anliegefläche gepreßt
Die nach oben offene Wasserschale 12 füllt sich mit Wasser, wenn die Kerze 11 eingesetzt und der Schwimmer
9 unter die Wasseroberfläche gedrückt wird. Wenn sich beim Abbrennen der Kerze der Schwimmer 9 und
damit die Wasserschale 12 aus dem Wasser 8 heraushebt, bleibt diese mit Wasser gefüllt
Sobald die Kerze nahezu vollkommen heruntergebrannt ist, liegt die Wasserschale 12 unmittelbar unterhalb
des Verschlußringes 6 und somit der Sparpfanne 5, so daß die noch brennende Kerzenflamme durch das in
der Schale befindliche Wasser gelöscht wird. Außerdem wird das nicht verbrannte Kerzenmaterial in der
Schale gesammelt, so daß eine Verschmutzung des Innenrohres
praktisch nicht eintreten kann.
Claims (2)
1. Kerzenlaufrohr. das einen eine Kerze vortäuschenden
Wachsmantel aufweist, in dessen am Boden flüssigkeitsdicht verschlossenem Hohlraum eine
Kerze mittels eines in Wasser eingetauchten Schwimmers, auf dem die Kerze sitzt, auf Grund
des Auftriebs gegen eine AnHegefläche nach oben gedrückt wird, wobei oberhalb der AnHegefläche
eine Sparpfanne angeordnet ist, durch die der Kerzendocht ragt und die den oberen Rand der Kerze
umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Schwimmers (9) eine nach oben
offene Wasserschale (12) aufgesetzt ist. die einen mittigen Dorn (13) zum Aufstecken der Kerze (11)
aufweist
2 Kerzenlaufrohr nach Anspruch J. dadurch gekennzeichnet,
daß zur Stabilisierung der Schwimmer (9) mit einem Korken oder Korkring (10) versehen
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702053527 DE2053527C3 (de) | 1970-10-31 | Kerzenlaufrohr |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19702053527 DE2053527C3 (de) | 1970-10-31 | Kerzenlaufrohr |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2053527A1 DE2053527A1 (de) | 1972-05-10 |
| DE2053527B2 DE2053527B2 (en) | 1975-08-21 |
| DE2053527C3 true DE2053527C3 (de) | 1976-04-01 |
Family
ID=
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