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Die
Erfindung geht aus von einer Bedienvorrichtung nach der Gattung
des Hauptanspruchs. Es sind schon Bedienvorrichtungen bekannt, bei
denen über
eine Tastenauswahl oder über
eine Drehgeberauswahl bestimmte Funktionen eines durch die Bedienvorrichtung
zu steuernden Geräts
ausgewählt
bzw. zum Aufruf einer ausgewählten
Funktion bestätigt werden.
Aus der
DE 199 36
257 A1 ist ein berührungssensitiver
Mehrfachdrehknopf bekannt, bei dem drei Drehknöpfe umeinander herum angeordnet sind.
Die Drehknöpfe
sind mit Berührungssensoren ausgestattet,
so dass die Darstellung auf einer variablen optischen Anzeige an
den gerade berührten Drehknopf
angepasst werden kann. Die Drehknöpfe können gegebenenfalls auch mit
einer Drückfunktion in
axialer Richtung zur Bestätigung
einer angewählten
Funktion ausgestattet werden.
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Vorteile der
Erfindung
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Die
erfindungsgemäße Bedienvorrichtung mit
den Merkmalen des Hauptanspruchs hat demgegenüber den Vorteil, dass eine
zentrale Drucktaste zum Bestätigen
einer ausgewählten
Einstellung vorgesehen ist. Hierdurch wird vermieden, dass einem zentralen
Bedienelement eine Drehfunktion zur Auswahl einer noch zu bestätigenden
Funktion zukommt. Hierdurch wird der Bedienkomfort für den Benutzer erhöht, da von
der Bedienung her zwischen einer Auswahl und einer Bestätigung unterschieden
werden kann, da diese Funktionsarten jeweils verschiedenen Bedienelementen
zugeordnet sind. Insbesondere bei einer Nutzung z. B. in einem Kraftfahrzeug kann
nicht durch eine versehentlich auf einen Drehknopf axial ausgeübte Kraft
eine ausgewählte
Funktion bestätigt
und damit eingegeben werden. Vielmehr ist für die Bestätigung einer jeweiligen Funktion eine
Betätigung
eines gesonderten Bedienelements erforderlich, nämlich eine Betätigung der
zentralen Drucktaste. Indem zwei Drehgeber vorhanden sind, bei der
einer der Drehgeber um den anderen herum angeordnet ist, stehen
dennoch benachbart zu der Drucktaste hocheffiziente Eingabeelemente
zur Verfügung,
mit denen schnell eine Auswahl getroffen werden kann.
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Erfindungsgemäß ist es
ferner vorgesehen, die Drucktaste außer zur Bestätigung auch
dazu zu verwenden, die Vorrichtung ein- und auszuschalten. Der Ein-
und Ausschaltvorgang ist eine besonders wichtige Funktion, die von
anderen Auswahlmöglichkeiten
vorteilhaft getrennt wird.
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Durch
die in den Unteransprüchen
aufgeführten
Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der in den
nebengeordneten Ansprüchen
angegebenen Bedienvorrichtung möglich.
Besonders vorteilhaft ist der Bedienvorrichtung eine Anzeige zugeordnet,
in der Funktionen dargestellt sind, die mit dem ersten und/oder
dem zweiten Drehgeber auswählbar
sind. Hierdurch erhält
der Benutzer unmittelbar eine Rückkopplung über von ihm
auswälhbare
Funktionen. Bevorzugt ist die Darstellung dabei so gewählt, dass
eine räumliche
Zuordnung zwischen auswählbaren
Funktionen und einem in der Anzeige dargestellten, dem ersten und/oder
dem zweiten Drehgeber bzw. der Drucktaste entsprechenden Bauteil
hergestellt wird. Ein Benutzer kann nun unmittelbar aus der grafischen
Darstellung erkennen, welche Funktionen bei einer entsprechenden
Drehung eines der Drehgeber ausgewählt bzw. bei einer Betätigung der
Drucktaste bestätigt
wird.
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Bevorzugt
ist dabei die Anzeige auf diejenigen Funktionen beschränkt, die
bei dem jeweiligen Betriebszustand eines der Bedienvorrichtung zugeordneten
Geräts
auch tatsächlich
auswählbar
sind. Insbesondere wird hierdurch erreicht, dass ein Benutzer nicht
durch unnötig
angezeigte Funktionen abgelenkt wird. Wird z. B. eine Steuerung
einer Musikwiedergabe von einem Datenträger vorgenommen, so ist es
nicht erforderlich, dass auch auswählbare Sendernamen eines Radiosenders
mit angezeigt werden. Eine entsprechende Auswahl eines Senders sollte
jedoch dann erfolgen, wenn auf eine Radiosteuerung umgeschaltet
wird.
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Ferner
ist es vorteilhaft, mit dem ersten Drehgeber eine Lautstärke einer
akustischen Ausgabe zu steuern, während mit dem zweiten Drehgeber
eine Funktion eines der Bedienvorrichtung zugeordneten Gerätes oder
ein entsprechendes Gerät
selbst ausgewählt
wird. Diese Zuordnung ermöglicht
einerseits eine genaue Einstellung der Lautstärke, die im allgemeinen durch
eine Betätigung
einer Bestätigungstaste
nicht noch bestätigt
werden muss. Dagegen tritt der zweite Drehgeber nach der Funktionsauswahl
bei einer Betätigung
des zentralen Bedienelements unmittelbar in eine gewisse Wechselwirkung
mit der Drucktaste zur Bestätigung,
da nach der Auswahl erst noch die Bestätigung vorgenommen werden muss.
Indem der zweite, innenliegende Drehgeber hierzu verwendet wird,
wird die anschließende
Bestätigung
der Auswahl durch eine Betätigung
der Drucktaste für
den Benutzer erleichtert.
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Zur
besseren räumlichen
Unterscheidung ist in einer bevorzugten Ausführungsform zwischen dem ersten
Drehgeber und dem zweiten Drehgeber ein trennendes Zwischenstück vorgesehen,
so dass ein Benutzer bereits erfühlen
kann, ob er den ersten Drehgeber oder den zweiten Drehgeber betätigt.
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Vorteilhaft
ist ferner vorgesehen, den zweiten Drehgeber pilzförmig auszuführen, so
dass er sich zumindest teilweise über den ersten Drehgeber erhebt.
Hiermit wird eine Fühlbarkeit
des Drehgebers verbessert.
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Zur
besseren Drehbarkeit sind in einer weiteren Ausführungsform Vertiefungen vorgesehen,
in die ein Benutzer eingreifen kann, so dass er das erste Bedienelement
leicht bewegen kann.
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Zeichnung
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung
näher erläutert. Es
zeigen
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1 eine
Aufsicht auf ein Autoradio mit einer erfindungsgemäßen Bedienvorrichtung,
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2 und 3 verschiedene
Ausführungsformen
für eine
erfindungsgemäße Bedienvorrichtung
in einer seitlichen Ansicht im Querschnitt.
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Beschreibung
des Ausführungsbeispiels
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Die
erfindungsgemäße Bedienvorrichtung kann
zur Bedienung beliebiger elektronischer Geräte verwendet werden. Ihre Verwendung
ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn eine große Anzahl von Auswahlmöglichkeiten
zur Verfügung
stehen. Insbesondere gegenüber
Wipptasten kann hierbei eine höhere Auswahlgeschwindigkeit
erreicht werden, da mit einem Drehgeber zwischen einer schnellen
und einer langsamen Bewegung durch eine Datenauswahl hindurch leichter
umgeschaltet werden kann. Insbesondere bei Radiovorrichtungen und
Musikwiedergabevorrichtungen haben sich gegenüber der Vergangenheit die Auswahlmöglichkeiten
stark erhöht.
So ist es z. B. möglich,
auf einem Datenträger,
z. B. einer CD, mehr als hundert Musiktitel in einem komprimierten Datenformat,
z. B. im sogenannten MP3-Format, abzulegen. Durch digitalen Rundfunk
ist es möglich, hundert
und mehr Programme empfangen zu können. Insbesondere bei einer
Steuerung eines Autoradios ist es dabei erforderlich, dem Benutzer
die Auswahl möglichst
so anzubieten, dass er nicht oder möglichst wenig vom Verkehrsgeschehen
abgelenkt wird. Zudem muss die Bedienung leicht erlernbar sein,
da auch Fahrer, die ein Fahrzeug erstmalig oder erst kurzfristig
nutzen, z. B. in einem Mietwagen, in der Lage sein müssen, eine
entsprechende Bedienung durchzuführen.
Im Folgenden wird daher die erfindungsgemäße Bedienvonichtung am Beispiel
einer Verwendung an einem Autoradio in einem Kraftfahrzeug erläutert.
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In
der 1 ist eine Bedienoberfläche 1 eines Autoradios
dargestellt, das in einem Einbauschacht in einem Kraftfahrzeug angeordnet
ist. Auf der Bedienoberfläche 1 ist
eine Bedienvorrichtung 2 neben einer Anzeige 3 angeordnet.
Bevorzugt sind neben der Bedienvorrichtung 2 noch weitere
Bedienelemente auf der Bedienoberfläche 1 vorgesehen. Dies
ist z. B. ein Auslöseknopf 5 zum
Abklappen oder Entnehmen der Bedienoberfläche 1 von dem übrigen Autoradio
in dem Einbauschacht. Ferner ist bei dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Hauptmenü-Taste 4 vorgesehen,
bei deren Betätigung
die Autoradiovorrichtung in einen definierten Ausgangszustand geschaltet
wird. Ferner sind benachbart zu der Anzeige 3 weitere Bedientasten
vorgesehen. Eine erste Taste 6, dient einer Quellenwahl,
eine zweite Taste 7 einer Diensteauswahl und eine dritte
Taste 8 einer Auswahl zur Klangeinstellung.
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Die
Bedienvorrichtung 2 weist einen ersten Drehgeber 9 auf,
der ringförmig
in die Bedienoberfläche 1 des
Autoradios eingebracht ist. Der erste Drehgeber 9 ist derart gelagert,
dass er in beide Richtungen des dargestellten Doppelpfeiles 11 konzentrisch um
eine durch ein Kreuz gekennzeichnete Drehachse 12 gedreht
werden kann. Innerhalb des Rings des ersten Drehgebers 9 ist
ein zweiter Drehgeber 10 angeordnet. Auch der zweite Drehgeber 10 ist
in einer bevorzugten Ausführungsform
konzentrisch um die Drehachse 12 in der Ebene der Bedienoberfläche 1 drehbar.
Der zweite Drehgeber 10 ist ebenfalls bevorzugt ringförmig ausgeführt. Er
ist außerdem
in beide Richtung entsprechend der Pfeildarstellung 11 um die
Drehachse 12 drehbar. Er umschließt eine Drucktaste 15.
Auf die Drucktaste 15 kann senkrecht zu der Bedienoberfläche 1 eine
Kraft so ausgeübt
werden, dass die Druckstaste 15 axial zu der Drehachse 12 verschiebbar
ist.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist zwischen dem ersten Drehgeber 9 und dem zweiten Drehgeber 10 ein
Zwischenstück 13 vorgesehen,
das den ersten Drehgeber 9 von dem zweiten Drehgeber 10 trennt.
Damit ist für
einen Benutzer ein Übergang von
dem ersten Drehgeber 9 zu dem zweiten Drehgeber 10 erfühlbar. In
einem in der 1 nicht dargestellten Ausführungsbeispiel
kann der erste Drehgeber 9 auch unmittelbar an den zweiten
Drehgeber 10 anschließen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist auf der Bedienoberfläche 1 eine
Beschriftung 14 für
den ersten Drehgeber 9 und auf dem Zwischenstück 13 eine
Beschriftung 16 für
den zweiten Drehgeber 10 angeordnet, so dass eine Funktion
der Drehgeber für einen
Benutzer unmittelbar ersichtlich ist. In einer nicht gezeigten Ausführungsform
können
die Beschriftungen auch unmittelbar auf den Drehgebern 9, 10 selbst
angeordnet sein.
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Eine
Bedienung der Drehgeber wird bevorzugt elektronisch ausgewertet.
Die Drehgeber sind dabei so bedienbar, dass sie ohne eine Begrenzung in
jede der beiden angezeigten Richtungen (Pfeil 11) bewegt
werden können.
Bevorzugt sind die Drehgeber dabei so beweglich, dass eine Bewegung
lediglich in festgelegten, gerasterten Schritten möglich ist. Durch
die Rasterung wird einem Benutzer eine haptische Rückmeldung über einen
durchgeführten
Bewegungsschritt des jeweiligen Drehgebers 9, 10 gegeben.
Er kann damit eine Bewegung des Drehgebers auch dann erfühlen, wenn
er den Drehgeber bei der Bedienung selbst nicht betrachtet.
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In
einer besonderen Ausführungsform
des Autoradios ist der erste Drehgeber 9 einer Lautstärkeneinstellung
des Autoradios zugeordnet. Bei einer Bewegung im Uhrzeigersinn wird
die Lautstärke
einer Audioausgabe erhöht,
z. B. die Lautstärke
einer Ausgabe eines Radioprogramms über einen Lautsprecher. Bei
einer Bewegung gegen den Uhrzeigersinn wird die Lautstärke der
Audioausgabe verringert. Der zweite Drehgeber 10 dient
dagegen einer Funktionsauswahl des Autoradios. Der zweite Drehgeber 10 wirkt
hierzu mit der Anzeige 3 zusammen. In der Anzeige 3 ist
in einem Anzeigefeld 17 dargestellt, welche Funktion des
Autoradios bzw. welches mit dem Autoradio verbundene Gerät, z. B. CD-Wechsler oder Navigationseinheit,
derzeit mit dem Drehgeber angesteuert wird. In einer übrigen Anzeigefläche 18 ist
die Drucktaste 15 bildlich dargestellt (Bezugszeichen 15'). Um die Darstellung
der Drucktaste 15' herum
sind einzelne Funktionen des Autoradios dargestellt, die in dem
jeweiligen Betriebszustand, der durch die Anzeige in dem Anzeigefeld 17 gekennzeichnet
ist, auswählbar
sind. Eine der Funktionen ist durch einen Auswahlrahmen 20 gekennzeichnet.
Statt eines Auswahlrahmens kann auch eine inverse Anzeige oder eine
auf andere Weise hervorgehobene Darstellung der jeweils ausgewählten Funktion
erfolgen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
ist der Auswahlrahmen 20 durch eine Verbindungslinie 41 mit
der Darstellung der Drucktaste 15' in der Anzeigefläche 18 verbunden.
Hierdurch wird einem Benutzer verdeutlicht, dass durch eine Betätigung der Drucktaste 15 die
in dem Auswahlrahmen 20 dargestellte Funktion 19 ausgelöst wird.
Ein Wechsel zur Auswahl einer anderen Funktion erfolgt dadurch, dass
der zweite Drehgeber 10 um die Drehachse 12 gedreht
wird. Erfolgt eine Drehung im Uhrzeigersinn, so bewegt sich auch
der Auswahlrahmen 20 im Uhrzeigersinn durch die um die
Darstellung 15' der
Bestätigungstaste
herum gruppierten Funktionen. Erfolgt eine Drehung des zweiten Drehgebers 10 in Richtung
gegen den Uhrzeigersinn, so wird auch der Auswahlrahmen in der gleichen
Richtung um die Darstellung der Bestätigungstaste 15' herum verschoben.
Entsprechend kann auch eine Auswahl aus einer Liste erfolgen, wobei
durch eine Drehung im Uhrzeigersinn den Auswahlrahmen 20 in
der Liste nach unten und bei einer Drehung im Uhrzeigersinn in der Liste
nach oben bewegt wird.
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Ein
Wechsel in ein anderes Menü erfolgt
dabei entweder dadurch, dass eine Auswahl eines anderen Menüs als Funktion
in der Anzeigefläche 18 dem
Benutzer angeboten und von diesem ausgewählt und bestätigt wird.
In einer anderen Ausführungsform
kann ein Wechsel in ein anderes Menü auch durch eine Betätigung einer
der Tasten 6, 7, 8 neben der Anzeige 3 erfolgen.
Die Tasten 6, 7, 8 können auch dazu ausgelegt sein,
bestimmte Funktionen unmittelbar auszulösen. Ein Wechsel in ein anderes
Menü erfolgt
z. B. auch durch eine Betätigung der
Hauptmenü-Taste 4,
mit der unmittelbar ein eingestelltes, vorzugsweise anderen Menüs übergeordnetes
Menü aufgerufen
wird. Die Hauptmenü-Taste 4 kann
in einer anderen Ausführung
auch mit einem Aufruf eines von einem Benutzer persönlich konfigurierten
Menüs belegt
werden.
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In
einer anderen Ausführungsform
kann der zweite Drehgeber 10 auch dazu verwendet werden, den
Auswahlrahmen 20 durch eine zumindest teilweise in der
Anzeige 3 angezeigte und z. B. alphabetisch geordnete Liste
zu verschieben. In einer bevorzugten Ausführungsform ist dabei die Bewegungsgeschwindigkeit
des Auswahlrahmens 20 von einer Bewegungsgeschwindigkeit
des zweiten Drehgebers 10 abhängig. Wird der zweite Drehgeber 10 schnell
bewegt, so wird auch entsprechend die Bewegungsgeschwindigkeit,
gegebenenfalls sogar überproportional
gegenüber
einer Bewegungsgeschwindigkeit des Auswahlrahmens 20 bei
einer langsamen Bewegung des zweiten Drehgebers 10 erhöht.
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Der
erste Drehgeber 9 ist unabhängig von dem zweiten Drehgeber 10 betätigbar.
So ist es z. B. möglich,
wenn ein bestimmtes Untermenü oder
eine bestimmte Auswahlfunktion mittels des zweiten Drehgebers ausgewählt wurde,
diese Auswahl zu unterbrechen und die Lautstärke des Autoradios mit dem
ersten Drehgeber 9 zu verändern. Anschließend kann
mit der Auswahl mittels dem zweiten Drehgeber 10 fortgefahren
werden, ohne dass die Einstellung in der Anzeige 3 verändert werden
musste.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist es auch möglich,
die Funktionszuordnung des ersten Drehgebers 9 und des
zweiten Drehgebers 10 zu vertauschen. Durch die räumliche
Nähe des
zweiten Drehgebers 10 zu der Drucktaste 15 ist
jedoch die Auswahlfunktion unmittelbar benachbart zu der Bestätigungsfunktion
angeordnet, wenn der zweite Drehgeber 10 der Auswahlfunktion
dient.
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Unter
einer Auswahl ist insgesamt sowohl die Auswahl einer bestimmten
Funktion eines Gerätes,
jedoch auch die Auswahl eines mit dem Autoradio verbundenen Gerätes an sich
zu verstehen. Eine entsprechende Auswahl eines Gerätes wird
dann vorgenommen, wenn der Benutzer die erste Taste 6 betätigt hat,
die als Auswahltaste dient. In der Anzeigefläche 18 werden ihm
dann verschiedene, mit dem Autoradio verbundene oder in dieses integrierte
Geräte
bzw. Baugruppen- oder Funktionsbestandteile angeboten. Dies kann
einerseits eine Navigationsausgabe, eine CD-Wiedergabe, ein DAB-Empfang, ein
UKW-Empfang oder eine sonstige Auswahl einer Audioquelle sein. In
einem Dienstemenü,
das mit der zweiten Taste 7 aufgerufen wird, werden dem
Benutzer verschiedne Empfangsmodi, z. B. ein Programmtyp-Empfang,
ein Verkehrsfunkempfang oder eine Auswahl regionaler Sender angeboten. Über eine Betätigung der
dritten Taste 8 gelangt ein Benutzer in eine Audioauswahl,
bei der Höhen,
Tiefen, die Balance zwischen den Stereolautsprechern oder bestimmte
Klangmuster (Equilizer-Funktion) eingestellt werden können.
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Die
jeweiligen, dargestellten Auswahlfunktionen sind insbesondere davon
abhängig,
welche Audioquelle gewählt
wurde. So unterscheiden sich die wählbaren Funktionen für die verschiedenen
Datenquellen, da z. B. eine Senderauswahl bei einer Radiofunktion
gegenüber
einer Musiktitelauswahl bzw. Interpretenauswahl z. B. bei einer
CD-Wiedergabe eine
Auswahl aus unterschiedlichen Befehlen verlangt. Gegebenenfalls
ist es auch möglich,
einen Datenträger
aus einer Vielzahl im Fahrzeug vorhandener Datenträger auszuwählen. Gegebenenfalls
können
auch Musikart, Liedtitel oder ein Musik-Album mittels einer Texteingabe
ausgewählt
werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist es auch möglich,
mittels des ersten und/oder des zweiten Drehgebers eine Buchstabenauswahl
vorzunehmen, so dass durch eine Aneinanderfolgen von Buchstaben
auch Wörter
mittels der Drehgeber 9, 10 eingegeben werden
können.
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In
der 2 ist ein ersten Ausführungsbeispiel für eine erfindungsgemäße Bedienvorrichtung 40 in
einer Seitenansicht im Querschnitt gezeigt. Ein zweiter Drehgeber 21 ist
konzentrisch zu der Drehachse 12 im Zentrum der Bedienvorrichtung
angeordnet. Der zweite Drehgeber 21 weist ein Oberteil 22 auf,
das beabstandet zu der Bedienoberfläche 1 des Autoradios
angeordnet ist und sich über
die Bedienoberfläche 1 und
um seine Umgebung erhebt. In das Oberteil 22 ist eine Drucktaste 23 eingelassen, die
axial zu der Drehachse 12 beweglich gelagert ist. Das Oberteil 22 ist
in etwa pilzförmig
ausgeführt,
so dass ein Benutzer zumindest teilweise in einen Spalt 24 zwischen
dem zweiten Drehgeber 21 und einem Zwischenstück 25 so
eingreifen kann, dass der zweite Drehgeber 21 bequem gefasst
und um die Drehachse 12 gedreht werden kann. Das Zwischenstück 25 ist
so angeordnet, dass es von einem Benutzer bei einer Betätigung der
Bedienvorrichtung 40 nicht verdreht werden kann. Es trennt
damit den zweiten Drehgeber 21 von dem ersten Drehgeber 26,
der sowohl das Zwischenstück 25 als
auch den zweiten Drehgeber 21 konzentrisch umgibt. An dem
ersten Drehgeber 26 sind Erhöhungen 27 angeordnet,
die eine leichte Greifbarkeit des ersten Drehgebers 26 ermöglichen.
Elektronische Auswerteschaltungen der Drehgeber 21, 26 sowie
der Drucktaste 23 sind in der 2 nicht
dargestellt. Bevorzugt ist eine Oberfläche 28 des ersten
Drehgebers 26 gegenüber
der Bedienoberfläche 1 angeschrägt, so dass
der erste Drehgeber 26 leicht aufgefunden sowie leicht
gefasst und gedreht werden kann.
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Ein
zweites Ausführungsbeispiel
für eine
erfindungsgemäße Bedienvonichtung 30 ist
in der 3 dargestellt. In eine Öffnung der Bedienoberfläche 1 ist
als ein konzentrischer Ring der erste Drehgeber 31 eingelassen,
dessen Oberfläche 32 angeschrägt ansteigend
in Richtung der Drehachse 12 angeordnet ist. Der erste
Drehgeber 31 schließt
unmittelbar an den zweiten Drehgeber 33 an, der ebenfalls die
Drehachse 12 ringförmig
umschließt,
wobei die Drehachse 12 im Mittelpunkt der Drehbewegung
des zweiten Drehgebers 33 verläuft. Der zweite Drehgeber 33 weist
eine ringförmige
Vertiefung 34 auf, in die ein Benutzer für die Drehung
des zweiten Drehgebers eingreifen kann. Zur besseren Greifbarkeit
sind Quenippen 35 vorgesehen, die beabstandet in der Vertiefung 34 angeordnet
sind und die zentrisch zu der Drehachse 12 hin ausgerichtet
sind. Der zweite Drehgeber 33 umgibt eine Drucktaste 36,
durch die die Drehachse 12 verläuft und die axial zu der Drehachse 12 zur
Bestätigung
bewegt werden kann.
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Bei
dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
fallen die Drehachsen des ersten und des zweiten Drehgebers 9, 10 jeweils
zusammen. Es ist jedoch auch möglich,
dass der erste Drehgeber den zweiten Drehgeber umschließt, die
Drehachsen sich jedoch nicht decken. Ferner ist es für eine erfindungsgemäße Bedienvonichtung
nicht notwendiger Weise erforderlich, dass der erste Drehgeber bzw. der
zweite Drehgeber über
ihre gesamte Fläche
hin von der Oberseite her greifbar sind. Es ist z. B. auch möglich, dass
zumindest einer der beiden Drehgeber nur teilweise aus einer Überdeckung
herausragt. Für eine
Anbringung in einem Autoradio ist es jedoch vorteilhaft, dass die
gesamte Ringfläche
des Drehgebers zugänglich
ist. Dies ist auch insbesondere deshalb von Vorteil, da für den Einbau
in einem genormten Einbauschacht Teile des Autoradios nicht in Nachbarbereiche
herüberragen
sollten.
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Bei
dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel
ist ferner die Anzeige 3 unmittelbar benachbart zu der
Bedienvonichtung 2 angeordnet. In einer weiteren, in der
Zeichnung nicht dargestellten Ausführungsform ist es auch möglich, die
Anzeige getrennt von der Bedienvonichtung vorzusehen, z. B. in einem Kombinationsinstrument,
das vor einem Fahrer in einem Fahrzeug angeordnet ist.
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Eine
Bestätigung
einer Funktionsauswahl kann in einer weiteren Ausführungsform
durch eine Betätigung
der Drucktaste 15 in verschiedener Weise erfolgen. Einer
ersten Betätigungsart
kann dabei eine erste Bestätigung
und einer zweiten Betätigungsart eine
zweite Bestätigung
zugeordnet sein. Beispielsweise bei einem angezeigten Musiktitel
kann bei einer Betätigung
nach der ersten Betätigungsart
eine Wiedergabe des Musiktitels gestartet werden. Bei einer Betätigung nach
der zweiten Bestätigungsart kann
der Musiktitel in einer Auswahlliste abgelegt werden. Je nach Ausführung kann
bei Aufruf der zweiten Betätigungsart
auch die erste Betätigungsart ausgeführt werden.
Wird z. B.
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bei
der Bestätigung
eines angezeigten Musiktitels die Taste kürzer als drei Sekunden gedrückt, so
wird lediglich der Titel gespielt. Wird die Drucktaste 15 länger als
drei Sekunden gedrückt,
so wird der Musiktitel ebenfalls wiedergegeben und außerdem in die
Auswahlliste für
eine spätere,
unmittelbare Auswahl aufgenommen.
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Der
Drucktaste 15 kann neben der Bestätigungsfunktion einer entsprechenden
mit den Drehgebern 9, 10 getroffene Auswahl auch
die Funktion des Einschaltens und des Ausschaltens des durch die
Bedienvorrichtung gesteuerten Geräts dienen. Hierfür ist eine
Bedienung der Bestätigungstaste
erforderlich, die sich von einer reinen Bestätigung einer Auswahlfunktion
unterscheidet. Es ist z. B. möglich, für ein Ausschalten
des Gerätes
die Bestätigungstaste über eine
vorgegebene Zeitgrenze, z. B. zwei Sekunden, hinaus gedrückt zu halten.
Ferner ist es auch möglich,
ein Ausschalten des Geräts
von einer aufeinanderfolgenden Betätigung der Bestätigungstaste, also
z. B. ein aufeinanderfolgendes, zweimaliges Drücken, abhängig zu gestalten. Ein Einschalten
des Gerätes
kann jedoch unmittelbar dann erfolgen, wenn die Drucktaste 15 oder – in einer
weiteren Ausführungsform – jede beliebige
Taste des Autoradios in ausgeschaltetem Zustand betätigt wird.
In einer weiteren Ausführungsform
ist es jedoch auch möglich,
ein Einschalten von einer längeren
Betätigung der
Drucktaste 15 abhängig
zu machen.
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Wird
die Ein- und/oder Ausschaltfunktion nicht der Drucktaste 15 zugeordnet,
kann z. B. eine in der Zeichnung nicht dargestellte, zusätzlich Taste zum
Ein- und/oder Ausschalten des Autoradios auf der Bedienoberfläche angeordnet
werden.