DE2045215A1 - Reklameleuchtkörper - Google Patents
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Description
- Reklameleuchtkörper Die Erfindung betrifft Ileuohtkörper, insbesondere in Form von Schriftzeichen für Reklamezwecke, aus Acrylglas oder fluoreszierendem Acrylglas oder ähnlIchem Material.
- Reklamezeichen sollen unter der Vielzahl der beispielsweise in Großstädten vorhandenen Werbeträger sowohl tagsüber, also bei relativ großer Helligkeit , als auch nachts, auch unter dem Einfluß benachbarter Lichtquellen, wie Straßenbeleuchtung, Ampeln, Fahrzeug- und Zimmerbeleuchtungen, andere beleuchtete Reklamezeichen, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
- Es sind bereits freistehende, blockschriftartige und ähnlich gestaltete Buchstaben mit an den Vorderflächen andersfarbigen, den Blockbuchstaben angepaßten, konturenartig geformten vorgesetzten Buchstaben bekannt, bei denen die Blockbuchstaben aus transparentem Werkstoff bestehen und von einer Seitenkante aus durchleuchtet werden. Als Beleuchtungsquelle dient eine an der Seitenkante der Buchstaben angeordnete gemeinsame Stoffittenlampe (DT-PS 695 042). Durch eine derartige Anordnung wird zwar bei Dunkelheit eine relativ gute Reklamewirkung echt, bei Nebenlicht oder Tageslicht (und bei abgescnalteter Beleuchtungsquelle) wird nur geringe Aufmerksamkeit erzielt. Bei Dunkelheit und Ausfall der StofÃittenlampe ist der gesamte Schriftzug dunkel.
- Es ist auch ein Leuchtkörper mit einer darin ancrdneten Leuchtstoffröhre als Beleuchtungsquelle bekanr;, er aus einem eine Leuchtstoffröhre enthaltenden undurchsichtigen Beleuchtungsgehäuse besteht, dessen Wandung .rlln estens einen Schlitz aufweist, sowie aus mindestens einer ;n diesem Schlitz einsteckbaren Leuchtfigur aus fluoresziere@ l.ì Glas oder einem Kunststoff, beispielsweise Plexiglas (DT-PS 1 996 059). Auch bei dieser Anordnung ist nur eine einzige Beleuchtungsquelle vorgesehen, so daß bei Ausfall und Dunkelheit der Werbeträger unsichtbar wird. Für eine gleichmäßige Ausleuchtung sind außerdem Leuchtstoffröhren hoher Intensität erforderlich. Ferner sind, wie bei der Anordnung nach der DT-PS 695 042,nur besonders geformte Blockschriften geeignet. Auch ist eine Anbringung der Buchstaben nur in Verbindung mit dem Beleuchtungsgehäuse möglich.
- Wie die übrigen bekannten Anordnungen ist daher die Ausnutzung der Beleuchtungsquelle nicht optimal.
- Es sind auch Werbeleuchtzeichen bekannt, die aus draht-oder röhrenförmigen Werbeteilen bestehen, die aus durch Ultraviolettstrahlen zum Leuchten anregbaren Leuchtmasse enthaltenen Baustoffen hergestellt oder mit solcher Leuchtmasse verkleidet und von einer Lichtquelle mit ultravioletten Strahlen beleuchtet sind (DT-PS 808 667). Hierbei kann keine Flächenwirkung des Werbeträgers erreicht werden, da eine gleichmäßige Ausleuchtung schwierig ist; ferner % it die gesonderte Lichtquelle störend, sie ist außerdem Fel-r tester.
- Auch bei dieser Anordnung ist die gesamte Werbeschrift bei Dunkelheit unsichtbar, wenn die einzige Beleuchtungsquelle ausfällt. Ferner hat sich herausgestellt, daß trotz dr Verwendung der Leuchtmasse insbesondere bei Halbdunkel, wie in nächtlich erleuchteten Großstadtstraßen oder E nkaufspassagen, die nicht unmittelbar Tageslicht erhalt-n, die Werbewirkung äußerst unbefriedigend ist.
- Die allgemein verwendeten Neonanlagen sind teuer in der Herstellung, betriebsanfällig und zerbrechlich.
- Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Leuchtkörper für Reklamezwecke zu schaffen, der unter Tageslicht, teilweise Beleuchtung und Dunkelheit hervorragende Werbewirksamkeit aufweist. Der Leuchtkörper soll einfach und wirtschaftlich herstellbar sowie ausfallsicher sein, die Ausleuchtung soll trotz Flächenform gleichmäßig sein, wobei mindestens die Helligkeit der an sich bekannten , jedoch wesentlich teueren Neonanlagen erreichbar sein soll.
- Die Aufgabe wird entsprechend der Erfindung bei Leuchtkörpern der eingangs. genannten Art dadurch gelöst, daß die Rück- und Seitenflächen des Körpers mit einer, vorzugsweise weißen, reflektierenden Lackschicht und die Vorderfläche mit eit t.
- Schicht aus fluoreszierender Kunstharzfarbe bedeckt und daß in Bohrlöc-hern in Rück- und/oder Seitenflächen des Korl2ors Minlav r lampen vorgesehen sind.
- Leuchtkörper nach der Erfindung können auf einfache Weise in der gewünschten Form aus serienmäßigen Acrylglasplatten beliebiger Dicke oder Platten aus fluoreszlereniem Acrylglas oder vergleichbaren Materialien in praktisch beliebiger Größe- einzelne Buchstaben, zusammenhängende SchriftzUges Flächenzeichen - ausgeschnitten werden. Der Lack- bzw. Klrot harzfarbüberzug kann einfach aufgebracht werden. Die Körper sind einfach zu säubern, Oxidation und Korrosion ist ausgeschlossen. Der erfindungsgemäße Leuchtkörper ist ausfallsicher; wenn eine Lampe mit hoher Lebensdauer tatsächlich ausfällt, ist nicht der ganze Werbeträger, auch nicht ein ganzer Buchstabe, dunkel; die ausgefallene Lampe kann einfach ersetzt werden.
- Die Lampen sind mit Niederspannung betreibbar, so daß erfin-.dungsgemäße Leuchtkörper beispielsweise auch an Kraftfahrzeugen, nicht nur zu Reklameleuchtzwecken, sondern auch zur Verkehrssicherheit, angebracht werden können.
- Durch die reflektierende Lackschicht auf den Rück- und Seitenflächen wird bei Tagesbeleuchtung in Zusammenwirkung mit dem fluoreszierenden Acrylglas bzw. der auf der Vorderfläche aufgebrachten fluoreszierenden Kunstharzfarbschicht ein Uberraschender, sehr werbewirksamer L*uchteffekt erreicht, bei angeschalteten Miniaturlampen trägt die reflektierende Lackschicht zur gleichmäßigen Ausleuchtung des Leuchtkörpers und optimaler Ausnutzung der lieuchtenergie bei. Die Miniaturlampen sind im Gegensatz zu bisherigen Beleuchtungsquellen praktisch nicht sa sehen, da sie innerhalb des Leuchtkörpers selbst liegen.
- Die gleiciunäige Ausleuchtung und Ausnutzung der Lichtenergie kannen noch verbessert werden, wenn unter der Schicht aus fluoreszierender Kunstharzfarbe eine dtnne, transparente Schicht des1 vorzugsweiße, weißen Lackes angeordnet ist. Der Parbton, der im wesentlichen durch die Farbe des Acrylglases bzw. die Farbe der fluoreszierenden Kunstharzfarbe bestimmt ist, wird dadurch nur wenig beeinflußt.
- Wenn die Oberflächen des Beuchtkörpers, beispielsweise mittels Sandstrahl, aufgerauht sind, wird nicht nur die Haftfestigkeit der fluoreszierenden Färbe bzw. des reflektierenden Lackes, sondern auch die schattenfreie Ausleuchtung des Leuchtkörpers in überraschender Weise verbessert.
- Die schattenfreie und gleichmäßige Ausleuchtung kann auch Weise ter verbessert werden, wenn die Vorderfläche des Körpers besonders strukturiert, beispielsweise gewürfelt ist.
- Eine weitere Verbesserung der gleichmäßigen Ausleuchtung des Körpers wird dann erreicht, wenn die der Vorderfläche des Kdrpers zugewandte Seite der Miniaturlampen mit der gleiohen Kunstharzfarbe versehen ist, wie die Vorderfläche des Leuchtkörpers selbst.
- Die Bohrlöcher werden Je nach Bedarf poliert und/oder lackiert.
- Sie können mit einer geeigneten Masse nach dem Einbau der Lampen verklebt sein, die beim Austausch von defekten Lampen einfach entfernbar ist. Zur Wärmeableitung können die Bohrlöcher mit zur Rückfläche des Körpers laufenden Bohrlöchern verbunden sein.
- Statt der Miniaturlampen könen auch Miniaturglimmlampen, Miniaturquarzlampen oder Miniaturleuchtstoffröhren verwendet werden, wo dies zweckmäßig erscheint.
- Statt fluoreszierender Kunstharzfarbe können auch beliebige andere fluoreszierende Farben verwendet werden. Bei Anlagen, die z.B. in Ladenstraßen ohne Tageslicht angebracht werden, können auch normale Kunstharzfarben Verwendung finden. Statt der reflektierenden Lackschicht auf den Rück- und Seitenflächen des ieuchtkörpers kann auch jede beliebige andere gut reflektierende, leicht anbringbare Schicht verwendet werden.
- Für Anlagen, die nur bei Tageslicht Reklamewirkung haben sollen, kann die Beleuchtungseinrichtung entfallen. Hierbei erübrigt sich eine Behandlung oder Beschichtung der Vorderfläche des Beuchtkörpers, wenn fluoreszierendes Material filr den Körper verwendet wird.
- Weitere Vorteile Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der neuen Erfindung ergeben sich aus den beiliegenden Darstellungen von Ausführungsbeispielen sowie aus der folgenden Beschreibung.
- Es zeigen: Fig. 1 schematisch eine perspektivische Darstellung eine8 Ausführungsbeispieles in Buchstabenform des Leuchtkörpers nach der Erfindung, und Fig. 2 schematisch einen Schnitt entlang der Linie II - II der Fig. 1,aus dem die Schichtfolge eines Ausfiflirungebeispieles des Leuchtkörpers nach der Erfindung ersichtlich ist.
- Der in Figur 1 dargestellte spezielle Leuchtkörper 2 in Form eines "F" weist in der einen Seitenwand 4 dreI Bohrlöcher 6', 6", 6"' auf., in denen jeweils eine gegebenenfalls ungesockelte Miniaturlampe 8', 8", 8"' angeordnet ist, deren Drahtenden 9', 9", 9"' in Schlitzen 1Cbt, 10", 1Or" zur Rückseite des Leuchtkörpers geführt sind. Die Bohrlöcher 8' und 8"' sollten nicht zu nahe an den Seitenflächen 12 und 14 angeordnet sein, da eine zu starke Reflektion des Lichtes an diesen Flächen zu einer ungleichinäßlgen Ausleuchtung führen könnte. Auf der Vorderfläche 16 ist eine Strukturierung, beispielsweise Würfelung 18, an. andeutet.
- Nach der schematischen Schnittdarstellung von Fig. 2 weist der Leuchtkörper 2 beispielsweise aus farblosem oder farbigem Acrylglas auf der Vorderfläche 16 zunächst eine dünne, trans--parente Schicht 20 aus reflektierendem Lack auf, darüber ist eine Schicht 22 aus fluoreszierender Kunstharzfarbe des gewünschten Farbtons aufgetragen. Die Rückfläche 24 und die Seitenflächen 14 und 26 tragen eine Schicht 28 aus reflektierendem, vorzugsweise weißem, Lack.
Claims (7)
- Patentansprüche(1) Leuchtkörper,. insbesondere in Form von Schriftzeichen, für Reklameleuchtzwecke aus Acryl.glas oder fluoreszierendem Acrylglas oder ähnlichem Material, dadurch gekennzeichnet, daß die Rück- und Seitenflächen (4, 12 14, 24) des Körpers mit einer, vorzugsweisen weißen, stark reflektierenden Lackschicht (28) und die Vorderfläche (16) mit einer Schicht (22) aus fluoreszierender Kunstharzfarbe bedeckt und daß in Bohrlöchern (6', 6"> 6"') in den Rück- und/oder Seitenflächen des Körpers Miniaturlampen (8', 8", 8') vorgesehen sind.
- 2. Leuchtkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß unter der Schicht (22) aus fluoreszierender Kunstharzfarbe eine transparente Schicht (20) des, vorzugsweise weißen, reflektierenden Lackes angeordnet ist.
- 3. Leuchtkörper nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Vorderfläche (16) des Körpers, beispielsweise mittels Sandstrahl, aufgerauht ist.
- 4. Leuchtkörper nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens die Vorderfläche (16) des Körpers strukturiert, beispielsweise gewürfelt ist.
- 5 Leuchtkörper nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Miniaturlampen (8', 8", 8'") auf ihrer der Vorderfläche (16) des Körpers (2) zugewandtenSeite mit einer Schicht aus der fluoreszierenden Kunstharzfarbe versehen ist.
- 6. Leuchtkörper nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrlöcher (6', 6", 6't') poliert und/oder lackiert sind.
- 7. Leuchtkörper nach einem oder mehreren der ;.sprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Niniaturlampen Miniaturquarzlampen oder Miniaturleuchtstoffröhren vorgesehen sind.Leerseite
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