DE69406781T2 - Flüssige reinigungsprodukte - Google Patents

Flüssige reinigungsprodukte

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Description

    FLÜSSIGE REINIGUNGSPRODUKTE GEBIET DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung betrifft flüssige nicht-wässerige Reinigungsprodukte, insbesondere im wesentlichen nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzungen, enthaltend teilchenförmige feste Materialien. Im wesentlichen nicht-wässerige Flüssigkeiten sind diejenigen, die wenig oder kein Wasser enthalten.
  • STAND DER TECHNIK UND VORGESCHICHTE DER ERFINDUNG
  • Nicht-wässerige Waschmittel-Flüssigkeiten wurden für eine Reihe von Verwendungen, wie beispielsweise für Gewebewäsche und Geschirrspülen, vorgeschlagen. Sie haben gegenüber anderen Pulver-Produkten Vorteile insofern, als sie rascher in Wasser dispergiert sind. Weitere Vorteile gegenüber Pulver-Produkten sind die Möglichkeit der automatischen Dosierung und der höheren erreichbaren Produktdichten, was zu niedrigeren Transport- und Verpackungskosten führt.
  • Nicht-wässerige Waschmittel-Flüssigkeiten haben Vorteile gegenüber wässerigen Flüssig-Produkten insofern, als sie fähig sind, wasserempfindliche Bestandteile, wie Bleichmittel, zu enthalten.
  • Hinsichtlich der Verwendung in industriellen Waschmaschinen von nicht-wässerigen flüssigen Waschmittel-Zusammensetzungen, enthaltend eine teilchenförmige Feststoffphase, dispergiert in einer Flüssigphase, ist es von Wichtigkeit, daß die Viskosität von solchen Zusammensetzungen so niedrig wie möglich sein sollte, während noch eine annehmbare Stabilität gegen die Trennung des suspendierten teilchenförmigen Feststoff-Materials beibehalten wird. Der Grund besteht darin, daß in industriellen Waschmaschinen verwendete Produkte üblicherweise durch lange Zuleitungen von der Dosiervorrichtung bis zu dem Punkt der Verwendung innerhalb der Waschmaschine gepumpt werden.
  • Es wurde in der WO 91/12313 beschrieben, daß nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzungen, enthaltend Natriummetasilicat, die eine verbesserte Stabilität gegen Sedimentation des darin suspendierten teilchenförmigen Feststoff-Materials aufweisen, und die nach Lagerung eine verringerte Tendenz zur Klarschicht-Trennung haben, durch darin erfolgendes Einschließen eines Metalloxids mit einer Schüttdichte von 200 bis 1000 g/l formuliert sein können.
  • Es ist in diesem Dokument auch angegeben, daß die physikalische Stabilität dieser Zusammensetzungen verbessert sein kann, wenn von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent hydrophob modifiziertes Siliciumdioxid darin verwendet wird.
  • Außerdem bezieht sich die WO 91/12312 auf ein nicht-wässeriges flüssiges Reinigungsprodukt, enthaltend Teilchen eines in einem Lösungsmittel dispergierten Feststoff-Materials, ein Entflockungsmaterial, und ein hydrophob modifiziertes Siliciumdioxid, enthaltend Dispergiermittel, wodurch gezeigt wird, daß die Stabilität des Produktes durch das erwähnte Dispergiermittel verbessert ist. Diese Patentschrift beschreibt jedoch nicht spezifisch nicht-wässerige flüssige Zusammensetzungen, enthaltend beträchtliche Mengen an alkalischem Material, wie Natriummetasilicat, welche in der nicht-wässerigen flüssigen Zusammensetzung gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten sind.
  • Für die Verwendung in industriellen Waschmaschinen geeignete Waschmittel-Zusammensetzungen enthalten gewöhnlich eine beträchtliche Menge an Material, welches eine hohe Alkalinität in der Waschflüssigkeit liefert. Dieser Materialtyp wird oftmals auf entweder Puffersalz oder Alkalinitätsverstärker zurückgeführt. Es ist bekannt, daß Natriummetasilicat die Funktion von sowohl Buildermaterial und Alkalinitätsverstärker wirksam erfüllen kann. Daher ist Natriummetasilicat eine bevorzugte Komponente der industriellen Waschmittel-Produkte.
  • Jedoch wurde gefunden, daß nur wasserfreies Natriummetasilicat als ein Bestandteil einer nicht-wässerigen flüssigen Zusammensetzung eine nicht-wässerige Flüssigkeit mit einer annehmbaren Viskosität zur Folge hat, so daß sie ohne die Verwendung eines komplizierten Geräts dosiert werden kann. Außerdem könnte eine annehmbare Viskosität von derartigen, wasserfreies Natriummetasilicat enthaltenden, nicht-wässerigen Flüssigkeiten nur bei relativ niedrigen Gehalten an darin dispergierten teilchenförmigen Feststoffen erhalten werden.
  • In dieser Hinsicht wurde durch die Europäische Patentanmeldung No. 92 203 446.7 offenbart, daß die Inkorporierung eines speziellen Typs von wasserfreiem Natriummetasilicat, d.h. im wesentlichen amorphem Metasilicat, zu einer gießbaren, leicht zu verarbeitenden Formulierung von niedriger Viskosität führt. Es wurde ferner in dieser Veröffentlichung beschrieben, daß die Verwendung von wasserfreiem, im wesentlichen amorphen Natriummetasilicat als eine Komponente von nicht-wässerigen Flüssigkeiten es erlaubt, zur Erzielung von Formulierungen mit einer guten Viskosität und Stabilität eine größere Menge an Feststoffen zu inkorporieren. Obwohl die durch diese Veröffentlichung beschriebene Stabilitätsverbesserung erheblich ist, wird wegen der resultierenden besseren Lagerungsstabilität der betreffenden nichtwässerigen Flüssigkeit eine weitere Stabilitätsverbesserung als erwünscht angesehen.
  • Im Hinblick auf die vorstehenden Ausführungen ist es ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, eine nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzung mit einer guten Viskosität und Stabilität gegen Sedimentation, und enthaltend beträchtliche Mengen an wasserfreiem Natriummetasilicat, vorzusehen.
  • Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß dieses Ziel durch Einführen eines hydrophob modifizierten Siliciumdioxid enthaltenden Dispergiermittels, und durch Anwenden eines im wesentlichen kristallinen Typs von Natriummetasilicat, in die erwähnte nicht-wässerige flüssige Zusammensetzung erreicht werden könnte.
  • DEFINITION DER ERFINDUNG
  • Die vorliegende Erfindung sieht eine im wesentlichen nichtwässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzung vor, enthaltend eine flüssige Phase und eine darin dispergierte teilchenförmige feste Phase, wobei die feste Phase Natriummetasilicat und von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent eines hydrophob modifizierten Siliciumdioxids enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Natriummetasilicat im wesentlichen kristallines Natriummetasilicat ist, welches in einer Menge im Bereich von 10 bis 60 Gewichtsprozent vorhanden ist, wobei beide Konzentrationsbereiche auf dem Gesamtgewicht der Zusammensetzung basieren, wobei das Natriummetasilicat weniger als 8 Gewichtsprozent Wasser enthält.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft auch die Verwendung von hydrohob modifiziertem Siliciumdioxid als ein stabilisierendes Mittel in einer im wesentlichen nicht-wässerigen flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung, enthaltend im wesentlichen kristallines Natriummetasilicat, wobei das Metasilicat weniger als 8 Gewichtsprozent Wasser enthält.
  • AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
  • Alle Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung sind im wesentlichen nicht-wässerige flüssige Reinigungsproukte. Im Zusammenhang mit dieser Beschreibung beziehen sich alle Hinweise auf Flüssigkeiten auf Materialien, die bei 25ºC bei atmos-Phärischem Druck flüssig sind.
  • Die Zusammensetzungen sind im wesentlichen nicht-wässerig, d.h. sie enthalten wenig oder kein freies Wasser, im allgemeinen weniger als 10 Gewichtsprozent, bevorzugterweise weniger als 3 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt weniger als 1 Gewichtsprozent. Es wurde festgestellt, daß es, je höher der Wassergehalt, desto wahrscheinlicher ist, daß die Viskosität zu hoch ist, oder daß sogar Verfestigung eintritt. Die Verfestigung ist durch eine Erhöhung in der Produktviskosität während der Lagerung als ein Ergebnis des reversiblen Aufbaus einer Struktur innerhalb einer nicht-wässerigen Flüssigkeit mit der Zeit gekennzeichnet. Die Verfestigung könnte gegebenenfalls zu einem Produkt führen, welches nicht ohne vorheriges Schütteln oder Rühren gegossen oder gepumpt werden kann.
  • Bevorzugterweise haben Zusammensetzungen der Erfindung eine Viskosität von weniger als 2500 mPa.s bei einer Schergeschwindigkeit von 21 s&supmin;¹, wobei ein Viskositätsbereich von 500 bis 2000 mPa.s bevorzugter ist (wie an einem Haake-Rotoviscometer RV20 mit einem mv2p-Kopf bei 25ºC nach 5 Minuten gemessen). Besonders bevorzugt liegt die Viskosität in einem Bereich zwischen 1000 und 2000 mPa.s bei 21 s&supmin;¹, wie nach der gleichen Methode gemessen.
  • Die Zusammensetzungen gemäß der Erfindung können in einem sehr weiten Bereich von spezifischen Formen gemäß der beabsichtigten Verwendung formuliert sein. Sie können als Reinigungsmittel für harte Oberflächen (mit oder ohne Reibmittel) oder als Mittel für das Waschen anderer Gegenstände, entweder von Hand oder durch mechanische Mittel, formuliert sein. Sie können auch als Mittel für das Waschen und/oder für das Konditionieren von Geweben formuliert sein. Diese letztgenannten Produkte bilden eine besonders bevorzugte Form der vorliegenden Erfindung, weil in dieser Funktion ein sehr großes Bedürfnis besteht, fähig zu sein, wesentliche Mengen von verschiedenen Feststoffarten zu inkorporieren. Diese Zusammensetzungen können von der Art sein, wie sie für die Vorbehandlung von Geweben mit der Zusammensetzung, unverdünnt oder verdünnt, verwendet wird, bevor sie gespült sind oder einer Hauptwäsche unterworfen werden. Die Zusammensetzungen können auch als Hauptwaschprodukte formuliert sein, die gelöst und/oder dispergiert in dem Wasser sind, mit welchem die Gewebe in Kontakt sind.
  • Daher werden die Zusammensetzungen zumindest ein Mittel enthalten, welches das Reinigen und/oder Konditionieren des oder der betreffenden Artikel fördert, ausgewählt gemäß der beabsichtigten Anwendung. Üblicherweise wird dieses Mittel aus Surfactants, Enzymen, Bleichmitteln, Mikrobioziden (für Gewebe), gewebeweichmachenden Mitteln und (im Falle der Reinigung von harter Oberfläche) Schleifmitteln, ausgewählt sein. Selbstverständlich wird in vielen Fällen sowohl mehr als eines dieser Mittel, als auch andere allgemein in der entsprechenden Produktform verwendeten Bestandteile, vorhanden sein.
  • Das Natriummetasilicat
  • Die Konzentration von Natriummetasilicat in einer nichtwässerigen flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung gemäß der Erfindung liegt in dem Bereich von 10 bis 60 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von 22 bis 55 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt von 30 bis 55 Gewichtsprozent, der Zusammensetzung.
  • Der in den Zusammensetzungen der Erfindung verwendete Natriummetasilicat-Typ ist im wesentlichen wasserfreies Natriummetasilicat, welches besonders bevorzugt aus Natriumoxid, Siliciumdioxid, etwa 0 bis 3 Gewichtsprozent Kohlendioxid und etwa 2 bis 3 Gewichtsprozent Wasser besteht, wobei das molare Verhältnis von Natriumoxid zu Siliciumdioxid im Bereich von 0,8 bis 1,2 liegt. Dieser Typ von Natriummetasilicat besteht typischerweise aus 50,5 ± 2,0 Gewichtsprozent Natriumoxid, 45,5 ± 2,0 Gewichtsprozent Siliciumdioxid, 1,5 Gewichtsprozent Kohlendioxid und 2,5 Gewichtsprozent Wasser.
  • Der Wassergehalt des Natriummetasilicats (wie durch Erhitzen einer Probe bis zu 600ºC während 1 Stunde analysiert) sollte eine obere Grenze von 8 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von 5 Gewichtsprozent, nicht übersteigen, wobei ein maximaler Wassergehalt von 3 Gewichtsprozent besonders bevorzugt wird.
  • Der in der nicht-wässerigen flüssigen Zusammensetzung der Erfindung verwendete Natriummetasilicat-Typ ist im wesentlichen kristallines Natriummetasilicat. Dieser Natriummetasilicat-Typ kann höchstens 10 Gewichtsprozent, bevorzugterweise 1 Gewichtsprozent amorphes Natriummetasilicat enthalten, das keinen kristallinen Zustand aufweist. In diesem Zusammenhang ist im wesentlichen kristallines Natriummetasilicat als ein Material definiert, das bei Anwendung von Röntgenstrahlen-Kristallographie- Techniken höchstens 10 Gewichtsprozent des Materials zeigt, das keinen kristallinen Zustand hat.
  • Die flüssige und feste Phase
  • Bevorzugterweise enthalten die Waschmittel-Zusammensetzungen der Erfindung die flüssige Phase in einer Menge von zumindest 10 Gewichtsprozent der Gesamtzusammensetzung. Die Menge der in der Zusammensetzung vorhandenen flüssigen Phase kann so hoch wie etwa 90 Gewichtsprozent sein, jedoch wird in den meisten Fällen die zweckmäßige Menge zwischen 20 und 70 Gewichtsprozent und bevorzugterweise zwischen 35 und 50 Gewichtsprozent der Zusammensetzung liegen.
  • Bevorzugterweise enthält die flüssige Phase flüssiges nichtionisches Surfactant. Für die Verwendung beim Waschen von Geweben und Teppichen enthält die flüssige Phase bevorzugterweise von 30 bis 50 Gewichtsprozent flüssiges nichtionisches Surfactant. Für die Verwendung in mechanischem Geschirrspülen werden im allgemeinen niedrigere flüssige nichtionische surfactant-Gehalte angewandt, typischerweise weniger als 10 Gewichtsprozent, bevorzugterweise zwischen 1 und 3 Gewichtsprozent der Gesamtformulierung. Der Rest der flüssigen Phase kann in diesem Falle ein Lösungsmittel, wie weiter unten beschrieben, enthalten.
  • Der gesamte Feststoffgehalt der Zusammensetzungen gemäß der Erfindung liegt gewöhnlich im Bereich von 10 bis 90 Gewichtsprozent, jedoch wird in den meisten Fällen der zweckmäßige Gehalt der gesamten Feststoffe im Bereich von 30 bis 80 Gewichtsprozent der Gesamtzusammensetzung liegen, wobei ein Bereich von 50 bis 65 Gewichtsprozent mehr bevorzugt ist. Besonders bevorzugt überschreitet der Gehalt an Gesamtfeststoffen 40 Volumprozent der Gesamtzusammensetzung nicht.
  • Die feste Phase ist gewöhnlich in Teilchenform und hat üblicherweise eine Gewichtsmittel-Teilchengröße von weniger als 300 Mikron, bevorzugterweise weniger als 200 Mikron, besonders bevorzugt weniger als 100 Mikron, insbesondere weniger als 10 Mikron. Die Teilchengröße kann sogar von Submikron-Größe sein. Die passende Teilchengröße kann durch Verwendung von Materialien der geeigneten Größe oder durch Mahlen des Gesamtprodukts in einer geeigneten Mahlvorrichtung erhalten werden.
  • Hydrophob modifiziertes Silciumdioxid
  • Die Zusammensetzungen der Erfindung enthalten hydrophob modifiziertes (HM) Siliciumdioxid als ein Dispergiermittel-Material. Für den Zweck der vorliegenden Erfindung ist ein Dispergiermitte 1-Material ein Material, dessen Hauptzweck darin besteht, die Zusammensetzung zu stabilisieren. Außerdem sind HM-Dispergiermittel-Materialien, wie beispielsweise HM-modifiziertes Siliciumdioxid, teilchenförmige Materialien, von welchen die Außenoberfläche chemisch behandelt worden ist, um die hydrophile Natur derselben zu reduzieren.
  • Bevorzugterweise ist die Zahl der Hydroxy- und/oder Säuregruppen an der Oberfläche der HM-Siliciumdioxid-Teilchen durch eine hydrophobierende Behandlung reduziert. Geeignete Reaktionen schließen die Veresterung oder Veretherung der an der Außenoberfläche der Teilchen vorhandenen hydrophilen Gruppen ein. Bevorzugterweise umfaßt die hydrophobierende Behandlung zumindest 10 %, bevorzugter von 40 bis 95 %, besonders bevorzugt von 50 bis 90 % dieser hydrophilen Gruppen. Partielles Hydrophobieren wird gegenüber vollständiger Hydrophobierung bevorzugt.
  • Die Hydrophobierung der Siliciumdioxid-Teilchen schließt bevorzugterweise die Substitution der freien Hydroxygruppen an der Außenoberfläche derselben durch weniger hydrophile Gruppen ein. Bevorzugter sind die Oberflächen-Hydroxygruppen durch kurze Alkylgruppen, z.B. durch Methylgruppen, substituiert.
  • Bevorzugte HM-Siliciumdioxid enthaltende Dispergiermittel- Materialien haben eine Gewichtsmittel-Teilchengröße im Bereich von 0,005 bis 10 Mikron, bevorzugter von 0,01 bis 5 Mikron, besonders bevorzugt von 0,01 bis 3 Mikron.
  • Die Menge des HM-Siliciumdioxid-Dispergiermittel-Materials beträgt von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bevorzugterweise 0,3 bis 5 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt 0,5 bis 3 Gewichtsprozent der Zusammensetzung.
  • Surfactant-Material
  • Die nicht-wässerigen Flüssigkeiten der Erfindung werden insbesondere, wenn sie für die Verwendung für Gewebewäsche vorgesehen sind, gewöhnlich ein oder mehrere Surfactant-Mittel enthalten. Wo Surfactants Feststoffe sind, werden sie gewöhnlich in der flüssigen Phase dispergiert oder aufgelöst sein. Wo sie flüssig sind, werden sie gewöhnlich die gesamte flüssige Phase oder einen Teil davon ausmachen. Jedoch können in manchen Fällen die Surfactants in der Zusammensetzung einer Phasenänderung ausgesetzt sein.
  • Im allgemeinen können Surfactants für die Verwendung in den Zusammensetzungen der Erfindung aus irgendeiner der Klassen, Unterklassen und spezfischen Materialien ausgewählt sein, wie sie beschrieben sind in "Surface Active Agents", Vol. I, von Schwartz & Perry, Interscience 1949 und "Surface Active Agents", Vol II, von Schwartz, Perry & Berch (Interscience 1959), in der jetzigen Auflage von "McCutcheon's Emulsifiers & Detergents", veröffentlich durch die McCutcheon Division of Manufacturing Confectioners Company, oder "Tensid-Taschenbuch", H. Stache, 2. Auflage, Carl Hanser-Verlag, München & Wien, 1981.
  • In Bezug auf alle Surfactant-Materialien, jedoch auch mit Bezug auf alle hierin als Beispiele von Komponenten in den Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung beschriebenen Bestandteile, betrifft der Ausdruck "Alkyl", es sei denn der Zusammenhang erfordert es anders, einen geradkettigen oder verzweigtkettigen Alkylrest mit von 1 bis 30 Kohlenstoffatomen, wohingegen "Niedrigalkyl" sich auf einen geradkettigen oder verzweigtkettigen Alkylrest mit von 1 bis 4 Kohlenstoffatomen bezieht. Diese Definitionen beziehen sich auf Alkylgruppen, jedoch auf inkorporierte Alkylgruppen (z.B. als Teil einer Arylkyl-Spezies).
  • Nichtionische Surfactants
  • Der bevorzugte Typ des in den nicht-wässerigen Flüssigkeiten der Erfindung vorhandenen Waschmittel-Surfactants ist nichtionisches Surfactant. Nichtionische Waschmittel-Surfactants sind dem Fachmann bekannt. Sie bestehen normalerweise aus einem Wasser-solubilisierenden Polyalkoxylen oder aus einer Mono- oder Di-alkanolamid-Gruppe in chemischer Verbindung mit einer organischen hydrophoben Gruppe, abgeleitet, beispielsweise aus Alkylphenolen, in welchen die Alkylgruppe von etwa 6 bis etwa 12 Kohlenstoffatome enthält, Dialkylphenolen, in welchen jede Alkylgruppe von 6 bis 12 Kohlenstoffatome enthält, primären, sekundären oder tertiären aliphatischen Alkoholen (oder Alkyl-abgedeckten Derivaten derselben), bevorzugterweise mit 8 bis 20 Kohlenstoffatomen, Monocarbonsäuren mit 10 bis etwa 24 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe und Polyoxypropylene. Ebenfalls üblich sind Fettsäure-mono- und -dialkanolamide, in welchen die Alkylgruppe des Fettsäurerestes von 10 bis etwa 20 Kohlenstoffatome enthält und die Alkyloylgruppe von 1 bis 3 Kohlenstoffatome aufweist. In jedem der Mono- und Dialkanolamid-Derivate kann gegebenenfalls ein Polyoxyalkylen-Rest vorhanden sein, der die letzteren Gruppen und den hydrophoben Teil des Moleküls verbindet. In allen Polyalkoxylen enthaltenden Surfactants besteht der Polyalkoxylen-Rest bevorzugterweise aus 2 bis 20 Gruppen Ethylenoxid oder Ethylenoxid- und Propylenoxid-Gruppen.
  • Unter der letztgenannten Klasse sind insbesondere diejenigen bevorzugt, die in der veröffentlichten Europäischen Patentanmeldung EP-A-225 654 der Anmelder beschrieben werden, insbesondere für die Verwendung als die gesamte oder als Teil der flüssigen Phase. Ebenfalls bevorzugt sind diejenigen ethoxylierten nichtionischen Verbindungen, welche die Kondensationsprodukte von Fettalkoholen mit von 9 bis 15 Kohlenstoffatomen, kondensiert mit von 3 bis 11 Mol Ethylenoxid, sind. Beispiele von diesen Verbindungen sind die Kondensationsprodukte von C&sub1;&sub1;&submin;&sub1;&sub3;-Alkoholen mit (angenommen) 3 bis 7 Mol Ethylenoxid. Diese können als das einzige nichtionische Surfactant verwendet werden oder in Kombination mit denjenigen, die in der letzterwähnten Europäischen Patentspezifikation beschrieben werden, insbesondere als die gesamte oder als Teil der flüssigen Phase. Eine andere Klasse von geeigneten nichtionischen Verbindungen umfaßt die Alkylpolysaccharide (Polyglykoside/Oligosaccharide), wie sie in irgendeiner der nachstehenden Patentschriften beschrieben werden: US-A-3 640 998; US-A-3 346 558; US-A-4 223 129; EP-A-92 355; EP-A-99 183.
  • Mischungen von verschiedenen nichtionischen Waschmittel- Surfactants können ebenfalls verwendet werden. Mischungen von nichtionischen Waschmittel-Surfactants mit anderen Waschmittel- Surfactants, wie beispielsweise anionischen, kationischen oder ampholytischen Waschmittel-Surfactants und Seifen können ebenfalls verwendet werden. Im allgemeinen liegt der Gehalt an nichtionischen Surfactants im Bereich von 10 bis 90 Gewichtsprozent der Zusammensetzung, bevorzugterweise von 20 bis 70 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt von 35 bis 50 Gewichtsprozent.
  • Anionische Surfactants
  • Beispiele von anionischen Waschmittel-Surfactants, die geeignet sind, in den Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung enthalten zu sein, sind Alkalimetall-, Erdalkalimetall-, Ammonium- oder Alkylolamin-Salze der Alkylbenzolsulfonate, mit von 10 bis 18 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe, Alkyl- und Alkylethersulfate, mit von 10 bis 24 Kohlenstoffatomen in der Alkylgruppe, Alkylethersulfate, mit von 1 bis 5 Ethylenoxid-Gruppen und Olefinsulfonate, hergestellt durch Sulfonation von C&sub1;&sub0;&submin;&sub2;&sub4;-α-Olefinen und anschließende Neutralisation und Hydrolyse der Produkte der Sulfonierungsreaktion. Bevorzugterweise liegt der Gehalt der anionischen Surfactants im Bereich zwischen 1 und 15 Gewichtsprozent der Zusammensetzung, bevorzugter zwischen 2 und 10 Gewichtsprozent.
  • Vor der Einlagerung werden alle anionischen Surfactants entweder flüssig sein, in welchem Falle sie in der Zusammensetzung die Gesamtheit oder einen Teil der flüssigen Phase bilden werden, oder sie werden fest sein, in welchem Falle sie in der Zusammensetzung entweder in der flüssigen Phase dispergiert sein werden, oder sie werden darin aufgelöst sein. Daher ist der Ausdruck "Feststoffe", wie er hierin verwendet wird, dahingehend ausgelegt, daß er sich auf Materialien in der festen Phase bezieht, welche zu der zusammensetzung zugesetzt und darin in fester Form dispergiert sind, auf diejenigen Feststoffe, welche sich in der flüssigen Phase auflösen und diejenigen in der flüssigen Phase, welche sich in der Zusammensetzung, worin sie dann dispergiert sind, verfestigen (eine Phasenänderung erleiden).
  • Waschkraftbuilder
  • Außer dem oben beschriebeen Natriummetasilicat kann der in den Zusammensetzungen gemäß der Erfindung vorhandene Waschkraftbuilder irgendein Material enthalten, das fähig ist, den Gehalt an freien Calcium- und Magnesiumionen in der Waschflüssigkeit zu reduzieren, und daß bevorzugterweise die Zusammensetzung mit anderen vorteilhaften Eigenschaften versehen wird, wie der Bildung eines alkalischen pH-Werts und der Suspension von aus dem Gewebe entfernten Schmutz. Der Gehalt der Gesamtmenge von Wasch kraftbuilder, einschließend Natriummetasilicat, vorhanden in Zusammensetzungen gemäß der Erfindung, kann im Bereich von 10 bis 70 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von 30 bis 60 Gewichtsprozent, liegen.
  • Geeignete Builder umfassen sowohl anorganische und organische Builder. Sie können in die Phosphor-enthaltenden und in die Nicht-Phosphor-enthaltenden Typen unterteilt werden, wobei die letztgenannten bevorzugt werden, wenn Umweltschutzerwägungen wichtig sind.
  • Im allgemeinen enthalten die anorganischen Builder die verschiedenen Phosphat-, Carbonat-, Silicat-, Borat- und Aluminosilicat-Materialtypen, insbesondere die Alkalimetall-Salzformen. Mischungen von diesen können ebenfalls verwendet werden.
  • Beispiele von Phosphor-enthaltenden anorganischen Buildern schließen, wenn vorhanden, die wasserlöslichen Salze, insbesondere Alkalimetallpyrophosphate, -orthophosphate, -polyphosphate und -phosphonate, ein. Spezifische Beispiele von anorganischen Phosphatbuildern schließen Natrium- und Kalium-tripolyphosphate, -phosphate und -hexametaphosphate ein.
  • Beispiele von Nicht-Phosphor-enthaltenden anorganischen Buildern schließen, falls vorhanden, wasserlösliche Alkalimetallcarbonate, Bicarbonate, Borate, Silicate und kristalline und amorphe Silicate ein. Spezifische Beispiele umfassen Natriumcarbonat (mit oder ohne Calcit-Keimkristallen), Kaliumcarbonat, Natrium- und Kaliumbicarbonate und Zeolithe.
  • Beispiele von geeigneten organischen Buildern umfassen die Alkalimetall-, Ammonium- und substituierten Ammonium-Derivate von Citraten, Succinaten, Malonaten, Fettsäuresulfonaten, Carboxymethoxysuccinaten, Ammoniumpolyacetaten, Carboxylaten, Polycarboxylaten, Aminopolycarboxylaten, Polyacetylcarboxylaten und Polyhydroxysulfonaten. Spezifische Beispiele umfassen Natrium-, Kalium-, Lithium-, Ammonium- und substituierte Ammoniumsalze von Ethylendiamintetraessigsäure, Nitrilotriessigsäure, Oxydibemsteinsäure, Mellithsäure, Benzolpolycarbonsäuren und Citronensäure.
  • Andere Beipiele sind organische Sequestrierungsmittel vom Phosphonat-Typ, wie diejenigen, die von Monsanto unter dem Handelsnamen des Dequest -Bereichs verkauft werden.
  • Andere geeignete organische Builder umfassen die Polymeren und Copolymeren von höherem Molekulargewicht, von denen bekannt ist, daß sie Builder-Eigenschaften haben, beispielsweise entsprechende Polyacrylsäure, Polymaleinsäure und Polyacryl/Polymalein-Säure, Copolymere und deren Salze, insbesondere diejenigen, die von BASF unter der Sokalan Handelsmarke im Handel sind. Andere Beispiele von geeigneten organischen Buildern dieses Typs sind Acrylat/Methacrylat-Copolymere und -Homopolymere, welche ebenfalls als Stabilisatoren gegen Sedimentation und für Anti- Veraschungs- und Anti-Rückverschmutzung-Zwecke zugesetzt werden.
  • Das Bleichsystem
  • Es wurde gefunden, daß sehr stabile Bleichmittel-enthaltende, im wesentlichen nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzungen erhalten werden konnten, wenn man das vorstehend beschriebene hydrophob modifizierte Siliciumdioxid als einen Bestandteil davon anwendet. Bleichmittel, welche für nicht-wässerige Zusammensetzungen der Erfindung geeignet sind, schließen die Halogen-, insbesondere die Chlorbleichmittel ein, wie sie in der Form von Alkalimetallhypohaliten, z.B. Hypochloriten, vorgesehen sind. Die Sauerstoff-Bleichmittel sind insbesondere in der Anwendung beim Waschen von Geweben bevorzugt, beispielsweise in der Form eines anorganischen Persalzes, bevorzugterweise mit einem Bleich-Prekursor, oder als eine Peroxysäure-Verbindung.
  • In dem Fall der anorganischen Persalz-Bleichmittel macht der Aktivator das Bleichen bei niedrigeren Temperaturen wirksamer, d.h. im Bereich von Umgebungstemperaturen bis etwa 60ºC, so daß solche Bleichmittelsysteme allgemein als Tieftemperatur- Bleichsysteme bekannt sind. Sie sind dem Fachmann gut bekannt. Das anorganische Persalz, wie Natriumperborat.Monohydrat, wirkt zur Freisetzung von aktivem Sauerstoff in Lösung, und der Aktivator ist üblicherweise eine organische Verbindung mit einem oder mehreren reaktiven Acylresten, welche die Bildung von Persäuren bewirken, wobei die letzteren eine wirksamere Bleichwirkung bei niedrigerer Temperatur als die Peroxybleichverbindung allein liefern.
  • Das Gewichtsverhältnis der Peroxybleichverbindung zu dem Bleichaktivator beträgt im allgemeinen von etwa 20 : 1 bis etwa 1 : 1, bevorzugterweise von etwa 10 : 1 bis etwa 2 : 1, besonders bevorzugt von 5 : 1 bis 3,5 : 1. Wenn auch die Menge des Bleichsystems, d.h. der Peroxybleichverbindung und des Aktivators, zwischen etwa 5 Gewichtsprozent und etwa 35 Gewichtsprozent der gesamten nicht-wässerigen Flüssigkeit variiert sein kann, wird es bevorzugt, von etwa 6 Gewichtsprozent bis etwa 30 Gewichtsprozent der das Bleichsystem bildenden Bestandteile zu verwenden. Daher beträgt der bevorzugte Gehalt der Peroxybleich verbindung in der Zusammensetzung zwischen etwa 5,5 und etwa 27 Gewichtsprozent, während der bevorzugte Gehalt des Aktivators zwischen etwa 0,5 und 14 Gewichtsprozent, besonders bevorzugt zwischen etwa 1 und etwa 5 Gewichtsprozent liegt.
  • Typische Beispiele von geeigneten Peroxybleichverbindungen sind Alkalimetallperborate, sowohl Tetrahydrate und Monohydrate, Alkalimetallpercarbonate, -persilicate und -perphosphate, von welchen Natriumperborat und insbesondere Natriumpercarbonat bevorzugt werden. Bevorzugte Aktivator-Materialien sind TAED und Glycerintriacetat.
  • Es wird besonders bevorzugt, in die ein Bleichmittel oder ein Bleichsystem enthaltenden Zusammensetzungen der Erfindung einen Stabilisator für das Bleichmittel oder das Bleichsystem einzuschließen, beispielsweise Ethylendiamintetramethylenphosphonat und Diethylentriaminpentamethylenphosphonat, oder andere geeignete organische Phosphonate oder ein Salz derselben, wie beispielsweise den vorstehend beschriebenen Dequest-Bereich. Diese Stabilisatoren können in Säure- oder Salz-Form, wie beispielsweise als die Magnesium-, Calcium-, Zink- oder Aluminium-Salzform verwendet werden. Der Stabilisator kann in einer Menge von bis zu etwa 1 Gewichtsprozent, bevorzugterweise zwischen etwa 0,1 und etwa 0,5 Gewichtsprozent, vorhanden sein.
  • Das Dispergiermittel
  • Bevorzugterweise enthalten die Zusammensetzungen der Erfindung auch ein dispergierendes Material. Im Prinzip kann jedes Material als ein Dispergiermittel verwendet werden, vorausgesetzt, daß es den in der EP-A-266 199 (Unilever) beschriebenen Flockungstest erfüllt. Die Fähigkeit einer Substanz, als ein Dispergiermittel zu wirken, wird teilweise von der Kombination der Feststoff/Flüssig-Phase abhängen. Besonders bevorzugte Dispergiermittel sind Säuren.
  • Manche typischen Beispiele von Dispergiermitteln schließen die Alkansäuren ein, wie beispielsweise Essig-, Propion- und Stearinsäure und deren halogenierten Gegenstücke, wie Trichloressig- und Trifluoressigsäure, als auch die Alkyl-(z.B. Methan)sulfonsäuren und die Aralkyl-(z.B. p-Toluol)-sulfonsäuren.
  • Beispiele von geeigneten anorganischen Mineralsäuren und deren Salzen sind Chlorwasserstoffsäure, Kohlensäure, schwefelige Säure, Schwefelsäure und Phosphorsäure; Kaliummonohydrogensulfat, Natriummonohydrogensulfat, Kaliummonohydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenphosphat, Natriummonohydrogenphosphat, Kaliumdihydrogenpyrophosphat.
  • Andere organische Säuren können ebenfalls als Dispergiermittel verwendet werden, beispielsweise Ameisen-, Milch-, Aminoessig-, Benzoe-, Salicyl-, Phthal-, Nicotin-, Ascorbin-, Ethylendiamintetraessig- und Aminophosphonsäuren, als auch längerkettige Fettcarboxylate und Triglyceride, wie Öl-, Stearin-, Laurinsäure, und dergleichen. Persäuren, wie Percarbon- und Persulfonsäuren, können ebenfalls verwendet werden.
  • "Fettige" Anionen sind sehr geeignete Dispergiermittel, und eine besonders bevorzugte Klasse von Dispergiermitteln umfaßt anionische Surfactants. Obwohl anionische Verbindungen, die Salze von Alkali- oder anderen Metallen sind, verwendet werden können, sind die freien Säureformen dieser Surfactants (worin das Metallkation durch ein H&spplus;-Kation, d.h. ein Proton, ersetzt ist) besonders bevorzugt. Diese anionischen Surfactants schließen alle diejenigen Klassen, Unterklassen und spezifischen Formen ein, welche in den vorerwähnten allgemeinen Hinweisen auf Surfactants beschrieben sind, nämlich Schwartz & Perry, Schwartz, Perry und Berch, McCutcheon's, Tensid-Taschenbuch. Viele anionischen Surfactants wurden schon vorstehend beschrieben. In der Rolle der Dispergiermittel sind die freien Säureformen davon im allgemeinen bevorzugt.
  • Insbesondere sind manche bevorzugten Unterklassen und Beispiele die C&sub1;&sub0;&submin;&sub2;&sub2;-Fettsäuren und die Dimeren derselben, die C&sub8;&submin;&sub1;&sub8;-Alkylbenzolsulfonsäuren, die C&sub1;&sub0;&submin;&sub1;&sub8;-Alkyl- oder Alkyletherschwefelsäuremonoester, die C&sub1;&sub2;&submin;&sub1;&sub8;-Paraffinsulfonsäuren, die Fettsäuresulfonsäuren, die Benzol-, Toluol-, Xylol- und Cumolsulfonsäuren und so weiter.
  • Die Menge des Dispergiermittel-Materials in der Zusammensetzung kann durch die in der vorerwähnten EP-A-266 199 beschriebenen Maßnahmen optimiert werden, jedoch ist in sehr vielen Fällen diese Menge zumindest 0,01 Gewichtsprozent, gewöhnlich 0,1 Gewichtsprozent und bevorzugterweise zumindest 1 Gewichtsprozent, und kann so hoch wie 15 Gewichtsprozent sein. Für die meisten praktischen Zwecke liegt die Menge im Bereich von 1 bis 12 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von 2 bis 6 Gewichtsprozent, auf Basis der gesamten nicht-wässerigen Zusammensetzung.
  • Das Antischaummittel
  • Im Hinblick auf das Schäumverhalten der Zusammensetzungen gemäß der Erfindung werden gute Ergebnisse bezüglich der Schaumreduktion erhalten, wenn man eine Kombination eines Kohlenwasserstoffwachses und eines Alkylphosphats als ein Antischaummittel verwendet. Es hat den Anschein, daß gute Entschäumungseigenschaften erhalten werden können, nach sowohl getrennter und kombinierter Zugabe dieser Verbindungen zu einer Zusammensetzung der Erfindung. Frei nach Wahl können Zusammensetzungen auf Siliconölbasis, enthaltend hoch- und niedrigviskoses öl, insbesondere hochviskoses Siliconöl mit einer Viskosität von größer als 10 000 mPa.s bei 25ºC und einer Scherrate von 21 s&supmin;¹, wirksam als Antischaummittel verwendet werden.
  • Verschiedene andere Bestandteile
  • Andere Bestandteile, die in den Zusammensetzungen der Erfindung vorhanden sein können, umfassen diejenigen zurückbleibenden Bestandteile, welche in flüssigen Reinigungsprodukten verwendet werden können. Beispiele sind gewebekonditionierende Mittel, Enzyme, Parfums (einschließend Deoparfums), Mikrobiozide, Färbemittel, Fluoreszenzmittel, Schmutz-suspendierende Mittel (Antivergrauungsmittel), Korrosionsinhibitoren, Enzym-stabilisierende Mittel und Schaumunterdrücker.
  • Unter den gewebekonditionierenden Mitteln, die verwendet werden können, entweder in Gewebe-Waschflüssigkeiten oder in Spül-Konditionierapparaten, sind Gewebe erweichende Materialien, wie Gewebe weichmachende Tone, quaternäre Ammoniumsalze, Imidazoliniumsalze, Fettamine und Cellulasen.
  • Enzyme, die in nicht-wässerigen Flüssigkeiten gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, schließen proteolytische Enzyme, amylolytische Enzyme und lipolytische Enzyme (Lipolasen) ein. Verschiedene Typen von proteolytischen Enzymen und amylolytischen Enzymen sind dem Fachmann bekannt und kommerziell verfügbar. Sie können beispielsweise als "Granalien", "Marums" oder Suspensionen inkorporiert sein.
  • Die Fluoreszenzmittel, die in den nicht-wässerigen flüssigen Waschmittel-Produkten gemäß der Erfindung verwendet werden können, sind bekannt und viele derartige Fluoreszenzmittel sind kommerziell verfügbar. Gewöhnlich werden diese Fluoreszenzmittel in der Form ihrer Alkalimetallsalze, beispielsweise der Natriumsalze, geliefert und verwendet. Die Gesamtmenge der Fluoreszenzmittel oder der in der Zusammensetzung der Erfindung verwendeten Mittel beträgt gewöhnlich von 0,02 bis 2 Gewichtsprozent.
  • Wenn es gewünscht wird, Antivergrauungsmittel in eine nicht-wässerige Flüssigkeit der Erfindung einzuführen, liegt die Menge des Mittels normalerweise im Bereich von etwa 0,1 bis etwa 5 Gewichtsprozent, bevorzugterweise von etwa 0,2 bis etwa 2,5 Gewichtsprozent der gesamten flüssigen Zusammensetzung. Bevorzugte Antivergrauungsmittel schließen Carboxy-Derivate von Zuckercellulosen, z.B. Natriumcarboxymethylcellulose, anionische Polyelektrolyte, insbesondere polymere aliphatische Carboxylate, oder organische Phosphonate, ein.
  • Verwendung
  • Die Zusammensetzungen gemäß der vorliegenden Erfindung können für verschiedene Waschkraftzwecke verwendet werden, beispielsweise für das Reinigen von Oberflächen und für das Waschen von Geweben. Für das Waschen von Geweben wird bevorzugterweise eine wässerige Flüssigkeit verwendet, enthaltend von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, bevorzugter von 0,2 bis 2 Gewichtsprozent der nicht-wässerigen Waschmittel-Zusammensetzung der Erfindung.
  • Verarbeitung
  • Während der Herstellung wird es bevorzugt, daß alle Rohmaterialien trocken und (im Falle von hydratisierbaren Salzen) in einem niedrigen Hydratationszustand sein sollten, z.B. wasserfreier Phosphatbuilder, Natriumperborat.Monohydrat und trockenes Calcit-Schleifmittel, wo diese in der nicht-wässerigen Zusammensetzung verwendet werden. In einem bevorzugten Verfahren werden die trockenen, im wesentlichen wasserfreien Feststoffe mit der flüssigen Phase in einem trockenen Behälter gemischt. Wenn Dispergiermittel-Materialien verwendet werden, sollten diese bevorzugt - zumindest teilweise - mit der flüssigen Phase vor der Zugabe der Feststoffe gemischt werden. Um die Sedimentationsrate der Feststoffe auf ein Minimum herabzusetzen, wird diese Mischung durch eine Feinzerkleinerungsmühle oder durch eine Kombination von Mühlen hindurchgeleitet, z.B. durch eine Kolloidmühle, eine Korund-Scheibenmühle, eine horizontal oder vertikal bewegte Kugelmühle, um eine Teilchengröße von 0,1 bis 100 um, bevorzugterweise von 0,5 bis 50 um, idealerweise von 1 bis 10 um, wie durch das D3,2-Meß instrument berechnet, zu erzielen. Eine bevorzugte Kombination von solchen Mühlen ist eine Kolloidmühle, gefolgt von einer horizontalen Kugelmühle, da diese unter den Bedingungen betrieben werden können, die zur Erzielung einer engen Teilchengrößenverteilung in dem nicht-wässerigen flüssigen Endprodukt benötigt werden. Selbstverständlich braucht ein teilchenförmiges Material, das bereits die gewünschte Teilchengröße hat, diesem Verfahren nicht unterworfen zu werden, und es kann, falls gewünscht, während einer späteren Stufe der Verarbeitung inkorporiert werden.
  • Während dieses Mahlverfahrens führt die Energiezufuhr zu einem Temperaturanstieg in dem Produkt und zur Freisetzung von Luft, die in oder zwischen den Teilchen der festen Bestandteile eingeschlossen ist. Es ist daher in hohem Maße erwünscht, irgendwelche wärmeempfindlichen Bestandteile in das Produkt nach der Mahlstufe und einer anschließenden Kühlstufe zu mischen. Es kann auch erwünscht sein, das Produkt vor dem Zusatz dieser (gewöhnlich kleineren) Bestandteile zu entgasen und, wahlweise, bei irgendeiner anderen Stufe der Verfahren. Typische Bestandteile, welche bei dieser Stufe zugesetzt werden können, sind Parfums und Enzyme, können jedoch auch hochtemperaturempfindliche Bleich- Komponenten oder flüchtige Lösungsmittel-Komponenten einschliessen, die in der Endzusammensetzung erwünscht sein können.
  • Jedoch wird es besonders bevorzugt, daß man flüchtiges Material nach irgendeiner Entgasungsstufe einführt. Geeignete Vorrichtungen für das Kühlen (z.B. Wärmeaustauscher) und die Entgasung werden dem auf diesem Gebiete tätigen Fachmann bekannt sein.
  • Es folgt daraus, daß jede in dem Verfahren verwendete Vorrichtung bevorzugterweise vollständig trocken sein sollte, wobei nach jedem Reinigungsverfahren dafür gesorgt werden sollte. Das gleiche ist auch für die nachfolgende Lagerung und Verpakkungsvorrichtung richtig.
  • Die Erfindung wird ferner durch die nachfolgenden nichteinschränkenden Beispiele erläutert, in welchen Teile und Prozentsätze auf das Gewicht bezogen sind, es sei denn, daß etwas anderes angegeben ist. In den Beispielen werden die nachfolgenden Abkürzungen verwendet:
  • Vista Novel 1012.62 : Nichtionisches Surfactant, C10,5-ethoxylierter Alkohol, enthaltend im Durchschnitt 6 EO-Gruppen pro Molekül, von Vista Chemical
  • Synperonic A3 : Nichtionisches Surfactant, C&sub1;&sub1;-ethoxylierter Alkohol, enthaltend im Durchschnitt 3 EO-Gruppen pro Molekül, von ICI
  • Marlon AS-3 . Die Säureform von C&sub1;&sub2;-Alkylbenzolsulfonsäure, von Hüls
  • Alf-16/Wax 2:1 : Entschäumungsmittel, bestehend aus Alkylphosphat und Kohlenwasserstoff- Wachs, in einem Gewichtsverhältnis von 2 : 1, von Harcros/Ter Hell
  • MgO : Magnesiumoxid, von Merck
  • SCMC : Natriumcarboxymethylcellulose, von AKZO
  • Sokalan CP7 : Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymeres in der Natriumsalzform, von BASF
  • CaO : Calciumoxid, von Baker Chemical Co.
  • Kristallines SMS : Kristallines Natriummetasilicat, enthaltend höchstens 4 % Wasser, Simet AG, von Rhone Poulenc
  • Amorphes SMS : Amorphes Natriummetasilicat, enthaltend etwa 2 bis 3 Gewichtsprozent Wasser, Vergomet, von Montedison
  • Sypernat D17 : HM Siliciumdioxid, von Degussa
  • Vergleichsbeispiel A, Beispiele 1 bis 3
  • Die folgenden nicht-wässerigen Waschmittel-Zusammensetzungen (siehe Tabelle 1) wurden durch Mischen der Bestandteile in der angegebenen Reihenfolge hergestellt. Es kann erwähnt werden, daß der Gesamtgehalt der festen Phase leicht reduziert wurde, wenn mehr HM-Siliciumdioxid (d.h. Sypernat D17) in der flüssigen Zusammensetzung enthalten war. Dies wird durch die erheblich niedrigere Dichte und demzufolge des höheren spezifischen Volumens des Sypernat D17 im Vergleich zu kristallinem Natriummetasilicat bewirkt. Sypernat D17 hat eine Dichte von etwa 150 kg/m³, wohingegen die Dichte des angewandten kristallinen SMS überschlägig 1200 kg/m³ beträgt. Die Bestandteile wurden zur Erzielung einer mittleren Teilchengröße von 8 um (durch das D3,2-Meßinstrument) gemahlen. Die Tendenz der Zusammensetzung, eine klare Schichttrennung zu liefern, wurde bestimmt durch Füllen eines 500 ml großen verschließbaren Polyethylen-Behälters mit der Zusammensetzung, 4 Wochen langes Stehenlassen derselben ohne Rührung bei 37ºC, und anschließendes Messen der Höhe von irgendeiner sichtbaren klaren Oberschicht. Wie bemerkt werden kann, wird dieses Maß der Stabilität von jeder Zusammensetzung in der Tabelle I gezeigt. Die Viskositäten, die nach einer Woche unter Verwendung eines Haake-Rotoviskometers bei einer Schergeschwindigkeit von 21 s&supmin;¹ bei 25ºC nach 5 Minuten von jeder Zusammensetzung gemessen wurden, sind ebenfalls angegeben. TABELLE 1
  • Diese Ergebnisse zeigen eindeutig, daß die Inkorporierung von hydrophob modifiziertem Siliciumdioxid die Stabilität der nicht-wässerigen flüssigen Waschmittel-Formulierungen, enthaltend kristallines Natriummetasilicat, ohne einen unannehmbaren Anstieg in der Viskosität von solchen Formulierungen, erhöht.
  • Vergleichsbeispiele B und C
  • In einer ähnlichen Weise wie bei den Beispielen A, 1 bis 3, wurden die nachfolgenden Zusammensetzungen hergestellt. Es kann aus der Tabelle II entnommen werden, daß diese Zusammensetzungen amorphes an Stelle von kristallinem Natriummetasilicat enthalten.
  • Danach wurde ihre Stabilität, wie durch deren Tendenz, zur Lieferung einer klaren Schichttrennung und deren Viskosität unter Verwendung des in den Beispielen A, 1 bis 3 beschriebenen Verfahrens, gemessen. Die Testergebnisse sind in der Tabelle II angegeben. TABELLE II
  • Es ist zu ersehen, daß in diesem Falle eine niedrigere Viskosität des nicht-wässerigen flüssigen Produktes gefunden wurde, wenn kristallines Natriummetasilicat angewandt wird.
  • Außerdem zeigen diese Ergebnisse eindeutig, daß eine erhebliche Stabilitätsverbesserung (obwohl leicht geringer beurteilt als die in den Beispielen A, 1 bis 3 gefundene Verbesserung) auch erhalten werden kann, wenn man HM-Siliciumdioxid in eine nicht-wässerige flüssige Waschmittel-Zusammensetzung, enthaltend amorphes Natriummetasilicat, inkorporiert.

Claims (6)

1. Eine im wesentlichen nicht-wässerige flüssige Waschmittel- Zusammensetzung, enthaltend eine flüssige Phase und eine darin dispergierte teilchenförmige feste Phase, wobei die feste Phase Natriummetasilicat und von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent von hydrophob modifiziertem Siliciumdioxid enthält, dadurch gekennzeichnet, daß das Natriummetasilicat im wesentlichen kristallines Natriummetasilicat ist, was bei einem Gehalt von 10 bis 60 Gewichtsprozent vorhanden ist, wobei beide genannten Konzentrationsbereiche auf dem Gesamtgewicht der Waschmittel-Zusammensetzung basieren, wobei Natriummetasilicat weniger als 8 Gewichtsprozent Wasser enthält.
2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, wobei die feste Phase von 0,3 bis 5 Gewichtsprozent hydrophob modifiziertem Siliciumdioxid, basierend auf dem Gesamtgewicht der Waschmittel-Zusammensetzung, enthält.
3. Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 2, worin das Natriummetasilicat weniger als 5 Gewichtsprozent Wasser enthält.
4. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 3, worin die Zusammensetzung ferner eine Persauerstoff-Bleichverbindung enthält.
5. Zusammensetzung nach irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, enthaltend von 20 bis 70 Gewichtsprozent einer flüssigen Phase und von 30 bis 80 Gewichtsprozent einer festen Phase.
6. Die Verwendung von hydrophob modifiziertem Siliciumdioxid als ein stabilisierendes Mittel in einer im wesentlichen nichtwässerigen flüssigen Waschmittel-Zusammensetzung, enthaltend im wesentlichen kristallines Natriummetasilicat, wobei das Metasilicat weniger als 8 Gewichtsprozent Wasser enthält.
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