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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Lendenstützvorrichtung, die eine Bandage umfaßt, welche an ihren beiden Enden mit ergänzenden Verschlußmitteln ausgestattet ist, und die insbesondere einen dorsalen Abschnitt und einen abdominalen Abschnitt umfaßt, der aus zwei Segmenten besteht, die den dorsalen Abschnitt seitlich fortsetzen und die an ihrem freien Ende mit ergänzenden Verschlußmitteln versehen sind.
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Ziel einer Lendenstützvorrichtung ist es, die Lendenlordose zu entlasten und aufzurichten. Die Lordose kann als eine Krümmung in der Sagittalebene mit posteriorer Konkavität definiert werden. Im Zervikal- und Lumbalbereich ist sie physiologisch. In einem anderen Bereich, oder wenn sie verstärkt ist, wird sie pathologisch.
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Die aus dem Stand der Technik bekannten Lendenstützvorrichtungen üben über den abdominalen Abschnitt der Bandage eine Kompressionskraft auf den Bauch und über den dorsalen Abschnitt eine Kompressionskraft auf den Rücken des Benutzers aus. Dieses Wirken wird gemeinhin als Förderung der gesunden Haltung oder Haltungskorrektur bezeichnet. Das Tragen einer Lendenstützvorrichtung ermöglicht, die Last des Körpers harmonisch auf die Zwischenwirbelscheiben zu verteilen. Diese Lendenstützvorrichtungen üben zwei entgegengesetzte Kräfte mit unterschiedlichen Modulen in eine zur Vertikalrichtung der Wirbelsäule im wesentlichen senkrechten Richtung aus, wodurch der auf die Bauchregion ausgeübte abdominale Druck verringert wird. Dementsprechend wird die Haltungskorrektur nicht optimiert.
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Die Lendenstützvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung behebt die vorgenannten Probleme dadurch, daß sie eine Bandage mit einem dorsalen Abschnitt und einem abdominalen Abschnitt umfaßt, wobei der abdominale Abschnitt aus zwei Segmenten besteht, die den dorsalen Abschnitt seitlich fortsetzen und die an ihrem freien Ende mit ergänzenden Verschlußmitteln versehen sind. Der dorsale Abschnitt umfaßt entlang seiner Höhe einen oberen Bereich und einen unteren Bereich, zwischen denen ein Zwischenbereich angeordnet ist, der zwei seitliche Bereiche, die derart angeordnet sind, daß sie beim Tragen der Bandage wenigstens die Flanken bedecken, sowie einen mittleren Bereich umfaßt, der zwischen den beiden seitlichen Bereichen und derart angeordnet ist, daß er beim Tragen der Bandage wenigstens den vierten und den fünften Lendenwirbel (L4–L5) sowie den ersten Beckenwirbel (S1) bedeckt. Die seitlichen Bereiche üben eine Kompressionskraft aus, die geringer als die durch den oberen Bereich bzw. den unteren Bereich ausgeübte ist.
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Die Segmente sind derart angeordnet, daß der abdominale Abschnitt eine Kompressionskraft auf die Bauchregion ausübt, und sich wie ein Abdominalelement verhält, wenn die ergänzenden Verschlußmittel geschlossen sind.
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Im Gegensatz zu den dorsalen Abschnitten der Bandagen des Standes der Technik, die eine im wesentlichen gleichmäßige Kompressionskraft auf allen ihren Flächen ausüben, üben die seitlichen Bereiche, welche auf beiden Seiten des mittleren Bereichs des dorsalen Abschnitts der erfindungsgemäßen Vorrichtung angeordnet sind, eine Kompressionskraft aus, die geringer ist als die durch den unteren Bereich und den oberen Bereich ausgeübten, so daß die Kompressionskraft, die durch die Segmente des abdominalen Abschnitts auf die Flanken ausgeübt wird, wenn die Verschlußmittel geschlossen sind, verstärkt wird und die Haltungskorrektur verbessert wird.
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Vorzugsweise üben die Segmente des abdominalen Abschnitts, wenn die ergänzenden Verschlußmittel geschlossen sind, eine Kompressionskraft aus, die größer als die oder gleich den durch die seitlichen Bereiche und eventuell den mittleren Bereich ausgeübten Kompressionskräfte(n) ist.
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Darüber hinaus können die Segmente des abdominalen Abschnitts, wenn die ergänzenden Verschlußmittel geschlossen sind, eine Kompressionskraft ausüben, die geringer oder größer als die durch den oberen und den unteren Bereich ausgeübten Kompressionskräfte, und vorzugsweise größer als die oder gleich den durch den oberen und den unteren Bereich ausgeübten Kompressionskräfte(n) ist.
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Die Bandage besteht vorzugsweise aus einem einzigen oder mehreren Textilteilen. So erfordern der obere und/oder der untere Rand der Bandage manchmal eine Endbearbeitung, da Fäden geschnitten wurden und sich in einzelne Fasern auflösen konnten. Die Konfektionsschritte und die verwendeten Materialien, um diesen unteren und/oder oberen Rand fertigzustellen, sind derart festgelegt und ausgerichtet, daß die elastischen Eigenschaften und insbesondere die Kompressionskräfte, die durch den oberen und den unteren Bereich, in denen der untere und obere Rand angeordnet sind, ausgeübt werden, nicht verändert werden. Vorzugsweise wird unter elastischem Faden und elastischem Band ein Faden und ein Band verstanden, die eine Dehnung von wenigstens 100% ihrer Länge in Ruhe, ohne eine Veränderung oder Verschlechterung ihrer mechanischen Leistungen erfahren können.
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Ein unterer und/oder ein oberer Rand, die mit Hilfe von nicht elastischen Fäden, welche beispielsweise eine Bruchdehnung in der Größenordnung von 30% aufweisen, überwendlich genäht sind, würden die erfindungsgemäßen oberen und unteren Bereiche blockieren und würden letztere daran hindern, die Kompressionswirkungen, die ihnen bei der Herstellung, insbesondere beim Stricken verliehen wurden, zu gewährleisten.
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Der obere Rand der Bandage und eventuell der untere Rand sind vorzugsweise mit Hilfe eines elastischen Fadens, wie eines elastischen Schaumstoffadens, eventuell mit Hilfe eines sehr schmalen elastischen Bandes (in der Größenordnung von einigen Millimetern), genannt Gummiband, überwendlich genäht, um ein Zerfasern der Ränder zu verhindern. Das Gummiband ermöglicht, das Aussehen der überwendlich genähten Ränder zu verbessern, damit kein geschnittener Faden über die überwendliche Naht hinaussteht. Die gebildete überwendliche Naht führt selbst dann, wenn ein dünnes Gummiband verwendet wird, zu einer sehr geringen Überdicke. Die genannten überwendlich genähten Ränder, die eventuell ein Gummiband umfassen, verändern die elastischen Eigenschaften des oberen und unteren Bereichs, insbesondere die durch die Bereiche ausgeübten Kompressionskräfte nicht.
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Man darf also die überwendlich genähten oder durch eine Naht abgeschlossenen oberen und/oder unteren Ränder der Bandage, die eventuell ein Gummiband umfassen und im allgemeinen eine Höhe, bezogen auf die größte Hohe der Bandage, in der Größenordnung von einigen Millimetern aufweisen, nicht mit dem oberen und unteren Bereich gemäß der Erfindung verwechseln.
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Wenn der dorsale Abschnitt aus einem Stück gestrickt ist, ist vorzugsweise lediglich der obere Rand der Bandage mit Hilfe eines elastischen Bandes und eines elastischen Fadens, insbesondere eines elastischen Schaumstoffadens, überwendlich genäht. Denn die entlang des unteren Randes der Bandage angeordneten Maschen werden beim Stricken geschlossen, so daß vorteilhafterweise kein nachträglicher Konfektionsschritt erforderlich ist, um ein Zerfasern des unteren Randes zu verhindern.
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Die lokale Kompressionskraft, die durch einen Kompressionsartikel auf ein Glied ausgeübt wird, ist insbesondere von den Kraft-Dehnungs-Eigenschaften des Artikels abhängig.
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Der auf ein Glied ausgeübte Druck läßt sich durch folgendes Laplace-Gesetz berechnen: P[PA oder mmHg] = (T[N] × n/(L[m] × R[m]).
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P stellt den an einer gegebenen Stelle des betrachteten Gliedes ausgeübten Druck dar.
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T ist die Spannung, ausgedrückt in Newton, die durch den Artikel oder einen Bereich dessen ausgeübt wird, wenn er über des untere oder obere Glied oder aber den Rumpf gezogen wird.
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R ist der Krümmungsradius an der betrachteten Stelle des unteren oder oberen Gliedes oder aber des Rumpfes.
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L ist die Länge oder Höhe des Artikels oder eines Bereichs dessen.
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n stellt die Anzahl von Dicken textiler Materialien des Artikels oder in einem Bereich dessen dar.
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Ein Verfahren, das ermöglicht, zu beurteilen, ob ein an der Bandage angeordneter bestimmter erster Bereich gemäß der vorliegenden Erfindung eine stärkere Kompressionskraft als ein ebenfalls an der Bandage angeordneter zweiter Bereich ausübt, basiert auf der Tatsache, daß der erste Bereich unter einer gegebenen Dehnung eine Kraft (in Newton) aufweist, die größer als die unter der gleichen Dehnung erzielte Kraft (in Newton) ist.
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Das bevorzugte und unten anhand der 8 beschriebene Verfahren zur Messung des durch einen gegebenen Bereich der erfindungsgemäßen Bandage ausgeübten Druckes verwendet einen Differenzdrucksensor und eine Testpuppe, die derart starr ist, daß sie sich während der Druckmessungen nicht verformt. Der Sensor ist somit zwischen einem bestimmten Bereich der Bandage, dessen Druck gemessen werden soll, und einem gegebenen Bereich der Testpuppe angeordnet. Vorzugsweise ist der Sensor von geringer Größe, in der Größenordnung von einigen Zentimetern, um Drücke in mmHg präzise genug zu messen.
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Mit Kompressionskraft oder Druck wird der Druck bezeichnet, der lokal durch einen Bereich der Bandage auf eine gegebene Region des Körpers in mmHg ausgeübt wird.
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Vorzugsweise üben die seitlichen Bereiche und eventuell der mittlere Bereich eine Kompressionskraft in folgendem Bereich aus, [16 mmHg; 25 mmHg], und üben der obere und der untere Bereich und eventuell der mittlere Bereich eine Kompressionskraft in folgendem Bereich aus, [40 mmHg; 52 mmHg]. Die Segmente des abdominalen Abschnitts üben dann, wenn die Verschlußmittel geschlossen sind, eine Kompressionskraft größer oder gleich 70 mmHg aus.
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Die durch einen gegebenen Bereich der Lendenstützvorrichtung auf den Benutzer ausgeübte Kompressionskraft ist von dem Maschenschema, von seiner Fadendichte, von der Länge aufgenommener Fäden (Lfa), von den Maßen des Patienten sowie von der Spannung, die während des Anlegens an diese Vorrichtung angelegt wird, abhängig.
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In einer Ausführungsvariante übt der mittlere Bereich, welcher zwischen den seitlichen Bereichen angeordnet ist, eine Kompressionskraft aus, die geringer als die oder gleich der Kompressionskraft ist, welche durch den oberen Bereich bzw. durch den unteren Bereich ausgeübt wird.
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Der mittlere Bereich verhält sich wie ein Verstärkungselement, das auf die Lumbalbereiche L4–L5 und L5–S1 eine Kompressionskraft ausübt, ohne die Steifigkeit der Verstärkungselemente in bekannten starren und biegsamen Materialien, die manchmal als unbequem betrachtet werden, aufzuweisen.
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In einer Ausführungsvariante weist der mittlere Bereich eine H-Form auf und ist geeignet, ein Verstärkungselement, vorzugsweise ein H-förmig gestaltetes Dorsalelement aufzunehmen.
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Denn entsprechend dem Zustand der zu behandelnden Lendenlordose kann es erforderlich sein, die durch den mittleren Bereich erbrachte Verstärkung dadurch zu verbessern, daß ein Verstärkungselement, vorzugsweise ein Dorsalelement oder ein oder mehrere Stäbe in diesem Bereich eingesetzt werden.
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In einer Ausführungsvariante üben der mittlere Bereich und die seitlichen Bereiche eine Kompressionskraft gleicher Größenordnung aus, vorzugsweise bilden sie einen einzigen Zwischenbereich.
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Diese Variante wird bevorzugt, um die Haltungskorrektur zu optimieren und die Lendenlordose aufzurichten, da die Kompressionskraft, die durch den mittleren Bereich wenigstens auf die Lumbalbereiche L4–L5 und L5–S1 ausgeübt wird, geringer als die durch den oberen und den unteren Bereich ausgeübten Kompressionskräfte ist und da die Kompressionskraft, die bei geschlossenen Verschlußmitteln durch die Segmente des abdominalen Abschnitts ausgeübt wird, an den Lumbalbereichen L4–L5 und L5–S1 sowie an den Flanken vorherrschend ist.
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Vorzugsweise übt der abdominale Abschnitt eine Kompressionskraft aus, die größer als die durch den mittleren Bereich und die seitlichen Bereiche und größer als die oder gleich der durch den oberen Bereich bzw. den unteren Bereich ausgeübten Kompressionskraft ist.
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In einer Ausführungsvariante übt der obere Bereich eine Kompressionskraft in der Größenordnung von der durch den unteren Bereich ausgeübten aus.
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Diese Anordnung ermöglicht, die Verteilung der Last des Körpers auf die Zwischenwirbelscheiben bestmöglich auszugleichen.
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In einer Ausführungsvariante sind die durch den unteren und den oberen Bereich ausgeübten Kompressionskräfte wenigstens 30%, vorzugsweise 30% bis 60% größer als die durch die seitlichen Bereiche und eventuell durch den mittleren Bereich ausgeübte Kompressionskraft.
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In einer Ausführungsvariante üben die Segmente des abdominalen Abschnitts bei geschlossenen Verschlußmitteln eine Kompressionskraft aus, die größer als das oder gleich dem Zweifachen der durch die seitlichen Bereiche und eventuell durch den mittleren Bereich ausgeübten Kompressionskraft ist.
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Diese Anordnung ermöglicht, die Haltungskorrektur beträchtlich zu verbessern.
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In einer Ausführungsvariante bestehen der mittlere Bereich, die seitlichen Bereiche, der untere und der obere Bereich aus einem gleichen Strickteil, das vorzugsweise durch Stricken auf einer doppelfonturigen Wirkmaschine, vorzugsweise Flachwirkmaschine erhalten wird.
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Vorteilhafterweise besteht die Bandage aus einem Stück und weist keine störende Naht auf, die für den Patienten manchmal verletzend ist, insbesondere wenn die Vorrichtung direkt auf der Haut getragen wird.
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In einer Ausführungsvariante liegen der mittlere Bereich, die seitlichen Bereiche, der untere und der obere Bereich in Form von mehreren Textilteilen, vorzugsweise Gestricken vor, die zusammengenäht sind.
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In einer Ausführungsvariante umfassen der untere und der obere Bereich und eventuell der mittlere Bereich:
- – eine erste Reihe von Rechts-Rechts-Maschen,
- – einen Schußfaden aus einem elastischen Faden,
- – eine zweite Reihe von Maschen, die auf allen Nadeln der hinteren Fontur gestrickt sind.
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Die vorstehende Strickbindung wird in dem vorliegenden Text mit dem Begriff „Maschenschema 1” bezeichnet.
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In einer Ausführungsvariante umfassen die seitlichen Bereiche und eventuell der mittlere Bereich:
- – eine erste Reihe von Rechts-Rechts-Maschen,
- – einen Schußfaden aus einem elastischen Faden,
- – eine zweite Reihe von Maschen, in der die Maschen jede zweite Nadel von der vorderen Fontur zur hinteren Fontur übertragen sind,
- – eine dritte Reihe von Maschen, die auf allen Nadeln der hinteren Fontur gestrickt sind,
- – eine vierte Reihe, in der die Maschen jede zweite Nadel von der hinteren Fontur zur vorderen Fontur übertragen sind,
- – eine fünfte Reihe von Maschen, die jede zweite Nadel auf der hinteren Fontur gestrickt sind.
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Die vorstehende Strickbindung wird in dem vorliegenden Text mit dem Begriff „Maschenschema 2” bezeichnet.
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Der Maschenübertrag jede zweite Nadeln von der vorderen Fontur zur hinteren Fontur und umgekehrt ermöglicht die Ausbildung von Öffnungen in dem Gestrick.
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Das so erhaltene Gestrick weist Öffnungen für das Ableiten von Wärme und Schweiß, vorzugsweise in Millimeter-Größenordnung auf, gleichzeitig wird eine ausreichende Elastizität aufrechterhalten, um sich den Bewegungen der Rückenregion anzupassen und diesen zu folgen, wodurch der Komfort verbessert wird.
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In einer Ausführungsvariante umfaßt die Vorrichtung ein dorsales Verstärkungselement, das Befestigungsorgane umfaßt, die geeignet sind, mit über die Höhe der Bandage angeordneten ergänzenden Befestigungsorganen zusammenzuwirken, um das Dorsalelement in dem oberen und dem unteren Bereich fest zu verbinden.
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Da das Verstärkungselement nicht in den seitlichen Bereichen und dem mittleren Bereich fest verbunden ist, verändert es nicht das elastische Verhalten und folglich die durch diese ausgeübten Kompressionskräfte.
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In einer Ausführungsvariante weisen der untere und der obere Bereich eine Höhe von mehr als oder gleich 20 mm auf.
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Der untere und der obere Bereich müssen eine ausreichende Höhe aufweisen, um Kompressionskräfte auf eine ausreichend große Fläche auszuüben und den Effekt eines Abschnürens zu vermeiden.
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Die vorliegende Erfindung wird beim Lesen von zwei als nicht einschränkend zu verstehenden Ausführungsbeispielen, die in den nachstehenden, dieser Beschreibung beiliegenden Figuren veranschaulicht sind, besser verstanden:
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1 zeigt eine Ansicht der Außenseite eines ersten Beispiels einer Lendenstützvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,
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2 ist eine Ansicht der Innenseite der in 1 dargestellten Vorrichtung,
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3 zeigt eine Ansicht der Außenseite eines zweiten Beispiels einer Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung,
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4 ist eine Ansicht der Innenseite einer Variante der in 3 dargestellten Vorrichtung,
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5 zeigt eine Seitenansicht der in den 3 und 4 gezeigten Vorrichtung, die von einem Patienten getragen wird,
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6 ist eine Darstellung des Maschenschemas 1,
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7 ist eine Darstellung einer Variante des Maschenschemas 2,
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8 ist eine schematische Darstellung einer Testpuppe, die bei dem Verfahren zur Messung des durch einen gegebenen Bereich der erfindungsgemäßen Bandage ausgeübten Druckes [mmHg] verwendet wird.
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Die in den 1 und 2 dargestellte Lendenstützvorrichtung 1 umfaßt eine Bandage 2, welche einen dorsalen Abschnitt 3 und einen abdominalen Abschnitt 4 aufweist. Der abdominale Abschnitt 4 besteht aus zwei Segmenten 5 und 6, die den dorsalen Abschnitt 3 seitlich fortsetzen und an ihren freien Enden 5a und 6a mit ergänzenden Verschlußmitteln 7 und 8, in diesem bestimmten Beispiel vom Typ Klettverschluß, ausgestattet sind, wobei die Außenseite des Segments 5 mit Schlingen von der Art Astrachan 7 beschichtet ist und die Innenseite des Segments 6 Häkchen 8 aufweist. Der dorsale Abschnitt 3 weist über seine Höhe H1 zwei seitliche Bereiche 9 und 10 auf, die derart angeordnet sind, daß sie beim Tragen der Bandage 2 die Flanken des Patienten bedecken, und die auf beiden Seiten eines mittleren Bereichs 11 angeordnet sind, welcher derart angeordnet ist, daß er beim Tragen der Bandage 2 die Lumbalbereiche L4–L5 und L5–S1 bedeckt. Der dorsale Abschnitt 3 weist ebenfalls über seine Höhe H1 einen oberen Bereich 12 und einen unteren Bereich 13 auf, die auf beiden Seiten der seitlichen Bereiche 9, 10 und des mittleren Bereichs 11 angeordnet sind. Der dorsale Abschnitt 3 ist vollständig gestrickt, was die Verwendung von Nähten vermeidet, um entsprechende verschiedene Teile an die seitlichen Bereiche 9, 10, den mittleren Bereich 11, den oberen Bereich 12 und unteren Bereich 13 anzufügen. In diesem bestimmten Beispiel weist der gestrickte mittlere Bereich 11 eine H-Form auf und übt die gleiche Kompressionskraft auf die Lumbalbereiche L4–L5 und L5–S1 wie der obere Bereich 12 und der untere Bereich 13 aus. Die Bereiche 3a und 3b des dorsalen Abschnitts 3, die zwischen den Schenkeln des H, das zwischen dem mittleren Bereich 11 und den seitlichen Bereichen 9 und 10 begrenzt ist, angeordnet sind, sind nach einer in 7 dargestellten Variante des Maschenschemas 2 gestrickt. In dieser Variante des Maschenschemas 2 wird der erste Maschenübertrag in der zweiten Maschenreihe mit den ungeraden Nadeln durchgeführt, während der zweite Maschenübertrag in der vierten Maschenreihe mit den geraden Nadeln durchgeführt wird, die fünfte Maschenreihe wird auf allen geraden Nadeln der hinteren Fontur gestrickt. Anschließend werden diese Schritte mit einigen Änderungen wiederholt, das heißt der erste Maschenübertrag in der zweiten Maschenreihe wird mit den geraden Nadeln durchgeführt, während der zweite Maschenübertrag in der vierten Maschenreihe mit den geraden Nadeln durchgeführt wird, die fünfte Maschenreihe wird auf allen ungeraden Nadeln der hinteren Fontur gestrickt. Die seitlichen Bereiche 9, 10 sowie die Bereiche 3a und 3b des dorsalen Abschnitts 3 weisen Öffnungen in Millimeter-Größenordnung auf, um das Ableiten von Wärme und Schweiß zu begünstigen. Diese Bereiche 9, 10, 3a, 3b weisen im wesentlichen die gleichen Zug-Dehnungs-Kurven auf, so daß sie eine Kompressionskraft gleicher Größenordnung entlang der Rückenregionen, die sie im Einsatz bedecken, ausüben, die geringer als die durch den oberen Bereich 12, den unteren Bereich 13 und den mittleren Bereich 11 ausgeübte, vorzugsweise wenigstens 30% geringer ist. In diesem bestimmten Beispiel sind der obere Bereich 12, der untere Bereich 13 und der mittlere Bereich 11 nach dem in 6 dargestellten Maschenschema 1 gestrickt und weisen im wesentlichen die gleichen Zug-Dehnungs-Kurven auf, so daß sie eine Kompressionskraft gleicher Größenordnung entlang der Rückenregionen, die sie im Einsatz bedecken, ausüben.
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Die Vorrichtung 1 umfaßt an der Innenseite 2b der Bandage 2 ein Dorsalelement 15, das die gleiche Form wie der mittlere Bereich 11 aufweist, so daß es, wenn es mit der Innenseite 2b der Bandage 2 fest verbunden ist, über diesem liegt. Die Befestigungsorgane, die ermöglichen, das Dorsalelement 15 fest mit der Innenseite 2b der Bandage 2 zu verbinden, sind nicht dargestellt, vorzugsweise sind sie aber einerseits an der Innenseite des Dorsalelements 15 und andererseits an der Innenseite des oberen Bereichs 12, des unteren Bereichs 13 und des mittleren Bereichs 11, die von dem Dorsalelement 15 bedeckt sind, angeordnet, so daß das elastische Verhalten der seitlichen Bereiche 9, 10 und der Bereiche 3a und 3b nicht verändert wird.
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In einer Variante ist das Dorsalelement mit der Innenseite des oberen Bereichs 12 und des unteren Bereichs 13 durch jedes beliebige, aus dem Stand der Technik bekannte Mittel, vorzugsweise durch Ultraschallschweißen oder Nähen, fest verbunden.
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Im Einsatz, wenn die ergänzenden Verschlußmittel 7 und 8 geschlossen sind, bilden die Segmente 5 und 6 ein Abdominalelement, das eine Kompressionskraft auf die Bauchregion ausübt, die keine entgegengesetzte, wenigstens gleiche Kompressionskraft in den seitlichen Bereichen 9, 10 und den Bereichen 3a und 3b erfährt, so daß die Haltungskorrektur wie auch die Aufrichtung der Lendenlordose verbessert wird.
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Der obere Bereich 12 und der untere Bereich 13 haben eine Mindesthöhe H12 bzw. H13 von über 40 mm, um eine Kompressionskraft entlang einer ausreichenden Fläche auszuüben und um einen unangenehmen Abschnüreffekt zu vermeiden.
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Die Lendenstützvorrichtung 16, welche in den 3 bis 5 dargestellt ist, unterscheidet sich von der Vorrichtung 1 dadurch, daß der mittlere Bereich und die seitlichen Bereiche einen einzigen, nach der Variante des in 7 dargestellten Maschenschemas 2 gestrickten Zwischenbereich 17 bilden, der eine Kompressionskraft aufweist, die geringer als die durch den oberen Bereich 18 bzw. durch den unteren Bereich 19 ausgeübte Kompressionskraft ist. Vorzugsweise übt der Zwischenbereich 17 eine Kompressionskraft in folgendem Bereich [16 mmHg; 25 mmHg] aus und üben der obere Bereich 18 und der untere Bereich 19 eine Kompressionskraft in folgendem Bereich [40 mmHg; 52 mmHg] aus. Die Segmente des abdominalen Abschnitts üben bei geschlossenen Verschlußmitteln eine Kompressionskraft von mehr als oder gleich 70 mmHg aus. In einer Variante umfaßt die Vorrichtung 16 ein H-förmiges Dorsalelement 21, das in 4 dargestellt ist und das Befestigungsorgane umfaßt, die geeignet sind, für dessen festes Verbinden mit der Bandage 20 mit ergänzenden Befestigungsmitteln, welche im oberen Bereich 18 und im unteren Bereich 19 angeordnet sind, zusammenzuwirken, um das elastische Verhalten und folglich die Kompressionswirkung, die durch den Zwischenbereich 17 ausgeübt wird, der beim Tragen der Vorrichtung die Flanken des Patienten sowie die Lumbalbereiche L4–L5 und L5–S1 bedeckt, nicht zu verändern. Der obere Bereich 18 und der untere Bereich 19 sind nach dem Maschenschema 1 gestrickt. Das Element 21 kann auch im oberen Bereich 18 und unteren Bereich 19 durch Ultraschallschweißung oder durch Nähen fest verbunden sein.
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Im Einsatz, wie dies in 5 dargestellt ist, werden die Kompressionskräfte f1, f2, f3 durch den abdominalen Abschnitt 22 bzw. den oberen Bereich 18 und unteren Bereich 19 ausgeübt, so daß die Kompressionskraft f1 hauptsächlich auf die Lumbalbereiche L4–L5 und L5–S1 ausgeübt wird und Vertikalkräfte erzeugt, die das Zusammendrücken der Wirbel in den genannten Bereichen verhindern, was den Schmerz des Patienten linden, die Aufrichtung der Lendenlordose und die Haltungskorrektur verbessert.
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Das Verfahren zur Messung des durch einen Bereich der Bandage ausgeübten Druckes, welches in 8 dargestellt ist, ist das im Rahmen der vorliegenden Erfindung verwendete. Eine starre Testpuppe 23, vorzugsweise aus einem Kunststoff, weist mehrere Markierungen 24, 25, 26, 27 auf, an denen ein Differenzdrucksensor, vorzugsweise mit einem Durchmesser von weniger als 40 mm, vorzugsweise mit einem Durchmesser von weniger als 20 mm angeordnet werden soll. An der Testpuppe wird eine – nicht dargestellte – Bandage gemäß der vorliegenden Erfindung zwischen der unteren Markierung 27 und der oberen Markierung 24 unter Ausüben einer Dehnungskraft in der Größenordnung von 20% angeordnet. Diese Dehnungskraft entspricht im allgemeinen der Kraft zum Spannen der Bandage, die durch den Patienten ausgeübt wird, wenn er die Bandage an seinen Oberkörper anlegt. Dieses Maß einer 20%igen Dehnung wird vorzugsweise, der Einfachheit halber, im Bereich der Segmente des abdominalen Abschnitts bewirkt. Bei einer Bandage mit einer Höhe in der Größenordnung von 28 cm, sind an der Testpuppe vier über die Höhe der Bandage gleichmäßig voneinander beabstandete Markierungen 24, 25, 26, 27, in diesem bestimmten Beispiel alle 7 cm, angeordnet. Selbstverständlich ist es möglich, den Abstand der Markierungen entsprechend der Höhe der Bandage zu variieren. Der Drucksensor wird nun zwischen der geschlossenen Bandage und einer gegebenen Markierung an der Testpuppe angeordnet. Die Druckmessungen sind natürlich entlang des Umfangs der Testpuppe auf der Ebene einer gegebenen Markierung versetzt, um den durch einen bestimmten Bereich der Bandage ausgeübten Druck zu bewerten.