DE19706220A1 - Verfahren und Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung

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Description

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die Bear­ beitung mittels elektrischer Entladung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Vorrichtung für die Bearbeitung mit­ tels elektrischer Entladung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren und eine Vorrichtung für die Bearbeitung der Längsflächen eines Werkstücks, das dünnwandige Teile, wie Turbinenschaufeln, auf­ weist.
Die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung wurde vor dieser Erfindung für die Bearbeitung von Werkstücken mit komplexen Formen eingesetzt, weil sie in der Lage ist, harte Materialien, die schwierig zu bearbeiten sind, in dieselbe Form zu bringen, wie sie die Elektroden aufweisen. Sie hat den Vorteil, daß sie in der Lage ist, eine hochpräzise Bearbeitung zu erzielen.
Fig. 1 zeigt eine unterstützende Abbildung zur Erklärung des Aufbaus einer typischen Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung, die von herkömmlicher Art ist. In Fig. 1 bezieht sich die Zahl 51 auf ein Untergestell an dessen Ende ein Ständer 52 vorgesehen ist. Ein Vorschubmechanismus 53, der am oberen Ende des Ständers 52 vorgesehen ist, bewirkt, daß ein Halter 55, der eine Elektrode 54 hält, in einer vertikal beweg­ baren Art angeordnet ist. Auf dem Untergestell 51 ist ein Bear­ beitungsvorratsbehälter 57 vorgesehen, der eine Arbeitsflüssig­ keit 56 enthält, in welcher ein Werkstück 58 angeordnet ist. Während die Elektrode 54 und das Werkstück 58 mit einer Span­ nungsquelle (nicht gezeigt) verbunden sind, wird mittels des Vorschubmechanismus 53 ein Absenken der Elektrode 54 bewirkt, so daß zwischen der Elektrode 54 und dem Werkstück 58 in der Arbeitsflüssigkeit 56 eine elektrische Entladung erzeugt wird, um Löcher, Aussparungen und andere Formen in dem Werkstück 58 auszubilden.
Fig. 2A ist eine Vorderansicht, die ein Beispiel einer Turbinen­ schaufel als Werkstück zeigt; während die Fig. 2B und 2C Querschnittsansichten sind, die entlang der Linien A-A bzw. B-B in Fig. 2A genommen wurden. In den Fig. 2A bis 2C weist eine Turbinenschaufel 60 eine Basis 61, die auf die Turbinenwelle montiert ist, und einen Flügel 62, welcher in einen breiten, dünnwandigen Bereich geformt ist, auf, wobei dessen Seitenflä­ chen 64 und 65 entlang der Hauptachse 63 komplexe Kurven dar­ stellen, wie in den Fig. 2B und 2C gezeigt.
Da Turbinenschaufeln 60, wie in den Fig. 2A bis 2C gezeigt, üblicherweise aus einem harten Material, wie zum Beispiel SUS630 hergestellt werden, und ihre Flügel 62 in dünnwandige Bereiche geformt sind, ist es extrem schwierig, ihre Seiten­ flächen 64 und 65 zu bearbeiten.
Werkstücke aus hartem Material, wie die oben erwähnten, werden normalerweise durch elektrolytische Bearbeitung geformt. Das heißt, daß an eine Turbinenschaufel 60, die bearbeitet und als Anode benutzt wird, und an eine Kathode, während beide in eine alkalische Elektrolytlösung wie NaOH eingetaucht sind, ein Gleichstrom angelegt wird, um zu bewirken, daß durch Elektro­ lyse das Metall der Turbinenschaufel 60 entfernt wird. In solch einem Fall wird die elektrolytische Bearbeitung durch das Ein­ spritzen des Elektrolyts unter hohem Druck ausgeführt, um zu verhindern, daß Metallionen auf der Kathode haften. Da die kathodische Elektrode kaum verbraucht wird, kann die Turbinen­ schaufel 60 als Werkstück nach dem genauen Umriß der Elektrode geformt werden. Ferner beeinflussen niemals Hitze oder äußere Kräfte das Werkstück, weshalb auf der Oberfläche des Werkstücks keine gestörten Schichten schlechterer Güte erzeugt werden.
Die elektrolytische Bearbeitung hat jedoch Schwierigkeiten bei der Bestimmung der Umrißlinie der Elektrode. Bei einer elektro­ lytischen Bearbeitung, bei der die Bearbeitung mit einem Fließ­ strahl von Elektrolytlösung erfolgt, tendiert der Fluß der Elektrolytlösung dahin, von der Anfangsform des Werkstücks ver­ ändert zu werden, was es schwer macht, die Bearbeitungsgenauig­ keit aufrechtzuerhalten. Um dies zu überwinden, muß die Form der Elektrode durch ein Verfahren von einigen oder einigen Dutzend Versuchen und Irrtümern bestimmt werden. Aus diesem Grunde ist die elektrolytische Bearbeitung für die langzeitig laufende Massenproduktion gleicher Erzeugnisse geeignet, aber nicht für eine kurzzeitig laufende Produktion mit Variationen der Größen und Sorten.
Die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung kann anderer­ seits ein Werkstück erzeugen, das in irgendwelchen Bereichen, die der Elektrode gegenüberliegen, 100 bis 200 Mikrometer schmaler ist, als die Elektrode. Ein wirksames Mittel für die Entladungsbearbeitung eines Werkstücks, wie einer Turbinen­ schaufel 60, in eine vorgegebene Form ist die Benutzung von Elektroden mit Oberflächen, die den Flügelflächen 64 und 65 entsprechen.
Es ist jedoch notwendig nach der Bearbeitung auf den entla­ dungsbearbeiteten Oberflächen kleine Fehlstellen zu entfernen. Ein wirksames Mittel um solche Fehlstellen zu entfernen ist die Ausführung einer elektrolytischen Bearbeitung oder elektroly­ tischen Schleifens mittels einer fließenden elektrolytischen Lösung auf dem bearbeiteten Werkstück nach der Entladungsbear­ beitung, wobei die Elektrode eng an dem Werkstück angeordnet wird.
Während der Bearbeitung mittels elektrischer Entladung wird jedoch aufgrund der Entladung zwischen der Elektrode und dem Werkstück auf der Oberfläche des Werkstücks Hitze erzeugt, was eine Ausdehnung der Oberfläche des Werkstücks in der Richtung entlang der Oberfläche bewirkt. Wenn die Seitenflächen 64 und 65 der Turbinenschaufel 60, wie in den Fig. 2A bis 2C ge­ zeigt, separat entladungsbearbeitet werden, tendiert die Ober­ fläche der Turbinenschaufel 60 dazu, sich in der Richtung entlang der Seitenflächen 64 und 65 auszudehnen, oder in der Richtung entlang der Hauptachse 63, was bewirkt, daß der Flügel 62 sich wegen der geringen Wanddicke des Flügels 62 verbiegt, was zu einer verringerten Genauigkeit der Abmessungen führt. Je größer die Abmessung der Hauptachse 63 und je geringer die Wanddicke des Flügels 62, um so stärker wird diese Tendenz.
Die Erfindung beabsichtigt, die im Stand der Technik enthal­ tenen Probleme zu lösen.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung zur Verfügung zu stellen, die es erlauben, die Oberflächen entlang der Hauptachse eines Werkstücks, das dünnwandige Bereiche aufweist, mit hoher Genauigkeit einer Entladungsbearbeitung zu unterziehen, während sie verhindern, daß das Werkstück ungewollt verformt wird.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung mit den Merkmalen des kenn­ zeichnenden Teils des Anspruchs 1, bzw. durch eine Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 6, gelöst.
Um diese Ziele zu erreichen, weist ein Verfahren für die Bear­ beitung der vorderen und hinteren Oberflächen eines Werkstücks, das dünnwandige Teile aufweist, mittels elektrischer Entladung über Elektroden gemäß dieser Erfindung solch einen Ablauf auf, daß die Oberflächen des Werkstücks gleichzeitig entladungs­ bearbeitet werden, indem das Werkstück auf einem angepaßten bewegbaren Tisch befestigt wird, indem zwei Elektroden, welche Oberflächen aufweisen, die den Oberflächen entsprechen, die aus dem Werkstück herausgearbeitet werden, dergestalt unterstützt werden, daß sie den Oberflächen des Werkstücks, die bearbeitet werden, gegenüberliegen, und daß sie bezüglich der Oberflächen des Werkstücks, die bearbeitet werden, verschiebbar sind, und indem die zwei Elektroden so gesteuert werden, daß die zwei Elektroden im Gleichlauf miteinander mit einer im wesentlichen gleichen Vorschubgeschwindigkeit pro Zeiteinheit eng an das Werkstück herangeführt werden.
Weiterhin weist eine Vorrichtung für die Bearbeitung der vorde­ ren und hinteren Oberflächen eines Werkstücks, das dünnwandige Teile aufweist, mittels elektrischer Entladung über Elektroden gemäß dieser Erfindung, solch einen Aufbau auf, daß vorgesehen sind: eine Werkstückpositioniereinrichtung, die auf einem ange­ paßten bewegbaren Tisch vorgesehen ist um das Werkstück sicher in seiner Stellung zu befestigen, eine Elektrodenunterstüt­ zungseinrichtung für das Unterstützen von zwei Elektroden, welche Oberflächen aufweisen, die den Oberflächen entsprechen, die aus dem Werkstück herausgearbeitet werden, dergestalt, daß sie den Oberflächen des Werkstücks, die bearbeitet werden, gegenüberliegen, und daß sie bezüglich der Oberflächen des Werkstücks, die bearbeitet werden, verschiebbar sind, und eine Elektrodenvorschubsteuerungseinrichtung für die Ausführung der Steuerung, so daß die zwei Elektroden im Gleichlauf miteinander mit einer im wesentlichen gleichen Vorschubgeschwindigkeit pro Zeiteinheit eng an das Werkstück herangeführt werden, um die gleichzeitige Bearbeitung der Oberflächen des Werkstücks, die bearbeitet werden, zu erreichen.
Mit dem zuvor erwähnten Ablauf des Verfahrens bzw. dem Aufbau der Vorrichtung kann die Bearbeitung mittels elektrischer Ent­ ladung mit einer hohen Genauigkeit ausgeführt werden, während verhindert wird, daß das Werkstück aufgrund der Hitze, die während der elektrischen Entladungsbearbeitung erzeugt wird, deformiert wird.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unter­ ansprüchen gekennzeichnet.
Ausführungsformen der Erfindung werden nun anhand der beilie­ genden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine unterstützende Abbildung zur Erklärung des Aufbaus einer typischen Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elek­ trischer Entladung, die von herkömmlicher Art ist;
Fig. 2A eine Ansicht von vorn, von einem Beispiel einer Turbi­ nenschaufel als Werkstück;
Fig. 2B und 2C Querschnittsansichten, die entlang der Linien A-A bzw. B-B in Fig. 2A genommen sind;
Fig. 3 und 4 teilweise geschnittene Ansichten einer Ausführungsform der Erfindung von vorn bzw. von der Seite;
Fig. 5 eine teilweise geschnittene Ansicht einer anderen Ausführungsform der Erfindung von vorn.
Die Fig. 3 und 4 sind teilweise quergeschnittene Ansichten einer Ausführungsform der Erfindung von vorn und von der Seite. In den Fig. 3 und 4 bezieht sich die Bezugszahl 1 auf einen Tisch, der in solch einer Weise auf einem Untergestell, welches eine elektrische Entladungsbearbeitungseinrichtung gemäß dieser Erfindung darstellt, vorgesehen ist, daß er horizontal bewegbar ist (zum Beispiel in der XY-Richtung). Ein langes dünnwandiges Werkstück 2 ist, wie in Fig. 2 gezeigt, zum Beispiel über eine Einspannvorrichtung 14 sicher in seiner Stellung auf dem Tisch 1 befestigt, so daß die Hauptachse aufrecht steht.
Bezugszahl 3 bezieht sich auf ein Kopfteil, das über einen Ständer 52, wie in Fig. 1 gezeigt, dergestalt angeordnet ist, daß es dem Tisch 1 gegenübersteht und vertikal bewegbar ist. Bezugszahl 4 bezieht sich auf ein Unterstützungsbauglied, das fest an den unteren Bereich des Kopfteils 3 angepaßt ist, um zwei Elektrodenhalterungen 6 über eine Führung 5 in einer horizontal bewegbaren Weise zu stützen. Ein Servomotor 7 ist fest an einem Ende des Unterstützungsbauglieds 4 angebracht, wobei seine herausgeführte Welle über eine Kopplungseinrichtung 8 mit einer Vorschubwelle 9 verbunden ist. Auf der Vorschubwel­ le 9 sind Rechts- und Linksgewinde 10 für den Vorschub vorgese­ hen, welche die gleiche Gewindesteigung von dem Mittelteil in Richtung auf die beiden Enden aufweisen.
Bezugszahl 11 ist eine Elektrode, die auf solch eine Art ausge­ bildet ist, daß sie Oberflächen aufweist, die den Seitenflächen des Werkstücks 2 entsprechen, und die über ein Positionierbau­ glied 12 fest an die Elektrodenhalterung 6 angepaßt ist. Zwei Elektroden 11 und 11 sind so mit einer Spannungsquelle verbun­ den, daß eine Spannung derselben gepulsten Hochfrequenzspan­ nungsquelle angelegt werden kann. Bezugszahl 13 bezieht sich auf ein Innengewindebauglied, das fest an die Elektrodenhalte­ rung 6 angepaßt ist und mit dem Vorschubgewinde 10 in Eingriff steht.
Bei dem zuvor erwähnten Aufbau wird das Werkstück 2, wie zuvor beschrieben, in seiner Stellung auf dem Tisch 1 befestigt, die Stellung des Tisches 1 wird so eingestellt, daß die Elektroden 11 und 11 in gleichem Abstand von dem Werkstück 2 angeordnet sind, und der Kopfteil 3 wird herabgelassen und in der Stellung gehalten, die in Fig. 3 gezeigt ist, um den Tisch 1 und den Kopfteil 3 zu positionieren. Als nächstes wird der Servomotor 7 über eine Steuereinrichtung (nicht gezeigt) angetrieben, und eine Spannung von der gepulsten Hochfrequenzspannungsquelle wird an die Elektroden 11 und 11 angelegt, um das Werkstück 2 einer Entladungsbearbeitung zu unterziehen.
In diesem Zustand, wenn die Vorschubwelle 9 durch den Servo­ motor 7 angetrieben wird, wird durch die Innengewindebauglieder 13, die in die Rechts- und Linksgewinde 10 für den Vorschub mit gleicher Steigung eingreifen, welche auf der Vorschubwelle 9 vorgesehen sind, bewirkt, daß die Elektrodenhalterungen 6 und 6 im Gleichlauf miteinander mit im wesentlichen gleicher Vor­ schubgeschwindigkeit pro Zeiteinheit vorgeschoben werden. Im Ergebnis werden die Elektroden 11 und 11 im Gleichlauf mitein­ ander eng an das Werkstück 2 herangeführt, wobei gleichzeitig auf beiden Seitenflächen des Werkstücks 2, die bearbeitet werden, in etwa die gleiche Menge an Metall abgetragen wird.
Während der zuvor erwähnten elektrischen Entladungsbearbeitung wird auf beiden Seitenflächen des Werkstücks 2 Hitze erzeugt, wobei jedoch die Wärmeenergie, die auf beide Seitenflächen des Werkstücks 2 verteilt wird in etwa gleich bleibt, da beide Seitenflächen des Werkstücks 2 in etwa mit dem gleichen Energie­ betrag bearbeitet werden, wodurch die Geradlinigkeit der Haupt­ achse des Werkstücks 2 aufrechterhalten wird. Somit kann eine hochpräzise Entladungsbearbeitung ohne Deformation erzielt werden.
Fig. 5 ist eine teilweise quergeschnittene Ansicht einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung von vorn. Die glei­ chen Teile sind mit denselben Bezugszahlen bezeichnet, die in den Fig. 3 und 4 benutzt wurden. In Fig. 5 sind zwei unabhän­ gige Vorschubwellen 9 sich gegenüberliegend dergestalt angeord­ net, daß die jeweiligen Achslinien miteinander ausgerichtet sind oder parallel zueinander verlaufen, so daß die Vorschub­ wellen 9 von unabhängigen Servomotoren 7 über Kopplungsein­ richtungen 8 angetrieben werden können. Die zwei Servomotoren 7 und 7 werden über eine Steuereinrichtung (nicht gezeigt) im Gleichlauf miteinander angetrieben, um zu bewirken, daß die Elektrodenhalterungen 6 und 6 mit derselben Geschwindigkeit pro Zeiteinheit vorgeschoben werden.
Bei dem zuvor erwähnten Aufbau werden die Elektroden 11 und 11 im Gleichlauf miteinander eng an das Werkstück 2 herangeführt, wobei beide Seitenflächen des Werkstücks 2 in etwa mit dem glei­ chen Energiebetrag bearbeitet werden, was zu einer hochpräzisen Entladungsbearbeitung führt.
In der obigen Ausführungsform erfolgte die Beschreibung auf der Grundlage einer Elektrodenvorschubsteuereinrichtung, die einen Servomotor aufweist. Dieser kann jedoch durch einen hydrauli­ schen Servomechanismus ersetzt werden. Kurz gesagt, die Elek­ trodenvorschubsteuereinrichtung kann einen derartigen Aufbau aufweisen, daß die zwei Elektroden 11 und 11 im Gleichlauf mit­ einander eng an das Werkstück 2 herangeführt und mit derselben Geschwindigkeit pro Zeiteinheit vorgeschoben werden.
Weiterhin zeigt die obige Ausführungsform eine Einrichtung zum Unterstützen des Werkstücks 2 auf solch eine Weise, daß das Werkstück 2 mit seiner Längsrichtung vertikal ausgerichtet wird, und daß die Elektroden 11 und 11 in der Richtung parallel zur horizontalen Ebene bewegbar sind. Das Werkstück 2 kann jedoch auch dergestalt unterstützt werden, daß seine Längs­ richtung im wesentlichen horizontal ausgerichtet wird, und daß die Elektroden 11 und 11 in einer Richtung parallel zur vertikalen Ebene bewegbar sind.
Mit der Bearbeitungsfähigkeit der elektrischen Entladungsbear­ beitungseinrichtung gemäß dieser Erfindung kann ein Werkstück 2, das im Querschnitt eine gekrümmte Umrißlinie aufweist, wie eine Turbinenschaufel, und/oder eine Abmessung in Längsrichtung aufweist, die größer ist als die Querschnittsabmessung, beson­ ders effektiv bearbeitet werden. Diejenigen Werkstücke 2, die eine geringere Längsabmessung aufweisen, oder einen dünnwandi­ gen Bereich in einem Teil der Querschnittsumrißlinie, können jedoch ebenfalls zufriedenstellend mit der elektrischen Entla­ dungsbearbeitungseinrichtung gemäß dieser Erfindung bearbeitet werden.
Diese Erfindung, welche den zuvor erwähnten Aufbau und die zuvor erwähnte Funktionsweise aufweist, kann eine Entladungs­ bearbeitung der zu bearbeitenden Oberflächen eines Werkstücks mit dünnwandigen Bereichen, wie einer Turbinenschaufel, mit einer hohen Präzision und Effektivität und ohne Deformation und Verbiegen erreichen.

Claims (10)

1. Verfahren für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung zur Bearbeitung der vorderen und hinteren zu bearbeitenden Oberflächen eines Werkstücks, das einen dünnwandigen Bereich aufweist, mit Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß diese Oberflächen des Werkstücks (2) gleichzeitig bearbei­ tet werden, indem das Werkstück (2) auf einem angepaßten beweg­ baren Tisch (1) sicher in seiner Stellung befestigt wird, indem zwei Elektroden (11), welche Oberflächen aufweisen, die den zu bearbeitenden Oberflächen des Werkstücks (2) entsprechen, den Oberflächen des Werkstücks (2), die bearbeitet werden, gegen­ überliegend angeordnet werden, und indem sie dergestalt ange­ ordnet werden, daß sie, bezüglich der Oberflächen des Werk­ stücks (2), die bearbeitet werden, verschiebbar sind, und indem die Steuerung so erfolgt, daß die Elektroden (11) im Gleichlauf miteinander und mit einer im wesentlichen gleichen Vorschubge­ schwindigkeit pro Zeiteinheit eng an das Werkstück (2) heran­ geführt werden.
2. Verfahren für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (2) auf dem Tisch (1) dergestalt unterstützt wird, daß das Werkstück (2) mit seiner Längsrichtung im wesent­ lichen vertikal ausgerichtet wird, und daß die Elektroden (11) so angepaßt sind, daß sie in der Richtung parallel zur horizon­ talen Ebene bewegbar sind.
3. Verfahren für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (2) auf dem Tisch (1) dergestalt unterstützt wird, daß das Werkstück (2) mit seiner Längsrichtung im wesent­ lichen horizontal ausgerichtet wird, und daß die Elektroden (11) so angepaßt sind, daß sie in der Richtung parallel zur vertikalen Ebene bewegbar sind.
4. Verfahren für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Querschnittsumrißlinie des Werk­ stücks (2) durch eine gekrümmte Kurve (64, 65) gebildet wird.
5. Verfahren für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsoberflächen des Werkstücks (2) an verschie­ denen Positionen in der Längsrichtung unterschiedliche Umriß­ linien aufweisen.
6. Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Ent­ ladung zur Bearbeitung der vorderen und hinteren zu bearbei­ senden Oberflächen eines Werkstücks, das einen dünnwandigen Bereich aufweist, mit Elektroden, dadurch gekennzeichnet, daß vorgesehen sind: eine Werkstückpositioniereinrichtung (14), die auf einem angepaßten bewegbaren Tisch (1) vorgesehen ist um das Werkstück (2) in seiner Stellung sicher auf dem Tisch (1) zu befestigen, eine Elektrodenunterstützungseinrichtung (4, 6) für das Unterstützen von zwei Elektroden (11), welche Oberflä­ chen aufweisen, die den Oberflächen des Werkstücks (2) ent­ sprechen, die bearbeitet werden, dergestalt, daß sie den Ober­ flächen des Werkstücks (2), die bearbeitet werden, gegenüber­ liegen, und daß sie bezüglich der Oberflächen des Werkstücks (2), die bearbeitet werden, verschiebbar sind, und eine Elektrodenvorschubsteuerungseinrichtung (7, 8, 9, 10, 13) für die Ausführung der Steuerung, so daß die zwei Elektroden (11) im Gleichlauf miteinander mit einer im wesentlichen gleichen Vorschubgeschwindigkeit pro Zeiteinheit eng an das Werkstück (2) herangeführt werden, und daß die zu bearbeitenden Ober­ flächen des Werkstücks (2), gleichzeitig bearbeitet werden.
7. Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Oberfläche des Tisches (1) im wesentlichen hori­ zontal ausgerichtet ist, und die Elektrodenunterstützungs­ einrichtung (4, 6) ein Unterstützungsbauglied (4), das über dem Werkstück (2) vorgesehen ist, und dergestalt ausgebildet ist, daß es horizontal bewegbar ist, und die Elektrodenhalterungen (6), die so angepaßt sind, daß sie horizontal bewegbar sind, umfaßt.
8. Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektroden (11) über Positionierbauglieder (12), die so angepaßt sind, daß sie vertikal und horizontal bewegbar und einstellbar sind, auf die Elektrodenhalterungen (6) montiert sind.
9. Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenvorschubsteuerungseinrichtung (7, 8, 9, 10, 13) rechtsseitige und linksseitige Außengewinde (10) mit der­ selben Gewindesteigung aufweist, von denen jedes vom Mittelteil in Richtung auf deren beide Enden hin vorgesehen ist, und eine Vorschubwelle (9) umfaßt, die dafür angepaßt ist, daß sie in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung drehbar ist, und Innengewinde­ bauglieder (13), die fest an die Elektrodenhalterungen (6) angepaßt sind, und die Innengewinde (13) aufweisen, die mit den Außengewinden (10) ineinandergreifen.
10. Vorrichtung für die Bearbeitung mittels elektrischer Entladung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrodenvorschubsteuerungseinrichtung (7, 8, 9, 10, 13) zwei unabhängige Vorschubwellen (9) umfaßt, die Außen­ gewinde (10) aufweisen, und dergestalt vorgesehen sind, daß deren jeweilige Achslinien miteinander ausgerichtet sind oder parallel zueinander verlaufen und so angepaßt sind, daß sie in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung drehbar sind, zwei unabhängige Antriebsvorrichtungen (7) zum Antrieb der Vorschubwellen (9), und Innengewindebauglieder (13), die fest an die Elektroden­ halterungen (6) angepaßt sind und Innengewinde (13) aufweisen, die mit den Außengewinden (10) ineinandergreifen.
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