DE102005020408B3 - Hydraulikkreis für ein Kraftfahrzeug - Google Patents

Hydraulikkreis für ein Kraftfahrzeug Download PDF

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Hydraulikkreis (10) für ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens einem hydraulischen Verbraucher (16) wie einem Ölkühler (16), der einen von der Temperatur abhängigen hydraulischen Widerstand aufweist, und einer Versorgungseinrichtung (12) zur Versorgung des Verbrauchers (16) mit Hydraulikfluid, wobei die Versorgungseinrichtung (12) wenigstens eine Druckpumpe (18) zum Bereitstellen von unter Druck stehendem Hydraulikfluid sowie wenigstens eine Strahlpumpe (20) aufweist, die eine eingangsseitig aus der Druckpumpe (18) mit Hydraulikfluid gespeiste Treibleitung (26) und eine Saugleitung (28) aufweist, wobei der Hydraulikkreis (10) dazu eingerichtet ist, dass die Strahlpumpe (20) bei einer ersten bestimmten Betriebstemperatur einen ersten vorbestimmten Gesamtvolumenstrom (Q¶G1¶) an den Verbraucher (16) liefert. DOLLAR A Dabei ist die Treibleitung (26) im Betrieb permanent mit Hydraulikfluid gespeist, wobei die Strahlpumpe (20) in Abhängigkeit von dem temperaturabhängigen hydraulischen Widerstand des Verbrauchers dazu ausgelegt ist, bei der ersten bestimmten Betriebstemperatur den ersten vorbestimmten Gesamtvolumenstrom (Q¶G1¶) zu liefern.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hydraulikkreis für ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens einem hydraulischen Verbraucher wie einem Ölkühler, der einen von der Temperatur abhängigen hydraulischen Widerstand aufweist, und mit einer Versorgungseinrichtung zur Versorgung des Verbrauchers mit Hydraulikfluid, wobei die Versorgungseinrichtung wenigstens eine Druckpumpe zum Bereitstellen vom unter Druck stehendem Hydraulikfluid sowie wenigstens eine Strahlpumpe aufweist, die eine eingangsseitig aus der Druckpumpe mit Hydraulikfluid gespeiste Treibleitung und eine Saugleitung aufweist, wobei der Hydraulikkreis dazu eingerichtet ist, dass die Strahlpumpe bei einer ersten bestimmten Betriebstemperatur einen ersten vorbestimmten Gesamtvolumenstrom an den Verbraucher liefert.
  • Aus der DE 100 20 187 A1 ist eine hydraulische Schaltung für Doppelkupplungsgetriebe bekannt, wobei in einem Niederdruckkreis (Schmier- und Kühlölkreis) Strahlpumpen verwendet werden. Die Strahlpumpen werden generell nach Bedarf zugeschaltet. Im Falle eines Ölkühlers ist der Treibleitung der Strahlpumpe ein Wegeventil vorgeschaltet, das bei einer ersten bestimmten Betriebstemperatur (80°C) schaltet und die Treibleitung mit dem Ausgang einer Druckpumpe verbindet.
  • Die Druckpumpe versorgt im Übrigen auch einen Hochdruckkreis der hydraulischen Schaltung.
  • Bei einem weiteren bekannten Hydrauliksystem ( DE 103 02 016 A1 ) ist ein Kühler über ein Druckbegrenzungsventil an eine Hydraulikpumpe (Druckpumpe) angeschlossen. Eine Strahlpumpe wird nicht verwendet.
  • Ferner ist es aus der DE 33 23 158 A1 bekannt, für ein Wandler-Automatikgetriebe eine Aufwärmebeschleunigungsvorrichtung vorzusehen. Diese umfasst eine Umgehungsleitung und ein Umgehungsventil, die dazu verwendet werden können, aus dem Wandler abgeleitetes Öl unter Umgehung eines Ölkühlers direkt zurückzuführen.
  • Auch ist es bekannt ( DE 199 02 408 C2 ), bei einem Ölkühler für ein Wandler-Automatikgetriebe einen durchflussgeregelten Bypass vorzusehen.
  • Schließlich offenbart die DE 195 46 294 A1 ein CVT-Getriebe mit Anfahrkupplung, die durch eine Strahlpumpe gekühlt wird. Die Treibleitung der Strahlpumpe ist mit der Abflussöffnung eines Drehmomentfühlers verbunden. Hierbei wird die aus dem Drehmomentfühler ggf. abfließende Ölmenge mittels der Strahlpumpe ausgenutzt, um aus einem Vorratsbehälter zusätzliches Hydraulikfluid anzusaugen und für Kühl- und/oder Schmierzwecke zu benutzen. Der Betrieb der Strahlpumpe ist somit von dem Betrieb des Drehmomentfühlers abhängig.
  • Vor dem obigen Hintergrund ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Hydraulikkreis für ein Kraftfahrzeug anzugeben, wobei insbesondere der bauteiltechnische Aufwand verringert sein soll.
  • Diese Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Hydraulikkreis dadurch gelöst, dass die Treibleitung im Betrieb permanent mit Hydraulikfluid gespeist ist, wobei die Strahlpumpe in Abhängigkeit von dem temperaturabhängigen hydraulischen Widerstand des Verbrauchers dazu ausgelegt ist, bei der ersten bestimmten Betriebstemperatur den ersten vorbestimmten Gesamtvolumenstrom zu liefern.
  • Während im Stand der Technik Strahlpumpen generell in Verbindung mit weiteren Bauelementen verwendet werden, um eine temperaturabhängige Steuerung zu erzielen, geht die vorliegende Erfindung davon aus, auf solche Elemente zur aktiven Temperaturregelung im Wesentlichen zu verzichten. Es sollen im Wesentlichen die Eigenschaften der hydraulischen Strecke des Kühlers in Kombination mit der Charakteristik der Strahlpumpe genutzt werden, um den Volumenstrom für den hydraulischen Verbraucher zu steuern.
  • Somit kann auf Elemente zur temperaturgeregelten Steuerung im Wesentlichen verzichtet werden. Folglich wird auch Bauraum eingespart. Zudem sind die Bearbeitungsschritte bei der Fertigung verringert. Das System beinhaltet im Wesentlichen keine beweglichen Teile, Sensoren oder Verschleißteile. Ein Systemausfall kann daher besser vermieden werden.
  • Zudem ist der ausgangsseitige Druck einer Strahlpumpe systembedingt relativ niedrig, so dass in der Regel auch kein Sicherheitsventil (Druckbegrenzungsventil) zum Schutz des hydraulischen Verbrauchers vor Überdruck vorgesehen werden muss.
  • Die obige Aufgabe wird damit vollkommen gelöst.
  • Von besonderem Vorteil ist es, wenn ein von der Strahlpumpe gelieferter zweiter vorbestimmter Gesamtvolumenstrom bei einer zweiten bestimmten Betriebstemperatur, die kleiner ist als die erste bestimmte Betriebstemperatur, nicht wesentlich größer oder bevorzugt kleiner ist als der in die Treibleitung gespeiste Treibvolumenstrom.
  • Bei dieser Ausführungsform wird auf der einen Seite erreicht, dass dann, wenn der hydraulische Verbraucher mit Hydraulikfluid versorgt werden muss (also bei der ersten bestimmten Betriebstemperatur) ein hinreichender erster vorbestimmter Gesamtvolumenstrom geliefert wird.
  • Wenn hingegen der hydraulische Verbraucher nicht mit Hydraulikfluid gespeist werden muss, ist (bei der zweiten bestimmten Betriebstemperatur) aufgrund der Auslegung des Hydraulikkreises insgesamt vorgesehen, dass die Strahlpumpe zwar weiterhin mit einem Treibvolumenstrom gespeist wird. Der hydraulische Widerstand des Verbrauchers ist jedoch bei der zweiten bestimmten Betriebstemperatur höher, so dass die Strahlpumpe im Wesentlichen nicht oder nur mit geringer Funktion arbeitet. Demzufolge werden trotz des permanenten Anschlusses der Strahlpumpe an die Druckpumpe keine unnötigen Volumenströme erzeugt. Demzufolge kann der Wirkungsgrad hoch gehalten werden.
  • Zudem haben die Erfinder erkannt, dass bei hydraulischen Verbrauchern wie Ölkühlern, die bei normaler Betriebstemperatur nahezu ständig mit Hydraulikfluid gespeist werden bzw. werden müssen, die Phasen bzw. Zeiträume, bei denen dies nicht der Fall ist, relativ kurz sind. Daher wirken sich diese Phasen auf dem Gesamtwirkungsgrad nur bedingt aus.
  • Mit anderen Worten ist überraschenderweise der Wirkungsgrad bei solchen Systemen, die ein vorgeschaltetes Steuerventil aufweisen (wie in der DE 100 20 187 A1 ), der Wirkungsgrad nicht soviel besser, dass er die Ersparnis auf Seiten des Bauteilaufwandes kompensieren könnte.
  • Insgesamt ist es vorteilhaft, wenn das Verhältnis von erstem vorbestimmten Gesamtvolumenstrom zu zweitem vorbestimmten Gesamtvolumenstrom im Bereich von 1,5:1 bis 3:1 liegt.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform liegt die erste bestimmte Betriebstemperatur im Bereich von 70°C bis 100°C.
  • Die zweite bestimmte Betriebstemperatur liegt vorzugsweise im Bereich von –10°C bis 30°C.
  • Somit liegt die zweite bestimmte Betriebstemperatur im Durchschnitt bei einer üblichen Umgebungstemperatur. Die zweite bestimmte Betriebstemperatur kann jedoch auch im Bereich von 0°C bis +20°C liegen.
  • Vorzugsweise liegt die zweite bestimmte Betriebstemperatur in dem Bereich, bei dem das Hydraulikfluid eines des Kraftfahrzeuges noch nicht durch den Betrieb erwärmt ist, sich also im "kalten" Zustand befindet.
  • Gemäß einer insgesamt bevorzugten Ausführungsform liegt das Verhältnis von zweitem Gesamtvolumenstrom zu Treibvolumenstrom im Bereich von 1:10 bis 1:2.
  • Demzufolge ist der Treibvolumenstrom bei der zweiten bestimmten Betriebstemperatur in der Regel sogar größer als der ausgangsseitige Gesamtvolumenstrom. Dies bedeutet, dass die Strahlpumpe bei der zweiten Betriebstemperatur noch nicht "in Betrieb" ist, so dass ein Teil des Treibvolumenstroms über die Saugleitung abgeführt wird.
  • Zum anderen ist es insgesamt bevorzugt, wenn das Verhältnis von erstem Gesamtvolumenstrom zu Treibvolumenstrom im Bereich von 3:1 bis 6:1 liegt.
  • Bei der zweiten bestimmten Betriebstemperatur wird durch die Funktion der Strahlpumpe folglich bei relativ geringem Treibvolumenstrom ein vergleichsweise großer Gesamtvolumenstrom erzeugt, was insbesondere bei Ölkühlern von besonderer Bedeutung ist.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung eines Hydraulikkreises gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 2 ein Diagramm von Gesamtvolumenstrom über Treibdruck, also über dem an der Treibleitung anstehenden Druck; und
  • 3 ein Diagramm von Gegendruck entsprechend dem hydraulischen Widerstand eines Verbrauchers und der Öltemperatur eines ATF-Hydraulikfluids.
  • In 1 ist eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hydraulikkreises für ein Kraftfahrzeug generell mit 10 bezeichnet.
  • Der Hydraulikkreis 10 kann insbesondere für den Antriebsstrang des Kraftfahrzeuges verwendet werden, und zwar insbesondere für ein Getriebe und/oder eine nasslaufende Kupplung des Antriebsstranges.
  • Dabei kann der Hydraulikkreis 10 sowohl einen Hochdruckkreis enthalten, beispielsweise zur Ansteuerung von nasslaufenden Reibkupplungen (Lamellenkupplungen). Insbesondere betrifft der Hydraulikkreis jedoch einen Niederdruckkreis, der zu Kühlungs- und/oder Schmierzwecken verwendet wird.
  • Der Hydraulikkreis 10 weist eine Versorgungseinrichtung 12 zum Bereitstellen von unter Druck stehendem Hydraulikfluid auf. Ein Teilkreis, der beispielsweise einen Hochdruckkreis und/oder Teile eines Niederdruckkreises beinhalten kann, ist in 1 schematisch mit 14 bezeichnet.
  • Die Versorgungseinrichtung 12 dient unter anderem zur Versorgung des Teilkreises 14 und eines Hydraulikfluidkühlers 16 (im folgenden kurz Ölkühler genannt) mit Hydraulikfluid.
  • Die Versorgungseinrichtung 12 weist eine Druckpumpe 18 und wenigstens eine Strahlpumpe 20 auf.
  • Die Druckpumpe 18 ist an ein Reservoir (Versorgungsbehälter) 22 angeschlossen und stellt auf einer Druckleitung 24 unter Druck (z.B. 15 bar konstant) stehendes Hydraulikfluid bereit.
  • Obgleich dies nicht näher dargestellt ist, versteht sich, dass die Druckpumpe 18 in der Regel mit einer entsprechenden hydraulischen Beschaltung zur Druckregelung versehen ist.
  • Die Druckleitung 24 ist mit dem Teilkreis 14 verbunden. Ferner ist die Druckleitung 24 mit einer Treibleitung 26 der Strahlpumpe 20 verbunden. Eine Saugleitung 28 der Strahlpumpe 20 ist in an sich bekannter Weise mit dem Reservoir 22 verbunden. Eine Ausgangsleitung 30 der Strahlpumpe 20 ist mit dem Ölkühler 16 verbunden.
  • Bei 32 ist schematisch ein hydraulischer Widerstand dargestellt, den die Strahlpumpe 20 ausgangsseitig "sieht". Der hydraulische Widerstand 32 beinhaltet den hydraulischen Widerstand des Ölkühlers 16 als auch den hydraulischen Widerstand von ausgangsseitigen Leitungen, etc.
  • In 1 ist ferner zu erkennen, dass die Strahlpumpe an der Treibleitung 26 einen Treibvolumenstrom QT aufnimmt. Aus dem Reservoir 22 zieht die Strahlpumpe 20 einen Saugstrom QS. Auf der Ausgangsleitung 30 wird ein Gesamtvolumenstrom QG bereitgestellt.
  • In 1 ist ferner gezeigt, dass die Druckleitung 24 mit der Treibleitung 26 über eine Blende 34 verbunden sein kann. Die Blende 34 ist jedoch nicht notwendig, da die Treibleitung 26 in der Regel bereits eine Treibdüse aufweist, die eine Drosselstelle bildet.
  • Die Strahlpumpe 20 kann für den geplanten Einsatzzweck (beispielsweise Bereitstellen eines Gesamtvolumenstromes QG von etwa 12 l/min bei einer ersten bestimmten Betriebstemperatur von 90°C) folgendermaßen ausgelegt sein (diese Angaben sind nicht beschränkend zu verstehen, sondern lediglich als Beispiel für eine günstige Dimensionierung der Strahlpumpe in Verbindung mit einem Ölkühler 16 für ein Getriebe zu verstehen):
    d11 = 1,5 mm (Durchmesser Treibdüse der Treibleitung 26)
    d3 = 5,5 mm (Durchmesser Mischrohr der Ausgangsleitung)
    l3 = 30 mm (Länge Mischrohr der Ausgangsleitung)
    d4 = 6 mm (Durchmesser hydraulischer Verbraucher)
    l4 = 1 m (Länge hydraulischer Verbraucher)
  • Systembedingt kann die Strahlpumpe 20 ausgangsseitig nur einen vergleichsweise geringen Druck aufbauen (typisch 2 bis 3 bar). Obgleich der Ölkühler 16 häufig auf einen Maximaldruck von beispielsweise 5 bar ausgelegt ist, ist demzufolge bei Versorgung über die Strahlpumpe 20 kein separates Druckbegrenzungsventil oder ähnliches notwendig.
  • Der Hydraulikkreis 10 ist so ausgelegt, dass die Strahlpumpe 20 bei der ersten bestimmten Betriebstemperatur von beispielsweise 80°C oder 90°C und bei einem vorbestimmten Druck auf der Druckleitung 24 einen bestimmten Gesamtvolumenstrom QG zur Verfügung stellt.
  • Zum anderen ist der Hydraulikkreis 10 so ausgelegt, dass er bei einer zweiten vorbestimmten Betriebstemperatur von beispielsweise 20°C nur einen deutlich geringeren Gesamtvolumenstrom QG bereitstellt, der beispielsweise im Bereich von 5 oder 6 l/min liegen kann.
  • Sofern man als zweite bestimmte Betriebstemperatur einen Wert von 0°C annimmt, wird sogar nur ein Gesamtvolumenstrom QG von 1 l/min gefördert.
  • Diese Zusammenhänge ergeben sich auch aus 2, die ein Diagramm des Gesamtvolumenstromes QG über dem Treibdruck, d.h. dem Druck darstellt, der an der Treibleitung 26 anliegt. Bei einem Treibdruck von 15 bar beträgt der Gesamtvolumenstrom QG bei 90°C etwa 12 l/min, bei 40°C immer noch etwa 10 l/min und fällt bei typischen Kaltstartbedingungen (Temperatur 20°C oder 0°C) deutlich ab, auf Werte von etwa 5 bis 6 l/min bzw. 1 l/min.
  • Sofern in dem Ölkühler ein Kühlwasser-Volumenstrom von 20 l/min strömt, ergibt sich ein Wärmeübergang bei 90°C von 220 W/°K, bei 20°C von 110 W/°K und bei 0°C von 10 W/°K. Diese Werte sind für einen typischen Kühler für ein Doppelkupplungsgetriebe ermittelt.
  • In 3 ist ferner dargestellt, wie der maximale Druck auf der Ausgangsseite der Strahlpumpe 20 (der "Gegendruck") sich in Abhängigkeit von der Temperatur des Hydraulikfluides (ATF-Öltemperatur) verhält.
  • Man erkennt, dass der relativ höchste Gegendruck bei einer Temperatur von etwa 20°C erreicht wird, und zwar ein Maximalwert von 1,2 bar.
  • Dies bedeutet, dass ein typischer maximaler Betriebsdruck eines Ölkühlers (gewöhnlich 5 bar) nicht erreicht wird. Ein Druckbegrenzungsventil ist daher nicht erforderlich.
  • Insgesamt ergibt sich bei dem erfindungsgemäßen Hydraulikkreis 10 eine Volumenverstärkung von QG/QT von etwa 0,2 bei Werten kleiner 20°C und eine Volumenstärkung von QG/QT von etwa 4 bei einer Betriebstemperatur von 90°C.
  • Insbesondere bei Hydraulikölen (Mineralölen) mit höheren Viskositäten ist das beschriebene Verhalten noch ausgeprägter. Auch in der Hydraulik des Motoröls ist ein Einsatz des erfindungsgemäßen Hydraulikkreises denkbar.
  • Durch das passive System aus Strahlpumpe 20 und Ölkühler 16 kann somit eine Steuerung des Volumenstroms des Hydraulikfluides in Abhängigkeit von der Temperatur realisiert werden. Zusätzliche "aktive" Bauteile zur Ansteuerung der Strahlpumpe 20 sind nicht erforderlich.

Claims (7)

  1. Hydraulikkreis (10) für ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens einem hydraulischen Verbraucher (16) wie einem Ölkühler (16), der einen von der Temperatur abhängigen hydraulischen Widerstand aufweist, und einer Versorgungseinrichtung (12) zur Versorgung des Verbrauchers (16) mit Hydraulikfluid, wobei die Versorgungseinrichtung (12) wenigstens eine Druckpumpe (18) zum Bereitstellen von unter Druck stehendem Hydraulikfluid sowie wenigstens eine Strahlpumpe (20) aufweist, die eine eingangsseitig aus der Druckpumpe (18) mit Hydraulikfluid gespeiste Treibleitung (26) und eine Saugleitung (28) aufweist, wobei der Hydraulikkreis (10) dazu eingerichtet ist, dass die Strahlpumpe (20) bei einer ersten bestimmten Betriebstemperatur einen ersten vorbestimmten Gesamtvolumenstrom (QG1) an den Verbraucher (16) liefert, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibleitung (26) im Betrieb permanent mit Hydraulikfluid gespeist ist, wobei die Strahlpumpe (20) in Abhängigkeit von dem temperaturabhängigen hydraulischen Widerstand des Verbrauchers dazu ausgelegt ist, bei der ersten bestimmten Betriebstemperatur den ersten vorbestimmten Gesamtvolumenstrom (QG1) zu liefern.
  2. Hydraulikkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein von der Strahlpumpe (20) gelieferter zweiter vorbestimmter Gesamtvolumenstrom (QG2) bei einer zweiten be stimmten Betriebstemperatur, die kleiner ist als die erste bestimmte Betriebstemperatur, nicht wesentlich größer oder kleiner ist als der in die Treibleitung (26) gespeiste Treibvolumenstrom.
  3. Hydraulikkreis nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von erstem vorbestimmten Gesamtvolumenstrom (QG1) zu zweitem vorbestimmten Gesamtvolumenstrom (QG2) im Bereich von 1,5:1 bis 3:1 liegt.
  4. Hydraulikkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste bestimmte Betriebstemperatur im Bereich von 70°C bis 100°C liegt.
  5. Hydraulikkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite bestimmte Betriebstemperatur im Bereich von –10°C bis 30°C liegt.
  6. Hydraulikkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von zweitem Gesamtvolumenstrom (QG2) zu Treibvolumenstrom im Bereich von 1:10 bis 1:2 liegt.
  7. Hydraulikkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis von erstem Gesamtvolumenstrom (QG1) zu Treibvolumenstrom im Bereich von 3:1 bis 6:1 liegt.
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