FLÜSSIGE REINIGUNGSPRODUKTE
GEBIET DER ERFINDUNG
-
Die vorliegende Erfindung betrifft flüssige
nicht-wässerige Reinigungsprodukte, insbesondere im wesentlichen
nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzungen, enthaltend
teilchenförmige feste Materialien. Im wesentlichen nicht-wässerige
Flüssigkeiten sind diejenigen, die wenig oder kein Wasser enthalten.
STAND DER TECHNIK UND VORGESCHICHTE DER ERFINDUNG
-
Nicht-wässerige Waschmittel-Flüssigkeiten wurden für eine
Reihe von Verwendungen, wie beispielsweise für Gewebewäsche und
Geschirrspülen, vorgeschlagen. Sie haben gegenüber anderen
Pulver-Produkten Vorteile insofern, als sie rascher in Wasser
dispergiert sind. Weitere Vorteile gegenüber Pulver-Produkten sind
die Möglichkeit der automatischen Dosierung und der höheren
erreichbaren Produktdichten, was zu niedrigeren Transport- und
Verpackungskosten führt.
-
Nicht-wässerige Waschmittel-Flüssigkeiten haben Vorteile
gegenüber wässerigen Flüssig-Produkten insofern, als sie fähig
sind, wasserempfindliche Bestandteile, wie Bleichmittel, zu
enthalten.
-
Hinsichtlich der Verwendung in industriellen
Waschmaschinen von nicht-wässerigen flüssigen Waschmittel-Zusammensetzungen,
enthaltend eine teilchenförmige Feststoffphase, dispergiert in
einer Flüssigphase, ist es von Wichtigkeit, daß die Viskosität
von solchen Zusammensetzungen so niedrig wie möglich sein sollte,
während noch eine annehmbare Stabilität gegen die Trennung des
suspendierten teilchenförmigen Feststoff-Materials beibehalten
wird. Der Grund besteht darin, daß in industriellen
Waschmaschinen verwendete Produkte üblicherweise durch lange Zuleitungen
von der Dosiervorrichtung bis zu dem Punkt der Verwendung
innerhalb der Waschmaschine gepumpt werden.
-
Es wurde in der WO 91/12313 beschrieben, daß
nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzungen, enthaltend
Natriummetasilicat, die eine verbesserte Stabilität gegen Sedimentation
des darin suspendierten teilchenförmigen Feststoff-Materials
aufweisen, und die nach Lagerung eine verringerte Tendenz zur
Klarschicht-Trennung haben, durch darin erfolgendes Einschließen
eines Metalloxids mit einer Schüttdichte von 200 bis 1000 g/l
formuliert sein können.
-
Es ist in diesem Dokument auch angegeben, daß die
physikalische Stabilität dieser Zusammensetzungen verbessert sein kann,
wenn von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent hydrophob modifiziertes
Siliciumdioxid darin verwendet wird.
-
Außerdem bezieht sich die WO 91/12312 auf ein
nicht-wässeriges flüssiges Reinigungsprodukt, enthaltend Teilchen eines in
einem Lösungsmittel dispergierten Feststoff-Materials, ein
Entflockungsmaterial, und ein hydrophob modifiziertes
Siliciumdioxid, enthaltend Dispergiermittel, wodurch gezeigt wird, daß die
Stabilität des Produktes durch das erwähnte Dispergiermittel
verbessert ist. Diese Patentschrift beschreibt jedoch nicht
spezifisch nicht-wässerige flüssige Zusammensetzungen, enthaltend
beträchtliche Mengen an alkalischem Material, wie
Natriummetasilicat, welche in der nicht-wässerigen flüssigen Zusammensetzung
gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten sind.
-
Für die Verwendung in industriellen Waschmaschinen
geeignete Waschmittel-Zusammensetzungen enthalten gewöhnlich eine
beträchtliche Menge an Material, welches eine hohe Alkalinität in
der Waschflüssigkeit liefert. Dieser Materialtyp wird oftmals
auf entweder Puffersalz oder Alkalinitätsverstärker zurückgeführt.
Es ist bekannt, daß Natriummetasilicat die Funktion von sowohl
Buildermaterial und Alkalinitätsverstärker wirksam erfüllen kann.
Daher ist Natriummetasilicat eine bevorzugte Komponente der
industriellen Waschmittel-Produkte.
-
Jedoch wurde gefunden, daß nur wasserfreies
Natriummetasilicat als ein Bestandteil einer nicht-wässerigen flüssigen
Zusammensetzung eine nicht-wässerige Flüssigkeit mit einer
annehmbaren Viskosität zur Folge hat, so daß sie ohne die Verwendung
eines komplizierten Geräts dosiert werden kann. Außerdem könnte
eine annehmbare Viskosität von derartigen, wasserfreies
Natriummetasilicat enthaltenden, nicht-wässerigen Flüssigkeiten nur bei
relativ niedrigen Gehalten an darin dispergierten
teilchenförmigen Feststoffen erhalten werden.
-
In dieser Hinsicht wurde durch die Europäische
Patentanmeldung No. 92 203 446.7 offenbart, daß die Inkorporierung eines
speziellen Typs von wasserfreiem Natriummetasilicat, d.h. im
wesentlichen amorphem Metasilicat, zu einer gießbaren, leicht zu
verarbeitenden Formulierung von niedriger Viskosität führt. Es
wurde ferner in dieser Veröffentlichung beschrieben, daß die
Verwendung von wasserfreiem, im wesentlichen amorphen
Natriummetasilicat als eine Komponente von nicht-wässerigen Flüssigkeiten
es erlaubt, zur Erzielung von Formulierungen mit einer guten
Viskosität und Stabilität eine größere Menge an Feststoffen zu
inkorporieren. Obwohl die durch diese Veröffentlichung
beschriebene Stabilitätsverbesserung erheblich ist, wird wegen der
resultierenden besseren Lagerungsstabilität der betreffenden
nichtwässerigen Flüssigkeit eine weitere Stabilitätsverbesserung als
erwünscht angesehen.
-
Im Hinblick auf die vorstehenden Ausführungen ist es ein
Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine nicht-wässerige
flüssige Waschmittel-Zusammensetzung mit einer guten Viskosität und
Stabilität gegen Sedimentation, und enthaltend beträchtliche
Mengen an wasserfreiem Natriummetasilicat, vorzusehen.
-
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß dieses Ziel
durch Einführen eines hydrophob modifizierten Siliciumdioxid
enthaltenden Dispergiermittels, und durch Anwenden eines im
wesentlichen kristallinen Typs von Natriummetasilicat, in die erwähnte
nicht-wässerige flüssige Zusammensetzung erreicht werden könnte.
DEFINITION DER ERFINDUNG
-
Die vorliegende Erfindung sieht eine im wesentlichen
nichtwässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzung vor, enthaltend
eine flüssige Phase und eine darin dispergierte teilchenförmige
feste Phase, wobei die feste Phase Natriummetasilicat und von
0,1 bis 10 Gewichtsprozent eines hydrophob modifizierten
Siliciumdioxids enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das
Natriummetasilicat im wesentlichen kristallines Natriummetasilicat ist,
welches in einer Menge im Bereich von 10 bis 60 Gewichtsprozent
vorhanden ist, wobei beide Konzentrationsbereiche auf dem
Gesamtgewicht der Zusammensetzung basieren, wobei das
Natriummetasilicat weniger als 8 Gewichtsprozent Wasser enthält.
-
Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung von
hydrohob modifiziertem Siliciumdioxid als ein stabilisierendes
Mittel in einer im wesentlichen nicht-wässerigen flüssigen
Waschmittel-Zusammensetzung, enthaltend im wesentlichen kristallines
Natriummetasilicat, wobei das Metasilicat weniger als 8
Gewichtsprozent Wasser enthält.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
-
Alle Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung
sind im wesentlichen nicht-wässerige flüssige Reinigungsproukte.
Im Zusammenhang mit dieser Beschreibung beziehen sich alle
Hinweise auf Flüssigkeiten auf Materialien, die bei 25ºC bei
atmos-Phärischem Druck flüssig sind.
-
Die Zusammensetzungen sind im wesentlichen nicht-wässerig,
d.h. sie enthalten wenig oder kein freies Wasser, im allgemeinen
weniger als 10 Gewichtsprozent, bevorzugterweise weniger als 3
Gewichtsprozent, besonders bevorzugt weniger als 1
Gewichtsprozent. Es wurde festgestellt, daß es, je höher der Wassergehalt,
desto wahrscheinlicher ist, daß die Viskosität zu hoch ist, oder
daß sogar Verfestigung eintritt. Die Verfestigung ist durch eine
Erhöhung in der Produktviskosität während der Lagerung als ein
Ergebnis des reversiblen Aufbaus einer Struktur innerhalb einer
nicht-wässerigen Flüssigkeit mit der Zeit gekennzeichnet. Die
Verfestigung könnte gegebenenfalls zu einem Produkt führen,
welches nicht ohne vorheriges Schütteln oder Rühren gegossen oder
gepumpt werden kann.
-
Bevorzugterweise haben Zusammensetzungen der Erfindung
eine Viskosität von weniger als 2500 mPa.s bei einer
Schergeschwindigkeit von 21 s&supmin;¹, wobei ein Viskositätsbereich von 500 bis
2000 mPa.s bevorzugter ist (wie an einem Haake-Rotoviscometer
RV20 mit einem mv2p-Kopf bei 25ºC nach 5 Minuten gemessen).
Besonders bevorzugt liegt die Viskosität in einem Bereich zwischen
1000 und 2000 mPa.s bei 21 s&supmin;¹, wie nach der gleichen Methode
gemessen.
-
Die Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können in einem
sehr weiten Bereich von spezifischen Formen gemäß der
beabsichtigten Verwendung formuliert sein. Sie können als
Reinigungsmittel für harte Oberflächen (mit oder ohne Reibmittel) oder als
Mittel für das Waschen anderer Gegenstände, entweder von Hand
oder durch mechanische Mittel, formuliert sein. Sie können auch
als Mittel für das Waschen und/oder für das Konditionieren von
Geweben formuliert sein. Diese letztgenannten Produkte bilden
eine besonders bevorzugte Form der vorliegenden Erfindung, weil
in dieser Funktion ein sehr großes Bedürfnis besteht, fähig zu
sein, wesentliche Mengen von verschiedenen Feststoffarten zu
inkorporieren. Diese Zusammensetzungen können von der Art sein,
wie sie für die Vorbehandlung von Geweben mit der
Zusammensetzung, unverdünnt oder verdünnt, verwendet wird, bevor sie
gespült sind oder einer Hauptwäsche unterworfen werden. Die
Zusammensetzungen können auch als Hauptwaschprodukte formuliert sein,
die gelöst und/oder dispergiert in dem Wasser sind, mit welchem
die Gewebe in Kontakt sind.
-
Daher werden die Zusammensetzungen zumindest ein Mittel
enthalten, welches das Reinigen und/oder Konditionieren des oder
der betreffenden Artikel fördert, ausgewählt gemäß der
beabsichtigten Anwendung. Üblicherweise wird dieses Mittel aus
Surfactants,
Enzymen, Bleichmitteln, Mikrobioziden (für Gewebe),
gewebeweichmachenden Mitteln und (im Falle der Reinigung von harter
Oberfläche) Schleifmitteln, ausgewählt sein. Selbstverständlich
wird in vielen Fällen sowohl mehr als eines dieser Mittel, als
auch andere allgemein in der entsprechenden Produktform
verwendeten Bestandteile, vorhanden sein.
Das Natriummetasilicat
-
Die Konzentration von Natriummetasilicat in einer
nichtwässerigen flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung gemäß der
Erfindung liegt in dem Bereich von 10 bis 60 Gewichtsprozent,
bevorzugterweise von 22 bis 55 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt
von 30 bis 55 Gewichtsprozent, der Zusammensetzung.
-
Der in den Zusammensetzungen der Erfindung verwendete
Natriummetasilicat-Typ ist im wesentlichen wasserfreies
Natriummetasilicat, welches besonders bevorzugt aus Natriumoxid,
Siliciumdioxid, etwa 0 bis 3 Gewichtsprozent Kohlendioxid und etwa 2 bis
3 Gewichtsprozent Wasser besteht, wobei das molare Verhältnis von
Natriumoxid zu Siliciumdioxid im Bereich von 0,8 bis 1,2 liegt.
Dieser Typ von Natriummetasilicat besteht typischerweise aus
50,5 ± 2,0 Gewichtsprozent Natriumoxid, 45,5 ± 2,0
Gewichtsprozent Siliciumdioxid, 1,5 Gewichtsprozent Kohlendioxid und 2,5
Gewichtsprozent Wasser.
-
Der Wassergehalt des Natriummetasilicats (wie durch
Erhitzen einer Probe bis zu 600ºC während 1 Stunde analysiert) sollte
eine obere Grenze von 8 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von 5
Gewichtsprozent, nicht übersteigen, wobei ein maximaler
Wassergehalt von 3 Gewichtsprozent besonders bevorzugt wird.
-
Der in der nicht-wässerigen flüssigen Zusammensetzung der
Erfindung verwendete Natriummetasilicat-Typ ist im wesentlichen
kristallines Natriummetasilicat. Dieser Natriummetasilicat-Typ
kann höchstens 10 Gewichtsprozent, bevorzugterweise 1
Gewichtsprozent amorphes Natriummetasilicat enthalten, das keinen
kristallinen Zustand aufweist. In diesem Zusammenhang ist im
wesentlichen kristallines Natriummetasilicat als ein Material
definiert,
das bei Anwendung von Röntgenstrahlen-Kristallographie-
Techniken höchstens 10 Gewichtsprozent des Materials zeigt, das
keinen kristallinen Zustand hat.
Die flüssige und feste Phase
-
Bevorzugterweise enthalten die
Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung die flüssige Phase in einer Menge von
zumindest 10 Gewichtsprozent der Gesamtzusammensetzung. Die Menge der
in der Zusammensetzung vorhandenen flüssigen Phase kann so hoch
wie etwa 90 Gewichtsprozent sein, jedoch wird in den meisten
Fällen die zweckmäßige Menge zwischen 20 und 70 Gewichtsprozent und
bevorzugterweise zwischen 35 und 50 Gewichtsprozent der
Zusammensetzung liegen.
-
Bevorzugterweise enthält die flüssige Phase flüssiges
nichtionisches Surfactant. Für die Verwendung beim Waschen von
Geweben und Teppichen enthält die flüssige Phase bevorzugterweise
von 30 bis 50 Gewichtsprozent flüssiges nichtionisches Surfactant.
Für die Verwendung in mechanischem Geschirrspülen werden im
allgemeinen niedrigere flüssige nichtionische surfactant-Gehalte
angewandt, typischerweise weniger als 10 Gewichtsprozent,
bevorzugterweise zwischen 1 und 3 Gewichtsprozent der
Gesamtformulierung. Der Rest der flüssigen Phase kann in diesem Falle ein
Lösungsmittel, wie weiter unten beschrieben, enthalten.
-
Der gesamte Feststoffgehalt der Zusammensetzungen gemäß der
Erfindung liegt gewöhnlich im Bereich von 10 bis 90
Gewichtsprozent, jedoch wird in den meisten Fällen der zweckmäßige Gehalt
der gesamten Feststoffe im Bereich von 30 bis 80 Gewichtsprozent
der Gesamtzusammensetzung liegen, wobei ein Bereich von 50 bis
65 Gewichtsprozent mehr bevorzugt ist. Besonders bevorzugt
überschreitet der Gehalt an Gesamtfeststoffen 40 Volumprozent der
Gesamtzusammensetzung nicht.
-
Die feste Phase ist gewöhnlich in Teilchenform und hat
üblicherweise eine Gewichtsmittel-Teilchengröße von weniger als
300 Mikron, bevorzugterweise weniger als 200 Mikron, besonders
bevorzugt weniger als 100 Mikron, insbesondere weniger als 10
Mikron.
Die Teilchengröße kann sogar von Submikron-Größe sein. Die
passende Teilchengröße kann durch Verwendung von Materialien der
geeigneten Größe oder durch Mahlen des Gesamtprodukts in einer
geeigneten Mahlvorrichtung erhalten werden.
Hydrophob modifiziertes Silciumdioxid
-
Die Zusammensetzungen der Erfindung enthalten hydrophob
modifiziertes (HM) Siliciumdioxid als ein
Dispergiermittel-Material. Für den Zweck der vorliegenden Erfindung ist ein
Dispergiermitte 1-Material ein Material, dessen Hauptzweck darin besteht,
die Zusammensetzung zu stabilisieren. Außerdem sind
HM-Dispergiermittel-Materialien, wie beispielsweise HM-modifiziertes
Siliciumdioxid, teilchenförmige Materialien, von welchen die
Außenoberfläche chemisch behandelt worden ist, um die hydrophile
Natur derselben zu reduzieren.
-
Bevorzugterweise ist die Zahl der Hydroxy- und/oder
Säuregruppen an der Oberfläche der HM-Siliciumdioxid-Teilchen durch
eine hydrophobierende Behandlung reduziert. Geeignete Reaktionen
schließen die Veresterung oder Veretherung der an der
Außenoberfläche der Teilchen vorhandenen hydrophilen Gruppen ein.
Bevorzugterweise umfaßt die hydrophobierende Behandlung zumindest 10 %,
bevorzugter von 40 bis 95 %, besonders bevorzugt von 50 bis 90 %
dieser hydrophilen Gruppen. Partielles Hydrophobieren wird
gegenüber vollständiger Hydrophobierung bevorzugt.
-
Die Hydrophobierung der Siliciumdioxid-Teilchen schließt
bevorzugterweise die Substitution der freien Hydroxygruppen an
der Außenoberfläche derselben durch weniger hydrophile Gruppen
ein. Bevorzugter sind die Oberflächen-Hydroxygruppen durch kurze
Alkylgruppen, z.B. durch Methylgruppen, substituiert.
-
Bevorzugte HM-Siliciumdioxid enthaltende Dispergiermittel-
Materialien haben eine Gewichtsmittel-Teilchengröße im Bereich
von 0,005 bis 10 Mikron, bevorzugter von 0,01 bis 5 Mikron,
besonders bevorzugt von 0,01 bis 3 Mikron.
-
Die Menge des HM-Siliciumdioxid-Dispergiermittel-Materials
beträgt von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bevorzugterweise 0,3 bis
5 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt 0,5 bis 3 Gewichtsprozent
der Zusammensetzung.
Surfactant-Material
-
Die nicht-wässerigen Flüssigkeiten der Erfindung werden
insbesondere, wenn sie für die Verwendung für Gewebewäsche
vorgesehen sind, gewöhnlich ein oder mehrere Surfactant-Mittel
enthalten. Wo Surfactants Feststoffe sind, werden sie gewöhnlich in
der flüssigen Phase dispergiert oder aufgelöst sein. Wo sie
flüssig sind, werden sie gewöhnlich die gesamte flüssige Phase oder
einen Teil davon ausmachen. Jedoch können in manchen Fällen die
Surfactants in der Zusammensetzung einer Phasenänderung
ausgesetzt sein.
-
Im allgemeinen können Surfactants für die Verwendung in
den Zusammensetzungen der Erfindung aus irgendeiner der Klassen,
Unterklassen und spezfischen Materialien ausgewählt sein, wie sie
beschrieben sind in "Surface Active Agents", Vol. I, von Schwartz
& Perry, Interscience 1949 und "Surface Active Agents", Vol II,
von Schwartz, Perry & Berch (Interscience 1959), in der jetzigen
Auflage von "McCutcheon's Emulsifiers & Detergents",
veröffentlich durch die McCutcheon Division of Manufacturing Confectioners
Company, oder "Tensid-Taschenbuch", H. Stache, 2. Auflage, Carl
Hanser-Verlag, München & Wien, 1981.
-
In Bezug auf alle Surfactant-Materialien, jedoch auch mit
Bezug auf alle hierin als Beispiele von Komponenten in den
Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung beschriebenen
Bestandteile, betrifft der Ausdruck "Alkyl", es sei denn der
Zusammenhang erfordert es anders, einen geradkettigen oder
verzweigtkettigen Alkylrest mit von 1 bis 30 Kohlenstoffatomen,
wohingegen "Niedrigalkyl" sich auf einen geradkettigen oder
verzweigtkettigen Alkylrest mit von 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
bezieht. Diese Definitionen beziehen sich auf Alkylgruppen, jedoch
auf inkorporierte Alkylgruppen (z.B. als Teil einer
Arylkyl-Spezies).
Nichtionische Surfactants
-
Der bevorzugte Typ des in den nicht-wässerigen
Flüssigkeiten der Erfindung vorhandenen Waschmittel-Surfactants ist
nichtionisches Surfactant. Nichtionische Waschmittel-Surfactants sind
dem Fachmann bekannt. Sie bestehen normalerweise aus einem
Wasser-solubilisierenden Polyalkoxylen oder aus einer Mono- oder
Di-alkanolamid-Gruppe in chemischer Verbindung mit einer
organischen hydrophoben Gruppe, abgeleitet, beispielsweise aus
Alkylphenolen, in welchen die Alkylgruppe von etwa 6 bis etwa 12
Kohlenstoffatome enthält, Dialkylphenolen, in welchen jede
Alkylgruppe von 6 bis 12 Kohlenstoffatome enthält, primären,
sekundären oder tertiären aliphatischen Alkoholen (oder
Alkyl-abgedeckten Derivaten derselben), bevorzugterweise mit 8 bis 20
Kohlenstoffatomen, Monocarbonsäuren mit 10 bis etwa 24
Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe und Polyoxypropylene. Ebenfalls üblich
sind Fettsäure-mono- und -dialkanolamide, in welchen die
Alkylgruppe des Fettsäurerestes von 10 bis etwa 20 Kohlenstoffatome
enthält und die Alkyloylgruppe von 1 bis 3 Kohlenstoffatome
aufweist. In jedem der Mono- und Dialkanolamid-Derivate kann
gegebenenfalls ein Polyoxyalkylen-Rest vorhanden sein, der die
letzteren Gruppen und den hydrophoben Teil des Moleküls verbindet.
In allen Polyalkoxylen enthaltenden Surfactants besteht der
Polyalkoxylen-Rest bevorzugterweise aus 2 bis 20 Gruppen
Ethylenoxid oder Ethylenoxid- und Propylenoxid-Gruppen.
-
Unter der letztgenannten Klasse sind insbesondere
diejenigen bevorzugt, die in der veröffentlichten Europäischen
Patentanmeldung EP-A-225 654 der Anmelder beschrieben werden,
insbesondere für die Verwendung als die gesamte oder als Teil der
flüssigen Phase. Ebenfalls bevorzugt sind diejenigen
ethoxylierten nichtionischen Verbindungen, welche die
Kondensationsprodukte von Fettalkoholen mit von 9 bis 15 Kohlenstoffatomen,
kondensiert mit von 3 bis 11 Mol Ethylenoxid, sind. Beispiele von
diesen Verbindungen sind die Kondensationsprodukte von
C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub3;-Alkoholen mit (angenommen) 3 bis 7 Mol Ethylenoxid. Diese können
als das einzige nichtionische Surfactant verwendet werden oder
in Kombination mit denjenigen, die in der letzterwähnten
Europäischen Patentspezifikation beschrieben werden, insbesondere als
die gesamte oder als Teil der flüssigen Phase. Eine andere
Klasse von geeigneten nichtionischen Verbindungen umfaßt die
Alkylpolysaccharide (Polyglykoside/Oligosaccharide), wie sie in
irgendeiner der nachstehenden Patentschriften beschrieben werden:
US-A-3 640 998; US-A-3 346 558; US-A-4 223 129; EP-A-92 355;
EP-A-99 183.
-
Mischungen von verschiedenen nichtionischen Waschmittel-
Surfactants können ebenfalls verwendet werden. Mischungen von
nichtionischen Waschmittel-Surfactants mit anderen Waschmittel-
Surfactants, wie beispielsweise anionischen, kationischen oder
ampholytischen Waschmittel-Surfactants und Seifen können
ebenfalls verwendet werden. Im allgemeinen liegt der Gehalt an
nichtionischen Surfactants im Bereich von 10 bis 90 Gewichtsprozent
der Zusammensetzung, bevorzugterweise von 20 bis 70
Gewichtsprozent, besonders bevorzugt von 35 bis 50 Gewichtsprozent.
Anionische Surfactants
-
Beispiele von anionischen Waschmittel-Surfactants, die
geeignet sind, in den Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden
Erfindung enthalten zu sein, sind Alkalimetall-,
Erdalkalimetall-, Ammonium- oder Alkylolamin-Salze der
Alkylbenzolsulfonate, mit von 10 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe,
Alkyl- und Alkylethersulfate, mit von 10 bis 24 Kohlenstoffatomen
in der Alkylgruppe, Alkylethersulfate, mit von 1 bis 5
Ethylenoxid-Gruppen und Olefinsulfonate, hergestellt durch Sulfonation
von C&sub1;&sub0;&submin;&sub2;&sub4;-α-Olefinen und anschließende Neutralisation und
Hydrolyse der Produkte der Sulfonierungsreaktion. Bevorzugterweise
liegt der Gehalt der anionischen Surfactants im Bereich zwischen
1 und 15 Gewichtsprozent der Zusammensetzung, bevorzugter
zwischen 2 und 10 Gewichtsprozent.
-
Vor der Einlagerung werden alle anionischen Surfactants
entweder flüssig sein, in welchem Falle sie in der
Zusammensetzung die Gesamtheit oder einen Teil der flüssigen Phase bilden
werden, oder sie werden fest sein, in welchem Falle sie in der
Zusammensetzung entweder in der flüssigen Phase dispergiert sein
werden, oder sie werden darin aufgelöst sein. Daher ist der
Ausdruck "Feststoffe", wie er hierin verwendet wird, dahingehend
ausgelegt, daß er sich auf Materialien in der festen Phase
bezieht, welche zu der zusammensetzung zugesetzt und darin in
fester Form dispergiert sind, auf diejenigen Feststoffe, welche
sich in der flüssigen Phase auflösen und diejenigen in der
flüssigen Phase, welche sich in der Zusammensetzung, worin sie dann
dispergiert sind, verfestigen (eine Phasenänderung erleiden).
Waschkraftbuilder
-
Außer dem oben beschriebeen Natriummetasilicat kann der in
den Zusammensetzungen gemäß der Erfindung vorhandene
Waschkraftbuilder irgendein Material enthalten, das fähig ist, den Gehalt
an freien Calcium- und Magnesiumionen in der Waschflüssigkeit
zu reduzieren, und daß bevorzugterweise die Zusammensetzung mit
anderen vorteilhaften Eigenschaften versehen wird, wie der
Bildung eines alkalischen pH-Werts und der Suspension von aus dem
Gewebe entfernten Schmutz. Der Gehalt der Gesamtmenge von Wasch
kraftbuilder, einschließend Natriummetasilicat, vorhanden in
Zusammensetzungen gemäß der Erfindung, kann im Bereich von 10 bis
70 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von 30 bis 60
Gewichtsprozent, liegen.
-
Geeignete Builder umfassen sowohl anorganische und
organische Builder. Sie können in die Phosphor-enthaltenden und in die
Nicht-Phosphor-enthaltenden Typen unterteilt werden, wobei die
letztgenannten bevorzugt werden, wenn Umweltschutzerwägungen
wichtig sind.
-
Im allgemeinen enthalten die anorganischen Builder die
verschiedenen Phosphat-, Carbonat-, Silicat-, Borat- und
Aluminosilicat-Materialtypen, insbesondere die
Alkalimetall-Salzformen. Mischungen von diesen können ebenfalls verwendet werden.
-
Beispiele von Phosphor-enthaltenden anorganischen Buildern
schließen, wenn vorhanden, die wasserlöslichen Salze,
insbesondere
Alkalimetallpyrophosphate, -orthophosphate, -polyphosphate
und -phosphonate, ein. Spezifische Beispiele von anorganischen
Phosphatbuildern schließen Natrium- und Kalium-tripolyphosphate,
-phosphate und -hexametaphosphate ein.
-
Beispiele von Nicht-Phosphor-enthaltenden anorganischen
Buildern schließen, falls vorhanden, wasserlösliche
Alkalimetallcarbonate, Bicarbonate, Borate, Silicate und kristalline und
amorphe Silicate ein. Spezifische Beispiele umfassen
Natriumcarbonat (mit oder ohne Calcit-Keimkristallen), Kaliumcarbonat,
Natrium- und Kaliumbicarbonate und Zeolithe.
-
Beispiele von geeigneten organischen Buildern umfassen
die Alkalimetall-, Ammonium- und substituierten
Ammonium-Derivate von Citraten, Succinaten, Malonaten, Fettsäuresulfonaten,
Carboxymethoxysuccinaten, Ammoniumpolyacetaten, Carboxylaten,
Polycarboxylaten, Aminopolycarboxylaten, Polyacetylcarboxylaten
und Polyhydroxysulfonaten. Spezifische Beispiele umfassen
Natrium-, Kalium-, Lithium-, Ammonium- und substituierte
Ammoniumsalze von Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure,
Oxydibemsteinsäure, Mellithsäure, Benzolpolycarbonsäuren und
Citronensäure.
-
Andere Beipiele sind organische Sequestrierungsmittel vom
Phosphonat-Typ, wie diejenigen, die von Monsanto unter dem
Handelsnamen des Dequest -Bereichs verkauft werden.
-
Andere geeignete organische Builder umfassen die Polymeren
und Copolymeren von höherem Molekulargewicht, von denen bekannt
ist, daß sie Builder-Eigenschaften haben, beispielsweise
entsprechende Polyacrylsäure, Polymaleinsäure und
Polyacryl/Polymalein-Säure, Copolymere und deren Salze, insbesondere
diejenigen, die von BASF unter der Sokalan Handelsmarke im Handel sind.
Andere Beispiele von geeigneten organischen Buildern dieses Typs
sind Acrylat/Methacrylat-Copolymere und -Homopolymere, welche
ebenfalls als Stabilisatoren gegen Sedimentation und für Anti-
Veraschungs- und Anti-Rückverschmutzung-Zwecke zugesetzt werden.
Das Bleichsystem
-
Es wurde gefunden, daß sehr stabile
Bleichmittel-enthaltende, im wesentlichen nicht-wässerige flüssige
Waschmittel-Zusammensetzungen erhalten werden konnten, wenn man das vorstehend
beschriebene hydrophob modifizierte Siliciumdioxid als einen
Bestandteil davon anwendet. Bleichmittel, welche für
nicht-wässerige Zusammensetzungen der Erfindung geeignet sind, schließen die
Halogen-, insbesondere die Chlorbleichmittel ein, wie sie in der
Form von Alkalimetallhypohaliten, z.B. Hypochloriten, vorgesehen
sind. Die Sauerstoff-Bleichmittel sind insbesondere in der
Anwendung beim Waschen von Geweben bevorzugt, beispielsweise in der
Form eines anorganischen Persalzes, bevorzugterweise mit einem
Bleich-Prekursor, oder als eine Peroxysäure-Verbindung.
-
In dem Fall der anorganischen Persalz-Bleichmittel macht
der Aktivator das Bleichen bei niedrigeren Temperaturen
wirksamer, d.h. im Bereich von Umgebungstemperaturen bis etwa 60ºC, so
daß solche Bleichmittelsysteme allgemein als Tieftemperatur-
Bleichsysteme bekannt sind. Sie sind dem Fachmann gut bekannt.
Das anorganische Persalz, wie Natriumperborat.Monohydrat, wirkt
zur Freisetzung von aktivem Sauerstoff in Lösung, und der
Aktivator ist üblicherweise eine organische Verbindung mit einem oder
mehreren reaktiven Acylresten, welche die Bildung von Persäuren
bewirken, wobei die letzteren eine wirksamere Bleichwirkung bei
niedrigerer Temperatur als die Peroxybleichverbindung allein
liefern.
-
Das Gewichtsverhältnis der Peroxybleichverbindung zu dem
Bleichaktivator beträgt im allgemeinen von etwa 20 : 1 bis etwa
1 : 1, bevorzugterweise von etwa 10 : 1 bis etwa 2 : 1,
besonders bevorzugt von 5 : 1 bis 3,5 : 1. Wenn auch die Menge des
Bleichsystems, d.h. der Peroxybleichverbindung und des
Aktivators, zwischen etwa 5 Gewichtsprozent und etwa 35
Gewichtsprozent der gesamten nicht-wässerigen Flüssigkeit variiert sein
kann, wird es bevorzugt, von etwa 6 Gewichtsprozent bis etwa 30
Gewichtsprozent der das Bleichsystem bildenden Bestandteile zu
verwenden. Daher beträgt der bevorzugte Gehalt der Peroxybleich
verbindung in der Zusammensetzung zwischen etwa 5,5 und etwa 27
Gewichtsprozent, während der bevorzugte Gehalt des Aktivators
zwischen etwa 0,5 und 14 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt
zwischen etwa 1 und etwa 5 Gewichtsprozent liegt.
-
Typische Beispiele von geeigneten Peroxybleichverbindungen
sind Alkalimetallperborate, sowohl Tetrahydrate und Monohydrate,
Alkalimetallpercarbonate, -persilicate und -perphosphate, von
welchen Natriumperborat und insbesondere Natriumpercarbonat
bevorzugt werden. Bevorzugte Aktivator-Materialien sind TAED und
Glycerintriacetat.
-
Es wird besonders bevorzugt, in die ein Bleichmittel oder
ein Bleichsystem enthaltenden Zusammensetzungen der Erfindung
einen Stabilisator für das Bleichmittel oder das Bleichsystem
einzuschließen, beispielsweise
Ethylendiamintetramethylenphosphonat und Diethylentriaminpentamethylenphosphonat, oder andere
geeignete organische Phosphonate oder ein Salz derselben, wie
beispielsweise den vorstehend beschriebenen Dequest-Bereich. Diese
Stabilisatoren können in Säure- oder Salz-Form, wie
beispielsweise als die Magnesium-, Calcium-, Zink- oder
Aluminium-Salzform verwendet werden. Der Stabilisator kann in einer Menge von
bis zu etwa 1 Gewichtsprozent, bevorzugterweise zwischen etwa
0,1 und etwa 0,5 Gewichtsprozent, vorhanden sein.
Das Dispergiermittel
-
Bevorzugterweise enthalten die Zusammensetzungen der
Erfindung auch ein dispergierendes Material. Im Prinzip kann jedes
Material als ein Dispergiermittel verwendet werden,
vorausgesetzt, daß es den in der EP-A-266 199 (Unilever) beschriebenen
Flockungstest erfüllt. Die Fähigkeit einer Substanz, als ein
Dispergiermittel zu wirken, wird teilweise von der Kombination
der Feststoff/Flüssig-Phase abhängen. Besonders bevorzugte
Dispergiermittel sind Säuren.
-
Manche typischen Beispiele von Dispergiermitteln schließen
die Alkansäuren ein, wie beispielsweise Essig-, Propion- und
Stearinsäure und deren halogenierten Gegenstücke, wie
Trichloressig-
und Trifluoressigsäure, als auch die Alkyl-(z.B.
Methan)sulfonsäuren und die Aralkyl-(z.B. p-Toluol)-sulfonsäuren.
-
Beispiele von geeigneten anorganischen Mineralsäuren und
deren Salzen sind Chlorwasserstoffsäure, Kohlensäure,
schwefelige Säure, Schwefelsäure und Phosphorsäure;
Kaliummonohydrogensulfat, Natriummonohydrogensulfat, Kaliummonohydrogenphosphat,
Kaliumdihydrogenphosphat, Natriummonohydrogenphosphat,
Kaliumdihydrogenpyrophosphat.
-
Andere organische Säuren können ebenfalls als
Dispergiermittel verwendet werden, beispielsweise Ameisen-, Milch-,
Aminoessig-, Benzoe-, Salicyl-, Phthal-, Nicotin-, Ascorbin-,
Ethylendiamintetraessig- und Aminophosphonsäuren, als auch
längerkettige Fettcarboxylate und Triglyceride, wie Öl-, Stearin-,
Laurinsäure, und dergleichen. Persäuren, wie Percarbon- und
Persulfonsäuren, können ebenfalls verwendet werden.
-
"Fettige" Anionen sind sehr geeignete Dispergiermittel,
und eine besonders bevorzugte Klasse von Dispergiermitteln umfaßt
anionische Surfactants. Obwohl anionische Verbindungen, die
Salze von Alkali- oder anderen Metallen sind, verwendet werden
können, sind die freien Säureformen dieser Surfactants (worin das
Metallkation durch ein H&spplus;-Kation, d.h. ein Proton, ersetzt ist)
besonders bevorzugt. Diese anionischen Surfactants schließen
alle diejenigen Klassen, Unterklassen und spezifischen Formen ein,
welche in den vorerwähnten allgemeinen Hinweisen auf Surfactants
beschrieben sind, nämlich Schwartz & Perry, Schwartz, Perry und
Berch, McCutcheon's, Tensid-Taschenbuch. Viele anionischen
Surfactants wurden schon vorstehend beschrieben. In der Rolle der
Dispergiermittel sind die freien Säureformen davon im allgemeinen
bevorzugt.
-
Insbesondere sind manche bevorzugten Unterklassen und
Beispiele die C&sub1;&sub0;&submin;&sub2;&sub2;-Fettsäuren und die Dimeren derselben, die
C&sub8;&submin;&sub1;&sub8;-Alkylbenzolsulfonsäuren, die C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub8;-Alkyl- oder
Alkyletherschwefelsäuremonoester, die C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub8;-Paraffinsulfonsäuren, die
Fettsäuresulfonsäuren, die Benzol-, Toluol-, Xylol- und
Cumolsulfonsäuren und so weiter.
-
Die Menge des Dispergiermittel-Materials in der
Zusammensetzung
kann durch die in der vorerwähnten EP-A-266 199
beschriebenen Maßnahmen optimiert werden, jedoch ist in sehr vielen
Fällen diese Menge zumindest 0,01 Gewichtsprozent, gewöhnlich 0,1
Gewichtsprozent und bevorzugterweise zumindest 1 Gewichtsprozent,
und kann so hoch wie 15 Gewichtsprozent sein. Für die meisten
praktischen Zwecke liegt die Menge im Bereich von 1 bis 12
Gewichtsprozent, bevorzugterweise von 2 bis 6 Gewichtsprozent, auf
Basis der gesamten nicht-wässerigen Zusammensetzung.
Das Antischaummittel
-
Im Hinblick auf das Schäumverhalten der Zusammensetzungen
gemäß der Erfindung werden gute Ergebnisse bezüglich der
Schaumreduktion erhalten, wenn man eine Kombination eines
Kohlenwasserstoffwachses und eines Alkylphosphats als ein
Antischaummittel verwendet. Es hat den Anschein, daß gute
Entschäumungseigenschaften erhalten werden können, nach sowohl getrennter und
kombinierter Zugabe dieser Verbindungen zu einer Zusammensetzung der
Erfindung. Frei nach Wahl können Zusammensetzungen auf
Siliconölbasis, enthaltend hoch- und niedrigviskoses öl, insbesondere
hochviskoses Siliconöl mit einer Viskosität von größer als 10 000
mPa.s bei 25ºC und einer Scherrate von 21 s&supmin;¹, wirksam als
Antischaummittel verwendet werden.
Verschiedene andere Bestandteile
-
Andere Bestandteile, die in den Zusammensetzungen der
Erfindung vorhanden sein können, umfassen diejenigen
zurückbleibenden Bestandteile, welche in flüssigen Reinigungsprodukten
verwendet werden können. Beispiele sind gewebekonditionierende
Mittel, Enzyme, Parfums (einschließend Deoparfums), Mikrobiozide,
Färbemittel, Fluoreszenzmittel, Schmutz-suspendierende Mittel
(Antivergrauungsmittel), Korrosionsinhibitoren,
Enzym-stabilisierende Mittel und Schaumunterdrücker.
-
Unter den gewebekonditionierenden Mitteln, die verwendet
werden können, entweder in Gewebe-Waschflüssigkeiten oder in
Spül-Konditionierapparaten, sind Gewebe erweichende Materialien,
wie Gewebe weichmachende Tone, quaternäre Ammoniumsalze,
Imidazoliniumsalze, Fettamine und Cellulasen.
-
Enzyme, die in nicht-wässerigen Flüssigkeiten gemäß der
vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen
proteolytische Enzyme, amylolytische Enzyme und lipolytische Enzyme
(Lipolasen) ein. Verschiedene Typen von proteolytischen Enzymen
und amylolytischen Enzymen sind dem Fachmann bekannt und
kommerziell verfügbar. Sie können beispielsweise als "Granalien",
"Marums" oder Suspensionen inkorporiert sein.
-
Die Fluoreszenzmittel, die in den nicht-wässerigen
flüssigen Waschmittel-Produkten gemäß der Erfindung verwendet werden
können, sind bekannt und viele derartige Fluoreszenzmittel sind
kommerziell verfügbar. Gewöhnlich werden diese Fluoreszenzmittel
in der Form ihrer Alkalimetallsalze, beispielsweise der
Natriumsalze, geliefert und verwendet. Die Gesamtmenge der
Fluoreszenzmittel oder der in der Zusammensetzung der Erfindung verwendeten
Mittel beträgt gewöhnlich von 0,02 bis 2 Gewichtsprozent.
-
Wenn es gewünscht wird, Antivergrauungsmittel in eine
nicht-wässerige Flüssigkeit der Erfindung einzuführen, liegt die
Menge des Mittels normalerweise im Bereich von etwa 0,1 bis
etwa 5 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von etwa 0,2 bis etwa 2,5
Gewichtsprozent der gesamten flüssigen Zusammensetzung.
Bevorzugte Antivergrauungsmittel schließen Carboxy-Derivate von
Zuckercellulosen, z.B. Natriumcarboxymethylcellulose, anionische
Polyelektrolyte, insbesondere polymere aliphatische Carboxylate, oder
organische Phosphonate, ein.
Verwendung
-
Die Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung
können für verschiedene Waschkraftzwecke verwendet werden,
beispielsweise für das Reinigen von Oberflächen und für das Waschen von
Geweben. Für das Waschen von Geweben wird bevorzugterweise eine
wässerige Flüssigkeit verwendet, enthaltend von 0,1 bis 10
Gewichtsprozent, bevorzugter von 0,2 bis 2 Gewichtsprozent der
nicht-wässerigen Waschmittel-Zusammensetzung der Erfindung.
Verarbeitung
-
Während der Herstellung wird es bevorzugt, daß alle
Rohmaterialien trocken und (im Falle von hydratisierbaren Salzen) in
einem niedrigen Hydratationszustand sein sollten, z.B.
wasserfreier Phosphatbuilder, Natriumperborat.Monohydrat und trockenes
Calcit-Schleifmittel, wo diese in der nicht-wässerigen
Zusammensetzung verwendet werden. In einem bevorzugten Verfahren werden
die trockenen, im wesentlichen wasserfreien Feststoffe mit der
flüssigen Phase in einem trockenen Behälter gemischt. Wenn
Dispergiermittel-Materialien verwendet werden, sollten diese
bevorzugt - zumindest teilweise - mit der flüssigen Phase vor der
Zugabe der Feststoffe gemischt werden. Um die Sedimentationsrate
der Feststoffe auf ein Minimum herabzusetzen, wird diese Mischung
durch eine Feinzerkleinerungsmühle oder durch eine Kombination
von Mühlen hindurchgeleitet, z.B. durch eine Kolloidmühle, eine
Korund-Scheibenmühle, eine horizontal oder vertikal bewegte
Kugelmühle, um eine Teilchengröße von 0,1 bis 100 um,
bevorzugterweise von 0,5 bis 50 um, idealerweise von 1 bis 10 um, wie durch
das D3,2-Meß instrument berechnet, zu erzielen. Eine bevorzugte
Kombination von solchen Mühlen ist eine Kolloidmühle, gefolgt
von einer horizontalen Kugelmühle, da diese unter den
Bedingungen betrieben werden können, die zur Erzielung einer engen
Teilchengrößenverteilung in dem nicht-wässerigen flüssigen Endprodukt
benötigt werden. Selbstverständlich braucht ein teilchenförmiges
Material, das bereits die gewünschte Teilchengröße hat, diesem
Verfahren nicht unterworfen zu werden, und es kann, falls
gewünscht, während einer späteren Stufe der Verarbeitung
inkorporiert werden.
-
Während dieses Mahlverfahrens führt die Energiezufuhr zu
einem Temperaturanstieg in dem Produkt und zur Freisetzung von
Luft, die in oder zwischen den Teilchen der festen Bestandteile
eingeschlossen ist. Es ist daher in hohem Maße erwünscht,
irgendwelche wärmeempfindlichen Bestandteile in das Produkt nach der
Mahlstufe und einer anschließenden Kühlstufe zu mischen. Es kann
auch erwünscht sein, das Produkt vor dem Zusatz dieser
(gewöhnlich kleineren) Bestandteile zu entgasen und, wahlweise, bei
irgendeiner anderen Stufe der Verfahren. Typische Bestandteile,
welche bei dieser Stufe zugesetzt werden können, sind Parfums
und Enzyme, können jedoch auch hochtemperaturempfindliche Bleich-
Komponenten oder flüchtige Lösungsmittel-Komponenten
einschliessen, die in der Endzusammensetzung erwünscht sein können.
-
Jedoch wird es besonders bevorzugt, daß man flüchtiges
Material nach irgendeiner Entgasungsstufe einführt. Geeignete
Vorrichtungen für das Kühlen (z.B. Wärmeaustauscher) und die
Entgasung werden dem auf diesem Gebiete tätigen Fachmann bekannt sein.
-
Es folgt daraus, daß jede in dem Verfahren verwendete
Vorrichtung bevorzugterweise vollständig trocken sein sollte,
wobei nach jedem Reinigungsverfahren dafür gesorgt werden sollte.
Das gleiche ist auch für die nachfolgende Lagerung und
Verpakkungsvorrichtung richtig.
-
Die Erfindung wird ferner durch die nachfolgenden
nichteinschränkenden Beispiele erläutert, in welchen Teile und
Prozentsätze auf das Gewicht bezogen sind, es sei denn, daß etwas
anderes angegeben ist. In den Beispielen werden die
nachfolgenden Abkürzungen verwendet:
-
Vista Novel 1012.62 : Nichtionisches Surfactant,
C10,5-ethoxylierter Alkohol, enthaltend im
Durchschnitt 6 EO-Gruppen pro Molekül,
von Vista Chemical
-
Synperonic A3 : Nichtionisches Surfactant,
C&sub1;&sub1;-ethoxylierter Alkohol, enthaltend im
Durchschnitt 3 EO-Gruppen pro Molekül, von
ICI
-
Marlon AS-3 . Die Säureform von
C&sub1;&sub2;-Alkylbenzolsulfonsäure, von Hüls
-
Alf-16/Wax 2:1 : Entschäumungsmittel, bestehend aus
Alkylphosphat und Kohlenwasserstoff-
Wachs, in einem Gewichtsverhältnis von
2 : 1, von Harcros/Ter Hell
-
MgO : Magnesiumoxid, von Merck
-
SCMC : Natriumcarboxymethylcellulose, von
AKZO
-
Sokalan CP7 : Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymeres in
der Natriumsalzform, von BASF
-
CaO : Calciumoxid, von Baker Chemical Co.
-
Kristallines SMS : Kristallines Natriummetasilicat,
enthaltend höchstens 4 % Wasser, Simet AG,
von Rhone Poulenc
-
Amorphes SMS : Amorphes Natriummetasilicat,
enthaltend etwa 2 bis 3 Gewichtsprozent
Wasser, Vergomet, von Montedison
-
Sypernat D17 : HM Siliciumdioxid, von Degussa
Vergleichsbeispiel A, Beispiele 1 bis 3
-
Die folgenden nicht-wässerigen
Waschmittel-Zusammensetzungen (siehe Tabelle 1) wurden durch Mischen der Bestandteile in
der angegebenen Reihenfolge hergestellt. Es kann erwähnt werden,
daß der Gesamtgehalt der festen Phase leicht reduziert wurde,
wenn mehr HM-Siliciumdioxid (d.h. Sypernat D17) in der flüssigen
Zusammensetzung enthalten war. Dies wird durch die erheblich
niedrigere Dichte und demzufolge des höheren spezifischen
Volumens des Sypernat D17 im Vergleich zu kristallinem
Natriummetasilicat bewirkt. Sypernat D17 hat eine Dichte von etwa 150 kg/m³,
wohingegen die Dichte des angewandten kristallinen SMS
überschlägig 1200 kg/m³ beträgt. Die Bestandteile wurden zur Erzielung
einer mittleren Teilchengröße von 8 um (durch das
D3,2-Meßinstrument) gemahlen. Die Tendenz der Zusammensetzung, eine klare
Schichttrennung zu liefern, wurde bestimmt durch Füllen eines
500 ml großen verschließbaren Polyethylen-Behälters mit der
Zusammensetzung, 4 Wochen langes Stehenlassen derselben ohne
Rührung bei 37ºC, und anschließendes Messen der Höhe von irgendeiner
sichtbaren klaren Oberschicht. Wie bemerkt werden kann, wird
dieses Maß der Stabilität von jeder Zusammensetzung in der
Tabelle I gezeigt. Die Viskositäten, die nach einer Woche unter
Verwendung eines Haake-Rotoviskometers bei einer
Schergeschwindigkeit von 21 s&supmin;¹ bei 25ºC nach 5 Minuten von jeder
Zusammensetzung gemessen wurden, sind ebenfalls angegeben.
TABELLE 1
-
Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, daß die Inkorporierung
von hydrophob modifiziertem Siliciumdioxid die Stabilität der
nicht-wässerigen flüssigen Waschmittel-Formulierungen, enthaltend
kristallines Natriummetasilicat, ohne einen unannehmbaren Anstieg
in der Viskosität von solchen Formulierungen, erhöht.
Vergleichsbeispiele B und C
-
In einer ähnlichen Weise wie bei den Beispielen A, 1 bis 3,
wurden die nachfolgenden Zusammensetzungen hergestellt. Es kann
aus der Tabelle II entnommen werden, daß diese
Zusammensetzungen amorphes an Stelle von kristallinem Natriummetasilicat
enthalten.
-
Danach wurde ihre Stabilität, wie durch deren Tendenz, zur
Lieferung einer klaren Schichttrennung und deren Viskosität
unter Verwendung des in den Beispielen A, 1 bis 3 beschriebenen
Verfahrens, gemessen. Die Testergebnisse sind in der Tabelle II
angegeben.
TABELLE II
-
Es ist zu ersehen, daß in diesem Falle eine niedrigere
Viskosität des nicht-wässerigen flüssigen Produktes gefunden wurde,
wenn kristallines Natriummetasilicat angewandt wird.
-
Außerdem zeigen diese Ergebnisse eindeutig, daß eine
erhebliche Stabilitätsverbesserung (obwohl leicht geringer beurteilt
als die in den Beispielen A, 1 bis 3 gefundene Verbesserung)
auch erhalten werden kann, wenn man HM-Siliciumdioxid in eine
nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzung, enthaltend
amorphes Natriummetasilicat, inkorporiert.