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Die Erfindung betrifft eine Deckenverkleidung an ungeputzten Flächen und zur Wärmedämmung.
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Ungeputzte Flächen sind zumeist unschön. Ansehnliche Gebäude sind deshalb mit einer Deckenverkleidung versehen. Zugleich soll eine zeitgemäße Deckenverkleidung eine Wärmedämmung bewirken.
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Die Deckenverkleidung mit Wärmedämmung ist hauptsächlich für die Anwendung in Tiefgaragen, anderen Parkbauten, Technikräumen, Flure und Kellerräumen vorgesehen. Für die Anwendung in Mittel- und Großgaragen sind, neben Wärmedämmeigenschaften, die Brandeigenschaften der Dämmung wesentlich. In Deutschland dürfen i.d.R. an den Decken und Wänden von Groß- und Mittelgaragen nur Baustoffe verwendet werden die nicht brennbar sind und damit der Baustoffklasse A nach DIN 4102 entsprechen.
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Wird eine Wärmedämmung an der Decke der Garage angebaut, muß die Dicke der Wärmedämmung berücksichtigt werden, damit die lichte Raumhöhe von zwei Metern nicht unterschritten wird, die in Garagen mindestens vorgeschrieben ist. Wegen der zusätzlichen Baukosten die durch den notwendigen Platz für die Wärmedämmung entstehen, wird von Bauherrn bevorzugt eine Wärmedämmung mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit eingesetzt. Die niedrige Wärmeleitfähigkeit der Mineralwolle von 0,035 W/(mK) der Verbundplatte führt zu einer geringeren Dämmstoffdicke als bei Dämmstoffplatten mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit.
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Wegen der niedrigen Deckenhöhe z.B. in Garagen besteht die Gefahr, dass die Dämmplatten bei der Nutzung der Garage beschädigt werden können.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Wärmedämmung mit ausreichender Dämmwirkung zu schaffen, die zugleich mechanisch belastbar ist.
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Das wird mit den Merkmalen des Hauptanspruches erreicht.
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Die Unteransprüche beschreiben bevorzugte Ausführungsformen.
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Dabei wendet sich die Erfindung der bekannten Mineralwolle zu, indem eine Verbundplatte mit einer Mineralwolleschicht und mit einer Mineralfaserschicht vorgesehen ist. Die Mineralwolleschicht bewirkt die gewünschte Dämmleistung. Damit die Wärmedämmung nicht beschädigt werden kann, ist es von Vorteil, wenn die Mineralwolle geschützt ist. Diese Aufgabe übernimmt die Mineralfaserplatte, die auf der Sichtseite der Verbundplatte angeordnet ist. Als Schutz reicht eine dünne Mineralfaserschicht. Die dünne Mineralfaserplatte hat eine hohe Stabilität.
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Bekannte Dämmschichten werden üblicherweise mit einem Schienensystem an den Decken befestigt. Die erfindungsgemäßen Dämmplatten/Verbundplatten können zu Dämmschichtungen an der Decke verklebt werden.
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Die Verbundplatte kann mit einem Kleber, vorzugsweise mit einem mineralischen Baukleber auf Basis von Kalk, Zement, fraktionierten Sanden und haftungsverbessernden Zusätzen nach DIN 18550 an die Decke geklebt werden und/oder mit mechanischen Befestigungsmitteln wie Betonschrauben oder Schraubdübeln an der Decke befestigt werden. Elektroleitungen oder andere Leitungen für die Zuführung oder Ableitung von Medien oder Telefonleitungen oder Datenleitungen werden vorzugsweise auf Trassen frei sichtbar vor der Wärmedämmung geführt.
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Werden die Wärmedämmplatten/Verbundplatten an die Decke geklebt, so werden dazu 1 bis 8 kg, vorzugsweise 4 kg/m2 von dem Klebemörtel mit einer Zahnspachtel auf der Platte oder Platte und Decke aufgetragen. Anschließend wird die Platte an die Decke angedrückt und schwimmend in Position geschoben, damit eine möglichst fugenlose Fläche mit den Wärmedämmplatten entsteht. Das kann als schwimmende Verlegung der Verbundplatten bezeichnet werden. Die Adhäsion- und Kohäsionskräfte des Klebers halten die Platte an Ort und Stelle. Ein zusätzliches Abstützen der Dämmplatten ist nicht notwendig.
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Die schwimmende Verlegung der Verbundplatten verhindert bei der Verklebung der Platten vorteilhafterweise Wärmebrücken. Es kann aber auch Gründe für eine alleinige oder zusätzliche Befestigung mit Betonschrauben oder Schraubdübeln geben.
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Gründe können zum Beispiel sein:
- -Sicherung der Platten
- -hohes Gewicht der Platten
- -geringe Frühfestigkeit des Klebers
- -sonstige Belastungen der Dämmschicht
- -mangelnde Dauerstandsfestigkeit des Klebers
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Bei einer mechanischen Befestigung mit Schrauben oder Dübeln aus Metall wird die Anzahl der Befestigungsstellen möglichst gering gehalten, um punktförmige Wärmebrücken zu vermeiden. Den Wärmebrücken kann mit Schrauben aus Kunststoff weitgehend abgeholfen werden.
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Üblich sind bei mechanischer Befestigung 4 Schrauben pro Platte. Problematisch können größere Dämmstoffdicken sein. Bei der Planung werden die größere Dämmstoffdicken häufig nicht beachtet, was dann entweder zu einer Unterschreitung der lichten Bauhöhe führen würde oder zu einer nicht ausreichenden Wärmedämmung gemäß den Vorgaben des Wärmeschutzes.
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Im Übrigen ist bei Schraub-Befestigung darauf zu achten, daß vorgesehene Abstände und vorgesehene Schraubkräfte eingehalten werden. Damit die Dämmplatten immer mit demselben Abstand an die Decke geschraubt oder gedübelt werden, können Abstandshülsen in der Dämmplatte eingesetzt werden. Die Schraube wird dann mit einem über die Hülse definierten Abstand eingeschraubt. So kann ein Verbeulen der Platten durch zu starkes Anziehen der Schrauben oder Einschlagen von Schlagdübeln verhindert werden.
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Vorteilhafterweise besitzt eine erfindungsgemäße Verbundplatte wesentlich bessere Eigenschaften als eine Mehrschichtplatte mit einer Holzwolledeckschicht.
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Übliche mehrschichtige Dämmstoffplatten, wie z.B. Holzwollemehrschichtplatten müssen mit mechanischen Befestigungsmitteln befestigt werden, da die Gefahr besteht, dass sich die Verklebung zwischen den Schichten löst und abfällt.
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Vorteilhafterweise ergibt sich eine nichtbrennbare Wärmedämmplatte als Verbundplatte, bestehend aus einer Mineralfaserplatte und einer Dämmung aus nicht brennbarer Mineralwolle, die ohne zusätzliche mechanische Befestigungsmittel mit einem mineralischen Baukleber an die Decke geklebt werden kann. Das ist möglich, da die Verbundplatte
- a. auch bei höheren Dämmstoffdicken ein verhältnismäßig geringes Gewicht aufweist,
- b. auch im Verbund sehr spannungsarm ist und keine Verformungen z.B. Schüsseln der Platten durch Temperatur- oder Feuchteschwankungen erfährt.
- c. mit einem Kleber hergestellt werden kann, der eine dauerhafte Verbindung auch bei höherer Feuchtigkeit erreicht.
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Geringe Unebenheiten aus dem Untergrund auf dem die Dämmplatte aufgeklebt, aber auch Dickentoleranzen bei dem Produkt, sowie unterschiedliche Auftragsmengen des Bauklebers, können sich in der Oberfläche der Dämmschicht abbilden. Diese Unebenheiten werden im Streiflicht von an der Decke angebrachter Beleuchtung deutlich sichtbar. Unebene Rohdecken können vorteilhafterweise mit der Klebung zwischen der Decke und der Verbundplatte zumindest teilweise ausgeglichen werden. Vorzugsweise wird für diesen Zweck ein mineralischer Kleber auf zementärer Basis verwendet.
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Die Vorteile der Verbundplatte sind:
- 1. Eine oberflächenfertige, stabile Verbundplatte, die keine weitere Nachbehandlung erfordert.
- 2. Eine umlaufende Fase an der sichtseitigen Kante der Mineralfaserplatte von 2 bis 10 mm, vorzugsweise 5 mm, sorgt für einen optisch guten Übergang von einer Platte zu den angrenzenden Platten, ohne dass eine ausgleichende Schicht, z. B. ein Putz, aufgetragen werden muss. Die Fase an der Kante der Mineralfaserplatte beträgt 2 bis 10 mm, vorzugsweise 5 mm, in der Höhe und Breite, wobei die Höhe und Breite der Fase nicht identisch sein müssen.
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Das geringe Eigengewicht der Platten erleichtert die Klebung an der Decke. Durch das geringe Eigengewicht der Dämmplatten bleiben diese durch die Adhäsionskräfte des Klebers bis zum Abbinden des Klebers auf dem Untergrund und der Klebefläche der Verbundplatte haften. Vorzugsweise wird dazu ein mineralischer Baukleber auf zementärer Basis verwendet. Ein temporäres Abstützen der Verbundplatten während der Abbindezeit des Klebers ist nicht erforderlich
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Soweit eine mechanische Befestigung vorgesehen ist, könnendie Verbundplatten mechanisch mit metallischen Befestigungsmitteln oder dem Schraubdübel mit dem Untergrund verbunden werden. Bei Verwendung der von Schraubdübeln oder Betonschraubenkönnen z.B. 1 bis 5 Befestiger je Verbundplatte, vorzugsweise 4 Stück,verwendet werden um einen guten und sicheren Halt an der Decke zu erreichen. Die Dübel können mit einem geringen Abstand von weniger als 200 mm, z.B. 25 mm, zu den Plattenrändern in den Ecken der Verbundplatte angebracht werden.
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Vorteilhafterweise wird nach der Erfindung eine Wärmedämmplatte mit schallabsorbierenden Eigenschaften geschaffen, die für die Anwendung in Parkbauten verwendet werden kann. Die Eigenschaften sind
- 1. Gute Wärmedämmeigenschaften
- 2. Gute Schallabsorption
- 3. Nicht brennbar
- 4. Geeignet auch für hohe Luftfeuchtigkeit
- 5. Oberflächenfertig in verschiedenen Designs (Nadelung oder Strukturierung) und Farbausführung
- 6. Eine stabile, robuste Oberfläche haben, da die Platten bei der niedrigen Deckenhöhe erreichbar ist und beschädigt werden kann.
- 7. Eine gute Druckfestigkeit und Maßhaltigkeit der Verbundplatte, damit die Platte beim Montieren ausreichend druckstabil ist.
- 8. Eine Verklebung zwischen der Mineralfaserplatte und der Mineralwolledämmung, die ein Ablösen der Mineralfaserplatte dauerhaft bei Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit verhindert.
- 9. Einfache Montage durch Kleben an die Rohbetondecke
- 10.Aber auch mechanisch durch Betonschrauben oder Schraubdübel befestigt werden können
- 11.Einfacher Zuschnitt auf der Baustelle
- 12.Kein Schwund der Platten in Länge und Breite nach der Montage
- 13.Durch die Fase an der umlaufenden Kante der Platte ist eine Nut- und Federausbildung im Dämmstoff für eine ausreichend ebene Verlegung nicht erforderlich ist.
- 14.Hoher Lichtreflexionsgrad mit über 80 % sorgt für eine bessere Ausleuchtung der Parkbauten, Flure, Technik- und Kellerräume als Holzwolleplatten und vlieskaschierte Mineralwolledämmplatten oder andere oberflächenfertige Dämmprodukte. Diese erreichen i.d.R. keine besseren Reflexionsgrade als 60% und sind mit Betonflächen bei lediglich 60 % Reflexionsgrad vergleichbar.
- 15.Das Produkt muss ein angemessenes Preis- Leistungsverhältnis für untergeordnete technische Räume, Kellerräume oder Parkbauten haben
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Mineralfaserplatten sind in verschiedener Zusammensetzung an sich bekannt. Die
DE19813848 beschreibt eine Zusammensetzung für Mineralfaserplatten
55-70Gew% Mineralfasern(Glasfasern, Schlacken- oder Steinwolle),
15-25Gew% mineralische Füllstoffe (Ton und/oder Perlite)
6-14Gew% einesBindemittels auf Stärkebasis und/oder PVAc-Copolymeren.
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Zur Herstellung der Mineralfaserplatten werden die Bestandteile zu einem Brei vermischt. Der Brei wird zu einem Strang geformt. Dem folgt ein Entwässern/Trocknen. Danach kann das Ablängen zu Platten erfolgen. Wahlweise wird die plastische Masse auch mit Formen sofort in ein Plattenformat gebracht. Die Mineralfaserplatten haben zudem nach EN 13964 bzw. DIN 18177 folgende Eigenschaften
- -Rohdichte nach DIN 18177 200 bis 350 kg pro Kubikmeter
- -Schallabsorptionsgrad nach EN ISO 11654
0,1-0,9%
- -Schalldämmmaß nach EN ISO 717-1
34 dB
- -Wärmeleitfähigkeit nach EN 13964
0,048-0,09 W/(mK)
- -Baustoffklasse nach EN 13501-2 ..nicht brennbar
- - Feuerwiderstandsdauer REI 30 bis REI 180
- -Dauerhaftigkeit nach EN 13964
Klasse A bis C
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Von dem Stand der Technik weichen die erfindunsgemäßen Mineralfaserplatten wie folgt ab:
- bis 10Gew% Stärke
- 20 bis 60Gew% Mineralfasern
- Bis 10Gew% Cellulosefasern
- 20 bis 50Gew% Füllstoffe
- 10 bis 50Gew%Perlite
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Besonders günstige Ergebnisse stellen sich ein, wenn in der Mischung folgende Anteile gegeben sind:
| Bindemittel | 4% |
| Mineralfasern | 40% |
| Cellulose | 4% |
| Füllstoffe | 30% |
| Perlite | 22% |
wobei die Anteilsangaben nicht mehr als 20%, vorzugsweise nicht mehr als 10% und noch weiter bevorzugt nicht mehr als 5% von der vorstehenden Rezeptur abweichen.
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Bei Verwendung einer weiteren Mineralfaserplatte kann diese das gleiche oder ein abweichendes spezifisches Raumgewicht von der sichtseitigen Mineralfaserplatte haben.
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Die nach der Erfindung vorgesehene aufkaschierte Mineralwolle auf der sichtseitigen Mineralfaserplattekann zum Beispiel ein Raumgewicht von 15 bis 140 kg pro Kubikmeter, vorzugsweise mindestens 30kg pro Kubikmeter und noch weiter bevorzugt 50 bis 100 kg pro Kubikmeter aufweisen. Noch bevorzugter 70 bis 80 kg/m3 und eine Dicke von 40 bis 300 mm. Die Wärmeleitfähigkeit sollte zwischen 30 und 45 mW/(mK), bevorzugt 32 bis 35 mW/(mK) betragen.
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Der Strang kann dadurch erzeugt werden, daß die Mischung auf ein fortlaufendes Band gegeben wird. Durch Ablängen des Stranges und Entwässern/Trocknen der abgelängten Teilstücke entstehen Platten. Klassisch verlaufen die Kanten an den Trennstellen genau senkrecht zu der Ebene, in der die Platten liegen. Solchermaßen entstehende Kanten werden als glatte Kanten bezeichnet.
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Wahlweise werden an den Strang bzw. an die Teilstücke sichtseitig Schrägen geformt. Die sichtseitigen Schrägen kaschieren bei einer späteren Verlegung der Platten Ungenauigkeiten an dem Stoß der aneinander liegenden Platten.Das Schrägen entsteht wahlweise durch spanabhebende Verformung. Zumindest teilweise kann eine Verformung auch durch Druck auf die Kanten des noch plastischen Stranges erfolgen.
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Die Mineralfaserplatten können an der Oberfläche so strukturiert werden, dass eine gewünschte ästhetische Wirkung entsteht oder auftreffende Schallwellen gebrochen werden, um eine Schallabsorption zu erzeugen. Es kann auch eine gewünschte Lichtbrechung oder eine Reflexion von Lichtwellen und Schallwellen erzeugt werden. Die notwendige Profilgebung an der Oberfläche kann mit Profilwalzen erreicht werden, die mit entsprechenden Erhebungen und/oder Vertiefungen an der Oberfläche versehen sind und gegen den noch plastischen Strang drücken.
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Bevorzugt werden die Platte teilweise genadelt.
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Darüber hinaus sind verschiedene Oberflächenbehandlungen möglich. Dazu gehören auch Farbanstriche.
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Die Dicke der gebäuderaumseitigen Mineralfaserplatten ist 10 bis 20mm, noch weiter bevorzugt 12 bis 15 mm.
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In Betracht kommen auch andere Folien, z.B. Metallfolien, als zusätzliche Schichten. In dem Fall kann es von Vorteil sein solche Folien als Dampfbremse zwischen der Mineralfaserplatte und der Mineralwolledämmplatte anzuordnen.
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Für die Verbindung der verschiedenen Platten zu einer Verbundplatte sind vorzugsweise wieder Kleber vorgesehen. Als Kleber kann ein Kleber auf stärkebasis Anwendung finden. Darüber hinaus sind Kleber auf der Basis von Polymeren, Kunstharzen, Kautschuk, Polyurethan, Wasserglas oder Polyvinylacetat geeignet.
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Zu den Zementklebern gehören auch zementhaltige Dünnbettmörtel mit einer Kunststoffvergütung. Solche Mörtel können sehr flexibel sein.Geeignet können auch Dispersionskleber sein.Dispersionsklebstoffe enthalten regelmäßig organische Bestandteile und mineralische Bestandteile. Desgleichen können Reaktionsklebstoffe geeignet sein.
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Reaktionsklebstoffe besitzen häufig ein synthetisches Harz und mineralische Bestandteile als Bindemittel und einen Härter Eine weitere Möglichkeit ist, den Verbund der Mineralfaserplatte und der Mineralwolle erst auf der Baustelle herzustellen. Dazu wird erst die Mineralwolle mit einem zementären Baukleber an die Decke geklebt oder mit mechanischenBefestigern, wie z.B. Betonschrauben, Schlagdübeln oder Schraubdübeln an der Rohbetondecke befestigt. Anschließend wird die Mineralfaserplatte mit einem Kleber auf die Mineralfaserplatte geklebt. Zur Verklebung eignen sich vorzugsweise Klebstoffe auf Basis von Wasserglas. Wasserglas ist nicht brennbar, so dass die Brandeigenschaften der Verbundplatte nicht verändert werden. Die Befestigung kann auch mit mechanischen Befestigungsmitteln durchgeführt werden.
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Zu der erfindungsgemäßen Verbundplatte gehören wahlweise noch weitere Materialschichten in der Form von Platten oder Folien.
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Die Abmessungen der Verbundplatte werden vorwiegend nach funktionalen, ästhetischen und handhabungsgerechten Kriterien ausgewählt. Dabei sind der Auswahl der Plattenbreite aktuell durch die üblichen Breiten für Mineralfaserplatten und Mineralwolleplatteneingeschränkt. Diese übliche Herstellungsbreite dieser Platten liegt je Anlage bei 500 bis 650mm. Mit anderen Anlagen können jedoch auch wesentlich breitere Platten für die erfindungsgemäßen Verbundplatten hergestellt werden. Zur Herstellung schmalerer Platten können handelsübliche Platten nach der Herstellung in jeder Form seitlich besäumt werden.Zweckmäßigerweise wird dabei nur eine Seite besäumt.
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Die Länge der Platten ist weiten Grenzen wählbar, weil zeitgemäße Anlagen endlose Platten herstellen, die auf gewünschte Maße ablängbar sind.
Aber auch andere Herstellungsverfahren können Anwendung finden, zum Beispiel das Abfüllen der breiigen Ausgangsmasse in Formen, welche die Abmessungen der Platten bestimmen.
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Die Abmessungen der Verbundplatten können zum Beispiel 1200 x 600 mm sein. Die Abmessungen können auch anders sein, zum Beispiel kann die Länge statt 1200mm auch 3000mm sein, die Breite kann auch 500 oder 700mm sein. Auch größere oder kleinere Abmessungen sind möglich. Auch andere Formen der Platten sind möglich, statt rechteckige Draufsichten können die Platten auch eine quadratische Draufsicht besitzen.
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Die Vorteile der erfindungsgemäßen Deckenabhängung sind
- -nicht brennbar
- -stabile Oberfläche
- -Schutz vor mechanischer Beschädigung
- -hohe Druckfestigkeit
- -hohe Schallabsorption
- -hohe Oberflächenfestigkeit
- -geringe Wärmeleitfähigkeit/gute Wärmedämmung
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. 2 zeigt im Ausschnitt eine Betondecke 4 eines Parkhauses. An der Betondecke 4 sind Verbundplatten 6 verklebt. Die Klebeschicht ist mit 5 bezeichnet.
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Die Verbundplatten 6 bilden eine Deckenverkleidung im Parkhaus.
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Eine Schnittdarstellung einer Verbundplatte 6 findet sich in 1.
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Danach ist die Verbundplatte 6 aus zwei Platten 1 und 2 gleicher Breite und gleicher Länge zusammen gesetzt. Es handelt sich um Platten mit einer Breite von 500m und einer Länge von 650mm.
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Die Platte 2 ist eine Mineralfaserplatte mit einem Raumgewicht von 250 kg pro Kubikmeter und einer Dicke von 15mm. Die Platte 1 ist eine Mineralwolleplatte mit einem Raumgewicht von 50 kg pro Kubikmeter und einer Dicke von 200mm.
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Die Platte 2 bildet die Sichtseite der Deckenverkleidung.
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Alle Versorgungs- und Entsorgungsleitungen im Parkaus sind in nicht dargestellter Form mit Trassen sichtbar vor der Deckenverkleidung verlegt. Das erleichtert den Zugang der vorhandenen Leitungen und die Verlegung weiterer Leitungen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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