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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung zur Desinfektion von Luft mit ultraviolettem Licht und zur Umgebungsbeleuchtung mit sichtbarem Licht.
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Viele Krankheitserreger, die zu Infektionskrankheiten führen können, verbreiten sich über die Raumluft. Daher ist es wünschenswert die Raumluft von Krankheitserregern zu befreien, die Raumluft also zu desinfizieren.
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Die desinfizierende Wirkung von ultraviolettem Licht, im Folgenden auch als UV-Licht oder UV-Strahlung bezeichnet, ist bekannt. UV-Licht wirkt jedoch schädlich auf den menschlichen Körper und kann insbesondere Haut und Augen schädigen. Zudem werden in der Regel dedizierte Geräte zur Desinfektion eingesetzt, was zu einem entsprechenden Platzbedarf führt, der in verschiedenen Situationen nicht notwendigerweise gewährleistet ist.
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Es sind außerdem Beleuchtungsvorrichtungen bekannt, die sichtbares violettes Licht mit einer Wellenlänge von etwa 405 nm einsetzen. Solches Licht ist jedoch bei der Desinfektion weniger effizient als UV-Licht.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein platzsparendes Konzept zur Desinfektion von Luft durch UV-Strahlung anzugeben.
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Diese Aufgabe wird gelöst durch den jeweiligen Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Weiterbildungen und bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Die Erfindung beruht auf der Idee, in einer Beleuchtungsvorrichtung durch einen Lüfter einen Luftstrom zu erzeugen und, zusätzlich zu Mitteln zur Umgebungsbeleuchtung mit sichtbarem Licht, UV-Leuchtdioden vorzusehen, die linear entlang des Luftstroms angeordnet sind und UV-Licht auf diesen abstrahlen. Die Intensität des UV-Lichts wird überwacht und beim Unterschreiten einer vorgegebenen Mindestintensität wird ein Warnsignal erzeugt.
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Gemäß der Erfindung wird eine Beleuchtungsvorrichtung zur Desinfektion von Luft mit ultraviolettem Licht, UV-Licht, und zur Umgebungsbeleuchtung mit sichtbarem Licht angegeben. Die Beleuchtungsvorrichtung weist ein Gehäuse mit einem Luftkanal im Inneren des Gehäuses auf sowie eine Vielzahl von UV-Leuchtdioden, die dazu eingerichtet und angeordnet sind, das ultraviolette Licht in den Luftkanal zu emittieren. Wenigstens ein erster Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden ist dabei linear entlang einer Längsrichtung des Luftkanals angeordnet. Die Beleuchtungsvorrichtung weist außerdem einen Lüfter auf, der im Inneren des Gehäuses angeordnet ist. Der Lüfter ist dazu eingerichtet und angeordnet, Luft von außerhalb des Gehäuses durch eine Lufteintrittsöffnung in dem Gehäuse anzusaugen und in den Luftkanal zu fördern, um einen Luftstrom in dem Luftkanal zu erzeugen. Die Beleuchtungsvorrichtung weist einen UV-Lichtsensor auf, der im Inneren des Gehäuses angeordnet ist und dazu eingerichtet und angeordnet ist, abhängig von einer Intensität des in den Luftkanal emittierten UV-Lichts ein Lichtsensorsignal zu erzeugen. Die Beleuchtungsvorrichtung weist einen Überwachungsschaltkreis auf, der dazu eingerichtet ist, abhängig von dem Lichtsensorsignal festzustellen, ob die Intensität geringer ist als eine vorgegebene Mindestintensität und ein Warnsignal zu erzeugen, wenn die Intensität geringer ist als die Mindestintensität.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform der Beleuchtungsvorrichtung weist diese eine Vielzahl weiterer Leuchtdioden auf, die außerhalb des Luftkanals angeordnet und dazu eingerichtet sind, das sichtbare Licht zur Umgebungsbeleuchtung in eine Umgebung der Beleuchtungsvorrichtung zu emittieren.
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Die Beleuchtungsvorrichtung kann insbesondere als Leuchte ausgestaltet sein, beispielsweise als Deckenleuchte, insbesondere als Deckenleuchte zum Abhängen von einer Raumdecke, oder ein Teil einer Leuchte.
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Bei bestimmungsgemäßer Montage der Deckenleuchte an einer Raumdecke verläuft die Längsrichtung des Luftkanals insbesondere parallel zu einer Oberfläche der Raumdecke.
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Hier und im Folgenden kann der Begriff „Licht“ derart verstanden werden, dass davon elektromagnetische Wellen im sichtbaren Bereich, im ultravioletten Bereich und/oder im infraroten Bereich umfasst sind. Die Abkürzung „UV“ steht für ultraviolett.
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Unter sichtbarem Licht kann Licht mit einer Wellenlänge von 380 bis 780 nm verstanden werden. Licht mit einer Wellenlänge von mehr als 780 nm wird als infrarotes Licht bezeichnet, wohingegen ultraviolettes Licht bezeichnet eine Wellenlänge von weniger als 380 nm aufweist. Bei dem UV-Licht handelt es sich also um Licht mit einer Wellenlänge von weniger als 380 nm, beispielsweise um Strahlung aus dem UV-C-Spektralbereich, um eine möglichst hohe Desinfektionswirkung zu erreichen.
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Unter einer UV-Leuchtdiode kann eine Leuchtdiode verstanden werden, die dazu ausgelegt ist, UV-Licht zu emittieren, also Licht zu emittieren, dessen Wellenlänge, insbesondere Spitzenwellenlänge, kleiner als 380 nm ist.
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Die Vielzahl von UV-Leuchtdioden enthält drei oder mehr UV-Leuchtdioden. Der erste Teil von UV-Leuchtdioden kann gleich der Vielzahl von UV-Leuchtdioden sein oder die Vielzahl kann außer dem ersten Teil weitere UV-Leuchtdioden enthalten. Der erste Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden enthält dabei ebenfalls drei oder mehr UV-Leuchtdioden.
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Der Luftstrom strömt innerhalb des Luftkanals im Wesentlichen parallel zur Längsrichtung des Luftkanals. Mit anderen Worten ist die Längsrichtung im Wesentlichen gleich der Strömungsrichtung des Luftstroms im Inneren des Gehäuses. Dabei kann der Luftstrom jedoch im Allgemeinen turbulente Strömungsanteile beinhalten, die gegebenenfalls auch signifikante Anteile des gesamten Luftstroms bilden können. Die Längsrichtung des Luftkanals kann daher beispielsweise auch derart verstanden werden, dass sie einer Richtung von der Lufteintrittsöffnung in Richtung einer Luftaustrittsöffnung der Beleuchtungsvorrichtung entspricht oder im Wesentlichen entspricht.
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Die lineare Anordnung des ersten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden entlang der Längsrichtung ist des Luftkanals kann derart verstanden werden, dass sich alle UV-Leuchtdioden des ersten Teils auf einer geraden Linie befinden, insbesondere die jeweiligen lichtemittierenden Flächen der UV-Leuchtdioden, die parallel zu der Längsrichtung ist des Luftkanals ist.
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Die UV-Leuchtdioden der Vielzahl von UV-Leuchtdioden, insbesondere die des ersten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden, können beispielweise im Inneren des Gehäuses derart angeordnet sein, beispielsweise an dem Gehäuse direkt oder indirekt befestigt sein, dass sie an den Luftkanal angrenzen oder sich an einem Rand des Luftkanals befinden, um das UV-Licht in den Luftkanal und damit gegebenenfalls in den Luftstrom abzustrahlen.
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Der Lüfter kann beispielsweise an einem bezüglich der Längsrichtung des Luftkanals axialen Ende des Luftkanals angeordnet sein und die Luft durch die Lufteinlassöffnung von außerhalb des Gehäuses ansaugen und parallel zur Längsrichtung des Luftkanals in diesen einblasen. Durch eine Luftauslassöffnung der Beleuchtungsvorrichtung, die insbesondere an einem dem Lüfter entgegengesetzten axialen Ende des Luftkanals angeordnet ist, kann die Luft den Luftkanal und damit die Beleuchtungsvorrichtung wieder verlassen. Das in den Luftkanal abgestrahlte UV-Licht desinfiziert die Luft dabei während sie sich in dem Gehäuse befindet, sodass die Umgebungsluft der Beleuchtungsvorrichtung im Laufe des Betriebs umgewälzt, desinfiziert und gleichmäßig im Raum verteilt werden kann.
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Indem die UV-Leuchtdioden in der Beleuchtungsvorrichtung integriert werden, die außerdem auch zur Umgebungsbeleuchtung mit sichtbarem Licht eingesetzt werden kann, ergibt sich eine besonders platzsparende Lösung. Durch die Integration der UV-Leuchtdioden im Inneren des Gehäuses, das insbesondere aus einem für UV-Licht undurchlässigen oder im Wesentlichen undurchlässigen Material besteht, insbesondere aus einem Metall wie Aluminium, wird das Risiko einer Augen- oder Hautschädigung von Personen in der Umgebung der Beleuchtungsvorrichtung minimiert.
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Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung liegt in der Verwendung von UV-Leuchtdioden zum Erzeugen des UV-Lichts. Dadurch kann die abgestrahlte Wärmeenergie gegenüber konventionellen UV-Leuchtmitteln, beispielsweise Gasentladungslampen, signifikant reduziert werden. Dies resultierte zum einen in einer höheren Energieeffizienz der Desinfektion, zum anderen in einer gesteigerten Flexibilität bei der Gestaltung, Dimensionierung und Materialauswahl weiteren Komponenten der Beleuchtungsvorrichtung, da diese weniger Wärmestrahlung ausgesetzt sind. Auch eine geringere Alterung von UV-Leuchtdioden durch häufige Ein- und Ausschaltzyklen sowie der Wegfall erforderlicher Aufwärmzeiten sind von Vorteil.
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Im Vergleich zu Leuchtmitteln, insbesondere Leuchtdioden, im sichtbaren Spektralbereich, können UV-Leuchtdioden jedoch eine geringere maximale Lebensdauer aufweisen. Daher ist die Überwachung der abgestrahlten UV-Lichtleistung durch den UV-Lichtsensor und den Überwachungsschaltkreis besonders von Vorteil. So kann sichergestellt werden, dass die Desinfektionsleistung stets ausreichend hoch ist beziehungsweise können Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Desinfektionsleistung getroffen werden, wenn die Mindestintensität unterschritten wird. Beispielsweise kann die zum Betrieb der UV-Leuchtdioden elektrische Leistung, insbesondere der Betriebsstrom, erhöht werden, um die Intensität ausreichend hoch zu halten. Alternativ können die UV-Leuchtdioden oder ein Teil davon durch neue UV-Leuchtdioden ausgetauscht werden. So kann außerdem erreicht werden.
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Das Gehäuse ist insbesondere länglich ausgebildet, wobei eine Längsachse des Gehäuses parallel zur Längsrichtung des Luftkanals beziehungsweise zur linearen Anordnung des ersten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden ist.
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Der UV-Lichtsensor erfasst naturgemäß nicht sämtliches in den Luftkanal UV-Licht sondern denjenigen Teil davon, der die entsprechende Position des UV-Lichtsensors erreicht. Dieser Teil kann als repräsentativ für das gesamte durch die Vielzahl von UV-Leuchtdioden in den Luftkanal abgegebene UV-Licht oder das von einer Untermenge der Vielzahl von UV-Leuchtdioden in den Luftkanal abgegebene UV-Licht betrachtet werden. Durch Reflexionen des UV-Lichts innerhalb des Gehäuses kann der UV-Lichtsensor insbesondere UV-Licht nicht nur von solchen UV-Leuchtdioden erfassen, die sich in unmittelbarer Nähe des UV-Lichtsensors befinden oder in deren Aussendebereich der UV-Lichtsensor positioniert ist.
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Der UV-Lichtsensor kann in verschiedenen Ausführungsbeispielen der Erfindung eine oder mehrere Fotodioden beinhalten, beispielsweise eine oder mehrere auf SiC basierende Fotodioden.
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Die Beleuchtungsvorrichtung kann wenigstens einen Treiberschaltkreis aufweisen, der dazu eingerichtet ist, die Vielzahl von UV-Leuchtdioden zum Emittieren des UV-Lichts und/oder die Vielzahl weiterer Leuchtdioden zur Umgebungsbeleuchtung zum Emittieren des sichtbaren Lichts anzusteuern.
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Im Allgemeinen kann der wenigstens eine Treiberschaltkreis unabhängig von dem Überwachungsschaltkreis ausgestaltet sein. Wenigstens eine Treiberschaltkreis und der Überwachungsschaltkreis können in verschiedenen Ausführungsformen aber auch als Teile eines gemeinsamen Steuerschaltkreises ausgestaltet sein.
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Das Warnsignal kann beispielsweise ein akustisches Warnsignal beinhalten oder ein optisches Warnsignal. Zum Erzeugen des Warnsignals kann die Beleuchtungsvorrichtung, insbesondere der Überwachungsschaltkreis, einen Signalgeber aufweisen. Beispielsweise kann der Signalgeber einen Lautsprecher, einen Summer oder einen sonstigen akustischen Schallgeber enthalten, den der Überwachungsschaltkreis zum Erzeugen des akustischen Warnsignals ansteuern kann. Der Signalgeber kann auch eine Lichtquelle, beispielsweise eine Leuchtdiode, aufweisen, den der Überwachungsschaltkreis zum Erzeugen des optischen Warnsignals ansteuern kann.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Vielzahl von UV-Leuchtdioden dazu ausgelegt, das UV-Licht mit einer Wellenlänge, insbesondere einer Spitzenwellenlänge, in einem Bereich zwischen 200 nm und 300 nm zu emittieren. Insbesondere ist jede der Vielzahl von UV-Leuchtdioden entsprechend ausgelegt. Vorzugsweise ist die Wellenlänge, insbesondere Spitzenwellenlänge, kleiner oder gleich 280 nm, beispielsweise in einem Bereich zwischen 200 nm und 280 nm, insbesondere zwischen 250 nm und 260 nm oder zwischen 210 nm und 230 nm.
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Der Wellenlängenbereich unterhalb 280 nm wird auch als UV-C-Spektralbereich bezeichnet. Licht in diesem Bereich ist sehr energiereich und wird daher auch als harte UV-Strahlung bezeichnet. Solche Strahlung kann dementsprechend besonders effizient zur Inaktivierung von Krankheitserregern wie Viren oder Bakterien dienen.
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Neuere Untersuchungen zeigen, dass Licht im Bereich zwischen 210 nm und 230 nm, insbesondere Licht mit einer Wellenlänge von 220 nm, hinsichtlich der desinfizierenden Wirkung besonders effizient ist. Daher ist die Verwendung von UV-Licht mit einer Wellenlänge von 210 nm bis 230 nm besonders vorteilhaft.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung einen Temperatursensor auf, beispielsweise einen temperaturabhängigen Widerstand, der im Inneren des Gehäuses angeordnet ist. Der Temperatursensor ist dazu eingerichtet und angeordnet, abhängig von einer Lufttemperatur in dem Luftkanal ein Temperatursensorsignal zu erzeugen. Der Überwachungsschaltkreis ist dazu eingerichtet, abhängig von dem Temperatursensorsignal festzustellen, ob die Lufttemperatur größer ist als eine vorgegebene Maximaltemperatur und das Warnsignal oder ein weiteres Warnsignal zu erzeugen, wenn die Lufttemperatur größer ist als die Maximaltemperatur.
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Durch die Überwachung der Lufttemperatur kann insbesondere die ordnungsgemäße Funktion des Lüfters überwacht werden. Der Lüfter dient nämlich vorzugweise nicht nur zum Transport der zu desinfizierenden Luft in und aus dem Gehäuse, sondern zugleich auch zur Abfuhr der durch die Vielzahl von UV-Leuchtdioden, insbesondere den ersten Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden, und/oder durch die Vielzahl weiterer Leuchtdioden erzeugten Abwärme.
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Demzufolge werden durch die Überwachung der Lufttemperatur effektiv auch der Luftdurchsatz und damit die Desinfektionsleistung durch die Beleuchtungsvorrichtung überwacht. Durch die Überwachung der Lichtintensität in Kombination mit der Überwachung der Lufttemperatur wird so eine besonders zuverlässige Überwachung der Desinfektionsleistung ermöglicht.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung ist ein zweiter Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden linear entlang der Längsrichtung des Luftkanals angeordnet ist. Der erste Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden und der zweite Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden sind dabei einander gegenüberliegend angeordnet, so dass sich zwischen dem ersten Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden und dem zweiten Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden ein entsprechender Abschnitt des Luftkanals befindet.
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Mit anderen Worten sind die UV-Leuchtdioden des ersten Teils und die UV-Leuchtdioden des zweiten Teils auf gegenüberliegenden Seiten des Luftkanals angeordnet. Dadurch lässt sich eine noch effektivere Desinfektion der Luft des Luftstroms erreichen. Anders ausgedrückt lässt sich die Strömungsgeschwindigkeit des Luftstroms erhöhen, was zu einer erhöhten Desinfektionsleistung pro Zeiteinheit führt.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung ein UV-Modul mit einem Träger aufweist, auf dem der erste Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden angeordnet ist. Die Beleuchtungsvorrichtung weist eine Führungsvorrichtung auf, welche das UV-Modul, insbesondere den Träger an dem Gehäuse fixiert, insbesondere lösbar fixiert, und aus welcher das UV-Modul herausschiebbar ist, um das UV-Modul aus der Beleuchtungsvorrichtung zu entfernen.
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Somit kann das UV-Modul inklusive des ersten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden einfach ausgetauscht werden, wenn die Lichtintensität entsprechend nachgelassen hat und die, beispielsweise mittels des UV-Lichtsensors, entsprechend detektiert wird.
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Der erste Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden ist insbesondere mittels SMD-Technik auf dem Träger montiert, der entsprechende Strukturen zur Energieversorgung des ersten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden aufweist.
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Die Führungsvorrichtung und das UV-Modul beziehungsweise der Träger sind derart aneinander angepasst, dass das UV-Modul zum einen sicher in dem Gehäuse positioniert werden kann und zum anderen zum Austausch durch ein anderes, neues UV-Modul ohne weiteres, insbesondere ohne zusätzliche Werkzeuge, entfernt werden kann. Insbesondere lässt sich das UV-Modul unabhängig von der weiteren Vielzahl von Leuchtdioden entfernen und austauschen. Die weitere Vielzahl von Leuchtdioden ist also insbesondere nicht Teil des UV-Moduls und nicht auf dem Träger angeordnet.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist ein zweiter Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden linear entlang der Längsrichtung des Luftkanals angeordnet.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung ein weiteres UV-Modul mit einem weiteren Träger auf, auf dem der zweite Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden angeordnet ist. Die Beleuchtungsvorrichtung weist eine weitere Führungsvorrichtung auf, welche das weitere UV-Modul, insbesondere den weiteren Träger an dem Gehäuse fixiert, insbesondere lösbar fixiert, und aus welcher das weitere UV-Modul herausschiebbar ist, um das weitere UV-Modul aus der Beleuchtungsvorrichtung zu entfernen.
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Alle Ausführungen betreffend das UV-Modul, den Träger, die Führungsvorrichtung und den ersten Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden lassen sich in entsprechenden Ausführungsbeispielen auf das weitere UV-Modul, den weiteren Träger, die weitere Führungsvorrichtung beziehungsweise den zweiten Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden übertragen.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform sind das UV-Modul und das weitere UV-Modul einander gegenüberliegend angeordnet, so dass sich zwischen dem ersten UV-Modul und dem zweiten UV-Modul der entsprechende Abschnitt des Luftkanals befindet.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform wird die Führungsvorrichtung und/oder die weitere Führungsvorrichtung vollständig oder teilweise durch das Gehäuse gebildet.
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Dies erlaubt eine platzsparende Ausführung der Führungsvorrichtung beziehungsweise der weiteren Führungsvorrichtung.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das UV-Modul parallel zur Längsrichtung des Luftkanals aus der Führungsvorrichtung herausschiebbar. Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist das weitere UV-Modul parallel zur Längsrichtung des Luftkanals aus der weiteren Führungsvorrichtung herausschiebbar.
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Die Führungsvorrichtung kann beispielsweise eine Nut aufweisen, insbesondere in einer Seitenwand des Gehäuses, die sich parallel zur Längsrichtung des Luftkanals erstreckt und die den Träger aufnimmt, um das UV-Modul an dem Gehäuse zu fixieren. Entsprechendes gilt analog für die weitere Führungsvorrichtung.
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Die Führungsvorrichtung kann auch zwei einander gegenüberliegende Nuten aufweisen, insbesondere in der Seitenwand des Gehäuses, die sich parallel zur Längsrichtung des Luftkanals erstrecken und die den Träger aufnehmen, um das UV-Modul an dem Gehäuse zu fixieren. Entsprechendes gilt analog für die weitere Führungsvorrichtung.
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Dadurch lassen sich besonders einfach herzustellende Führungsvorrichtungen realisieren, beispielsweise ohne zusätzliche Teile zur Fixierung des UV-Moduls oder des weiteren UV-Moduls.
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Die Führungsvorrichtung kann auch einen Schacht aufweisen, der sich parallel zur Längsrichtung des Luftkanals erstreckt und der den Träger aufnimmt, um das UV-Modul an dem Gehäuse zu fixieren. Der Schacht kann vollständig oder teilweise durch das Gehäuse gebildet sein. Entsprechendes gilt analog für die weitere Führungsvorrichtung.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist der Schacht auf einer dem Luftkanal zugewandten Seite eine oder mehrere Öffnungen auf. Der erste Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden, insbesondere bei eingeschobenem beziehungsweise am Gehäuse fixiertem UV-Modul, auf dem Träger positioniert ist, um das ultraviolette Licht, beziehungsweise einen entsprechenden Teil davon, der auf den ersten Teil der Vielzahl von UV-Leuchtdioden zurückgeht, durch die eine oder die mehreren Öffnungen in den Luftkanal zu emittieren. So lässt sich eine besonders stabile Fixierung des UV-Moduls erreichen. Entsprechendes gilt analog für die weitere Führungsvorrichtung.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform enthält das UV-Modul den UV-Lichtsensor und/oder den Temperatursensor. Insbesondere ist der UV-Lichtsensor und/oder der Temperatursensor auf dem Träger angeordnet.
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Der auf dem UV-Modul beziehungsweise dem Träger angeordnete UV-Lichtsensor erfasst UV-Licht von UV-Leuchtdioden des ersten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden, die ebenfalls auf dem UV-Modul beziehungsweise dem Träger angeordnet sind und insbesondere durch interne Reflexionen in dem Gehäuse auf den UV-Lichtsensor treffen. In Ausführungsformen, in denen das weitere UV-Modul dem UV-Modul gegenüberliegend angeordnet ist, erfasst der UV-Lichtsensor außerdem UV-Licht von UV-Leuchtdioden des zweiten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden, die auf dem weiteren UV-Modul beziehungsweise dem weiteren Träger angeordnet sind. Der UV-Lichtsensor und der Überwachungsschaltkreis überwachen also die Lichtleistung des ersten und des zweiten Teils von UV-Leuchtdioden. Bei einem Abfall der Intensität unter die Mindestintensität können dann beispielsweise das UV-Modul und das weitere UV-Modul ausgetauscht werden.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform enthält das weitere UV-Modul einen weiteren UV-Lichtsensor, der insbesondere auf dem weiteren Träger angeordnet ist. Der weitere UV-Lichtsensor ist dazu eingerichtet und angeordnet, abhängig von einer weiteren Intensität des in den Luftkanal emittierten UV-Lichts ein weiteres Lichtsensorsignal zu erzeugen. Der Überwachungsschaltkreis ist dazu eingerichtet, abhängig von dem weiteren Lichtsensorsignal festzustellen, ob die weitere Intensität geringer ist als die vorgegebene Mindestintensität und das Warnsignal zu erzeugen, wenn die weitere Intensität geringer ist als die Mindestintensität. Die Erläuterungen bezüglich des UV-Lichtsensors gelten analog für den weiteren UV-Lichtsensor.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung einen Stecker auf, welcher das UV-Modul über einem weiteren Stecker des UV-Moduls mit dem Überwachungsschaltkreis verbindet.
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In solchen Ausführungsformen befindet sich der Überwachungsschaltkreis insbesondere nicht auf dem UV-Modul. Der weitere Stecker ist auf dem Träger montiert. Befindet sich der UV-Lichtsensor auf dem Träger, so kann das Lichtsensorsignal dementsprechend von dem UV-Modul an den Überwachungsschaltkreis übermittelt werden. Zudem kann der wenigstens eine Treiberschaltkreis über den Stecker und den weiteren Stecker Steuersignale zum Ansteuern der UV-Leuchtdioden des ersten Teils der Vielzahl von UV-Leuchtdioden an das UV-Modul übertragen.
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In alternativen Ausführungsformen enthält das UV-Modul den Überwachungsschaltkreis, wobei der Überwachungsschaltkreis insbesondere auf dem Träger angeordnet ist. In solchen Ausführungsformen kann der wenigstens eine Treiberschaltkreis beispielsweis über den Stecker und den weiteren Stecker mit dem UV-Modul verbunden sein.
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Der Stecker und der weitere Stecker sind insbesondere derart ausgestaltet und angeordnet, dass eine Steckverbindung zwischen dem Stecker und dem weiteren Stecker durch Herausschieben des UV-Moduls aus der Führungsvorrichtung gelöst wird und durch vollständiges Einführen des UV-Moduls in die Führungsvorrichtung hergestellt wird. Die Steckrichtung ist also insbesondere parallel zur Längsrichtung des Luftkanals.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform enthält eist das weitere UV-Modul einen weiteren UV-Lichtsensor, wobei der weitere UV-Lichtsensor insbesondere auf dem weiteren Träger angeordnet ist. Der weitere UV-Lichtsensor ist dazu eingerichtet und angeordnet, abhängig von einer weiteren Intensität des in den Luftkanal emittierten UV-Lichts ein weiteres Lichtsensorsignal zu erzeugen. Die Beleuchtungsvorrichtung weist einen weiteren Überwachungsschaltkreis auf, der dazu eingerichtet ist, abhängig von dem weiteren Lichtsensorsignal festzustellen, ob die weitere Intensität geringer ist als die vorgegebene Mindestintensität und das Warnsignal zu erzeugen, wenn die weitere Intensität geringer ist als die Mindestintensität.
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Beispielsweise enthält das weitere UV-Modul den weiteren Überwachungsschaltkreis, wobei der weitere Überwachungsschaltkreis insbesondere auf dem weiteren Träger angeordnet ist.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist die Lufteintrittsöffnung in einer sich parallel zu dem Luftkanal erstreckenden Längsseite des Gehäuses angeordnet. Der Lüfter ist dazu eingerichtet und angeordnet, die angesaugte Luft um 90° in die Längsrichtung des Luftkanals umzulenken, um den Luftstrom zu erzeugen.
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Die Längsseite des Gehäuses entspricht dabei insbesondere einer Seite der quaderförmigen Grundform, die keine Stirnseite ist.
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Der Lüfter kann beispielsweise als Radiallüfter ausgestaltet sein. Eine Antriebsachse des Radiallüfters ist dabei senkrecht zur Längsrichtung des Luftkanals. Mittels des Radiallüfters wird Luft im Wesentlichen parallel zur Antriebsachse, welche beispielsweise einer Motorachse des Radiallüfters entspricht, angesaugt. Durch die Drehung eines Laufrads des Radiallüfters kann die Luft um 90° umgelenkt werden und dann in radialer Richtung bezüglich der Antriebsachse ausgeblasen werden.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung eine Verschlusskappe auf, die an einem Ende, insbesondere einem axialen Ende, des Luftkanals an dem Gehäuse befestigt ist und den Luftkanal in der Längsrichtung des Luftkanals verschließt.
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Demensprechend kann die Luft nicht in Längsrichtung aus dem Gehäuse austreten. Ebenso wird der Austritt des UV-Lichts aus dem Gehäuse vermieden oder verhindert. Beispielsweise kann die Verschlusskappe ein UV-Licht absorbierendes Material enthalten oder daraus bestehen, um den Austritt des UV-Lichts aus dem Gehäuse weiter zu unterdrücken.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung einen mechanisch betätigbaren Schalter auf, beispielsweise einen Mikroschalter, der mit der Verschlusskappe zusammenwirkt, sodass der Schalter betätigt wird, wenn die Verschlusskappe von dem Gehäuse entfernt wird. Der Schalter ist mit dem wenigstens einen Treiberschaltkreis verbunden und der wenigstens eine Treiberschaltkreis ist dazu eingerichtet, die Vielzahl von UV-Leuchtdioden bei einer Betätigung des Schalters zu deaktivieren.
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Dadurch kann verhindert werden, dass bei geöffnetem Gehäuse UV-Licht austritt. Das Betätigen des Schalters kann ein Öffnen oder Schließen des Schalters sein. Dementsprechend kann der wenigstens eine Treiberschaltkreis beim Öffnen oder Schließen des Schalters die Vielzahl von UV-Leuchtdioden deaktivieren.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform weist die Verschlusskappe eine Luftaustrittsöffnung auf, um den Luftstrom aus dem Inneren des Gehäuses austreten zu lassen. Die Verschlusskappe ist dazu ausgelegt, den Luftstrom aus der Längsrichtung des Luftkanals um 90° in Richtung der Luftaustrittsöffnung umzulenken.
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Dadurch kann die effektive Länge des Luftkanals und damit die Desinfektionsleistung maximiert werden. Die Öffnung kann beispielsweise durch zwei nebeneinanderliegende Lamellen im Inneren der Verschlusskappe gebildet sein, die parallel zum Luftkanal ausgerichtet sind, wenn die Verschlusskappe an dem Gehäuse angebracht ist und den Luftstrom wie beschrieben umlenken können.
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Gemäß zumindest einer alternativen Ausführungsform weist das Gehäuse eine Luftaustrittsöffnung auf, um den Luftstrom aus dem Inneren des Gehäuses austreten zu lassen. Die Luftaustrittsöffnung ist derart angeordnet ist, dass der Luftstrom beim Austreten aus der Luftaustrittsöffnung aus der Längsrichtung des um 90° in Richtung der Luftaustrittsöffnung umgelenkt wird.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform ist der Überwachungsschaltkreis dazu eingerichtet, abhängig von dem Lichtsensorsignal festzustellen, ob die Intensität geringer ist als eine vorgegebene Zwischenintensität und ein Vorwarnsignal zu erzeugen, wenn die Intensität geringer ist als die Zwischenintensität und größer oder gleich der Mindestintensität.
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So kann bei der Warnung ein gestuftes Vorgehen umgesetzt werden, wobei die Intensität des Warnsignals beispielsweise höher ist als die des Vorwarnsignals. Etwa kann das Vorwarnsignal ein optisches Signal sein und das Warnsignal ein akustisches Signal. In anderen Ausführungen sind sowohl das Vorwarnsignal als auch das Warnsignal akustische Signale, wobei die Lautstärke des Warnsignals höher ist als die des Vorwarnsignals.
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Ein analoges gestuftes Vorgehen kann auch bei der Temperaturüberwachung mittels des Temperatursensors vorgesehen sein.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform beinhaltet das Gehäuse ein Strangprofil, welches den Luftkanal teilweise oder vollständig festlegt.
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Das Strangprofil, welches auch als Strangpressprofil bezeichnet werden kann, ist beispielsweise aus einem Metall, insbesondere Aluminium oder einer Aluminiumlegierung, gefertigt. Mit Vorteil kann das Strangprofil die Führungsvorrichtung, insbesondere die Nut, die Nuten oder den Schacht, bilden oder teilweise bilden. So lässt dich die Führungsvorrichtung einfach und kostengünstig herstellen. Entsprechendes gilt für die weitere Führungsvorrichtung.
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Gemäß zumindest einer Ausführungsform beinhaltet das Gehäuse das Strangprofil und eine Abdeckung, die an dem Strangprofil befestigt ist. Das Strangprofil legt zusammen mit der Abdeckung den Luftkanal teilweise oder vollständig fest.
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Beispielsweise kann das Strangprofil drei von vier Seitenflächen des Gehäuses, insbesondere der quaderförmigen Grundform, bilden und die Abdeckung eine vierte Seitenfläche. Stirnseitig kann das Gehäuse beispielsweise durch die Verschlusskappe und gegebenenfalls eine an einem der Verschlusskappe gegenüberliegenden axialen Ende des Gehäuses angeordnete weitere Verschlusskappe begrenzt sein.
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Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen können nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen von der Erfindung umfasst sein. Es sind insbesondere auch Ausführungen und Merkmalskombinationen von der Erfindung umfasst, die nicht alle Merkmale eines ursprünglich formulierten Anspruchs aufweisen. Es sind darüber hinaus Ausführungen und Merkmalskombinationen von der Erfindung umfasst, die über die in den Rückbezügen der Ansprüche dargelegten Merkmalskombinationen hinausgehen oder von diesen abweichen.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand konkreter Ausführungsbeispiele und zugehöriger schematischer Zeichnungen näher erläutert. In den Figuren können gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Die Beschreibung gleicher oder funktionsgleicher Elemente wird gegebenenfalls nicht notwendigerweise bezüglich verschiedener Figuren wiederholt.
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In den Figuren zeigen:
- 1 eine schematische Perspektivansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung;
- 2 eine schematische Unteransicht einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung;
- 3 eine schematische Draufsicht eines Teils einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung mit geöffneter Abdeckung;
- 4 eine schematische Perspektivansicht eines Teils einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung mit geöffneter Abdeckung;
- 5 eine schematische Perspektivansicht einer Verschlusskappe für eine beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtu ng;
- 6 eine schematische Perspektivansicht eines Teils einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung mit geöffneter Abdeckung;
- 7 eine schematische Perspektivansicht eines Teils einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung mit geöffneter Abdeckung;
- 8 eine schematische Perspektivansicht eines UV-Moduls für eine beispielhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung; und
- 9 eine schematische Perspektivansicht eines Teils einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung mit geöffneter Abdeckung.
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In 1 ist eine schematische Perspektivansicht einer beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung 1 gezeigt. Die Beleuchtungsvorrichtung 1 ist dabei rein beispielhaft als Deckenleuchte zur Montage an einer Raumdecke oder zum Abhängen von einer Raumdecke dargestellt. Insbesondere kann die Beleuchtungsvorrichtung 1 wie dargestellt als Linearleuchte ausgebildet sein.
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Ein im Wesentlichen quaderförmiges Gehäuse der Beleuchtungsvorrichtung 1 weist einen Gehäusekörper 2 auf, der beispielsweise durch ein Aluminium-Strangpressprofil gebildet sein kann, sowie eine Abdeckung 3, beispielsweise ein Abdeckblech aus Aluminium, auf einer der Raumdecke zugewandten Oberseite der Beleuchtungsvorrichtung 1. Das Gehäuse ist länglich entlang einer Längsachse ausgebildet, wobei sich der Gehäusekörper 2, also insbesondere das Strangpressprofil, sowie die Abdeckung 3, also insbesondere das Abdeckblech, entlang der Längsachse erstrecken. An den axialen oder stirnseitigen Enden des Gehäuses sind jeweilige Verschlusskappen 18a, 18b angeordnet, welche das Gehäuse verschließen.
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2 zeigt in einer Unteransicht einer der Oberseite gegenüberliegende Unterseite der Beleuchtungsvorrichtung 1. Auf der Unterseite ist außen an dem Gehäuse ein Vielzahl von Leuchtdioden 12 linear entlang der Längsachse angeordnet, die sichtbares Licht nach unten in die Umgebung der Beleuchtungsvorrichtung 1 abgeben können. Vorzugsweise erzeugen die Leuchtdioden 12 Licht mit einem sonnenlichtähnlichen Spektrum, beispielsweise mit einem Farbwiedergabeindex CRI, der größer oder gleich 97 ist.
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3 zeigt eine Draufsicht der Beleuchtungsvorrichtung 1, wobei die Abdeckung 3 entfernt ist, sodass ein durch den Gehäusekörper 2 und die Abdeckung 3 gebildeter Innenbereich in dem Gehäuse sichtbar ist.
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Im mittleren Bereich sind zwei Lüfter 8a, 8b, insbesondere Radiallüfter, vorgesehen, welche Luft durch entsprechende Lufteintrittsöffnungen (nicht dargestellt) an der Unterseite des Gehäusekörpers 2 von außerhalb des Gehäuses ansaugen, um 90° umlenken und in Richtung des jeweiligen axialen Endes beziehungsweise der entsprechenden Verschlusskappe 18a, 18b ausblasen können. Zwischen den Lüftern 8a, 8b und dem jeweiligen axialen Ende des Gehäuses sind durch den Gehäusekörper 2 und die Abdeckung 3 entsprechende Luftkanäle 4a, 4b gebildet, in denen ein jeweiliger durch die Lüfter 8a, 8b erzeugter Luftstrom entlang entsprechender Längsrichtungen 6a, 6b der Luftkanäle 4a, 4b nach außen strömen kann. Die Längsrichtungen 6a, 6b der Luftkanäle 4a, 4b sind dabei im Wesentlichen parallel zu der Längsrichtung des Gehäuses.
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An den axialen Enden können die Luftströme das Gehäuse wieder verlassen. Hierzu können die Verschlusskappen 18a, 18b beispielsweise entsprechende Luftaustrittsöffnungen 20 aufweisen. In 5 ist eine beispielhafte Ausführungsform für eine solche Verschlusskappe 18a dargestellt. In der Verschlusskappe 18a sind parallel zueinander angeordnete Lamellen 19 angeordnet, die den Luftstrom um 90° in Richtung der Unterseite umlenken und die Luft 7 entsprechend in die Umgebung ausströmen lassen. In alternativen Ausführungsformen kann das Gehäuse selbst, insbesondere der Gehäusekörper 2, eine oder mehrere entsprechende Luftaustrittsöffnungen aufweisen.
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Wie in 3 gezeigt sind an den Seiten des Gehäusekörpers 2 UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d derart angeordnet, dass zwei UV-Module 13a, 13c auf einander gegenüberliegenden Seiten des ersten Luftkanals 4a angeordnet sind und zwei UV-Module 13b, 13d auf einander gegenüberliegenden Seiten des zweiten Luftkanals 4b. Die UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d weisen jeweils einen Träger auf sowie eine Vielzahl auf dem jeweiligen Träger linear entlang der Längsrichtung 6a, 6b des Luftkanals 4a, 4b angeordneter UV-Leuchtdioden 5, wie beispielsweise in 8 und 6 dargestellt.
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Die UV-Leuchtdioden 5 können UV-Licht, insbesondere im UV-C-Spektrum, in den jeweiligen Luftkanal 4a, 4b abstrahlen und so die Luft des jeweiligen Luftstroms desinfizieren. In Kombination mit den Lüftern 8a, 8b kann so eine Desinfektion beziehungsweise Entkeimung der Raumluft erzielt werden.
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Die Beleuchtungsvorrichtung 1 weist einen Treiberschaltkreis 11 auf, siehe beispielsweise 7, der die UV-Leuchtdioden 5 sowie die sichtbares Licht emittierenden Leuchtdioden 12 ansteuern und insbesondere mit Strom versorgen kann, um sie zu aktivieren beziehungsweise zu deaktivieren.
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Die UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d können dabei nach Abnahme der Verschlusskappen 18a, 18b einzeln entnommen und beispielsweise ausgetauscht werden. Hierzu weist die Beleuchtungsvorrichtung 1 für jedes der UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d eine entsprechende Führungsvorrichtung 14a, 14b, 14c, 14d auf, aus der das jeweilige UV-Modul 13a, 13b, 13c, 13d parallel zur Längsrichtung 6a, 6b des Luftkanals 4a, 4b aus dem Inneren des Gehäuses herausgeschoben werden kann.
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In 8 ist ein einzelnes UV-Modul 13a gezeigt. Das UV-Modul 13a weist einen Stecker 16 auf, der mit bei eingeschobenem UV-Modul 13a mit einem in dem Gehäuse angeordneten Stecker verbunden ist, sodass die UV-Leuchtdioden 5 des UV-Moduls 13a mit dem Treiberschaltkreis 11 verbunden sind. In 9 ist das Gehäuse mit entferntem UV-Modul 13a dargestellt.
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In der Perspektivdarstellung der 4 ist eine beispielhafte Ausführungsform der Führungsvorrichtung 14a, 14b, 14c, 14d gezeigt, bei der entsprechende Schienen an den Seiten des Gehäusekörpers 2 angeordnet sind, die zusammen mit dem Gehäusekörper 2 jeweilige Schächte zum Einschieben der UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d beziehungsweise der entsprechenden Träger 15a, 15c gebildet werden. Die Schienen und somit die Schächte weisen in Richtung der Luftkanäle 4a, 4b Öffnungen 16a, 16c auf, durch welche die UV-Leuchtdioden 5 das UV-Licht abstrahlen können, wie auch in 6 dargestellt. In anderen Ausführungsformen können die Führungsvorrichtung 14a, 14b, 14c, 14d jeweils durch eine oder zwei Nuten in dem Gehäusekörper 2 selbst gebildet sein, in welche die UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d eingeschoben werden können.
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An den jeweiligen Stirnseiten des Gehäuses können beispielsweise mechanische Schalter 17 vorgesehen sein, die mit den Verschlusskappen 18a, 18b zusammenwirken, sodass die Schalter 17 betätigt werden, wenn die jeweilige Verschlusskappe 18a, 18b entfernt wird. Die Schalter 17 sind mit dem Treiberschaltkreis 11 verbunden, der bei Betätigung der Schalter 17 beziehungsweise alle UV-Leuchtdioden 5 abschaltet, um eine Schädigung von Augen oder Haut eines Benutzers durch das UV-Licht zu verhindern.
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Wie in 6 und 8 gezeigt, weist die Beleuchtungsvorrichtung 1 einen UV-Lichtsensor 9 auf. Insbesondere kann auf jedem UV-Modul 13a, 13b, 13c, 13d ein UV-Lichtsensor 9 angeordnet sein. Ferner weist die Beleuchtungsvorrichtung 1 einen mit dem UV-Lichtsensor 9 verbundenen Überwachungsschaltkreis 10 auf. Insbesondere kann auf jedem UV-Modul 13a, 13b, 13c, 13d ein Überwachungsschaltkreis 10 vorgesehen sein, der mit dem jeweiligen UV-Lichtsensor 9 des UV-Moduls 13a, 13b, 13c, 13d verbunden ist. Der UV-Lichtsensor 9 detektiert einen Teil des in den entsprechenden Luftkanal 4a, 4b abgegebenen UV-Lichts und erzeugt basierend auf der entsprechenden Intensität des detektierte UV-Lichts ein Lichtsensorsignal, das er an den Überwachungsschaltkreis 10 übermittelt. Dieser vergleicht die Intensität mit einer vorgegebenen Mindestintensität und erzeugt ein Warnsignal, beispielsweise ein akustisches und/oder optisches Warnsignal, wenn die Intensität kleiner ist als die Mindestintensität. Ein Benutzer kann sodann die betroffenen UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d, also insbesondere die UV-Module 13a, 13c auf der Seite des ersten Luftkanals 4a oder die UV-Module 13b, 13d auf der Seite des zweiten Luftkanals 4b austauschen, um eine ausreichend hohe Desinfektionsleistung der Beleuchtungsvorrichtung 1 sicherzustellen.
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Zudem kann die Beleuchtungsvorrichtung 1 auch für jeden Luftkanal 4a, 4b wenigstens einen Temperatursensor (nicht dargestellt) aufweisen, der die Lufttemperatur in dem Luftkanal 4a, 4b messen kann und ein entsprechendes Temperatursensorsignal an den Überwachungsschaltkreis 10 übermitteln kann. Beispielsweise kann jedes der UV-Module 13a, 13b, 13c, 13d einen entsprechenden Temperatursensor aufweisen. Der Überwachungsschaltkreis 10 vergleicht dann die jeweils gemessene Temperatur mit einer vorgegebenen Maximaltemperatur und erzeugt ein Warnsignal, insbesondere ein akustisches und/oder optisches Warnsignal, wenn die Temperatur höher ist, als die Maximaltemperatur. Auf diese Weise kann die ordnungsgemäße Funktion der Lüfter 8a, 8b überwacht werden und somit der Luftdurchsatz und letztlich die Desinfektionsleistung der Beleuchtungsvorrichtung 1.
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Wie bezüglich der Figuren beschrieben, ermöglicht die Erfindung eine gleichzeitige Raumbeleuchtung und eine effiziente Desinfektion der Raumluft durch UV-Licht.
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In verschiedenen Ausführungen erfolgt die Keimreduzierung der Raumluft durch Einsaugen von Luft im mittleren Bereich des Gehäuses und Behandlung der eingesaugten Luft durch Bestrahlung der enthaltenen Keime, wie etwa Viren oder Bakterien mit UV-Licht, insbesondere UV-C Licht, welches durch UV-Leuchtdioden im Inneren des Gehäuses erzeugt wird. Durch die Bestrahlung wird wenigstens ein Teil der in der Raumluft enthaltenen Keime Menschen unschädlich gemacht. Die desinfizierte Luft kann dann am Ende des Gehäuses ausgeblasen werden. So wird kein potentiell schädliches UV-Licht nach außen abgegeben.
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In bevorzugten Ausführungsformen sind die UV-Leuchtdioden auf austauschbaren UV-Lichtmodulen angeordnet. Die Module können nach Abnahme der Verschlusskappen einzeln entnommen und getauscht werden. Dabei wird Intensität des UV-Lichts im Inneren des Gehäuses überwacht. Ebenso kann der Luftdurchsatz wird durch Überwachung der Temperatur im Luftkanal überwacht werden. Bei Unterschreitung der Entkeimungsleistung kann dementsprechend ein akustisches und/oder optisches Warnsignal abgegeben werden.
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Vorzugsweise überwachen sich die UV-Module selbst. Beim Tausch eines Moduls werden die überwachungsrelevanten Bauteile mit getauscht.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Beleuchtungsvorrichtung
- 2
- Gehäusekörper
- 3
- Abdeckung
- 4a, 4b
- Luftkanäle
- 5
- UV-Leuchtdioden
- 6a, 6b
- Längsrichtungen
- 7
- Luft
- 8a, 8b
- Lüfter
- 9
- UV-Lichtsensor
- 10
- Überwachungsschaltkreis
- 11
- Treiberschaltkreis
- 12
- Leuchtdioden
- 13a, 13b, 13c, 13d
- UV-Module
- 14a, 14b, 14c, 14d
- Führungsvorrichtungen
- 15a, 15c
- Träger
- 16
- Stecker
- 16a, 16c
- Öffnungen
- 17
- Schalter
- 18a, 18b
- Verschlusskappen
- 19
- Lamellen
- 20
- Luftaustrittsöffnungen